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Oman – Lass den Winter hinter Dir
Routenvorschlag (7–10 Tage)
Maskat → Wadi Shab / Sur → Wahiba Sands → Nizwa → Jebel Akhdar → Maskat
Wenn Du den Winter endgültig abschütteln willst, ist der Oman im März ein Volltreffer. Die Temperaturen sind meist angenehm warm, aber noch nicht so heiß, dass Du tagsüber nur von Schatten zu Schatten flüchtest. Genau die richtige Zeit also, um Maskat zu erkunden, durch Gebirgsstraßen zu kurven und Dir zwischendurch die Füße im Meer abzukühlen.
Starte Deine Reise in Maskat. In der Stadt gibt es vieles zu sehen, sodass es Sinn macht, sich ein bis zwei Tage Zeit zu nehmen, um die Gegend zu erkunden und die Sehenswürdigkeiten nicht nur zwischen Tür und Angel mitzunehmen.
Ein Must-see ist die Sultan-Qabus-Moschee. Sie ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern auch ein guter Einstieg, um ein Gefühl für das Land und seine Kultur zu bekommen. Zusätzlich sollte die Corniche in Mutrah definitiv auf Deiner Bucket List stehen. Mutrah ist der alte Hafenbereich von Maskat. Beim Spaziergang entlang des Wassers eröffnet sich Dir ein einzigartiger Blick auf die weißen Häuser am Hang und die kleinen Fischerboote im Hafen. Direkt in der Nähe liegt auch der Mutrah Souq, einer der bekanntesten Märkte des Landes. Suchst Du nach Mitbringseln, Gewürzen, Tüchern oder handgefertigten Produkten, solltest Du hier auf jeden Fall vorbeischauen.
Wenn Du zusätzlich die Umgebung erkunden möchtest, erreichst Du von Maskat aus in rund anderthalb bis zwei Stunden die Gegend um Wadi Shab. Hier wanderst Du durch eine schmale Schlucht, vorbei an Palmen und Wasserbecken, bis Du am Ende, je nach Wasserstand, sogar schwimmen kannst. Möchtest Du den Tag etwas ruhiger angehen, lässt sich Wadi Shab gut mit einem Stopp am Bimmah Sinkhole kombinieren, einem natürlichen Kalkstein-Krater mit türkisfarbenem Wasser, der sich perfekt für eine kurze Pause eignet.
Praktische Tipps
- Allradantrieb: Für Fahrten in die Wüste Wahiba Sands sowie auf einige Bergpisten rund um Nizwa ist ein Geländewagen mit Allradantrieb sehr empfehlenswert. Viele Wüstencamps setzen einen Allradantrieb für die Anfahrt sogar voraus.
- Fahrten bei Tageslicht: Außerhalb der Städte sind viele Landstraßen nicht beleuchtet. Plane längere Strecken daher möglichst tagsüber, da in ländlichen Regionen auch häufig Tiere wie Ziegen oder Kamele die Straße überqueren.
- Temperaturen nicht unterschätzen: Auch im März solltest Du immer ausreichend Trinkwasser im Auto mitführen. Die Temperaturen können je nach Region schnell ansteigen, besonders in der Wüste oder bei längeren Fahrten.
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Madeira – «das Hawaii Europas»
Routenvorschlag (5–7 Tage)
Funchal → Câmara de Lobos → Ribeira Brava → Pico do Arieiro → Santana → Porto Moniz → Funchal
Madeira wird nicht umsonst als „Hawaii Europas“ bezeichnet. Die portugiesische Atlantikinsel zieht viele Reisende durch ihr südländisches Flair und das tropische Klima an. Starte Deinen Roadtrip am besten in Funchal, der Hauptstadt der Insel. Hier lohnt es sich, ein bis zwei Tage einzuplanen, um anzukommen und die Stadt in Ruhe zu erkunden. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit ihren bemalten Türen, ein Besuch der Markthalle Mercado dos Lavradores oder ein Abstecher an die Uferpromenade geben Dir einen guten ersten Eindruck von Madeira. Von Funchal aus lassen sich viele Ziele außerdem gut sternförmig erreichen, ohne ständig den Standort wechseln zu müssen. Sobald Du die Stadt hinter Dir lässt, beginnt der landschaftliche Teil der Reise. Besonders zu empfehlen ist die Fahrt entlang der Südküste in Richtung Câmara de Lobos, einem kleinen Fischerort mit bunten Booten und Blick auf die steilen Klippen. Von hier aus kannst Du weiter ins Inselinnere fahren, wo sich die Landschaft schlagartig verändert. Kurvige Straßen führen Dich durch grüne Täler hinauf in die Berge mit beeindruckenden Ausblicken auf den Atlantik. Ein Highlight ist die Fahrt in die Region rund um den Pico do Arieiro. Von hier aus kannst Du kurze Wanderungen unternehmen oder einfach nur die Aussicht genießen. Im März liegen die Gipfel teilweise noch in den Wolken, was der Landschaft eine ganz besondere Stimmung verleiht. Gleichzeitig ist es unten an der Küste bereits angenehm warm, sodass sich Aktivität und Entspannung gut kombinieren lassen.
Gerade im März eignet sich Madeira besonders gut für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Du kannst Dir die Übergangsphase zwischen Winterruhe und beginnender Hochsaison zu Nutzen machen, die sich vor allem auf den Straßen bemerkbar macht: Viele Aussichtspunkte, Küstenorte und Wandergebiete lassen sich noch ohne großen Trubel erkunden.
Praktische Tipps
Fahrzeugwahl: Die Straßen auf Madeira sind gut ausgebaut, allerdings oft steil und kurvig. Daher lohnt sich die Wahl einer Kompakt- oder Mittelklasse mit etwas mehr Motorleistung, gerade in den Bergregionen.
Parken: In Funchal sind Parkhäuser die beste Wahl, da Parkplätze in der Altstadt begrenzt sind. Außerhalb der Stadt findest Du in kleineren Orten meist problemlos Stellplätze am Straßenrand.
Sicher unterwegs im Geländewagen
Ideal für die Übergangszeit: Mit optionalem Allradantrieb bietet er mehr Sicherheit bei wechselnden Straßenverhältnissen.
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Holland – zur Zeit der Tulpenblüte
Routenvorschlag (5–7 Tage)
Amsterdam → Haarlem → Zandvoort / Bloemendaal → Leiden → Lisse → Utrecht → Amsterdam
Die Tulpen beginnen zu blühen, der Wind weht sanft von der Nordsee herüber und die Straßencafés füllen sich langsam wieder mit Gästen. Es ist Frühling in den Niederlanden. Wusstest Du, dass im Frühling außerdem der größte Nationalfeiertag der Niederlande stattfindet? Ende April feiern die NiederländerInnen den Koningsdag, den Geburtstag des Königs. Schon Wochen zuvor ist die Vorfreude spürbar, Städte werden geschmückt und überall herrscht eine entspannte, fröhliche Stimmung. Als Startpunkt für Deinen Roadtrip empfiehlt sich Amsterdam. Die kleinen Cafés und Viertel wie Jordaan lassen sich im März entspannt erkunden, ohne dass Du Dich durch große Menschenmengen quetschen musst.
Von Amsterdam aus geht es weiter nach Haarlem, eine charmante Stadt mit historischer Altstadt und vielen kleinen Läden. Haarlem ist ein idealer erster Stopp, bevor Du Richtung Küste fährst. Breite Strände, Dünenlandschaften und frische Meer Luft erwarten Dich an Orten Zandvoort oder Bloemendaal aan Zee.
Anschließend lohnt sich die Fahrt ins Landesinnere nach Leiden. In der Universitätsstadt kannst Du Dich auf die Spuren des Lebens von Rembrandt begeben, der hier als neuntes Kind der Müllers im Jahre 1606 geboren wurde. Im Young Rembrandt Studio erfährst Du mehr über die Geschichte des jungen Künstlers, der damals in diesem Studio das Malen und Skizzieren erlernte. Von Leiden aus bist Du zusätzlich schnell in der Region rund um Lisse, dem Herzen der niederländischen Blumenregion. Wenn Du Glück hast, zeigen sich im März bereits die ersten Tulpenfelder, zwar noch nicht in voller Blüte, aber dafür ohne die Touristenmassen, die sich im April durch die Blumenparks drängen.
Zum Abschluss Deiner Rundreise bietet sich Utrecht an. Die Stadt ist kompakt und bekannt für ihre Grachten mit Cafés direkt am Wasser. Hier kannst Du Deinen Roadtrip ausklingen lassen, bevor es zurück nach Amsterdam oder zum Flughafen geht.
Praktische Tipps
Parken: In größeren Städten sind Parkhäuser oder Park-&-Ride-Anlagen die entspannteste Lösung. In kleineren Orten findest Du meist problemlos Parkplätze am Straßenrand.
Wetter im Blick behalten: Das Wetter im März kann wechselhaft sein. In Holland weht des Öfteren eine stärkere Brise, vor allem entlang der Küstenorte. Daher ist eine winddichte Jacke besonders für Küstenstopps empfehlenswert.
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Jaipur – Reise in die pinke Stadt
Routenvorschlag (7–10 Tage)
Jaipur → Amber Fort → Pushkar → Jodhpur → Agra → Jaipur
Eine Reise nach Indien lohnt sich besonders zwischen November und April. Die Temperaturen sind in dieser Zeit angenehm und es regnet deutlich weniger als in den Sommermonaten. Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans, ist ein guter Einstieg in diese Region.
Um die Stadt in Ruhe zu erkunden, lohnt es sich, ein bis zwei Tage einzuplanen. Ein guter Startpunkt ist der City Palace, der Dir einen ersten Eindruck von der Geschichte der Maharadschas vermittelt. Direkt in der Nähe liegt auch das Jantar Mantar, ein historisches Observatorium und UNESCO-Welterbe, das zeigt, wie Astronomie hier schon vor Jahrhunderten betrieben wurde. Für einen schönen Ausblick lohnt sich ein Ausflug zum Amber Fort, das etwas außerhalb von Jaipur liegt. Vom Fort aus hast Du einen weiten Blick über Seen und die umliegenden Hügel, was einen angenehmen Kontrast zum Trubel der Stadt bietet. Nach etwa drei Stunden erreichst Du von Jaipur aus die Stadt Pushkar, die vor allem für ihren heiligen See bekannt ist. Ein Must-see auf Deiner Reise ist natürlich auch das Taj Mahal in Agra, das Du von Jaipur aus in etwa vier bis fünf Stunden erreichst.
“Bei Deiner Reiseplanung stößt Du womöglich auf die Bezeichnung „Pink City“ für Jaipur. Pink gilt in Indien als Farbe der Gastfreundschaft. Es heißt, dass Ende des 19. Jahrhunderts der damalige Herrscher, ein Maharadscha, die gesamte Stadt pink anmalen ließ, um den Prinzen von Großbritannien willkommen zu heißen. “
Praktische Tipps
Fahrstil & Stadtverkehr: Der Verkehr in Indien folgt eigenen Regeln. Vor allem in Städten wie Jaipur ist Geduld gefragt. Rechne jederzeit damit, dass Dir auf der Fahrbahn Menschen, Kühe oder andere Tiere begegnen. Plane für Deine Fahrten daher ausreichend Zeit ein und gehe grundsätzlich von unerwarteten Situationen aus. Achte außerdem darauf, dass in Indien Linksverkehr herrscht, was zu Beginn eine zusätzliche Eingewöhnung erfordert.
5
Meran – Frühling im Südtirol
Routenvorschlag (5–7 Tage)
Meran → Dorf Tirol → Passeiertal → Vinschgau → Schenna → Meran
Tirol im Frühling? Ich könnte mir Schlimmeres vorstellen. An einem schönen Frühlingstag im T-Shirt durch das kleine Städtchen spazieren, einkehren und am späten Nachmittag ein Brotzeitbrettl und einen Aperol Spritz bestellen – ein gelungener Start in Deinen Tag in Meran. Natürlich gibt es hier noch weitaus mehr zu erleben. Die Jahreszeit eignet sich perfekt für Wanderungen, Fahrradtouren oder entspannte Wellnessmomente in der Region. Starte Deine Reise direkt in Meran. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der Passerpromenade, vorbei an Palmen, historischen Villen und kleinen Cafés. Auch die Altstadt lädt zum Bummeln ein und eignet sich gut für eine erste Pause nach der Anreise.
Wenn Du die Umgebung erkunden möchtest, bietet sich eine Fahrt ins Passeiertal an. Die Straße führt Dich durch eine ruhige Berglandschaft mit kleinen Dörfern und Ausblicken auf das umliegende Bergpanorama. Alternativ kannst Du mit dem Auto in Richtung Dorf Tirol fahren. Von hier hast Du einen schönen Blick über Meran und das Etschtal, und kurze Wanderwege führen durch Weinberge und Obstgärten, die im März langsam zu blühen beginnen.
Ein weiteres Highlight ist ein Abstecher in Richtung Vinschgau. Die Region ist bekannt für ihre Apfelplantagen und mittelalterlichen Orte. Im März ist es hier noch ruhig – perfekt für entspannte Fahrten ohne Zeitdruck.
Praktische Tipps
Übergangsjahreszeit beachten: In Meran selbst ist es im März meist mild, in höheren Lagen kann jedoch noch Schnee liegen. Informiere Dich vorab über die aktuellen Straßen- und Wetterbedingungen. Für Fahrten in höher gelegene Regionen können Winterreifen weiterhin sinnvoll sein.