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Mietwagen auf Gran Canaria
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Clever Mietwagen buchen

Früh buchen vs. Last Minute: Wann lohnt sich die Mietwagenbuchung mehr?

Die Flüge sind gebucht, das Hotel steht. Jetzt fehlt nur noch der passende Mietwagen. Doch genau hier stellt sich für viele UrlauberInnen die entscheidende Frage: Früh buchen oder auf ein Last-Minute Angebot hoffen?

Die Antwort ist weniger eindeutig, als man denkt. Denn Mietwagenpreise folgen oft eigenen Regeln, welche stark von Reiseziel, Saison und Fahrzeugkategorie abhängen. Eine Auswertung der Durchschnittspreise für eine Woche im August 2025 (Kleinwagen) in beliebten Reisezielen wie Korfu, Kreta, Mallorca, Sardinien, Sizilien, Lissabon oder Faro zeigt, dass es keinen pauschal besten Buchungszeitpunkt gibt. Je nach Destination lagen die günstigsten Preise teils mehrere Monate vor Reisebeginn – teils aber auch nur vier bis acht Wochen vorher oder sogar kurzfristig.

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Hier geht es zur Auswertung

Finde heraus, wann sich welche Strategie wirklich lohnt und wie Du das beste Angebot findest.

Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen

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Schwankungen von Mietwagenpreisen
Schwankungen von Mietwagenpreisen © Shutterstock

Warum Mietwagenpreise überhaupt schwanken

Vielleicht hast Du es selbst schon erlebt: Heute kostet der Mietwagen 42 Euro pro Tag, morgen plötzlich 55 Euro und ein paar Wochen später nur noch 38 Euro. Solche Schwankungen sind keine Seltenheit.

Mietwagenpreise entstehen durch ein dynamisches Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage. Autovermietungen planen ihre Flotten auf Basis von Erfahrungswerten, passen Preise jedoch laufend an die aktuelle Buchungslage an.

Einen besonders großen Einfluss haben:

  • Ferienzeiten und Feiertage
  • Beliebte Urlaubsregionen (zum Beispiel Mallorca, Kreta, Algarve)
  • Großveranstaltungen am Reiseziel
  • Fahrzeugkategorie (Vans, Automatik oder SUVs sind schneller ausgebucht)
  • Der Buchungszeitpunkt

Die Auswertung August 2025 zeigt: Selbst innerhalb eines Monats können Preisunterschiede von 50 bis über 100 Euro pro Woche entstehen – allein abhängig davon, wann gebucht wurde.

Wichtig zu wissen: Am stärksten schwankt häufig der Grundpreis. Zusatzleistungen wie Kindersitze oder Gebühren für junge FahrerInnen bleiben oft konstant.

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Ein Paar sitzt auf einer Couch und benutzt den Laptop. Im Raum verteilt stehen Koffer und ein Schwimmreifen.
Ausflüge kann man sowohl online als auch vor Ort buchen © stock.adobe.com - Studio Romantic

FrühbucherInnen: Mehr Auswahl, mehr Planungssicherheit

Wer früh bucht, sichert sich vor allem eines: Auswahl und Planungssicherheit. Gerade in der Hochsaison sind bestimmte Fahrzeugkategorien schnell vergriffen.

Das gilt besonders für:

  • Familienfahrzeuge mit viel Stauraum
  • Automatikfahrzeuge
  • Cabrios in Sonnenzielen
  • Größere Fahrzeuge auf Inseln mit begrenzter Flottenkapazität

Reist Du mit Kindern oder brauchst ein ganz bestimmtes Fahrzeug, lohnt sich eine Buchung sechs bis zwölf Monate im Voraus durchaus. Du kannst entspannt vergleichen und musst nicht befürchten, am Ende nur noch Restkategorien vorzufinden.

Ein Blick auf August 2025 zeigt: In klassischen Hochsaisonzielen wie Sardinien oder Korfu waren Buchungen 90 Tage oder mehr im Voraus im Durchschnitt günstiger als sehr kurzfristige Reservierungen. 

Aber: Extrem frühes Buchen ist nicht automatisch am günstigsten. In einigen Destinationen lagen die besten Durchschnittspreise nicht sechs Monate im Voraus, sondern im Zeitfenster von etwa 30 bis 60 Tagen vor Reisebeginn. Früh buchen bedeutet also vor allem Sicherheit – nicht zwingend den absoluten Tiefstpreis.

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Mietwagenabholung auf Mallorca, Spanien
Mietwagenabholung auf Mallorca, Spanien ©HolidayCheck

Last Minute: Schnäppchen oder Risiko?

Last Minute klingt verlockend und kann funktionieren. Vor allem in der Nebensaison oder bei flexiblen Reisedaten sinken Preise oft noch einmal, wenn Vermieter ihre Flotten auslasten wollen. 

Die August-Daten zeigen: In einzelnen Städten und bei flexibler Nachfrage waren kurzfristige Buchungen (14–29 Tage vor Reisebeginn) oder sogar Last-Minute-Reservierungen unter 14 Tagen teils günstiger als sehr frühe Buchungen.

Beispiele aus der Hochsaison:

  • Auf Mallorca lagen die niedrigsten Durchschnittspreise etwa 30–59 Tage vor Reisebeginn – nicht ganz am Anfang.
  • In Málaga waren kurzfristige Buchungen teilweise günstiger als sehr frühe Reservierungen.
  • In Faro lagen Last-Minute-Preise im Durchschnitt sogar unter manchen Frühbucherpreisen.

Gleichzeitig gab es aber auch extreme Ausreißer nach oben: In Lissabon etwa waren sehr kurzfristige Buchungen in Einzelfällen deutlich teurer als frühe Reservierungen.

In stark nachgefragten Sommerzielen kann zu langes Warten dazu führen, dass Preise spürbar steigen oder bestimmte Fahrzeugklassen ausgebucht sind. Das zeigt: Last Minute kann günstiger sein – ist aber deutlich weniger planbar und kann schnell nach hinten losgehen.

Als einfache Faustregel kannst Du Dir merken: Ob sich Last Minute lohnt, hängt stark von Deiner Flexibilität und vom Reisezeitraum ab.

Wann lohnt sich Last Minute besonders?

Last Minute kann sinnvoll sein, wenn:

  • Du außerhalb der Ferienzeiten reist.
  • Du flexibel bei Fahrzeugkategorie und Anbieter bist.
  • Du keine speziellen Extras benötigst.
  • Dein Reiseziel kein klassisches Hochsaisonziel ist.

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Um glücklich durch den Urlaub zu kommen, sind häufig Kompromisse notwendig. © hedgehog94/Shutterstock.com
Um glücklich durch den Urlaub zu kommen, sind häufig Kompromisse notwendig. © hedgehog94/Shutterstock.com

Der goldene Mittelweg: Nicht zu früh und nicht zu spät

Nimmt man die August-2025-Daten als Orientierung, zeigt sich häufig ein Muster: Das Zeitfenster von etwa 30 bis 60 Tagen vor Reisebeginn war in mehreren Destinationen besonders attraktiv. In klassischen Hochsaisonregionen kann es sich lohnen, etwas früher zu buchen – vor allem bei speziellen Fahrzeugwünschen. In der Nebensaison (z. B. Mai, Oktober oder November) sind Preisbewegungen oft moderater und kurzfristige Angebote wahrscheinlicher.

Wichtig: Die Auswertung bezieht sich auf den August 2025. Wie sich die Preise in diesem Jahr entwickeln werden, lässt sich daraus nicht verlässlich vorhersagen. Mietwagenpreise reagieren stark auf Nachfrage, Kapazitäten und Marktentwicklungen.

Eine Person sortiert Geldmünzen in Stapel und ein Glas und notiert Summen in einem Notizbuch.
Ein zusätzlicher Spartipp:

Erfahrungsgemäß sind Buchungen sonntags oder dienstags häufig am günstigsten.

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Weißer HolidayCheck Mietwagen
Weißer HolidayCheck Mietwagen ©HolidayCheck

Trick 17 für Sparfüchse: Sichere Dir den besten Preis und die größte Flexibilität

Die wohl wichtigste Strategie lautet heute nicht mehr „früh oder spät“, sondern flexibel bleiben. Viele Anbieter ermöglichen eine kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Anmietung.

Das bedeutet für Dich:

  1. Buche ein gutes Angebot, sobald Deine Reisedaten feststehen.
  2. Beobachte die Preise weiter.
  3. Wird es günstiger, buchst Du neu und stornierst die alte Reservierung kostenfrei.

So sicherst Du Dir Verfügbarkeit und profitierst trotzdem von möglichen Preisnachlässen.

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Eine Person mit gelbem Pulli sitzt vor einem Laptop und hakt eine digitale Checkliste ab
Merke Dir, worauf Du achten musst, damit alles glatt läuft © stock.adobe.com - Thapana_Studio

Weitere Spartipps für Deine Mietwagenbuchung

Nicht nur der Zeitpunkt entscheidet über den Preis. Neben dem passenden Buchungszeitpunkt gibt es noch weitere Faktoren, mit denen Du beim Mietwagen sparen kannst:

  1. Abhol- und Rückgabezeit identisch wählen: Schon eine Stunde Unterschied kann einen zusätzlichen Miettag auslösen.
  2. Abholort prüfen: Flughafenstationen sind durch größere Konkurrenz oft günstiger als kleine Stadtbüros. Selbst mit Shuttle zur Station lassen sich hier manchmal bessere Preise erzielen.
  3. Fahrzeugkategorien unterscheiden sich deutlich im Preis: Klein- oder Kompaktwagen sind meist deutlich günstiger als SUVs oder Cabrios – und gerade in engen Altstädten oder Küstenregionen praktischer.
  4. Tankregelung beachten: „Voll/Voll“ ist in der Regel die fairste und günstigste Option.
  5. Einwegmieten vermeiden: Unterschiedliche Abgabeorte verursachen oft Zusatzgebühren.

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Zwei Freundinnen im Mietwagen unterwegs
Zwei Freundinnen im Mietwagen unterwegs © Shutterstock

Fazit: Entscheide nach Deinen Prioritäten

Frühbucher oder Last Minute? Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch.

  • Hochsaison + spezielles Fahrzeug + feste Reisedaten? → Lieber frühzeitig buchen.
  • Nebensaison + flexibel + Standardkategorie? → Vier bis sechs Wochen vorher Preise prüfen.
  • Maximale Sicherheit gewünscht? → Früh buchen, am besten mit kostenloser Stornierung.

Die aktuellen Auswertungen zeigen vor allem eines: Der Buchungszeitpunkt kann mehrere Dutzend Euro pro Woche ausmachen, aber der „eine perfekte Moment“ gilt nicht für jedes Reiseziel.

Wer Preise vergleicht, flexibel bleibt und nicht bis zur allerletzten Minute wartet, fährt meist am besten – im wahrsten Sinne des Wortes.

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