- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
- Zustand des HotelsSehr gut
- Allgemeine SauberkeitSehr gut
Das Landhotel Can Davero liegt ziemlich einsam in der Inselmitte, etwas abseits von den nächstgrößeren Orten Binissallem, Consell oder Santa Maria del Cami. Hat man es dank der erhaltenen Wegbeschreibung (oder noch besser per Navi) gefunden, steht man vor einem schmiedeeisernen Tor, welches sich nach Anruf (oder wenn man den Code kennt) wie von Geisterhand öffnet. Einhundertfünfzig Meter weiter zwischen Olivenbäumen und Weinfeldern erreicht man den Hotelparkplatz und steht vor einem wunderschön erhaltenen altem landwirtschaftlichem Gebäude, welches zum Hotel Can Davero umgebaut wurde. Die Begrüßung durch die Besitzer Timo und Nici erfolgt freundlich und locker. Man ist ab sofort per Du und fühlt sich auch als erstmaliger Gast so, als wäre man schon unzählige Male hier gewesen. Es folgt eine Führung über das beeindruckend schöne Anwesen, man lernt die zwei Schafe, die Ziege „Einstein“, die beiden Enten, etliche Katzen und den zwar großen, aber sehr friedlichen Familienhund kennen. Man erfährt, dass es keine Hausbar gibt, sondern zwei Kühlschränke aus denen man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit selbst bedienen kann und das entnommene einfach in eine Liste einträgt. Auch das „Restaurant“ wird vorgestellt, aber dazu an anderer Stelle mehr. Man wirft einen Blick auf die Felder mit den noch recht jungen Weinreben, besichtigt die hauseigene Bodega mit den großen Edelstahltanks und den vielen kleineren Barriquefässern aus französischer Eiche, sieht die große Fläche mit den Olivenbäumen, den Swimmingpool mit dem im Februar leider noch zu kalten Wasser, die kleineren Gebäude mit der Sauna und dem Massageraum und kommt dann schließlich zu den Zimmern. Wir hatten die so genannte Turmsuite gebucht. Reichlich Platz für vier Personen auf zwei Etagen und darüber die Dachterrasse mit freiem Blick auf die Milchstraße. Da wir nur zu zweit waren, haben wir lediglich die untere, etwas größere Etage genutzt. Ein sehr schönes Schlafzimmer, einen Vorraum mit Schrank und Schreibtisch, ein großzügiges Badezimmer. Alles, im Februar nicht ganz unwichtig, mit Fußbodenheizung. Das Zimmer in der Etage darüber ist deutlich kleiner, hat aber auch ein eigenes Badezimmer und einen hübschen Balkon. An dieser Stelle der für manche vielleicht wichtiger Hinweis, dass unsere Turmsuite so wie meines Erachtens die gesamte Hotelanlage nicht behindertengerecht ist. Das ist keine Kritik, es ist einfach aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht anders möglich. Nun aber zum Restaurant. An fünf Tagen in der Woche (Donnerstag und Sonntag ist Ruhetag) wird hier ein Abendessen serviert. Es gibt keine Speisekarte und keine Menüwahl. Abgesehen davon, dass man am Vortag Vorschläge machen kann, wird am Abend gegessen was auf den Tisch kommt. Aber das was auf den Tisch kommt ist perfekt. Inhaber Timo ist Koch aus Leidenschaft und er bringt an den fünf Abenden jeweils ein überaus leckeres Dreigangmenü, welches immer alle Gäste zufriedengestellt hat, auf den Tisch. Apropos Tisch: Die Gäste sitzen nicht wie üblich an vielen Einzeltischen, sondern es gibt eine lange Tafel, an der alle Gäste des Hauses pünktlich zur gleichen Zeit um 19.00 Uhr nebeneinander (bzw. sich gegenüber) sitzen. Eine sehr kommunikative Angelegenheit und für Menschen die damit umgehen können, außerordentlich unterhaltsam. Wer das nicht möchte, nimmt einfach nicht an diesem gemeinsamen Abendessen teil, sondern besucht eines der Restaurants in den umliegenden Orten. Bleibt man jedoch im Haus, trinkt man zum Essen (und danach) bevorzugt eine Flasche der hauseigenen Weine. Im selben Raum und an derselben langen Tafel wie beim Abendessen nimmt man auch das Frühstück ein. Die Frühstückszeiten sind flexibel zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr. Es gibt frisch aufgebackene Brötchen (anders ist das in dieser Gegend nicht zu machen), Käse, Wurst, Marmeladen, Orangensaft, natürlich Kaffee und Tee, frisch zubereitete Eierspeisen und beim Servieren immer ein freundliches Lächeln von Nici. Was will man mehr. Die Gästestruktur war zu unserer Reisezeit im Februar recht homogen. Ausschließlich deutschsprachige Paare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ohne mitreisende Kinder. Häufig Stammgäste, was wir gut nachvollziehen können. Wir haben uns im Can Davero außerordentlich wohl gefühlt, und sind sicher, dass wir wiederkommen.
- ZimmergrößeSehr gut
- SauberkeitSehr gut
- Ausstattung des ZimmersGut
- Atmosphäre & EinrichtungSehr gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischSehr gut
- EssensauswahlGut
- GeschmackSehr gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outSehr gut
- FamilienfreundlichkeitGut
- Restaurants & Bars in der NäheGut
- FreizeitangebotGut
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
- Zustand & Qualität des PoolsGut
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Februar 2016 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Armin |
Alter: | 61-65 |
Bewertungen: | 139 |