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Jens (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2012 • 1 Woche • Strand
Licht und Schatten liegen dicht bei einander
4,8 / 6

Allgemein

Ich schreibe diese Bewertung zum Teil sehr subjektiv, als Urlauber der zum ersten Mal in Ägypten Urlaub gemacht hat. Es gibt sicherlich Menschen die schon mehrmals in diesem Hotel waren und zufrieden sind. Gästestruktur war Deutsche, Österreicher sehr wenig Engländer und Russen. Das Hotel ist relativ neu aber auf Grund von unzähligen kleinen Dingen und aus meiner Sicht mangelnder Wartung auch renovierungsbedürftig. Wir kamen nachts an und betraten den Eingangsbereich. Eine sehr schöne Halle mit toll glänzendem Fußboden. Weniger schön waren all diese Kunstpflanzen die keiner Pflege bedurften, aber eine Staubentfernung nötig hatten. Wir sollten das Zimmer 37.. beziehen von der Rezeption wurde uns eine Türe gezeigt. An diese schloss sich ein Gang an der in einen dunklen Bogen überging, wo ich mir nicht sicher war ob dieser zu den Zimmern oder in den Keller ging. Mit Verlaub da hatte der Architekt gepennt, das passt nicht. Auch die Treppenhäuser sind für 2 Meter große Menschen nur eingeschränkt, mit ducken geeignet. Alle Balkons vom Haupthaus gehen zum Hotelinnenbereich. Als erstes fielen mir die schmuddeligen orangefarbenen Badehandtücher auf dem Zimmer auf, von zusammenlegen konnten man nicht sprechen. Vom Balkon hatte man eine relativ gute Sicht auf den Pool und den Rest der gut gepflegten Hotel Anlage. Wenn man mal das Treppenhaus bis ganz nach oben geht, wird man jedes Mal auf einer Art Baustelle landen. Der Eigentümer muss erst Steuern zahlen wenn das Hotel fertig gebaut ist. Wenn man also 6 Etagen geplant hat und nur 5 Etagen gebaut hat braucht man keine Steuern zu zahlen. Für die Einreise nach Ägypten (20 Euro pro Person) muss man ein Formular für das Visa ausfüllen, welches man im Flugzeug erhält, dafür wird ein Kugelschreiber benötigt. Wir hatten über den Veranstalter ETI gebucht und hatten steht's den Eindruck sehr gut betreut zu werden. Gleich nach der Ankunft im Flughafen von Hurghada wurden wir durch alle Formalitäten begleitet und in das Hotel gebracht. Am ersten Tag fand eine Informations- bzw. Verkaufsveranstalten für Ausflüge statt. Ausflug Inselträume: 2-mal an verschiedenen Stellen schnorcheln mit baden und essen auf trostloser Insel mit schönen Strand. Der Badestrand ist zum Schnorcheln völlig ungeeignet es denn man will Seegras beobachten. Während des Ausflugs wurde man über als auch unter Wasser mit der Videokamera begleitet. Den Film davon konnte man dann für 25,- Euro kaufen. Im Paket waren eine DVD mit dem Film eine CD mit einer DAT-Datei aus dem Jahr 2000 (die dürfte noch von Windows 2000 sein) die sich nicht öffnen oder wiedergeben lässt und eine 2. CD mit 42 Fotos von Unterwassertieren, 4 drittklassige Videos von Bauchtanz Mitschnitte aus arabischen TV-Sendungen (auf youtube habe ich auf Anhieb bessere gefunden) und 17 mal Gejalla mp3 Stücke. Dolfin Tour soll 3-mal Schnorcheln enthalten wobei man einmal mitten in einer Gruppe Delfine ausgesetzt wird. In unserem Reisegepäck befand sich Durchfallmittel -Loperamid AL akut-, ein Wasserkocher, Handtücher, Antimücken-Mittel, Sonnenschutz, Teelichter gegen allerlei Getier und große Becher ca. 0,4 Liter für Getränke am Strand, denn dort gab es nur sehr kleine Einweg Becher. Wer vorhat einen Schnorchel Ausflug zu machen sollte für seinen Fotoapparat eine Unterwassertasche kaufen. Ich hatte mir bei Amazon eine Tasche der Firma Dicapac gekauft und habe damit überraschend gute Fotos unter Wasser gemacht. Allerdings müssen diese je nach Wassertiefe in Sachen Farbtemperatur nachbearbeitet werden.


Zimmer
  • Eher gut
  • Schöne Zimmer mit Balkon mit Blick zum Inneren der Anlage. Je nach Etage konnte man den Pool oder sogar das Meer sehen. Das Bad war sauber, aber jeder Fließenleger oder Elektriker wäre schreiend davon gerannt. Die Fließen waren irgendwie an die Wand gepappt und mit Mörtel verschmiert, der Griff des Haarföhns war mehrfach gebrochen. Die Zimmer wurden täglich gereinigt, die Zeit der Reinigung richtete sich nach der Lage des Zimmers. Die Reinigung war aus meiner Sicht gut. Die Reinigungsqualität der Handtücher… über Sauberkeit lässt sich streiten. Täglich gab es auch je Zimmer 1,5 Liter Trinkwasser.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das Essen in den beiden Hauptrestaurants soll das gleiche gewesen sein. Wir waren meistens in dem Restaurant in der ersten Etage des Haupthauses essen. Die Auswahl an jeder Art von Essen war sehr groß, am Anfang war das Essen etwas Neues und ungewohntes, daher auch abwechslungsreich. Aber Tag für Tag wiederholte sich das in irgendeiner Variante bzw. roch das Essen jeden Tag gleich. Ich hatte schon keinen Appetit mehr auf Essen was jeden Tag gleich roch und das meiste schwamm auch irgendwie in Öl. Bis zum 3. Tag als der 1. Durchfall kam. Wir hatten uns an die Regel gehalten, nichts zu essen was mit ungekochtem Leitungswasser in Berührung gekommen war, alles musste gekocht, gebraten oder gebacken gewesen sein. Ich gehe davon aus, das der Auslöser nicht das Essen war, sondern das ich mich beim Schwimmen, Sonnenbaden auf feuchter Matte und nasser Badehose bzw. mit den eiskalten Getränken am Strand unterkühlt hatte. Nach einer Nacht mit unzähligen Gängen zur Toilette, fiel unser bezahlter Ausflug Inselträume erst einmal ins Wasser, wir buchten auf einen Tag später um. Als die Bedienung im Restaurant mein Problem bemerkte wurde mir mit mehreren Hausmitteln geholfen (nach den "Essen" ein Glas Lemon Juice, der Saft einer frisch gepressten Zitrone oder ein Glas Golden Flower, keine Ahnung was das war, sah aus wie Milch mit einer leicht krümeligen Konsistenz und schmeckt nach Maismehl. Ich hoffte nur, dass der Drogenhund beim deutschen Zoll nicht anschlägt) Ich hatte mir vor Reisebeginn noch in einer deutschen Apotheke "Loperamid AL akut" gekauft, meinen Durchfall hatte ich wieder im Griff. Den 2. Durchfall bekam ich durch eigene Dummheit, weil ich gegen meine eigenen Regeln verstieß. Beim Schoppen ca. 5-10 Minuten links aus dem Hotel in einem kleinen Geschäft mit Textilien, Gewürzen und Tee wurde mir ein Tee angeboten. Allerdings kam der Tee nicht heiß aus der Kanne, sondern kalt aus der Flasche und das Unheil nahm einen ¾ Tag später seinen Lauf. Wir bedankten uns am 3. Tag beim Kellner mit 5 Euro Trinkgeld, welches ihn ganz verlegen machte. Von da wurden wir noch großzügiger und zuvor kommender behandelt als vorher. Für den Fall, das man im Hotel mal um Geldwechsel gebeten wird, muss man Wissen, das Einheimische auf Ihrer Bank kein Hartgeld tauschen können. Auch das Personal in der Gastronomie haben wir 3-mal am Tag von ca. 7:00 - 21:00 Uhr bei der Arbeit gesehen, unglaublich.


    Service
  • Sehr gut
  • An Freundlichkeit war bei allem Personal kein Mangel feststellbar. Mit Deutsch und ein paar Brocken Englisch kann man sich hervorragend mit dem Hotelpersonal verständigen. Die Zimmerreinigung funktionierte sehr gut auch wenn der Mitarbeiter erst gegen 17:00 Uhr kam. Den Herrn von der Zimmereinigung haben wir regelmäßig von ca. 8:00 bis 19:00 Uhr im Hotel angetroffen. In der Nacht der Abreise war er schon gegen 2:30 Uhr im Hotel und vermutlich hat er da auch noch gegen 19:00 Uhr Zimmer gereinigt. Wir hatten schon am Anfang 5 Euro der Zimmerreinigung gegeben, so gab es auch keinerlei Probleme. Bei diesen Arbeitszeiten kann man sich als Deutscher nur wundern.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • 10 Minuten vom Flughafen, direkt am Strand vom Roten Meer mit C-förmiger ins Meer verlaufender Landzunge. Mit Blickrichtung Meer ist links neben dem Hotel eine Baustelle von der man aber nichts mit bekam. Rechts neben dem Hotel ist eine Art Wohnanlage mit Strand. Vor dem Hotel mit Wachposten befinden sich mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Die besten befinden sich schräg gegenüber dem Hotel. Ein abendlicher Spaziergang bzw. Einkaufsbummel erinnerte mich an den Rattenfänger zu Hameln, wobei mir nicht klar war wer was gewesen ist. Das Problem ist, jeder betrachtet einen als eine Art Geldbringer und bietet Waren die keine von uns haben wollte. Die Kundenfänger der kleinen Läden sind die schlimmsten, die nehmen einen an die Hand und wollen einem in den Laden ziehen. Zuerst versuchen die Kundenfänger heraus zu bekommen welche Sprache man spricht, denn das ist zur Kontaktaufnahme unbedingt notwendig. Das Beste ist man gibt seine Nationalität nicht zuerkennen und stellt sich ein wenig brummelig. Eine gute Abwehr ist auch, wenn man in einer größeren Gruppe geht, wir sind hinter ein paar Russen hergelaufen. Interessant oder nervig ist die ständige Huperei der vorbei fahrenden Taxis, diese waren auch auf Kundenfang und haben alles was nach Geld aussah an gehupt.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wir waren mal gegen 5:30 Uhr heimlich in Schlafsachen den Sonnenaufgang von oben im besagten Treppenhaus fotografieren. Welcher normale Mensch läuft denn zu dieser morgendlichen Stunde schon durch das Treppenhaus? Normale Menschen nicht, sondern verrückte Deutsche, die sich die Liegen in der ersten Reihe reservieren müssen. Zu der falschen Versprechung bei der Urlaubsbegrüßung kann ich nur sagen "Lasset Taten folgen!" Das Märchen, das von reservierten Liegen die Handtücher eingesammelt werden, braucht man nicht zu glauben. Jeden Tag wurde man sehr dezent von der deutschen Animateurin zur Bewegung jeglicher Art aufgerufen. Die Poolliegen waren neuerem Datums jedoch die Liegen am Strand, die Sonnenschirme und der Windfang hatten ihre besten Jahre hinter sich. Weniger schön waren die schon feuchten blau/weiß/grauen Auflagen, denn diese waren schon am Morgen feucht. Eiskalte Softgetränke aber auch normales richtiges Trinkwasser in Ballons gibt es an vielen Stellen der weiträumigen Anlage. Ein sogenanntes Haus-Riff zum Schnorcheln hat die Anlage nicht, aber unter der Terrasse des Sea-Star Restaurants links am Strand kann man allerlei Fische und Korallen betrachten. Von den Besuchern die oben auf der Terrasse sitzen hatte bestimmt noch niemand den verrosteten Unterbau gesehen. Rechts am Strand entlang der Absperrung (Seil mit einer Art Bojen, dessen Haut-Kontakt man tunlichst vermeiden sollte) kann man zu den Resten von Korallen schnorcheln, die, die Touristen überlebt haben. Im Oasis finden mehrere Themenabende statt. Der Abend mit Bauchtanz muss allerdings bezahlt werden. Dies erfährt man aber erst nach dem die Wörter "All Inklusive" geschätzte 10 mal in Zusammenhang mit dem Essen wiederholt wurden.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im November 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Jens
    Alter:46-50
    Bewertungen:13