- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Schönes und sauberes Hotel, dass durch seine vergleichsweise geringe Größe eher familiär wirkt. Wunderbar zum Abschalten geeignet. Generell ist Sri Lanka noch nicht massentouristisch erschlossen, so dass manches auf den ersten Blick eher amateurhaft wirkt; macht aber einen ganz eigenen Charme aus.
Unser Doppelzimmer war vergleichsweise groß, durchgehend sauber und ordentlich. Auch zu dritt problemlos bewohnbar, zu viert evtl. etwas eng. Das Doppelbett (eigentlich zwei zusammen geschobene Einzelbetten; man konnte aber zu zwei gut darin schlafen) war bequem, allerdings deutlich kleiner als in Deutschland. Wer größer ist als 1.90 m muss sich darauf einstellen, dass die Füße raushängen werden. Die Aufbettung war dagegen etwas härter. Das Zimmer war ausgestattet mit Kühlschrank, Fernseher und kostenlosem Kaffee/Tee inklusive Wasserkocher. Steckdosen (Plugs) sind eine einzige Katastrophe! Alles ist bunt gemischt und wie wir es gehört haben, auch innerhalb des Hotels von Zimmer zu Zimmer unterschiedlich. Im Hauptraum gibt es hauptsächlich Stecker des Typs M (kleiner indischer Stecker), dazu vereinzelt UK-Stecker. In eine Steckdose haben EU, UK und US Stecker gepasst. Im Bad gibt es zusätzlich am Fön einen Anschluss für Rasierer und elektrische Zahnbürsten, mit EU und US Steckern. Vor dem Urlaub Adapter zu kaufen ist auf jeden Fall zu empfehlen, da das Hotel auch nur eine begrenzte Zahl zum Verleihen hat. Das Badezimmer war, wie der Rest des Zimmern, nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber ordentlich und gepflegt. Jeden Tag gab es vom Hotel 1 L Trinkwasser zum Zähneputzen oder Trinken. Die Terrasse haben wir kaum genutzt, hauptsächlich zum Wäsche trocknen. Innerhalb den Zimmers wird die Wäsche aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit leider nicht trocken, sondern ist immer leicht klamm, es sei denn, man regelt die Klimaanlage, die dauerhaft läuft, auf 17°C runter. Uns war das aber viel zu kalt, so dass wir sie auf 22°C gestellt haben und klamme Wäsche in Kauf nehmen mussten.
Aufgrund der Größe des Hotels ist das Buffet nicht mit anderen Massenhotels zu vergleichen. Es gibt zum Mittag und Abendbrot ca. 20 warme Speisen, die Hälfte davon einheimisch, der Rest international, allerdings britisch geprägt. Bei als 'typisch Deutsch' ausgeschriebenen Speisen musste wir manchmal herzhaft lachen, weil so etwas noch nie jmd. in Deutschland gegessen haben wird. Das einheimische Essen ist mit unter sehr scharf. Das Salatbuffet war äußerst klein und gewöhnungsbedürftig. Zu jeder warmen Mahlzeit gab es 1-2 warme Suppen, die fast immer lecker waren. Das Dessertbuffet war großer als das für Salate und durchgehend sehr süß. Beim Frühstück gab es leider gar keine Abwechslung, da aber immer frische Omeletts und Waffeln gemacht wurden, ließ es sich aushalten. Der Kaffee schmecke allerdings katastrophal und der Tee ist auch nicht jedermann Geschmack. Immerhin gab es frische Milch. Zu jeder Mahlzeit gab es Obst (Ananas, Wassermelone, Papaya, Banane und Passionsfrucht). Das Snackangebot am Pool haben wir nicht wahr genommen, allerdings sah es recht überschaubar aus. Getränke waren super, da im AI auch diverse alkoholische Getränke und sogar einige Cocktails beinhaltet waren. Zu den Mahlzeiten wurde auf Wunsch Hauswein serviert, der gut war.
Beim Check-in sehr gut. Die Kellner waren zu den Stoßzeiten beim Abendessen überfordert, so dass man mitunter sehr lange auf Getränke warten musste. Russische Gäste, die mit den Tausendern als Trinkgeld nur so um sich geworfen haben, halfen auch nicht wirklich. Wer viel Trinkgeld gibt, wird besser bedient (200 Rupien ca. 1€). Am Pool mussten wir einmal länger auf Auflagen für die Holzliegen warten, ansonsten hat das immer recht fix funktioniert. Trinkgeld hilft hier auf jeden Fall auch. An den Bars haben die Kellner auch ohne große Trinkgeldmengen schnell gearbeitet und waren sehr nett. Der Zimmerservice hat oft nachgefragt, ob wir mit den Zimmern zufrieden sind, wenn man die Herren (Zimmermädchen gibt's dort nicht) auf den Fluren getroffen hat, jedoch niemals aufdringlich. Fast jeder angestellte im Hotel spricht englisch, jedoch ist der Akzent gewöhnungsbedürftig. Nach kurzer Eingewöhnungszeit kann man sich problemlos verständigen.
Obwohl das Hotel nur 80 km vom Flughafen entfernt liegt, dauert die fahrt doch 2 Stunden. Auf die Fahrt sollte man sich mental vorbereiten, wenn man das erste Mal auf Sri Lanka ist, da alle Leute dort fahren wie die Henker. Nichts für schwache Nerven! Das Hotel liegt direkt am Strand, dennoch muss man die meiste Zeit am Pool verbringen, weil: (i) der Strand sehr schmal ist und keine Liegen hat; (ii) das Meer sehr starke Strömungen und Wellengang besitzt, so dass vom Baden oftmals abgeraten wird; und (iii) weil direkt hinter dem Zaun des Hotels Einheimische lauern, die einem etwas verkaufen wollen (jedoch nicht aufdringlich; wer sie schnell loswerden will sagt einfach, man reise am nächste Tag ab). Wenn man doch ins Meer kann (oder will) ist es sehr schön, da es eine ziemlich große Sandbank gibt, auf der man meist sicher steht. Wegen der Strömung und der Wellen nicht für Kinder geeignet! Kleiner Tipp: Vormittags war das Meer meist ruhiger als Nachmittags. Das Hotel ist komplett umzäunt/ummauert und von Wachpersonal geschützt. Direkt hinter dem Ausgang gibt es erste Läden, Restaurants und Reiseanbieter. Wenn man über die Bahngleise geht findet man diverse Souvenirshops. An der großen Straße ist in ~ 1 km Entfernung Richtung Süden/Galle ein Supermarkt. A propos Bahngleise: die verlaufen sehr nah am Hotel und es kann laut werden, wenn die Züge dort durchfahren. Obwohl unser Zimmer nah an den Gleisen waren, empfanden wir es aber nicht als störend, da die Strecke nicht häufig befahren wird.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Haben wir nicht genutzt. Vormittags gab es am Pool einmal Wasseraerobic, nachmittags eine Runde Boule, die zwischen den Liegen gespielt wurde und etwas genervt hat. Das Wellness und Spa Angebot haben wir nicht genutzt. Abends gab es im Restaurant und der Lounge Live-Musik, die leider sehr laut war. Der Pool war von ausreichender Größe mit guter Wasserqualität. Sogar direkt aus dem Pool konnten an der Poolbar Getränke bestellt werden. Die Anzahl der Liegen wirkte auch ausreichend, allerdings standen einige davon den ganzen Tag in der prallen Sonne, was im März/April einfach nicht auszuhalten ist. Man muss sich darauf einstellen, die Liegen mit dem Schatten wandern zu lassen. Umso mehr deutsche Urlauber anwesend waren, umso mehr Liegen wurden bereits Morgens vor dem Frühstück reserviert. Wir haben jedoch noch immer zwei gute (d.h. schattige) Liegen finden können, wenn auch nicht direkt in Poolnähe.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im April 2018 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Konstantin Paul |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 6 |