- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Die Anlage ist eine Augenweide, inmitten eines Palmenhains mit direktem Zugang zum Strand. Alles ist sehr gepflegt, wunderbar aufgestellt, vergleichsweise ruhig und mit viel Liebe und Idee gestaltet. Alles in allem absolut empfehlenswert. Die Gästestruktur war gemischt und im Gegensatz zu den anderen Hotels (noch) nicht in russischer Hand. Etwa die Hälfte waren Deutsche, die andere Hälfte setzte sich kurioserweise aus vielen Finnen, einigen Russen und anderen Nationalitäten zusammen. Es war ruhig und beschaulich. Preise vergleichen und hart sein im Verhandeln! Mückenschutz (Autan o. ä.) mitnehmen, unbedingt eine Halbtagesausflug zu den Dünen machen. Obacht beim Einkaufen - die Preise sind für asiatische Verhältnisse doch recht sportlich, die Russen haben nach Auskunft vieler Stammgäste die Preise bereits versaut. Einkaufen lieber außerhalb des "Touristendorfes" oder gar nicht - ist eh alles nur nachgemachter Schnickschnack und Nippes. Unbedingt das viele Obst probieren und nicht am Strand bei den fliegenden Händlerinnen kaufen, die Preise dort sind ca. 3 x höher.
Alles, was man braucht, keine Minuspunkte. Wir waren in einem der Gartenbungalows untergebracht - wunderschön, gemütlich, sauber, ordentlich. Die Duschen in den Bungalows sind offen - wir sagen nur: Vorsicht Mückenalarm!!!
Wir hatten im Hotel nur Frühstück, das war so wie überall in solchen Hotels: okay. Etwas mehr Abwechslung wäre nicht schlecht gewesen. Nach 14 Tagen wusste man dann doch nicht mehr, was man essen sollte. Außerhalb des Hotels hat man Auswahl ohne Ende. Es empfiehlt sich aus unserer Sicht jedoch, rechts herum die Straße entlangzuschlendern, denn links herum ist es doch sehr, sehr russisch. Wir haben uns auf ein kleines Restaurant eingeschossen, dass den Namen "Coco Cafe" trägt. Es liegt (rechts herum) etwa nach ca. einem Kilometer auf der gegenüberliegenden Straßenseite (etwas weiter nach dem "KIM Shop"). Man erkennt es an einem Baum, um den herum die 6 bis 8 Tische stehen. Das Essen ist unglaublich lecker, die jungen leute, die den Laden führen, sind nett und unaufdringlich, alles wird frisch zubereitet. Wir haben die Speisekarte rauf und runter gefuttert, es hat alles geschmeckt, insbesondere die Frühlingsrollen und die Zwiebelringe :-). Die Sauberkeit würden wir überall als asiatisch bezeichnen. Der geneigte Asienurlauber weiß, wie das gemeint ist.
Der Service war hervorragend. Das Personal war durchweg bemüht, freundlich und niedlich. Auch das Klima innerhalb des Personals schien zu stimmen. Die Stimmung im Hotel war insgesamt lässig, nett und freundlich und leistete dadurch einen guten Beitrag zum Gelingen des Aufenthaltes. Leider hapert es bei den Angestellten mit der englischen Sprache etwas. Wir haben die Sprache "vietnamenglisch" getauft :-)
Gleich vorweg einige Anmerkungen zur Gästestruktur: In Mui Ne machen offenbar alle reisewilligen Russen Urlaub, in Russland können nicht mehr viele Einwohner gewesen sein, die müssen alle dort gewesen sein. Mindestens 80 Prozent der Gäste waren Russen. Wären das Klima, die Palmen, die einheimische Währung und die paar Einheimischen selbst nicht gewesen, hätte man denken können, man befindet sich in Odessa und nicht am südchinesichen Meer. Es war leider Gottes sehr extrem. Die Einheimischen haben sich voll und ganz auf die russischen Gäste (und deren Dollars) eingestellt. Die Mehrzahl der Shops und Restaurant waren von vorn herein in kyrillischer Schrift und Sprache aufgemacht. Wir denken, die vietnamesiche Tourismusbranche wäre gut beraten, sich nicht so uneingeschränkt und vordergründig auf den russischen Gast zu konzentrieren, sonst bleibt irgendwann auch der letzte nichtrussische Tourist aus. Das sollte besser gesteuert werden. Das eigentliche Mui Ne befindet sich etwas außerhalb des sog. Touristendorfes, in ca. 10 km Entfernung. Die Ortschaft ist klein, beschaulich und lebt wohl noch immer überwiegend vom Fischfang. Das "Touristendorf" selbst ist ein typischer Urlaubsort. Hotel neben Hotel. Die Anlagen befinden sich zwischen dem Strand und der einen einzigen (Haupt)straße. Verlässt man das Hotel, hat man also die Wahl zwischen links oder rechts herum. Dort befinden sich dann die typischen Touristenfallen - so wie überall auf der Welt: Shops mit Schnickschnack und Nippes und viele, viele Restaurants. Man kann in beide Richtungen unendlich weit laufen, bummeln und schauen. Leider ist das "Touristendorf" sehr schmutzig. Überall liegt Müll herum, leider Gottes auch am ansonsten wirklich schönen Strand. Natürlich nicht flächendeckend, aber eben überall vorhanden. Das hat uns schon gestört. Am Strand kann man es gut aushalten, die Kitsurfer haben uns persönlich nicht gestört, es war eher interessant, diesen zuzuschauen. Die Surfer sind eigentlich auch sehr rücksichtsvoll und nicht aufdringlich oder lästig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Internetzugang ist kostenlos vorhanden (WLAN frei). Keine Animation, Surfschule und Jetski-Verleih unmittelbar vor dem Hotel am Strand. Wie bereits gesagt, ist der Strand insgesamt eher dreckig, wobei der Abschnitt vor "unserem" Hotel allabendlich gereinigt wurde. Der Pool ist schön, vor allem sehr sauber. Der "Poolmann", ein lander Schlacks, ist sehr nett und war immer bemüht und aufmerksam - ohne aufdringlich zu sein. Das Meerwasser ist warm, aber natürlich nicht karibisch. Durch den ständigen Wind und die ständige Dünung ist das Baden schon sportlich und mit vielen Nasenspülern verbunden, was uns den Spaß jedoch nicht verhagelt hat. Auffällig war jedoch, dass das morgendliche Besetzen oder "Reservieren" der Liegen am Pool und am Strand zu einer Art Wettkampf mutierte. Es war unglaublich!!! In dieser Hinsicht ist das Personal unserer Meinung gefragt, so etwas muss eigentlich unterbunden werden. Die Leute sprinteten morgens um 07:00 wie aus dem Tiefstart los und besetzten noch vor dem Frühstück "ihre" Liegen und Plätze, ungeachtet dessen, wann sie nun tatsächlich dort auftauchten - um 10:00 Uhr oder erst um 16:00 Uhr. Wir hatten keine Chance geben eine Schar derart passionierter und professioneller Liegenreservierer :-) Ja, das war doch nervig und vor allem völlig überflüssig. Es war interessant, wie ausgeklügelt dabei vorgegangen wurde. Teilweise bildeten sich richtige kleine Sondereinheiten, die das Belegen der Liegen jeweils abwechselnd für sich selbst und die anderen "Mitglieder" der Liegenbesetzungs-Mafia übernahmen.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Februar 2012 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Tina & Stephan |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 3 |