Nachdem ich viele Kritiken im Internet gelesen hatte, haben wir schon schlimmes erwartet. Dem war aber nicht so. Das Gelände des Hotels ist riesig. Unser Zimmer war angenehm groß und hatte ein Bad mit Wanne. Die Toilette war in einem gesonderten kleinen Raum. Man konnte dort wirklich nicht von der Kloschüssel fallen. ;-) Von der Sauberkeit her war auch alles top. Wir konnten uns nicht beschweren. Und mit ein bisschen Trinkgeld (1 Dinar) wurde unser Bett jeden Tag mit Blümchen verziert. Gebucht hatten wir AI, bekommen haben wir auch AI. Zum Essen aber mehr weiter unten. Die meisten Gäste stammten aus Tschechien, Polen oder Russland. Uns hat das aber weniger gestört, bzw. es war nicht so, dass sie negativ aufgefallen wären. Die Reisezeit Anfang September war ideal. Die Temperaturen sind dann nicht mehr gar so hoch, das Wasser ist noch angenehm warm und die Gästeanzahl ist auch nicht mehr soooo hoch. Vom Alter her war von jeder Gruppe etwas vertreten. Teenager, Familien, Paare, Singles, Rentner... ein bunter Mix. Insgesamt war es ein top Urlaub. Der Strand war echt suuuuper. Glockenklares Wasser und feiner Sandstrand. Die Verkäufer wurden dort meist von den Securities verscheucht. Telefonieren konnte man im Hotel. 3 min kosteten 1 Dinar, was genausoviel ist wie bei den Taxiphones. Wir fanden die Reisezeit im September ideal. Die Temperaturen sind nicht mehr so hoch (um die 28 bis 30 Grad), das Wasser ist noch warm. Allerdings kann es passieren, dass mal ein Regentag dazwischenkommt. Dort war es jedoch so, dass bis ca. 16 Uhr die Sonne schien und dann Regenwolken aufgezogen sind. Es hat kurz stark geregnet und danach wars wieder schön. Insgesamt kann man sagen, dass dort unten ohne Bestechung und Handeln nichts läuft. Man sollte immer Trinkgeld geben, dann wird man zuvorkommend behandelt. Aufregen oder darüber ärgern nützt nichts. Man muss dabei sehen, dass die Angestellten dort nur ein sehr geringes Grundgehalt haben und hauptsächlich von den Trinkgeldern leben. Die Kellner sind meist Studenten, die das Geld dringend fürs Studium benötigen. Auf den Märkten wird man seeeehr oft angesprochen. Mal gucken? Looki Looki? Usw... Freundlich ablehnen und Nerven behalten. Das kann teilweise echt total nervig sein, aber man darf sich seine Laune davon nicht verderben lassen. Auch Handeln ist dort an der Tagesordnung. Man muss um alles fleischen. Wer das nicht will muss in staaliche Läden gehen, dort gibt es Festpreise. Davon gibts einige, z.B. in Sousse, Nabeul usw. Insgesammt lässt sich sagen: Andere Länder, andere Sitten.
Unser Zimmer war angenehm groß. Darin standen zwei Betten, die man nach Belieben verschieben konnte. Die Matratzen waren sehr hart. Wir hatten keinen Fernseher, brauchten aber auch keinen, da wir eigentlich nur zum Schlafen im Zimmer waren. Wenn wir danach gefragt hätten, wäre das kein Problem gewesen. Unser Zimmer war im Erdgeschoss und wird hatten einen Balkon daran. Safes gab es nur an der Rezeption, diese sahen sehr rustikal aus. Sie kosteten 2 Dinar pro Tage. Viele Gäste haben sie genutzt, aber soweit wir gehört haben ist in diesem Hotel noch nichts weiter weggekommen und so haben auch wir darauf vertraut. Die Anlage ist schon ein älteres Baujahr. Aber sehr gepflegt. Auch die Zimmer im renovierten Teil sind top. Im Unrenovierten gibts durchaus einiges negatives wie wir gehört haben. Es ist aber auch kein größeres Problem um ein anderes Zimmer zu bitten.
Es gab ein großes Restaurant was über zwei Etagen verteilt war. Im Restaurant gab es eine AI Bar und draußen auf dem Platz. Die Getränke wurden immer nur in 200ml Bechern ausgeschenkt, von denen man pro Nase jeweils nur zwei bekam. Wasserflaschen wurden jedoch ausgegeben, was gut war. Mit ein bisschen Bestechung konnte man auch an einen großen Becher gelangen. Des Essen war das einzig negative an diesem Hotel. Ich bin in dieser Hinsicht eigentlich sehr flexibel und probiere viel aus, aber dort konnte man nicht sehr viel ausprobieren, da sich das Mittagessen und das Abendbrot jeden Tag sehr stark ähnelten. Bis auf weniges war es fast immer das selbe. Manche Sachen waren auch sehr undefinierbar. Es standen nie Schilder dabei was sich in der jeweiligen Pfanne befand. Aufgrund des Ramadans waren die meisten Gerichte auch etwas fad, was daran lag dass die Köche nicht probieren durften. Das war verzeilich, man konnte ja selbst noch nach belieben nachwürzen. Im Zweifelsfall gab es auch jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce. In der hinteren Ecke stand immer ein Koch der tunsische Gerichte frisch zubereitete. Was echt gut schmeckte und empfehlenswert ist. Zum Fürhstück gab es eigentlich jeden Tag das gleiche. Wurst und Käse gab es jeweils nur eine Sorte. Die Wurst schmeckte uns überhaupt nicht, die haben wir meist den Hotelkatzen mitgenommen. Der Käse schmeckte irgendwie nach Autobahn, war also auch nicht viel Wert. Die Marmeladen waren ok, sahen zwar komisch aus und waren sehr süß, aber waren essbar. Wer Wert auf gute Marmelade zum Frühstück legt sollte sich ein Glas von daheim mitnehmen. Genauso beim Kaffee, der schmeckte wirklich nicht und war nur mit Kakao trinkbar. Der Küchenstil insgesamt war ein Gemisch aus Deutsch und Tunesisch, wobei die tunesischen Gerichte stark dem europäischen Geschmack angepasst wurden. Durch die Größe des Hotels waren auch die Speiseräume entsprechend groß und es herrschte meist eine anonyme Atmosphäre. Der Oberkellner achtete bei der Platzzteilung auf die Nationalität, so dass man mit Deutschen an einem Tisch saß. Ohne Trinkgeld ging aber auch hier nichts. Hat man jeden Tag etwas gegeben, hat man Blumen auf dem Tisch gehabt oder die Getränke wurden einem an den Tisch gebracht (eigentlich muss man sie sich ja selber holen). Auf dem Gelände gab es noch eine Pizzaria und ein a la Carte Restaurant. Beides haben wir nicht probiert. Soll aber nach Hörensagen gut sein.
Da wir in der Zeit des Ramadans gereist sind, hatten wir Einschränkungen erwartet. Dem war aber überhaupt nicht so. Solange man den "Bediensteten" freundlich und mit Respekt gegenüber getreten ist gab es überhaupt keine Probleme. Auch sprachlich fand ich es überhaupt nicht schlimm. Man reist ja in ein komplett fremdes Land, da kann man auch nicht erwarten, dass die Leute dort perfekt deutsch sprechen. Wir wurden eigentlich überall verstanden, aus einem bunten Mix von Deutsch, Englisch und Händen/Füßen. :-) Auch bei Problemen gab es überhaupt keine Schwierigkeiten. Uns ist auf dem Balkon der Lampenschirm runtergefallen. Dieser wurde nach ein bis zwei Stunden nach Bescheidgeben ersetzt. Dass in Tunesien nicht alles sofort passiert wie in Deutschland liegt einfach an der Mentalität der Menschen und das sollte auch einfach hingenommen werden. Zum Aufregen ist die kurze Zeit im Urlaub einfach viel zu schade.
Wenn man dieses Hotel bucht fliegt man meistens nach Monastir. Von dort aus brauchts man etwa anderthalb bis zwei Stunden zum Hotel, je nachdem wie viele andere Hotels noch angefahren werden. In der näheren Umgebung lag Hammamet und Hammamet Jasmine. Beides haben wir mehrfach besucht. Nach Hammamet kostet es 4 Dinar mit dem Taxi und nach Jasmine 5 Dinar, was durchaus erschwinglich ist. In beiden Orten waren wir mehrfach und haben immer wieder etwas anderes entdeckt. Hammamet ist der alte Teil und Jasmine wurde ca. 2003 komplett neu aus dem Boden gestampft. Die Medina dort ist wirklich schön und die Läden rings um den Hafen sind super zum Shoppen. Freitags ist immer Markt in Nabeul, was zwar ziemlich überlaufen ist, aber durchaus einen Ausflug wert ist. Mit dem Taxi 12 Dinar pro Strecke. Im Hotel werden einem immer Ausflüge von der Reiseleitung angeboten, die durch aus nicht schlecht sind, da man damit doch mehr vom Land zu sehen bekommt. Auch die schon häufig erwählten Kameltrips, Quadtouren und Piratenschiffe werden von tunesischen Leuten angeboten. Diese Leute können einem manchmal echt auf den Zeiger gehen, aber wenn die ersteinmal wissen dass man nicht mehr ganz neu ist sondern schon ein paar Tage da ist, lassen die einen meist in Ruhe.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation hat jeden Tag um 10 Uhr begonnen und endete um 24 Uhr. Teilweise war das echt nervig vorallem Abends. Jeden Abend von 9 bis 10 war Kinderdisco, jeden Abend die gleiche Musik in voller Lautstärke. Ich hab heute noch Albträume davon. Das war wirklich total nervig, genauso wurde jeden Abend nach der Kinderdisco Bingo gespielt. Anstatt die jeweilige Zahl hochzuhalten wurde diese immer in 7 Sprachen angesagt. *nerv* Meist sind wir dann Abends noch unterwegsgewesen und sind erst zu eigentlichen Animation um 11 Uhr zurückgewesen. Im Hotel gab es drei kleine Shops (Souvenirs, Schmuck und Lebensmittell). Die Preise dort sind etwas teurer als auf dem Markt, im Großen und Ganzen aber ok. Die Pools waren sauber und groß genug. Nachts waren sie toll beleuchtet. Am Pool waren die Liegen kostelos. Aber um dort eine zu bekommen musste man entweder schon um 6 Uhr morgens dort sein oder noch in der Nacht sein Handtuch ausbreiten. Am Strand dagegen musste man die Liegen bezahlen. Sie kosteten 1,5 Dinar pro Tag. Morgens hatte man noch die Auswahl gegen Mittag sind dann irgendwann alle weg. Viele Liegen sind kaputt, stört aber nicht wenn man ein Strandtuch darauf legt. Die Sonnenschirme am Strand konnten kostenlos genutzt werden. Duschen gab es auch sowohl am Pool als am Strand. Eins muss ich noch dringend erwähnen. Die Rutsche ist gefährlich. Sie wird nur Stundenweise betrieben und es steht dann immer ein Animateur oben der einem sagt "Nicht schlafen". Er meint damit, man solle sich nicht hinlegen. Was auch wirklich nicht gemacht werden sollte, da man sonst ganz dumm mit dem Kopf aufschlagen kann!!!! ALSO ACHTUNG!!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Miriam |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


