Das Hotel ist in zwei schräg übereinanderliegende Blöcke aufgeteilt, die in der Mitte mit Treppenhaus und Lifts verbunden sind. Der obere Teil wurde auf einen Felsen aufgesetzt, der untere Teil vor den Fels. Der Renovierungsbedürftigkeit halber ist das Hotel wohl schon älter, es müßten einige Reparaturen gemacht werden. Es verfügt über ca. 400 Zimmer, 6 Suiten, 3 Panoramalifts, die sich tagsüber gut aufheizen, weil sie nicht klimatisiert sind. Beim Betrieb gibts mitunter Probleme mit der Elektonik (man muß mitunter neu drücken und viel Geduld mitbringen, bis sie am Ziel sind, da sie etwas dämlich geschaltet sind). Es gibt 2 Pools, einen mittelgroßen und einen kleineren, die durch die viel zu kleine Poolbar (welche am Abend dicht ist und sowieso kaum zum Sitzen einlädt) getrennt sind, sowie ein Kinderbecken (für Babys recht tief meines Erachtens). Poolrestaurant, Preise hart an der Grenze, wie im ganzen Hotel: Pizza und Hamburger mit Pommes 6-7 Euro, Rest 9-12 Euro. Portionen einigermaßen. Die Empfangshalle ist mit Milchglas überdacht und weist an einigen Stellen deutlich sichtbare Rostflecken auf, das Glas selbst hat schon Sprünge. Durch die Bauweise (in/auf die Felswand gebaut = vorherrschender Baustil ab Maspalomas westwärts) ist alles ein wenig eng, insbesondere am Pool (übliche Schlägereien um die besten Liegen schon ab 8 Uhr morgens). Der subtropische Garten ist herrlich, schade, daß man sich nur auf den Wegen aufhalten darf, er hätte auch auf den Poolbereich ausgeweitet werden können, dann würden sich einige Dinge von selbst erledigen (Liegenblockade). Schöne Sicht an dessen Ende auf die Hafeneinfahrt von Puerto de Mogan. Längs des Hotels unten vor dem Speisesaal bis zum Pool existiert auch ein liebevoll angelegter Steingarten. Vorteil des Hotels: jedes Zimmer hat Meerblick! Im Eingangsbereich ein Shop, die Pianobar (der Pianist ist klasse! Abends empfehlenswert, da mal reinzuhören) mit überteuerter Internetecke (3 Plätze, halbe Stunde 2 Euro!), in der ersten Etage Friseur, Massage, Sauna (alles gegen Gebühr), zwei Tischtennisplatten, Billardtische (akzeptabler Zustand) sowie der Zugang zum " Salon Princess" , wo abends Veranstaltungen stattfinden. Im Außenbereich weitere Shops, deutscher Arzt, Tauchschule (Donnerstags Schnuppertauchen im Pool). Parkmöglichkeiten am Hotel sind so gut wie überhaupt nicht gegeben, Parkplätze in 8-10 min Fußweg auf der anderen Seite der Bucht hinter dem Hotel " Lago Taurito" . Minus: nur am Salon Princess Möglichkeiten zum Draußensitzen, meistens alles belegt. Sitze sind sehr hart und im Salon sehr eng. Gesamturteil: Die 4 Sterne waren vielleicht mal am Anfang gerechtfertigt, von einer derartigen Kategorie erwaret man sich einiges mehr, vor allem in puncto Service und Professionalität. Manche 3-Sterne-Hotels sind da besser. Im derzeitigen Zustand sind 4 Sterne eindeutig überbewertet, das einzige, was 4 Sterne rechtfertigt, sind die teilweise happigen Preise. Ob sich nach Aussage der Gästemanagerin nach Komplettumstellung auf All Inclusive alles bessert, wage ich stark zu bezweifeln.
Die Zimmer sind von der Größe ok, das Bad schön groß (man kann sich auch zu zweit drin bewegen). Es hat kein Fenster, aber einen Abzug, der nicht funktionierte. Waschbecken mit großem Spiegel, Licht ist ausreichend. Wanne mit Duschvorhang, Handtuchwechsel auf Wunsch täglich (pro Person 1 Duschtuch, 1 Handtuch). Die WC-Spülung ist sehr geräuschvoll, manchmal gluckerts von selbst. Der Wasserdruck läßt mitunter etwas nach beim Duschen, es gibt auch keine Mischbatterien, aber bei der Hitze ist es eh angenehmer, kalt zu duschen (das Wasser ist sowieso nicht eiskalt). Anfangs gabs etwas Probleme mit der Sauberkeit, es waren immer ein paar Haare an den Stuhlbeinen und in den Ecken vorhanden, nach einem Gespräch mit der Gästemanagerin besserte sich dieses ein wenig. Auf dem Balkon hinterlassen immer mal wieder die Tauben ein paar Spuren. Das TV ist ausreichend, man kann ARD, ZDF, SAT1, RTL und PRO 7 empfangen. Einen gescheiten Musiksender haben wir vermißt, da das Radio am Bett nicht funktionierte und schon ein paar Gebrauchsspuren aufwies. Wir haben uns da auch nicht weiter drum gekümmert. Hauptproblem ist die zentrale Klimaanlage, die zwar vorhanden war, aber niemals ihrer Bezeichnung gerecht wurde, auch nach mehrmaliger Beschwerde nicht. Produziert wurde nur ein feuchtwarmer Luftzug; der abendliche Durchzug mit geöffneter Tür und Balkon war da wesentlich effektiver. Nachts ist es mit offenem Balkon auch einigermaßen erträglich. Mietsafe ist vorhanden, allerdings mit Schlüssel. Kostenpflichtig, aber zu empfehlen, weil das Hotel sonst nicht haftet.
Kanarische Küche, ein wenig englisch-kontinental ausgerichet, da viele Engländer vor Ort. Geschmacklich und von der Zubereitung durchaus lecker. Leider für den ausgewiesenen Standard etwas eintönig (gibt oft das gleiche). Scheinbar werden Reste vom Vortag verwertet, was einerseits ja nicht schlecht ist, andererseits hat man da auch so seine Bedenken, ist aber trotzdem lecker. Man gibt sich Mühe mit der optischen Auslage der Speisen. Es wird auch frisch zubereitet (mitunter anstehen). Der Gang am Buffet ist leider sehr eng gehalten, was durch viele im Wege stehende Unentschlossene noch verschlimmert wird. Der Raucherbereich ist verhältnismäßig klein, nur ca. ein Viertel der Gesamttische. Dort ist es auch vom Klima her am drückensten, wenn man nicht gerade einen Fensterplatz erwischt hat. Den Maitre hätte man sich sparen können, den Gang zum Tisch findet man auch alleine, vor allem braucht man dann nicht in der Hauptessenszeit bis zu 15 min im Pulk an der Tür zu warten, um dann doch auf der Hälfte der Strecke mit einem Armwink weitergeleitet zu werden. Von der Sauberkeit im Speisesaal waren wir nicht so überzeugt, am Buffet muß man aufpassen, wo man hintritt. Leider sauen ein paar Proleten und manche Kinder da ein wenig rum. Eine Fliegenklatsche ist sehr nützlich, wenn einem langweilig sein sollte, hat er da eine kleine Beschäftigung (die Dinger können ganz schön nerven!). Ebenso ist ein Mini-Ventilator von Vorteil, denn die Klimaanlage kann man völlig abhaken, Abhilfe durchs Hotel: Man darf jetzt abends sogar mit kurzen Hosen rein. Kurze Hosen? Klasse, dann zieh ich doch gleich ärmellos mit Kopftuch oder Cap an! Tja, so schnell sinkt das Niveau. Die Geräuschkulisse im Speisesaal ist beeindruckend. Das Geschirr wird mittendrin sortiert und separiert, ständig fällt etwas zu Boden (siehe Personalbewertung!), genervte Kleinkinder, die schon im Bett liegen müßten, tun ihr übriges dazu (manche Eltern kann ich nicht verstehen...). Insgesamt herrscht eine wahnsinnige Hektik dort, so daß das Essen mitunter keinen Spaß mehr macht. Fazit: Das Essen ist ok, lecker, aber für ein 4-Sterne-Hotel zu eintönig, da ändert der Versuch von sog. " Themenabenden" auch nichts dran. Zu hektisch, zu laut, ein besseres McDonalds. Die ganze Organisation dort funktioniert nicht so richtig. Preisauszug: Erfrischungsgetränke und Kaffee um die 2 Euro (0,2 l), Bier 2,40 Euro (0,3 l), Cocktails 4,70-5,70 Euro, Alkoholika 4-7 Euro, Longdrinks 6 Euro. Inhalt der Cocktails größtenteils nicht ausgewiesen, Kellner wissen nur bedingt die Zusammensetzung. All Inclusive mit Einschränkungen verbunden (bis 23 Uhr, Salon bis 23.30 Uhr, gilt nur für Erfrischungsgetränke und lokale Alkoholika sowie Mittagssnacks).
Self-service ist besser. Es herrscht scheinbar permanenter Personalmangel, und wenn mal etwas mehr Personal da ist, sind es Hilfskräfte, die keine Ahnung haben oder die Unfreundlichkeit in Person sind. Besser, man holt sich Abends seine Getränke selbst oder plant längere Wartezeiten ein, bis ein Kellner mal vorbeischaut. Für ein 4-Sterne-Hotel ist der Service erdenklich schlecht, da sind wir durchweg besseres gewöhnt. Mit ordentlich Trinkgeld läßt sich mitunter was machen. Begründet wird die Situation mit der derzeitigen Umstellung auf All Inclusive (tolle Sache, wenn man nichts davon weiß und einige meinen, diese Mehrkosten wieder " herauszusaufen" ) sowie der Tatsache, daß das Hotel außerhalb der Touristenhochburgen liegt und der Anfahrtsweg für das Personal zu weit ist). Übrigens wechselt das Personal ständig durch (auch das Reinigungspersonal), feste Kellner am Tisch wären wünschenswerter. Fazit: Bis auf wenige Ausnahmen ist der Service sehr enttäuschend, weil unprofessionell und überlastet. Da macht man lieber alles selber, sogar das Besteck muß man sich teilweise selbst holen.
Sehr strandnah gelegen, nur die Treppen runter, direkt an der Felswand in der Bucht von Taurito. Etwas abseits des Trubels, abends ist man auf die Veranstaltungen des Hotels angewiesen oder man hat einen Mietwagen und fährt nach Playa del Ingles oder Puerto Rico. Entfernung zum Puerto de Mogan (süßes, kleines, für Touristenzwecke ursprünglich gehaltenes Fischerdörfchen mit ein paar Restaurants, eher ruhig ohne großartige Unterhaltung) ca. 4 km. Die Bucht selbst ist halb künstlich angelegt (wie die meisten an der Westküste), es wurde in dem sog. " Barranco de Taurito" feiner dunkler Vulkansand aufgeschüttet, der sich leider sehr stark erhitzt (unbedingt Badelatschen mitnehmen!). Liegen und Sonnenschirme am Strand gegen Gebühr (Liege 2 Euro, Sonnenschirm 2 Euro, 2 Liegen mit Sonnenschirm 6 Euro), dummerweise nur von 9.30 - 17.00 Uhr, dann werden die Schirme eingesammelt, wenn nicht erkennbar ist, daß die Liegen belegt sind, ebenfalls. Die Gebühr ist immer in voller Höhe zu zahlen, auch nur für kurze Zeit. Das Wasser ist ansonsten klar, am Strand etwas trübe durch den aufgewühlten Sand. An den Felsen viele Fische zum " Beschnorcheln" . Zwischen den Hotels, die an der Westküste üblicherweise an und in die Felswände gebaut werden, befindet sich eine Meerwasser-Badelandschaft, die ganz nett konzipert ist (4 Rutschen, vorne flach abfallend, alles mit Waschbetonplatten ausgelegt). Eintritt pro Person incl. Liege 7 Euro, Sonnenschirm kostet extra. Da aber dort viele Palmen stehen, ist dieser nicht unbedingt nötig. Gastronomie nicht so berauschend, Getränke besser selbst mitbringen. Zum Glück wird hier zur Zeit kein Hotel mehr gebaut (die einzige Hotelbaustelle wurde gestoppt und verschandelt die Gegend nicht so sehr). Allerdings wird zur Zeit am Ende der Touristenanlage ein Minigolfplatz errichtet, was mitunter mit (gerade noch erträglichem) Baulärm verbunden ist. Busverbindung ist vorhanden, ein Mietwagen ist sehr empfehlenswert, da ist man unabhängiger und schneller. Besser die großen Unternehmen auswählen (wegen Versicherungsschutz und Wagen), die Reiseleitung ist hier behilflich. Hinweise: Tagsüber, teilweise auch bis in den frühen Abend hinein, machen Ausflugsboote an der Bucht halt, das " Aquarium Cat" ist das nervigste (Laute Musik, Gebrülle über leider gute Lautsprecher und ein Getöse von Jet-Skis, mitunter wird netter Müll von den Feierheinis über Bord geworfen). Taxi tagsüber bis Puerto de Mogan ca. 5-7 Euro, bis zum Flughafen ca. 50 Euro. Bus bis Las Palmas ca 6-7 Euro. Taxen haben Taxameter innerorts, außerorts vielleicht mal verhandeln. Nachts Nachtzuschlag. Ab Puerto Rico Möglichkeiten per Schiff nach Puerto de Mogan und Teneriffa, Bucht-Hopping, Piratenschiff- und Katamarantouren. In Puerto de Mogan Uboottouren (sehr teuer, 27 Euro für 40 Minuten!)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt " gedämpfte Animation" , d. h. es wird über Mikrophon angesagt, wer will, kann dann zum Treffpunkt gehen und mitmachen. Es wird im täglichen Wechsel Wassergymnastik, Volleyball, Wasserball, Darts, Shuffleboard, Kegeln, Bogen-, Luftgewehr- und -pistolenschießen angeboten. Einmal die Woche Paella-Showkochen im Poolrestaurant. Abends erfolgt eine kleine Urkundenverleihung zwischen den Abendveranstaltungen für die Sieger mit Fruchtcocktail im Salon. Das Animationspersonal ist ganz ok. Es wird auch Kinderanimation veranstaltet (nicht am Pool, es gibt da eine Art Mini-Club im Hotel, erste Etage). Die Abendveranstaltungen sind abwechslungsreich, teilweise recht professionell. Die Akkustik im Salon Princess ist vorne gut, weiter hinten schlecht (blechern). Meistens Personalunterbesetzung, mitunter ist Wartezeit einzuplanen. Der Poolbereich ist für eine Vollbelegung zu dürftig und zu eng, morgens erfolgt das allseits beliebte Liegenreservierungsritual. Um 8.30 Uhr ist meistens kein Platz in Poolnähe mit Sonnenschirm mehr verfügbar, es sei denn, man hat Spaß an Streitereien mit Pool-Proleten. Benutzt werden die Liegen wie üblich erst wesentlich später. Am Strand ist es auch schön, man kann sich auch dort mit Handtuch hinlegen, eine Investition in einen persönlichen Sonnenschirm am Anfang des Urlaubs könnte sich lohnen (kosten vor Ort im Spar-Markt 12,50 Euro). Poolhandtücher sind kostenlos, es gibt eins pro Person, vormittags besteht die Möglichkeit, diese zu wechseln. Unabhängige Tauchschule im Hotel. Am Strand kann man Jet-Skis und Tretboote mieten.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im August 2003 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Lars |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |