Wir haben zwei Wochen im Sandals Whitehouse verbracht und uns nach den vielen hervorragenden Bewertungen hier auf der Seite viel versprochen. Leider geht die Tendenz unseres Eindrucks jedoch auch eher in die Richtung der neueren negativeren Einschätzungen. Man kann im Sandals Whitehouse zweifelsohne schöne erholsame Tage verbringen aber man darf keinen 5-Sterne-Standard erwarten, wie man ihn vielleicht aus Asien oder auch von anderen karibischen Hotels her kennt. Wir sind der Meinung, man kann für den stolzen Preis und den von Sandals in den Hochglanzbroschüren eigens artikulierten Anspruch, die führende Hotelkette in der Karibik zu sein, doch mehr verlangen, weshalb wir das Hotel nicht empfehlen. 4 Sterne wären es allemal aber man sollte das Hotel an seinem eigenen Anspruch messen, den es sich gut bezahlten lässt. Nun aber zu den Details: Wenn man liest, dass man es hier mit einem Hotel mit 360 Zimmern zu tun hat, denkt man zunächst einmal an eine Bettenburg, an überlaufene Strände, an einen morgendlichen Kampf um Liegen an Pool & Strand. All dies findet man in der weitläufigen Anlage jedoch nicht wieder. Die vielen Zimmer verteilen sich auf ein sehr großzügig angelegtes Gelände, das in drei vierstöckigen "Dörfern" angelegt ist. Drei Pools mit vielen Liegen sowie ein sehr langer Strand machen dies möglich. Obwohl das Hotel ausgebucht war, hatte man den Tag über den Eindruck, es sei nur halb ausgebucht, da sich halt alles super toll verläuft. Ein Gefühl von "Massenabfertigung" kommt höchstens ansatzweise bei der Einnahme der Mahlzeiten auf, gerade dort, wo Buffets angeboten werden, dazu aber später noch mehr. In der gesamten Hotelanlage ist mir aufgefallen, dass die Bauweise nicht gerade zur Spitzenklasse zu zählen ist. Oft findet man einfache Baustoffe und sehr künstlich wirkende Bauelemente vor. Trotz der neuen Anlage sieht man schon an einigen Stellen, wo sich die billige Bausubstanz rächt. Europäischen Charme, wie beabsichtigt, kann die Architektur daher unseres Erachtens nach nicht vermitteln. Aufgrund der Größe der Anlage gibt es riesengroße Gartenflächen mit Rasen, Palmen und exotischen Blumen. Während der ganzen zwei Wochen war die Gartenpflege vorbildlich. Ebenfalls der Strand wird jeden Morgen gereinigt (siehe eines der Fotos). Zur Gästestruktur gibt es zu sagen, dass fast ausschließlich Amerikaner das Hotel frequentieren. Europäer findet man nur sehr sporadisch. So exotisch das Reiseziel für uns auch sein mag, so gewöhnlich ist es für die Amis, die z. T. nur eine Stunde Anflug haben (Miami). Wie unsere freundliche Reiseleiterin von LTUR sagte, ist es für einen Ami so, als wenn der Deutsche nach Mallorca fliegt. Das All-Inclusive wurde daher vielfach in Ballermann-Manier in Anspruch genommen (v. a. an den Poolbars). Lifeguards sitzen neben den Pools, um betrunkene Gäste vor dem Ertrinken im nur bauchnabeltiefen Pool zu beschützen. Wenn man aber nicht den ganzen Tag am Pool hockt, stört das nicht weiter und wir haben uns auch mit einigen netten Amis angefreundet - sind ja nicht alle gleich :-). An allgemeinen Faktoren ist noch zu sagen, dass Sandals recht offensiv versucht, über das Ultra-All-Incl. hinaus sein Geschäft mit den Gästen zu machen. Überall wird intensiv die aufpreispflichtige Leistung gepusht, ob im Spa, im hauseigenen Fotoshop, der von Hotelmitarbeitern gemachte Schnappschüsse zum Spottpreis von 95$ für 10 Bilder verkauft über diverse Zusatzleistungen im Tauchbereich. Wir hatten den Eindruck, dass Sandals seine Mitarbeiter hierfür provisioniert. Mehrfach haben zunächst sehr freundlich wirkende Mitarbeiter nach mehrfachem freundlichen Nein einen als Gast nur noch von der Seite aus angesehen, wenn man lediglich seine All-Incl. Leistungen in Anspruch genommen hat. Das haben wir ebenfalls im Sandals Negril so empfunden, wo wir zwei Tage verbracht haben (mit der Membership Karte kann man alle 7 Sandals/Beaches auf Jamaica in Anspruch nehmen - ausgenommen natürlich der Zimmer aber sonst alle AI Leistungen). Wer unbedingt ein 5 Sterne Hotel buchen möchte, dem empfehlen wir das Half Moon Montego Bay oder das Couples Swept Away in Negril, von denen wir uns auf unseren Rundfahrten jeweils einen ganz guten Eindruck machen konnten.
Die Zimmer sind von der Möblierung her Ok aber auch keine große Besonderheit. Von Anfang an hatten wir ein Upgrade. Im Fünf-Sterne-Hotel hat man ja hier und da schonmal ein "wow", wenn man ins Zimmer kommt - das ist hier nicht so. Die Größe ist in Ordnung. Dazu hat man einen kleinen Balkon. Aufgrund dessen, dass wir Schimmel im Badezimmer vorgefunden haben, wurde uns ein neues Zimmer zugeteilt. Hier leider ebenfalls Schimmel. Außerdem war der Fußboden nicht gereinigt. Eigentlich ein Trauerspiel für so eine neue Anlage. Klar gibt´s dort viel Feuchtigkeit aber dann muss ich eben intensiv pflegen und instandhalten. Schimmel ist absolut nicht akzeptabel, da hatten wir auch die Reiseleitung hinter uns, die uns sehr unterstützt hat. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es in einigen Jahren dort aussieht. Erneut haben wir reklamiert. Danach wechselten wir ins Dutch Village in den dritten Stock. Das dritte Zimmer war dann auch schimmelfrei und sauber. Dass es zwei Kategorien höher sein soll als das Standard-Zimmer konnten wir aber nicht feststellen. Bis auf andere Farben im Zimmer war die Ausstattung exakt identisch. In unseren Augen sind eigentlich nur die Suiten ein richtiger Unterschied. Im Detail musste in jedem Zimmer nachgearbeitet werden. Im ersten Zimmer fehlte das Stromkabel des DVD-Players, im zweiten Zimmer war der Fön defekt. Im dritten Zimmer fehlte der DVD-Player komplett und musste erst neu gebracht werden. Das Bett ist bequem und man schläft gut darin. Die Fenster lassen sich abdunkeln, so dass man morgens schlafen kann, so lange man möchte. Die Mini-Bar wird täglich mit antialkoholischen Getränken nachgefüllt. Radiowecker vorhanden. Im Badezimmer gibt es eine Badewanne samt Dusche. Schade, dass keine eigene Dusche vorhanden ist. Deutsche Welle hatten wir nicht im Zimmer, war uns aber auch nicht so wichtig.
Das ist wirklich echtes All-Incl. Zu fast jeder Tages- und Nachtzeit bekommt man so viel Essen und Trinken wie man möchte. Lediglich mit alkoholischen Getränken wird´s nach 1 Uhr knapp, aber das brauchten wir auch nicht. Das Essen war sicherlich nicht überall gut bis sehr gut aber wenn man sich nach 2-3 Tagen orientiert hat, kann man sich ausschließlich auf die guten Locations konzentrieren. Ich bewerte für Euch mal im Detail: ELEANORS: ein karibisches Restaurant, das ab 8 Uhr Frühstück a la carte und abends ein bis zu Fünf-Gänge-Menü a la carte anbietet. Das Frühstück haben wir lieber im Bayside eingenommen, da wir kein American Breakfast mögen. Zum Abendessen findet man hier das mit Abstand beste Restaurant im Resort. Kellner mit weißen Handschuhen bedienen und man kann allerlei Köstlichkeiten genießen. Zwei Hausweine sind AI alle anderen aufpreispflichtig (zu Mondpreisen!). Die Kellner sind durchweg freundlich und im Service sehr bemüht. Da fällt es leicht, zu verzeihen, dass hier und da mal vergessen wird, Brot und/oder Butter zu bringen. Nach einer Reklamation kommt´s sofort. Sollte man nicht sofort um 6 Uhr zu den ersten Gästen zählen, so muss man mit einer häufig erheblichen Wartezeit rechnen (kann bis zu 2 Stunden dauern). Aber dafür wird man durch das gute Essen entschädigt. Suite Gäste reservieren bequem und sparen sich die Wartezeit an der Bar. Note 1 BAYSIDE: Das Hauptrestaurant bietet Frühstück- Mittag- und Abendessen. Das Frühstück ist auf Amerikaner zugeschnitten, so dass man sich als Europäer mit einem Früchteteller und Toast zufrieden gibt. Dass es nur einen Toaster gibt stimmt, anders als im vorherigen Bericht zu lesen, hat uns dies in den zwei Wochen jedoch gar nicht gestört, da man nie mehr als eine Person vor sich hatte. Enttäuscht hat uns hier, dass man in einem 5-Sterne Hotel in einem karibischen Land nicht mehr als Melonen, Papaya und Mango an Früchten angeboten bekommen hat. Exotische Früchte Fehlanzeige! Wie wir auf unseren Exkursionen festgestellt haben, hat Jamaica so viel mehr zu bieten. Dafür gibt es eine Vielzahl an frischen Fruchtsäften. Alles in Allem eine 3 fürs Frühstück. Mittagessen im Bayside ist in Buffetform. Hier gibt es reichtlich und für jeden Etwas. Qualität ist gut. Note 2+ Abendessen im Bayside ist ebenfalls von der Qualität her gut. Es gibt meist A la carte. Ebenfalls 2+ Einziger Kritikpunkt ist, dass man wiederholt die Öffnungszeiten nicht eingehalten und verspätet geöffnet hat. ARIZONA: ein auf Ranch getrimmtes Outdoor-Restaurant, das zu Mittag- Abendessen und Late Night Grill einlädt. Wir haben nur die ersten beiden in Anspruch genommen. Mittags gibt es Fast food alla Fritten, Burger und Wraps (Note 3), abends ein etwas umfangreicheres Repertoire a la carte (z. B. New York Strip Steak und mexican style food (Note 2). Der Service ist etwas langsam und manchmal lustlos. JASMINS: ein asiatisches Restaurant, das Dinner anbietet. Ein bißchen verwöhnt vom Essen in Asien selbst, haben wir dort nur einmal gegessen, da es natürlich nicht so schmeckt wie wie in Hong Kong. Der Service ist hier sehr freundlich. Essen Ok (Note 3+). GIUSEPPES: Der Italiener im Resort, der Mittag- und Abendessen bietet. Das eindeutig schlechteste Restaurant im Resort sowohl in Bezug auf Food-Qualität als auch in Bezug auf den Service. Mehrfach haben wir unsere leeren Wassergläser angemahnt, ohne dass etwas passiert ist. Jede deutsche Hausfrau kocht bessere italienische Pasta als man dort bekommt. Auch Mittags extrem lange Wartezeiten und desinteressiertes Personal (Note 5). BLUEFIELDS: Ein jamaikanisches Freiluftrestaurant im French Village, das jamaikanische Traditionsgerichte zum Mittag anbietet (kein Dinner). Der Service ist Ok und das Essen ist Ok bis gut. Auch hier bekommt man Burger, Fritten etc. wenn man möchte. (Note 2-). MARTINI BAR: Eindeutig die beste Bar im Resort. Hier ist das Mixen der Martinis ein Schauspiel! Die Auswahl an Martinis ist enorm. Gängige Longdrinks bekommt man hier ebenso, jedoch keine Getränke aus dem Mixer. Die Atmosphäre ist aber nicht so toll (Note 2). MAIN POOL BAR: SwimUp Bar am großen Mainpool, die Cocktails und andere Getränke anbietet. Den unfreundlichen Service hier hatte ich bereits erwähnt. Die Qualität der Cocktails ist leider auch nicht gut. Man kann den gleichen Cocktail dreimal bestellen und er schmeckt jedesmal anders. Oft kann man ihn nicht austrinken, da er einfach nicht schmeckt. Pina Colada darf man sich auch nicht vorstellen wie hier. Es kommt eine Art Sorbee in den Drink, das dann im Rest der Flüssigkeit umherdümpelt und das ist es.... lieber auf andere Cocktails ausweichen (überall im Resort). (Note 4) FRENCH POOL BAR: sowohl Service als auch Getränke etwas besser als am Mainpool aber auch nicht so, wie man sich karibische Cocktails vorstellt (Note 3-) DUTCH POOL BAR: Die kleinste Bar im Resort, die nur eine Basisauswahl zu bieten hat. Hier war man freundlich und bemüht. Die wenigen angebotenen Getränke waren OK. (Note 3+) CAFE DE PARIS: Hier bekommt man allerlei Kaffeespezialitäten wie Espresso, Cappucino oder Eiskaffee sowie eine riesen Auswahl an süßem innovativen Gebäck. Ein kulinarischer Höhepunkt für das Süße in Einem. (Note 1-) Nochmal etwas Allgemeines zu den Bars: Es gibt keine Getränkelisten! Wir haben auf Anfrage eine von Claudia erhalten, da man sonst gar nicht wusste, was man bestellen kann. Leider kannten die Barkeeper auch einige Getränke von der Liste nicht (z. B. Sundowner). Das fand ich etwas schade. Positiv zu sagen gibt es, dass durchweg Markenspirituosen verwendet werden. Man bekommt Chivas Regal Whiskey, Hennessy Cognac, Absolut Vodka und und und....
Mit dem Service waren wir nach den letzten Jahren in Asien nicht so zufrieden. Die vier Sonnen könnten auch dreieinhalb oder drei sein. Jedoch muss man auch ein wenig die jamaicanische Mentalität ("soon come") berüsksichtigen. Dennoch hat man seine Erwartungen an einen teuren Urlaub. Man hat hier im Hotel wirklich Unterschiede wie Tag und Nacht erlebt. Grob geschätzt sind etwa 50% der Mitarbeiter freundlich und bemüht. Weitere 30% machen ohne jede Emotion ihren Job und lassen einen sich als Gast nicht so wirklich willkommen fühlen und weitere 20% sind offensichtlich demotiviert und lustlos dabei. Vor allem an den Poolbars finden sich einige letztere Vertreter. Der All-Incl. -Gast kommt sich manchmal wie ein Bittsteller vor. Wie mir andere Gäste sagten, ist dies auf Jamaica ein häufig angetroffenes Phänomen, so dass die Ursache hierfür nicht allein beim Hotelmanagement zu suchen ist. Jedoch hat das Sandals Negril nach zwei Tagen, die wir dort verbracht haben, ein weitaus positiveres Bild in Bezug auf Personalfreundlichkeit hinterlassen (aber sonst ist die Anlage bis auf den tollen Spot keine wirkliche Alternative zu Whitehouse). Beschwerden muss man teilweise wiederholt vorbringen. Beide Fahrstühle im Dutch Village waren ca. eine Woche(!) lang defekt. Trotz mehrfacher Anfrage beim Operator konnte man keine Aussage zum Reparaturzeitpunkt machen. Jedes Mal schien man wieder überrascht über die Fehlermeldung, so als ob sie das erste Mal einginge. Die Zimmerreinigung erfolgte normalerweise zweimal täglich - morgens intensiv abends grob. Morgens war die Zimmerreinigung immer da, jedoch mussten wir 2x nachbessern lassen. Dreimal ist es in den zwei Wochen vorgekommen, dass der abendliche Besuch nicht stattgefunden hat (sieht man daran, dass das Bett dann nicht aufgeschlagen ist). Sehr freundlich ist die deutsche Ansprechpartnerin Claudia, die sich sehr um ihre Gäste bemüht und Probleme schnell und unkompliziert löst. Ebenfalls die für die italenischen Gäste dort eingesetzte Ansprechpartnerin - Grazia - hat sich intensivst um uns bemüht. Das war wirklich toll! Die Beiden findet ihr am Tour Desk. Wie Sandals das mit dem ausgelobten All-Incl. Trinkgeld handhabt, ist uns nicht so ganz klar geworden. Las man noch in anderen Berichten darüber, dass die Mitarbeiter Anstecker tragen "tip free hotel", so ist das in beiden besuchten Sandals heute definitiv nicht mehr der Fall. "Zahlende" Gäste wurden an den Poolbars bevorzugt bedient. Beim Flughafentransfer hat Sandals unsere Koffer einfach einem Kofferträger draufgepackt, der am Shuttle von uns bezahlt werden wollte (it´s not all incl.). Da wir vorab eben gerade aufgrund von AI noch kein Geld gewechselt hatten, standen wir wie doof da. Der Fahrer des Hotelshuttles hatte auch keine Scham, am Hotel trotz AI nach einem Trinkgeld zu fragen. Für uns negativ waren ferner die Punkte, dass nur Suite-Gäste in Restaurants reservieren konnten sowie dass nur diese auch einen Room-Service in Anspruch nehmen konnten. Alle übrigen Gäste konnten nicht einmal gegen Aufpreis einen Room-Service in Anspruch nehmen. Den Wake-Up-Service kann ich nicht empfehlen. Ich hatte mich einmal morgens um halb sieben wecken lassen. Leider haben sie dann am Folgetag auch wieder um halb sieben angerufen. Aussage war dann, man habe sich in der Zimmernummer vertan. So ein Zufall, dass es aber exakt genau die gleiche Zeit war wie am Vortag. :-) Warum also nicht einfach eingestehen, dass man einen Fehler gemacht hat?
Die Lage zu beurteilen, ist natürlich immer eine sehr individuelle Sache, deswegen schreibe ich mal, was aus unserer Sicht pro und contra war. Für uns auf jeden Fall war die Lage stark suboptimal - daher hier nur drei Sonnen. pro: - Wie im Hotelprospekt versprochen, findet man hier eine absolut vom Massentourismus abgelegene Anlage. Für viele eigentlich eher ein contra, da eben dadurch sämtliche touristische Infrastrukturen außerhalb der Anlage fehlen, war dies für uns der Hauptgrund, dort zu buchen. Man hat keine lästigen Strandverkäufer um sich, da nur hoteleigene Gäste am Strand sind, ebenso schwach ist der Strand auch frequentiert, was einem auch im Hochbetrieb großzügige Liegeflächen garantiert. Wer Ruhe sucht, ist daher von diesem Aspekt her hier genau richtig. - Man ist in 2 min am Strand und das von allen Zimmern aus. - die Aussicht vom Strand ist schön contra: - im French Village muss man mit Geruchsbelästigungen durch die Kläranlage rechnen, wie bereits in einem anderen Beitrag geschrieben - die Südküste ist leider sehr sehr rau, was dazu geführt hat, dass meistens ab 11 Uhr die All-Inclusive-Angebote im Wassersport-Bereich abgesagt wurden, das heißt, kein Tauchen & Schnorcheln mehr, kein Segeln und Hydro Bike mehr und kein Kanu mehr. Wer lieber am Strand liegt, den stört das sicherlich nicht so stark aber wer aktiv sein will und das All-Incl. richtig intensiv nutzen möchte, der wird enttäuscht sein. Bei mir blieb es meistens bei dem 9 Uhr Tauchgang. - auch den Badespaß im ruhigen karibischen Meer kann man daher meist nur morgens genießen, da dann der Wellengang Einzug hält - die Meerabschnitte am Hotel haben leider nahezu überall entweder kleine spitze Steine oder dichtes Seegras, die den Einstieg ins Meer schwer und unangenehm machen. Relativiert wird dieser Punkt dadurch, dass man die Hotelanlage rechts am French Village entlang verlassen kann. Dort gibt es nur noch Abschnitte, in denen man bequem ins Wasser kommt und dabei gleichzeitig die abgesperrten Badezonen des Resorts umgeht, bei denen man das Wasser nur bis auf Brusthöhe hat. Dieses Thema hatte uns vorher ein wenig Sorgen gemacht aber es läßt sich wie gesagt nach kurzem Fußmarsch leicht umgehen. - Man muss sich drüber im Klaren sein, dass man sich die abgelegene Lage abseits des Massentourismus dadurch erkauft, dass man an einem suboptimalen Strand liegt. Feiner weißer Sand ist hier nur in kleinen Abschnitten zu finden. Ansonsten ist der Sand eher bretthart und es bildet sich z. T. eine Art Damm (siehe eines der Fotos). Ebenfalls ist das Wasser aufgrund der rauen Brandung alles anderes als klar, was das Schnorcheln und Tauchen sowie das Badeerlebnis im seichten Wasser deutlich einschränkt. Wir waren einen Tag in Negril. Dort findet man auf Jamaica das, was man sich unter karibischem Traumstrand vorstellt. Das Taucherlebnis dort war eine Wucht, ebenso das ruhige, klare Wasser. Auch an ruhigen Tagen war das Tauchen nicht so toll. Es gibt kaum Fische zu sehen. War einmal in Negril tauchen. Das ist Wahnsinn! Viel bessere Sicht und viele Fische, Schildkröten etc., wer also tauchen möchte, ist in Whitehouse definitiv falsch. - das Hotel läßt leider keine externen Taxis aufs Gelände, so dass man den teueren Hotelservice in Anspruch nehmen m u s s. Da die Anlage außerhalb jeglicher Ortschaft ist, hat man auch faktisch keine andere Chance an ein Taxi zu kommen. Zahlt man auf Sri Lanka für Auto samt Fahrer 25 € pro Tag, ist man im Sandals Whitehouse mit € 250,- dabei. In Negril kann man für 120-140 € die gleiche Leistung erhalten. Wir haben uns für vier Tage einen Mietwagen genommen, um verschiedene Spots der Insel zu erkunden. Hätten wir das alles gewusst, hätten wir in Negril eine Anlage gebucht, auch wenn´s dort ein bißchen voller ist. Daher ist das Sandals Whitehouse leider definitiv nichts für Urlauber, die intensiv Wassersport & Meergenuss suchen. Wem das nicht so wichtig ist, der wird hier sicherlich glücklich, da er seine Ruhe hat. Für uns ist es jedenfalls eine deutliche Abwertung im Bezug auf die Lage, da wir geschwärmt haben, als wir das All Inclusive mit Tauchen, Segeln und und und gesehen haben. Bringt halt bloß nichts, wenn ab 11 Uhr nur noch Strandliege und Pool angesagt ist. :-( Ansonsten gibt es zur Lage noch zu sagen, dass der Transfer vom Flughafen ca. 70-90 Minuten dauert. Hier rate ich Euch, Euch möglichst vorne hinzusetzen, damit ihr auf der Fahrt viel seht. An Ausflugsmöglichkeiten sind ist der Black River in der Nähe, wo ihr tolle Schnappschüsse von Krokodilen machen könnt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Sportmöglichkeiten im Resort sind enorm! Dass man viele aufgrund der Lage und der damit verbundenen Problematik (s. o.) nur wenig in Anspruch nehmen kann, lasse ich in die Bewertung hier nicht mit einfließen, da dies im Punkt "Lage" ausreichend gewürdigt wurde. Es gibt ein tolles Fitness-Center mit modernen und neuwertigen Geräten. Ein Fitnesstrainer steht zur Verfügung. Vier Tennisplätze mit Flutlicht und ausleihbaren Schlägern stehen bereit. Morgens kann man Tennistraining nehmen (kostenlos). Ebenfalls gibt es zwei Squash-Plätze in einer klimatisierten Halle. Diese sind ebenfalls gut in Schuss. Nebenan findet man ein Basketballfeld mit einem Korb. Dieses Sport-Viertel hat eine eigene kleine Saftbar in Selbstbedienung für den Durst zwischendurch. Wer möchte, kann Pool-Gymnastik mitmachen. Es gibt ein Spa, in dem man eine Sauna, ein Dampfbad sowie einen sehr schönen Whirlpool unter Palmen kostenlos in Anspruch nehmen kann. Auf jeden Fall hier in den Whirlpool gehen und nicht an den Pools in die großen Whirlpools!! Im Spa ist alles sehr sauber und neuwertig. Vor dem Dampfbad erhält man eine Auswahl an Tee und Wasser. An Wassersport wird angeboten: Segeln, Kanu, Wasserski, Schnorcheln, Tauchen. Das Wasserskiboot war an manchen Tagen angeblich defekt und nicht einsetzbar. Ansonsten war wie gesagt meist ab 11 Uhr alles an Wassersport eingestellt, da der Wind angeblich zu stark sei (macht nicht eigentlich dann das Segeln erst Spaß?). Tauchgänge gibt es sowieso nur zwei am Tag einmal um 9 und dann ggf. nochmal um 11. Schnorcheln geht ebenfalls nur morgens. Man muss sich also so oder so für eins der beiden entscheiden. Schade auch, dass es Nachmittags keine Schnorcheltour mehr gibt. Auf eigene Faust schnorcheln geht in dem Gebiet nicht, da man mit dem Boot rausfahren muss. Die Pools sind alle nur bis zum Bauch tief. Es gibt keine richtigen Schwimmzonen. Alle treiben auf den hauseigenen Matten umher. Die Pools haben jeweils einen großen runden Whirlpool um sich. Whirpool ist in meinen Augen eigentlich zu viel gesagt - sprudelndes Wasser entsteht hier jedenfalls nicht, dafür wie gesagt einfach ins SPA gehen. Die Pools und Whirlpools waren häufig sehr milchig/schmutzig, so dass man unter Umständen seine Füße nicht mehr sehen konnte. Daher haben wir die Pools so gut wie nie genutzt - nur morgens unmittelbar nachdem sie gereinigt waren. Die Abendunterhaltung ist ganz nett. Wer will, kann ab 11 Uhr im Cabaret tanzen, das dann zur Disco umfunktioniert wird. Hier war allerdings fast nie jemand. Ein Abstrich in der Bewertung ist für uns, dass das Hotel keinen kostenlosen Internetzugang anbietet. Wer seine Mails checken möchte, muss mindestens 10 US $ zahlen, was gleichzeitig den 15 min Tarif für die Internetnutzung darstellt. Ich finde das reichtlich unverschämt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Oliver |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 70 |

