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Steve_HH (51-55)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2012 • 2 Wochen • Strand
Robinson - Keine Zeit für Gefühle
4,8 / 6

Allgemein

Der Robinson Club Agadir befindet sich auf einem L-förmigen großartigem Landabschnitt am Ende des Touristikzentrums und der Promenade am Strand von Agadir; hinter dem Club liegt die Sommer-Residenz des marokkanischen Königs, die durch ein breites naturbelassenes Grundstück vom Club getrennt liegt. Das 160.000 m² große Gelände ist sehr langgezogen und bietet viele grüne Oasen. Der Club besitzt 302 Zimmer in verschiedenen Kategorien; viele Zimmer besitzen einen direkten Blick auf das Meer und die Sanddünen am Fuße des königlichen Geländes. Die Sauberkeit in der Anlage läßt keine Kritik zu, ständig wuseln diverse fleißige Angestellte mit Besen und Wischern herum, um die Fliesen und Böden der Anlage zu reinigen (Vorsicht: Rutschgefahr). Im Club wird "All inclusive" angeboten, was sämtliche Mahlzeiten (fast ganztägig) und sämtliche Softdrinks,Bier und diverse Alkoholischen Getränke umfasst; für importierte Alkoholika und Weine gibt es eine Spezialkarte für die kostenpflichtigen Gertränke, bezahlt wird mit der Zimmerkarte. Die Gäste kommen zu 70% aus dem deutschsprachigen Raum, ca. 20% sind Franzosen und Belgier, der Rest Gäste aus aller Welt, auch marokkanische Touristen; vorwiegend wird deutsch gesprochen. Die Gäste des Clubs sind fast jeden Alters. Da wir außerhalb der Ferienzeit dorthin reisten lag der Altersdurchschnitt der Gäste bei 45+; die Musikbeschallung trug dieser Struktur leider nicht Rechnung, sodaß man nicht überall ruhige Entspannung finden konnte. Grundsätzlich hat uns der Aufenthalt im Robinson Club Agadir gefallen; es gibt aber mehr und mehr Abnutzungserscheinungen und kleine Mängel - auch im Tagesablauf - die nicht jeden Tag zur Zufriedenheit vollendeten. Die bauliche Substanz und der bauliche Zustand der Anlage hat schon weitaus bessere Zeiten gesehen. Die Badezimmer sind abgenutzt und die Klimaanlage läßt das Zimmer nach kurze Zeit mit einem see zurück. Der Handy-Empfang ist problemlos, die Roamingkosten von Marokko nach Deutschland sind aber nicht zu unterschätzen. Geldwechsel: Man sollte nur soviel Geld in marokkanische Dirham umtauschen, wie man gerade benötigt; ein Rücktausch ist nicht möglich. Der Umtauschkurs ist staatlich festgelegt und nahezu überall identisch (z.Zt. 1 EUR = 10,30 DMH). Nach einem 4-tägigen in Aufenthalt in Marrakesch (bei 35-40°C) wurden wir von kühlem und feuchtem Wetter überrascht. Vom Atlantik bläst ständig ein kräftiger Wind. Zusätzlich war es an mehreren Tagen morgens stark diesig bis neblig, was sich gegen Mittag legte. Am späten Nachmittag zog sich der Himmel aber wieder zu; an einigen Tagen wurde es im Sept. nicht wärmer als 20°C. Für abends ist durchsaus eine Jacke, Pullover oder ein langärmiges Shirt zu empfehlen. Weitere Informationen (außerhalb der Kataloge) bietet der Club unter seiner Adresse "www.robinson-maroc.com", wo ich viele Informationen mehr gefunden habe, die mir vorher nicht bekannt waren.


Zimmer
  • Gut
  • Wir haben in einem Doppelzimmer mit seitlichem Meerblick gewohnt (Block B-Berber), der direkt oberhalb der zentralen Gebäude liegt; der Weg zum Strand ist schon etwas weiter und dauert ca. 10 Minuten. Das DZ war 33 qm groß, enthielt zwei (zusammengeschobene) Einzelbetten mit fester Matratze; zum Zudecken gab es nicht nur das im Süden obligatorische Bettlaken, sondern eine richtige Bettdecke. Neben einer Bettcouch befand sich ein Schreibtisch mit einem Stuhl und einem Couchtisch im Zimmer. Zur Ausstattung des Zimmers gehört eine (tropfende) Klimanlage, ein kleiner Flachbild-Fernseher (ca. 15 deutsche TV-Programme ARD,ZDF;RTL,VOX,Pro7,RTL2,KiKa...). Im großen Schiebetüren-Kleiderschrank mit viel Hänge- und Ablagefläche befindet sich der Safe, der durch einen persönlichen 4-stelligen Code gesichert wird. Neben dem Bett gibt es ein Telefon, mit dem man selbsttätig nach draußen telefonieren kann. Internet: W-LAN Empfang gibt es nur in den zentralen Bereichen des Hauptgebäudes (Rezeption, Bar, Cafe-Terrasse, Restaurant); hierfür benötigt man einen Login-Namen und Passwort, das man kostenlos im Mini-Markt erhält (Achtung: Login/PW sind stets auf 10 Tage begrent, danach ein neues PW holen). Zum Zimmer gehört stets ein großen (teilweise innenliegender) Balkon mit Tisch und zwei Stühlen; an der Wand befindet sich Wäscheständer aus Holz. Das Zimmer war stets sauber und gereinigt; der bauliche Zustand könnte aber wesentlich besser sein. Viele Baumängel (schlechte Badfugen, unebene Fliesen) fördern Schimmelbildung, bzw. man kann mit der Kleidung hängenbleiben. Die Beleuchtung im Badezimmer ist ungenügend, der Kosmetikspiegel hängt deplatziert vor dem großen Waschtisch und befindet sich im dunkeln Winkel. Ein stationärer Fön mit Rasierer-Steckdose befindet sich neben dem Waschtisch, die Dusche ist durch eine Glaswand vom Waschtisch getrennt; das Klo befindet sich hinter einer separaten Tür.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Es gibt ein Hauptrestaurant, in dem das Frühstück und das Abendessen eingenommen wird; sämtliche Speisen werden in Büffetform angeboten, die sehr reichhaltig sind. Es gibt ein Spezialitätenrestaurant (über dem Cafe Maure/Bar), das aber nur zweimal wöchentlich geöffnet war; hierzu mußte man sich am Vortag anmelden, ohne den Speisenplan zu kennen. Das Spezialitätenrestaurant ist zudem extra zu bezahlen (ca. 30 EUR). Die Qualität der Speisen ist durchaus gut und gehoben; wegen der vielen Büffets weiß man manchmal garnicht, was man zuerst probieren soll. Täglich gab es wchselnde Mottos (Wellfood, Spanisch, Asiatisch, Reise um die Welt...) mit entsprechend typischen Speisen; standardmäßig gab es zwei große Salat- und Vorspeisenbüffets und die Grill- und Nudeltheke, wo es u.a. die Standards "Spaghetti" und "Pommes" gab. Zwei große Nachspeisen-Büffets mit überwiegend Kuchen- und Süßspeisen, sowie einer Frischobst-Theke (Melone, Melone, Apfel) und vier Eissorten. Sauberkeit war im Restaurantbereich oberstes Gebot; kein leerer Teller stand länger als 30 sekunden vor einem und wurde schnell abgeräumt. Leider fehlte es im Büffetbereich ständig an den richtigen Tellern und Schalen. Bestecke, die einmal abgeräumt wurden, bekam man nicht so schnell ersetzt. Wenn ein Glas oder Besteck fehlte, so bediente man sich schnell mal am Nachbartisch, was ständig zu fehlenden Geschirr führte. Tee-Löffel für den Kaffee oder den Nachtisch waren eine Rarität, die man sorgfältig im Auge behalten sollte. Beim Frühstück waren Milchkännchen für den Kaffee ebenso kaum vorhanden. Hier würde ich empfehlen, eine Theke zur zentralen "Besteck- und Tellerzone" herzurichten, wo man sich jederzeit mit dem passenden Geschirr versorgen kann, ohne einen der emsigen Kellner zu bemühen, die einen im Zweifel nicht verstanden haben. Im Robinson ist es Tradition, an größeren Tischen (6-8 Plätze) zu sitzen und sich mit den anderen Gästen zu unterhalten und vermischen; wer sich nicht mit "Du" anreden lassen oder alleine sitzen möchte, kann sich auch einen der wenigen Tische mit 2 oder 4 Plätzen niederlassen. Durch das ständige Aufstehen und Gang zum Büffet (Wartezeit teilweise bis zu 15 Minuten) ist die gesamte Gästeschaft ständig in Bewegung, wodurch ein natürlicher Geräuschpegel herrscht; besonders in den Räumen mit Kindern ist der Geräuschpegel erheblich höher. Da alles "All inclusiv" ist, entfällt der Zwang mit dem Portemonnaie herumzulaufen. Ein Trinkgeld für den Lieblingskellner (5-10€) wirkt allerdings Wunder; beim Abendessen standen ständig 3 Weinflaschen und mehrere Wasserflaschen auf dem Tisch, wo andrere lange drauf warten mußten.


    Service
  • Eher gut
  • Das Personal des Clubs ist sehr freundlich und man wird ständig gegrüßt und nach dem Wohlergehen gefragt; besonders die "Robins" (Animateure bei Robinson) gesellen sich gerne unter die Gäste und unterhalten sich freundlich und aufmerksam mit den Gästen. Die Robins sind meist deutsche Studenten, sodaß die Verständigung gut funktioniert. Die Bedienungen sprechen auch deutsch, aber nur die wichtigsten Redewendungen. Französich ist durchaus empfehlenswert, wenn man sich mit den normalen Angestellten oder dem Reinigungskräften verständigen möchte. Die Zimmerreinigung ist tadellos; auf Nachfrage erhielten wir zusätzliche Gästehandtücher, einen weiteren Zahnputzbecher etc. Es gibt einen Wäscheservice, den wir aber nicht nutzten. Eine Krankenschwester und ein Arzt sind regelmäßig im Club, wurden von aber auch nicht benötigt. Die Kinderbetreuung erfolgt im eigenen RobyClub, der aber zu unserer Reisezeit außerhalb der Ferienzeit nur wenig Besuch hatte. Der Kinderclub liegt zentral neben der Poolanlage neben dem Hauptgebäuden. Beschwerden wurden schnell und unklompiziert gelöst. Unsere defekte Klimananlage (kurzzeitiges Einschalten führte zur "Überschwemmung") wurde mehrfach entgegengenommen und bearbeitet. Da das Wetter es zuließ, haben wir lieber mit einem offenen Fenster geschlafen als mit einer surrenden Klimaanlage. Allerdings werden die Gerüche im (innenliegenden) Bad ohne Klimaanlage nicht abgesogen !


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Der Club liegt am südlichen Ende der langen Strandpromenade von Agadir (ca. 2 Km lang) und ist die letzte Hotelanlage am Strand. Der Club hat einen direkten Zugang zum Strand mit eigenen Liegen, Sonnenhütchen und Windfängen. Dank des Atlantiks weht ständig eine mäßige bis steife Briese; die Wellen schlagen mit mehr oder weniger starker Brandung an den Strand, sodaß ein gefahrloses Schwimmen im Atlantik für ungeübte Schwimmer nicht empfohlen werden kann. Die Entfernung zum Stadtzentrum, Hafen beträgt ca. 2 Km; man kann entweder zu Fuß auf der Promenade laufen oder man nimmt eines der vielen (Mini-)Taxis, die in großer Anzahl vor dem Clubportal warten. Die Fahrt kostet etwa 50 DMH (ca. 5€). Die Entfernung zum Flughafen - der etwas außerhalb im Süden liegt - beträgt ca. 30 Km, die Fahrt dauert 30 Minuten. Wer keinen Pauschal-Transfer gebucht hat, kann sich mit dem Taxi (ca. 150 DMH) hinfahren lassen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Touristenzone am Strand genügend, auch Luxuslable sind innerhalb der Marina am Yachthafen zu bekommen. Im Club gibt es neben der Robinson Club Boutique auch zwei Mini-Märkte, in denen Zeitschriften, Postkarten, Parfümartikel aller Art auch Teppiche, Bilder und Schmuck angeboten werden. Ausflugsmöglichkeiten bietet der Robinson Club durch sein "Robinsonaden"-Büro; es gibt halbtägige Ausflüge in die Umgebung, Tagesausflüge ins Atlasgebirge und in die Nachbarstädte Essaouira und Marrakesch sowie 2-Tagesausflüge mit Übernachtung im Robinson-Club in Marrakesch. Die Ausflüge werden sämtlich mit dem TUI-eigenen Unternehmen "Holiday-Services" durchgeführt; ordentliche Busse und sprach-/fachkundige Leiter.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt eine große Terrasse mit einem oberen (großen) und unterem (kleineren) Pool, die mehr oder weniger ungeheizt sind (Temp. ca. 20°C) sowie einem kleinen Kinderpool. Tagsüber gibt es eine sehr sehr dezente (bis nicht vorhandene) Animation. Der Kinderclub (Roby-Club) ist tagsüber geöffnet. Nach dem Abendessen findet um 21:45 die Abendunterhaltung statt; teilweise als Show im Theatersaal oder als Tanz-Eventin der Bar oder auf der Bar-Terasse. Das Tagesprogramm wird täglich in Form eines kleinen Flyers verteilt; es enthält auch sämtliche Termine der Sport- und/oder Wellnes-Angebote. Der Fitnessbereich umfasst durchaus moderne Geräte, bedarf aber immer einer zeitigen Voranmeldung bzw. Reservierung (Teilweise entgeltlich). Die Fitnesskurse wurden mit (seeeehr) lauter Musikuntermalung durchgeführt; die Dezibel-Belastung eines startenden Flugzeuges ist angenehmer als die Beschallung der Kurse. Am Strand und Pool gibt es genügend Liegestühle und Sonnenhüte unendgeltlich zur Benutzung; jeder Gast erhält ein Badetuch zur Nutzung (tgl. austauschbar in der Boutique oder am Strand), das aber nicht sehr groß ist. Im Wellness- und Spa-Bereich gibt es für die jew. Nutzung zusätzliche Handtücher. Der Strand ist fein-/dunkelsandig und sauber; wegen der starken Brandung ist das Schwimmen nicht immer möglich. Der Pool ist sauber und klar; zum Schwimmen gut geeignet (außer, wenn Wasser-Aerobic oder Wasserball stattfindet). Am Strand und am Pool stehen Duschen bereit. Sport: Auf der Eingangsseite des Clubs liegen die Outdoor-Sportanlagen: es gibt 6 Hartquartz-Tennisplätze und einen Mehrzweck-/Fußballplatz. Entlang des Weges zum Strand befinden sich zwei (Beach-)Volleyballplätze. Zu unserer Zeit fanden zwar die sog. Master-Turniere statt, eine regelrechte Betreuung fand aber nicht statt, als Teilnehmer mußte man die Orga selbst in die Hand nehmen.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Steve_HH
    Alter:51-55
    Bewertungen:7