Das Sandals Whitehouse ist noch recht neu und daher nicht abgewohnt. Die 360 Zimmer verteilen sich auf 12 Gebäude mit je 4 Stockwerken. Das Gelände ist recht weitläufig und hübsch angelegt, wir hätten uns allerdings noch ein paar mehr Bäume entlang der Wege gewünscht, um die pralle Sonne beim Weg zum Essen zu vermeiden. Der Großteil der Gäste sind Amerikaner (viele Honeymooner und junge Paare, aber auch alle anderen Altersklassen vertreten), die sich allerdings alle gut benommen haben. Sie liegen die meiste Zeit auf den vorhandenen Luftmatratzen im Pool oder sitzen an der Pool-Bar, so dass der Strand sehr leer ist. Das Hotel war nur etwa zur Hälfte voll, aber auch bei 100% Belegung findet man sicher zu jeder Zeit noch freie Liegen und Sonnenschirme bzw. Bäume am Strand. Die Sandals Hotels sind all-inclusive und nur für Paare ab 18 Jahre buchbar, für Familien gibt es die Hotels der Beaches-Kette. Die Anlage ist größtenteils behindertengerecht angelegt, alle Gebäude sollten mit einem Rollstuhl erreichbar sein. Ich hatte mit meinem TriBand-Handy und e-plus-Vertrag im Hotel keinen Empfang, andere Gäste hatten aber guten Empfang (anderes Handy, andere Telefongesellschaft). Auf den Ausflügen war der Empfang gut. Im Juni ist auf Jamaica auch Hurrikan-Saison. Normalerweise gibt es da aber keine Hurrikans. Wir hatten etwa jeden zweiten Tag nachmittags für 1-2 Stunden Regen/Gewitter (mal stärker, mal schwächer), abends war es aber immer wieder klar und trocken. Ausflugstipp: YS Falls. Claudia macht die Touren gerne nur mir Deutschen, dann ist der Ablauf etwas entspannter als mit den Amerikanern zusammen. Wer shoppen möchte, sollte nach Negril fahren und abends in Rick's Cafe den Sonnenuntergang genießen und die Klippenspringer bewundern.
Alle Zimmer haben Meerblick und sind ordentlich eingerichtet. Die Größe ist ok. Wir hatten ein Luxury Beachfront Zimmer im 2. OG. Die Standardzimmer sind wohl genauso, liegen aber im EG. Das Zimmer und das Bad waren sauber, ein paar Mini-Ameisen haben uns nicht weiter gestört. Das Bad enthält Wanne und WC, aber dank gutem Duschvorhang fehlte uns die separate Dusche nicht. Das Waschbecken ist davor mit Spiegel und Föhn. Der Balkon ist recht klein, reicht aber, um da mit zwei Personen zu sitzen. Die Klimaanlage hat gut funktioniert, zusätzlich gibt es noch einen Deckenventilator. Die Zimmer empfanden wir überhaupt nicht als hellhörig, auch der Service war zurückhaltend und nicht laut. Es gab keinen muffigen Geruch, die Handtücher wurden - wenn man wollte - täglich gewechselt und es waren reichlich vorhanden. Jedes Zimmer hat einen Internetanschluss und die Möglichkeit, über den Fernseher zu surfen (beides gegen Gebühr). Neben ca. 20 Fernsehkanälen (kein deutsches Programm) gibt es kostenfrei HBO und zusätzlich Pay-TV (je Film 10-15 US$). Die Minibar ist in all-inclusive eingeschlossen und wird täglich gefüllt (Soft Drinks, Wasser, Säfte), so dass auch für Ausflüge und den Strand immer genug vorhanden ist. Es gibt einen Safe, Telefon, DVD-Player und eine Couch mit Tisch. Steckdosen sind reichlich vorhanden (110V, Adapter für amerikanische Steckdosen nicht vergessen).
Es gibt ein internationales, ein italienisches, ein asiatisches, ein karibisches sowie ein TexMex Restaurant für das Abendessen (unterschiedliche Öffnungszeiten zwischen 18: 00 und 22: 30 Uhr). Frühstück gibt es a la carte und als Büffet, beides sehr gut (7: 30 bis 11: 00 Uhr). Mittagessen gibt es als Büffet, TexMex, teilweise Pizza beim Italiener oder im abends geschlossenen jamaikanischen Restaurant (unterschiedlich von 12: 00 bis 18: 00 Uhr). Darüber hinaus hat das Café de Paris von morgens 5: 30 Uhr bis abends um 23 Uhr geöffnet. Dort gibt es guten Kaffee und süße Stückchen/Eis/Kuchen. Das TexMex-Restaurant bietet außerdem von 22: 30 bis morgens 5: 30 Uhr den Late Night Grill, so dass man rund um die Uhr versorgt ist. Es sollte also für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die Restaurants sind alle gut klimatisiert, aber nicht so kalt wie ich es teilweise aus den USA kenne. Die Qualität des Essens ist durchweg gut, manches nur ok, manches sehr lecker. Abendessen gibt es (außer bei Veranstaltungen) nur a la carte. Ein Highlight ist sicher das Schokoladenbüffet am Dienstag abend (23: 00). Außerdem gibt es ein Meeresfrüchtebüffet am Freitag, sowie das Piratendinner und das jamaikanische Büffet. In keinem der Restaurants kann/muss reserviert werden. In Spitzenzeiten (zwischen 19: 30 und 20: 30) kann es sein, dass man etwas warten muss, bevor ein Tisch frei wird, aber die Wartezeit kann man gemütlich vor den Restaurants bei einem Drink verbringen. Es gibt drei Pool-Bars, davon zwei als Swim-Up (Main Pool und French Pool), weiterhin eine feste Bar und eine mobile im Hauptbereich. Darüber hinaus bietet die Martini-Bar jede Menge Longdrinks und ab 22: 30 Uhr sing-along Piano.
Das Personal war zum allergrößten Teil sehr freundlich und aufmerksam und hat jeden freundlich gegrüßt. Alle Anfragen/Beschwerden wurden prompt erledigt. Wer englisch spricht, hat überhaupt keine Probleme, ansonsten ist Claudia immer ansprechbar, sie ist ein echter Engel. Sie hat sich super um uns deutschsprachige Gäste gekümmert und uns auch auf den Ausflügen begleitet und dabei viel über Land und Leute erzählt. Da mit uns zusammen nur 3-4 weitere deutschsprachige Paare im Hotel waren, waren wir auf den Ausflügen maximal 6 Gäste. Die Zimmer werden ordentlich gereinigt. Wenn man mal länger schläft, ist das auch kein Problem, solange das "Do not disturb" Schild draußen hängt, hat man seine Ruhe. Check-In und -Out waren völlig problemlos. Auf der Anlage gibt es eine Krankenstation, die kostenfrei zur Verfügung steht. Im Hotel werden keine Trinkgelder angenommen. Das ist sehr angenehm und der Service ist trotzdem gut.
Das Hotel liegt einsam an der für den Massentourismus weitgehend unerschlossenen Südküste in der Nähe des kleinen Ortes Whitehouse (zum Laufen allerdings zu weit). Das Hotel liegt direkt am Meer an einem langen und schönen Privatstrand, es gibt keinerlei fliegende Händler. Der Strand wird täglich gereinigt, es gibt auch im Meer wenig Algen und Seegras. Es gibt in der Nähe keine Einkaufsmöglichkeiten, die Shops im Hotel sind natürlich etwas teurer. Wer Souvenirs kaufen möchte, sollte einen Ausflug machen (ab ca. 50 US$ p. P.). In Negril gibt es ein kleines Einkaufszentrum (Times Square), dorthin gibt es Touren, auch in Kombination mit Rick's Cafe zum Sonnenuntergang und den Klippenspringern (sehr empfehlenswert). Es gibt eine ganze Reihe weitere Touren, besonders empfehlenswert fanden wir die YS Falls (gibt es auch in Kombination mit einer Fahrt auf dem Black River zum Krokodile anschauen). Die einsame Lage heißt allerdings auch, dass der Transfer vom Flughafen ca. 1, 5 Stunden (90km) dauert, das ist auf den teilweise schlechten Straßen ggf. etwas anstrengend. Wer etwas mehr ausgeben möchte, kann aber auch einen Helikopter mieten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation ist sehr zurückhalten, aber es wird trotzdem eine Menge geboten. Es gibt einen Spiele-Bereich u. a. mit Billiard, zwei Squash-Courts, vier Tennisplätze, ein Fitness-Center, Aerobics und einen Basketball-Korb. Das Spa bietet (kostenpflichtig) sehr angenehme Behandlungen an, Sauna und Dampfbad sind kostenlos nutzbar. Tagsüber gibt es außerdem Pool- und Beachvolleyball (wenn sich genügend Teilnehmer finden), Wassergymnastik sowie Shuffleboard, Riesenschach und Darts. Wer nicht animiert werden möchte, kann sich an einen der ruhigeren Pools oder den Strand zurück ziehen. Der Wassersport-Bereich bietet u. a. Windsurfen, Kajaks, Katamarane, Wasserfahrräder, Glasbodenboot, Schnorcheln und Tauchgänge (2 pro Tag). Alle diese Wassersport-Aktivitäten sind kostenlos. Wer bisher noch nicht taucht, kann PADI-Tauchscheine machen (kostenpflichtig). Ein Golfplatz ist nicht in der unmittelbaren Nähe, aber mit dem Auto in ca. 1 Stunde erreichbar. Für die Abendunterhaltung gibt es das Le Cabaret (Bands, Dance-Shows, Karaoke), haben wir allerdings nicht besucht. Darüber hinaus wird auch bei den allgemeinen Abendveranstaltungen immer etwas Rahmenprogramm geboten. Es gibt einige kleinere Shops (Fotoladen, Giftshop, Boutique, Juwelier, Galerie), die allerdings nicht ganz billig sind. Internetzugang gibt es in den Zimmern (s. u. ) und im Business-Center gegen Gebühr. Der Strand ist sauber und wird wird jeden Tag gereinigt. Der Sand ist fein aber nicht superfein. Das hat den Vorteil, dass er nicht überall rein kriecht. Das Wasser ist sehr warm, Ebbe und Flut sind kaum zu spüren, der abgetrennte Schwimmbereich ist allerdings nicht sehr tief. Liegestühle und Schirme gibt es sowohl am Strand als auch am Pool mehr als genug, Handtücher sind immer vorhanden. Schatten spenden außerdem die Bäume. Am Pool gibt es eine Dusche. Da der Pool am Strand liegt, ist die völlig ausreichend. Die Pools sind schön und sauber. Trotz der Swim-Up Bars fanden wir keine Cocktail-Reste im Pool. Es gibt Luftmatratzen, die gerne zum Sonnen im Pool verwendet werden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Annett & Jens |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |

