Osterhase und bunt bemalte Eier am Sand am Meer.
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Traditionen in aller Welt

Bilby statt Hase: Wie Ostern rund um die Welt begangen wird

Gefärbte Eier, selbstgebackenes Osterlamm, Schokohäschen: Hierzulande ranken sich zahlreiche Traditionen um das Osterfest. Die Nestsuche im Garten und ein ausgedehntes Frühstück mit der Familie zählen ebenso dazu. Doch das bedeutendste Fest der Christenheit wird rund um den Globus höchst unterschiedlich zelebriert. Ein Ausflug über deutsche Grenzen hinaus offenbart die bemerkenswerte Vielfalt der Osterbräuche.

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In Australien bringt der Bilby die Ostereier. © Bastetamn/iStock via Getty Images
In Australien bringt der Bilby die Ostereier. © Bastetamn/iStock via Getty Images

Australien: Kleines Beuteltier verdrängt den Hasen

Down Under macht dem Osterhasen ein ungewöhnlicher Rivale das Terrain streitig. Dank engagierter Artenschützer liefert mittlerweile der Bilby die Ostereier aus – ein zierliches Beuteltier mit auffallend langer Schnauze und markanten Ohren. Hasen und Kaninchen haben in Australien einen zweifelhaften Ruf: Die aus Europa importierten Nager dezimierten heimische Spezies wie den Kaninchennasenbeutler, der vom Aussterben bedroht ist. TierschützerInnen initiierten daher eine Kampagne, um das niedliche Geschöpf als Osterhasen-Ersatz ins Bewusstsein zu rücken. Die Strategie ging auf: Mittlerweile füllen Schokoladen-Bilbys die Regale der Supermärkte. Ein Anteil der Einnahmen fließt in Schutzprogramme für die Beuteltiere.

Irland: Feierliche Bestattung eines Herings

Auch auf der grünen Insel rückt zum Osterfest ein aus deutscher Sicht ungewöhnliches Geschöpf ins Zentrum. Das Heringsbegräbnis ist ein traditionsreicher Osterbrauch, der das Ende der christlichen Fastenzeit markiert. Während dieser 40 Tage verzichteten Gläubige traditionell auf Fleisch. Stattdessen dominierte Fisch die Ernährung, allen voran der Hering. Nach Wochen einseitiger Kost hatten viele Menschen begreifliche Appetitlosigkeit entwickelt. Beim Heringsbegräbnis wird der Fisch in einer zeremoniellen Prozession bestattet, um den Abschluss der Fastenzeit zu begehen. Zugleich signalisiert dies die Rückkehr zu reichhaltigeren Speisen – sehr zum Vergnügen der Metzger, die nach der Fastenzeit wieder Fleisch anbieten konnten.

Auf Bermuda hat sich eine ganz eigene Tradition entwickelt. © Chris Fagg/iStock via Getty Images
Auf Bermuda hat sich eine ganz eigene Tradition entwickelt. © Chris Fagg/iStock via Getty Images

Bermuda-Inseln: Fliegende Farbtupfer zum Fest

Auf Bermuda prägt ein besonderes Schauspiel das Osterfest: farbenfrohe Drachen, die durch die Lüfte schweben. Das Drachensteigen am Karfreitag lockt Einheimische wie Besucher an. Der Ursprung dieser Tradition wird einem Lehrer aus dem 19. Jahrhundert zugeschrieben. Um seinen Schülern die Himmelfahrt Christi verständlich zu vermitteln, schickte er einen Drachen in den Himmel. Die Demonstration stieß auf solche Begeisterung, dass sich daraus eine etablierte Ostertradition entwickelte. In den Wochen vor dem Fest konstruieren Familien aus Holzstäben und farbigem Papier ihre eigenen Drachen, die am Karfreitag ein lebendiges Farbenspiel am Himmel erzeugen.

Polen: Wasserattacken am Ostermontag

Am Ostermontag gilt in Polen eine klare Ansage: Niemand bleibt trocken. Beim traditionellen Śmigus-Dyngus überschütten sich Menschen wechselseitig mit Wasser. Dabei kommen Wasserpistolen, gefüllte Ballons oder gar volle Eimer zum Einsatz. Der Brauch wurzelt vermutlich in slawischen Frühlingsritualen, in denen Wasser für Reinigung, Erneuerung und Fruchtbarkeit stand. In früheren Zeiten war es Sitte, dass Jungen den Mädchen ihrer Wahl Wasser überschütteten. Tags darauf hatten die Mädchen Gelegenheit zur Vergeltung. Heute nehmen in Polen sämtliche Altersgruppen an den ausgelassenen Wassergefechten teil.

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Quelle: spot on news