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Handgepäck-Regelung 2026: Das sollten Reisende wissen
Handgepäck ist für viele von uns längst mehr als nur ein kleiner Koffer. Es ist ein Reisebüro, eine Beauty-Bag, ein Technik-Safe und manchmal auch ein Kleiderschrank für ein verlängertes Wochenende. Umso nerviger, wenn sich die Regeln ständig ändern oder nahezu jeder Flughafen seine eigenen Vorschriften hat.
Die gute Nachricht: 2026 soll Einiges einfacher werden. Dennoch bleibt es im Detail teilweise etwas kompliziert. Damit Du entspannt durch die Sicherheitskontrolle kommst, findest Du hier alles, was Du zum Thema Handgepäck 2026 wissen solltest – verständlich, aktuell und ohne Paragraphen-Deutsch.
Kostenloses Handgepäck: Die EU plant neue Regeln
Eine der spannendsten Neuerungen kommt von politischer Seite. Die EU hat 2025 eine neue Regelung vorgeschlagen, die Handgepäck einheitlicher und fairer machen soll. Künftig könnten Reisende Anspruch auf ein kostenloses Handgepäckstück plus einen persönlichen Gegenstand haben – also zum Beispiel ein kleiner Trolley und eine Handtasche, ohne Zusatzgebühren.
Damit sollen vor allem überraschende Kosten am Gate verhindert werden. Auch einheitliche Mindestmaße sind Teil des Plans, um extreme Einschränkungen einzelner Airlines zu vermeiden. Die Umsetzung hängt allerdings noch vom weiteren Gesetzgebungsprozess ab – frühestens im Laufe des Jahres 2026 könnte es so weit sein.
Neue Scanner machen die Sicherheitskontrolle entspannter
An immer mehr Flughäfen in Europa kommen moderne CT-Scanner zum Einsatz. Diese Geräte erstellen dreidimensionale Bilder Deines Handgepäcks und erkennen Inhalte deutlich besser als klassische Röntgengeräte. Für Dich heißt das vielerorts: Du musst Deinen Laptop nicht mehr auspacken, Tablets können im Rucksack bleiben – und auch Flüssigkeiten müssen manchmal nicht mehr separat vorgezeigt werden.
Aber: Diese Scanner sind noch nicht flächendeckend im Einsatz. Ob Du von den Vorteilen profitierst, hängt vom Flughafen ab – manchmal sogar vom Terminal.
Flüssigkeiten 2026: Die 100-ml-Regel ist (meist) noch da
Auch wenn immer wieder vom Ende der 100-ml-Regel die Rede ist: 2026 gilt sie an den meisten Flughäfen weiterhin. Flüssigkeiten, Cremes, Gels und Sprays dürfen also nach wie vor nur in Behältern mit maximal 100 Millilitern ins Handgepäck. Alles zusammen kommt wie gehabt in den transparenten 1-Liter-Beutel.
An einzelnen Flughäfen mit moderner Scannertechnik sind größere Mengen erlaubt, und der klassische Beutel wird dort nicht mehr verlangt. Das klingt nach echter Erleichterung – ist aber kein verlässlicher Standard. Spätestens bei Umstiegen oder Flughafenwechseln kann die alte Regel wieder greifen. Deshalb bleibt es sinnvoll, auch 2026 lieber klassisch zu packen – vor allem bei internationalen Reisen.
Elektronik & Powerbanks: Meist kein Drama
Deine Elektronik darf natürlich auch 2026 ins Handgepäck. Smartphone, Laptop, Tablet, Kamera oder E-Reader – alles kein Problem. Und an vielen Sicherheitskontrollen mit neuer Technik kannst Du die Geräte sogar im Rucksack lassen.
Etwas genauer musst Du bei Powerbanks hinschauen: Sie dürfen ausschließlich ins Handgepäck, nicht in den aufgegebenen Koffer. Und es gelten klare Grenzen:
Powerbanks mit bis zu 100 Wattstunden (Wh) sind in der Regel problemlos erlaubt.
Modelle mit 100 bis 160 Wh benötigen die Genehmigung der Airline. Alles darüber ist verboten.
Tipp: Viele Powerbanks sind nur in mAh angegeben – entscheidend ist aber der Wh-Wert, der meist klein auf dem Gerät steht. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, nimm lieber ein kleineres, klar gekennzeichnetes Modell mit.
Babynahrung & Medikamente: Erleichterungen bleiben
Wenn Du mit Baby reist oder regelmäßig Medikamente brauchst, bleibt 2026 alles wie gewohnt. Babymilch, spezielles Wasser, Brei sowie flüssige Medikamente dürfen weiterhin in größeren Mengen mit ins Handgepäck – vorausgesetzt, sie werden während der Reise benötigt.
In der Praxis kann es sein, dass Sicherheitskräfte genauer hinschauen oder Nachweise verlangen. Manchmal reicht eine Erklärung, andermal hilft ein ärztliches Attest oder Rezept. Gerade bei internationalen Flügen ist es sinnvoll, entsprechende Unterlagen griffbereit zu haben.
Umsteigen 2026: Hier wird’s tricky
Zwischenlandungen bleiben 2026 einer der größten Unsicherheitsfaktoren beim Thema Handgepäck. Denn bei jeder neuen Sicherheitskontrolle gelten die Regeln des jeweiligen Flughafens – unabhängig davon, was am Abflughafen erlaubt war.
Das kann dazu führen, dass Flüssigkeiten, die vorher kein Problem waren, plötzlich aussortiert werden. Auch andere Gegenstände können unterschiedlich bewertet werden. Wenn Deine Route mehrere Flughäfen umfasst, ist es deshalb am entspanntesten, Dich an den strengsten bekannten Regeln zu orientieren – und lieber etwas konservativer zu packen.
Airlines schauen 2026 genauer hin
Unabhängig von den geplanten EU-Regeln zeigt sich schon jetzt ein klarer Trend: Airlines kontrollieren Handgepäck deutlich strenger als früher. Maße, Gewicht und Anzahl der Gepäckstücke werden immer häufiger direkt vor dem Boarding überprüft. Kulanz gibt es deutlich seltener.
Besonders bei vollen Flügen oder Billigairlines lohnt es sich, das Handgepäck exakt nach den Vorgaben zu packen. Selbst kleine Abweichungen können zu Zusatzkosten oder zur Aufgabe des Gepäcks führen. Also lieber vorher checken, was genau erlaubt ist – und im Zweifel nachmessen.
Großbritannien & USA: Andere Regeln, klare Zahlen
In Großbritannien bleibt alles wie gehabt: maximal 100 ml pro Behälter, alle Flüssigkeiten zusammen in einem transparenten 1-Liter-Beutel. Zwar sind an einigen Flughäfen moderne Scanner im Einsatz, aber die geplante Abschaffung der 100-ml-Grenze wurde mehrfach verschoben. Verlassen solltest Du Dich auf Lockerungen daher nicht – vor allem bei Anschlussflügen.
In den USA gilt weiterhin die bekannte TSA-3-1-1-Regel: 3,4 Unzen (etwa 100 ml) pro Behälter, ein Quart-Beutel (etwa 1 Liter) pro Person. Größere Mengen sind nur im Aufgabegepäck erlaubt. Ausnahmen gibt es für Medikamente sowie Baby- und Spezialnahrung, die separat vorgezeigt werden müssen.
Kurz gesagt: Wer nach Großbritannien oder in die USA reist, packt 2026 am entspanntesten nach der klassischen 100-ml-Regel – und spart sich Diskussionen an der Sicherheitskontrolle.
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