- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Hotel liegt recht einsam szwischen Wüste und Meer, bis auf das Nachbarhotel. Die Anlage ist begrünt, hat eine interessante Poolanlage mit Poolbar und mehrere Baustile, in denen die Zimmer zu finden sind. Die Hotelanlage sieht von außen recht schön aus - besteht aus einem Mittelbau, in dem die neueren Zimmer, die Rezeption, kleinere Läden und das Restaurant untergebracht sind. Einige Zimmer stehen im Mittelteil nur noch auf der rechten Seite im Bau und sollen irgendwann bemöbelt und bereit gestellt werden. Baulärm gab es zu unser Reisezeit keine, da im Groben alles fertig zu sein scheint. Ältere Zimmer bedinden sich in 2-stöckigen Nebenbauten. Täglich sieht man arbeitende Gärtner, die sich um die Anlage kümmern. Es stehen wohl zwei verschiedene Leistungen des Hotels zur Verfügung, denn es tragen Gäste ein rosanes oder ein blaues Band. Wo der Unterschied ist, konnten wir nicht herausfinden. All inclusive dürfte aber vorherrschend sein. Dazu später mehr... Wenn man sich der Bedingungen hier bewußt ist, also trotz Italien-Alarm, keinem All Inclusive Angebot etc. relaxt bleibt, der ist hier gut aufgehoben, denn das Riff, die Bademöglichkeit, der Strand an sich und die Sportmöglichkeiten sind wirklich gut.
Unser Zimmer war ein DZ Promotion. Allerdings kennen wir nicht den Unterschied zu den anderen DZ. Es lag im Hauptgebäude und war daher wohl etwas neuer, als die Zimmer der Nebengebäude. ES war ein geräumiges Zimmer, sauber, das Badezimmer ebenso, der Safe im Kleiderschrank erschien uns auch Wegtrage-gesichert, der Kühlschrank war leer, aber in Betrieb und die Klimaanlage ging - teils etwas laut, aber anstandslos. Der Zimmermann (-boy?) hat das Zimmer stets nass gewischt und zuvor gesaugt und sogar die Terrasse nass aufgewischt. Wir fanden nichts unordentlich oder dreckig vor. Schön sind immer die aus Handtüchern gebastelten Motive, falls er dafür Zeit hatte.
Es gibt ein Hauptrestaurant im oberen Mittelbau des Hotels. Hier gibt es das Frühstücks-, Mittags- und Abendbueffet. Ich denke, dass auf jeden Fall jeder irgendetwas findet, das er mag. Morgens gibt es verschiedene Brötchen, Toast, Eier, die der Koch für einen brät, Pfannkuchen, Dounats, Früchtecocktail, Joghurts, Käse, Honig und eine Marmeldensorte. An warmen Getränken gabe es Pulverkaffee und Pulvermilch sowie schwarzen Tee. Mittags und auf jeden Fall abends ist das Hühnchen vorherrschend, gefolgt von Fischvarianten und ab und an Beef beim Grillabend. Salate jeglicher Ausführung, Suppen, Reis, Kartoffelvariationen, Gemüse, eine Pasta-Ecke und ein riesiges, quietschbuntes Nachtischbueffet. Im Großen reicht das Angebot aus, obgleich man nach 2 Wochen keine Abwechslung mehr findet. Störend empfand ich die lauwarme Temperatur der Speisen und für ein 3 oder mehr Sterne-Hotel fand ich die Essensauswahl nicht dementsprechend. Die Atmosphäre ist angenehm, man sollte sich nicht hetzen oder von umherräumendem Personal begrängeln lassen. Wer auch immer früh morgens abreist, also vor 7.30 Uhr (Frühstücksanfangszeit), der wird kein Frühstück bekommen. So sagte man uns dies am Vorabend, dass unsere gebuchte Leistung mit dem Abendessen am Vortage endete. Aha. So konnten wir dies nicht glauben, es wurde beim General-Manager reklamiert, der selbstredend ein Abreisefrühstück bereitstellen wollte, was allerdings keiner der Servicekräfte am Abreisemorgen zu wissen schien. Naja. So, nun zu den Leistungen des All inclusive. Es gibt 3 Wasserflaschen (0,6 L) pro Kopf und Tag - so die Version für uns - und ein Nachfüllen an den Spendern (von Wasser) sei möglich. Dies allerdings dementierte der Beach-Strandbarmann dann, denn angeblich dürfe er dies nicht auffüllen. Nun denn. Dann gibt es noch mittags und abends Cola, Fanta, Sprite in 0,2 L Pappbechern, eine Art Zitronensaft und Karkadehsaft satt. Das war´s. Macht einen hier etwas stutzig? Ja: 1. Wie soll man es schaffen, den Tag über 3 Liter zu trinken, wenn man nicht den ganzen Tag mit den putzigen Pappbechern an der Bar verbringen möchte? 2. Man kann sich mit Karkadehsaft betrinken, denn oftmals gab es (besonders abends) einfach keine Cola mehr. 3. Seht zu, dass ihr bis 22 Uhr alle Getränke, wie auch immer bunckert, denn mit Schlag 22 Uhr wird alles weg gekippt und die Abrechnung beginnt. 4. Möchte man Bier oder Wein, so muss man hierfür nicht wenig bezahlen, 4,50 in etwa. Die All Inclusive Häppchen gab es in Form von Kaffeteilchen an der Beach-Strandbar. Wer allerdings auf der Suche nach Eis, Pizzateilchen oder Sonstigem ist, der suche vergeblich. Da heißt es dann: Ab zum Mittagsbueffet. Als unglaublich stillos empfanden wir die Ausgabe der Pappbecher, die einfach immer zugegen waren. Dass diese am Strand oder Pool sinnvoll sind, keine Frage. Aber wenn man abends an der Bar fragt, ob man bitte die Cola in einem Glas haben dürfte und man dann als Antwort "No, sorry" erhält, der kommt sich wie ein tollpatschiges, stilloses Kind vor, das sich nicht traut, alle paar Minuten mit dem 0,2 L Becher um Nachschlag zu fragen, da man dann einfach stets krumm angeschaut wird. Auf Nachfrage unserer Reiseleitung erhielten wir eine Preisübersicht, da dies nirgends ausliegt und erstaunlicherweise weiss keiner so ganz genau, welche Leistung worin inbegriffen ist, denn man erhölt unterschiedliche Aussagen der Gäste.
Wir kamen spät abends an und wurden selbstverständlich in italienisch begrüßt und befragt. Antwortet man in englisch, so wird man unwissend angeschaut. Es ist etwas beschwerlich, denn wir hatten weder bei der An-noch bei der Abreise gut englisch sprechendes Rezeptionspersonal vorgefunden. Allerdings gibt es zwei Herren, die gut englisch sprechen und verstehen, die aber anscheindend zu selten an der Rezeption eingesetzt werden. Insofern ist man in der Anlage wunderbar aufgehoben, wenn man über italienisch-Kenntnisse verfügt. Französich wäre die Zweit-Wahlsprache. Man wird einfach wehement auf italienisch angesprochen, wohl in der Annahme, dass man es irgendwann schon verstehen würde. Das Servicepersonal im Restaurant wechselt, allerdings haben wir hier sehr nettes, auch englisch sprechendes Personal kennen gelernt, die auch zwischendurch lachen und sich über das Wohlbefinden informieren. Auf der Terrasse wird man niemals irgendeine Bar-Servicekraft erblicken, da hier wohl niemals ein Gast vorgefunden wird, der bedient werden müsste. Also holt man sich den Kaktussaft etc. im Pappbecher selbst.
Das Hotel liegt ca. 30 km nördlich von Marsa Alam und etwa 90 km südlich von El Quseir. Da wäre man dann auch schon bei möglichen Ausflugsmöglichkeiten: In Marsa Alam gibt es nichts zu sehen, da hier vorherrschend dank des "Bürgermeisters" Rohbauten stehen und es letzt endlich eine Einkaufsstraße geben soll. Nach El Qusier fährt nachmittags ein Bus vom Hotel aus. Hier kann man die Strandpromenade genießen, das Fort anschauen und in Supermärkten was einkaufen. Was man auch immer zu Hause vergessen hat, kann man im Hotel sicherlich erhalten, allerdings zu interessanten Preisen. Eine Nivea-Sonnenmilch gäbe es für 14 Euro etc. Also: am besten nichts vergessen. Einer der Vorredner erwähnte, dass man am besten am Flughafen (vielleicht im Duty Free) etwas Bier mitnimmt oder was auch immer man gerne Mal abends trinken möchte, da dies im Hotel schlichtweg zu teuer werden würde. Ausflüge werden auch am Strand angeboten, wie Quadtouren, die laut Erfahrungsberichte von Mitreisenden auch empfehlenswert waren. Ansonsten bieten auch die Reiseagenturen einige Ausflüge an.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Über das Tauchcenter kann ich nichts sagen, da wir dies nicht in Anspruch genommen haben. Die Kite/Surfschule können wir aber empfehlen. Hier sind 3 Lehrer, die surfen und/oder kiten. Das Schöne: in deutscher Sprache oder gutem Englisch. Eine Schnupperzeit ist täglich möglich, so dass man sich dann danach entscheiden kann, ob man eines der beiden Sportarten überhaupt machen möchte. Die Betreuung ist wirklich toll, die Lehrer nehmen sich viel Zeit und das Preis/Leistungsverhältnis ist topp. Man wird am Anfang am Bereich des Centers, also am Bootsteg lernen, was in der Tat nicht viel Auslauf bietet, aber als Anfänger völlig ausreicht. Gerät man einmal unverhofft weiter hinaus, egal ob als Anfänger oder Profi und sollte nicht wieder so easy zurück kommen, so wird man mit dem Zodiak geholt. Empfehlenswert ist der Trip zur Lagune, die etwa 2 km weiter südlich liegt. Ein Traumgebiet zum schnorcheln, surfen und kiten. Man fährt mit dem Gelkändewagen und der Ausrüstung hin und zurück, wenn man eben Lust hat. Klappt anstandslos. Riskiert einen Blick in das Center - können wir nur empfehlen! Mich stört es generell, wenn irgendetwas mit Handtüchern vorreserviert wird, aber hier scheint das Gang und Gebe zu sein. Der Strand ist schon recht lang bis zum Bootsteg, vielleicht 800-900 Meter. Nahe des Stegs ist man auch vor der ohrenbetäubenden Musik gefeit. Liegestühle, Auflagen, Schirme und Windschutz gibt es am Strand. Zum Baden ist er ideal, denn es gibt sandige Stellen. Bei Ebbe sind halt die Steine etwas strandnäher, die bei Flut eben schon im Wasser versteckt sind und die man dann umschwimmt. Man kann in 100 Meter Entfernung vom Strand (zumindest bei Ebbe) noch stehen. Geht man am Steg die Leiter hinein, so ist dies auch manchmal der Fall. Sehr vorteilhaft ist, dass man immer den Grund sehen kann, egale ob man am Hausriff links (gen Norden) vom Hotel hinaufschnorchelt oder um das Kartoffelriff (am Steg). So entgeht einem nichts. Der Steg wurde gerade repariert, da dieser ja zuvor durch einen Sturm und die Boote teilweise zerstört wurde. Aber begehen kann man ihn immer. Ich muss sagen, dass das Riff doch stellenweise sehr gut erhalten ist. Ich habe schon sehr viele Riffe im Roten Meer beschnorchelt und bearbeitet und hier tümmeln sich sehr viele Fische und die Korallen scheinen im Großen und Ganzen gut erhalten zu sein. Sicherlich gibt es immer Stellen, die entweder überalgt sind, zerstört durch Taucher oder zu neugierige Schnorchler oder die Ankerleinen, aber an und für sich ist es wirklich toll. So trifft man - falls man sich nicht unter Wasser unterhält, wie so mancher italienischer Mitreisender oder wie ein gehetzter Schnorchler durchs Wasser zischt - Muränen, Schildkröten, Steinfische etc. So, zu guter Letzt ein paar Worte zur Animation. Diese Herrschaften sind, wie nicht anders zu erwarten, Italiener. Dem zufolge wird man auf italienisch angesprochen und beim Bemerken einer anderen Nationalität, künftig ignoriert. Was ja auch etwas Gutes hat. Etwas anstrengend ist allerdings die Abendunterhaltung. Nach der Kinderdisco, die straight jeden Abend , wenngleich es auch nur 7 Kinder sind, durchgezogen wird und gegen 22 Uhr endet (man erinnere sich daran, dass es ab jetzt nichts mehr zu trinken gibt) wird man mit einem Programm unterhalten, das........auf italienisch ist. Es handelt sich hier um Sketche, Theaterstückchen oder was auch immer, dessen Humor wir offenbar nicht besessen haben. Uns und auch anderen Gästen kamen die Darbietungen recht sexistisch und anstrengend vor. Sehr oft lachten nicht einmal die Italiener, was die Animateure allerdings nie schreckte. An einem Abend kam ein Tanzgruppe von außerhalb - zwar vom Hotel engagiert, aber nicht von den Animatueren ausgerichtet. Dies war eine sehr willkommene Abwechslung mit Bauchtänzerin, tanzender Männergruppe und ägyptischen Volkloretänzern. Es gibt auch einen Billiardtisch - dieser befindet sich stets zugedeckt unten am Strand, wovon wir jedoch nicht wissen, ob hierfür noch alles vorhanden ist, denn gespielt hat hier nie jemand. Ebenso am Strand gibt es noch die Shisha-Bar. Nicht ausprobiert, aber eben vorhanden.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Freunde |
Dauer: | 2 Wochen im August 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Nadine |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 3 |
Reopened after renovation 04.11.2014, under The Three Corners management. info@threecorners.com