Anreise: Nach etwa 90 Minuten Transfer vom Flughafen Dalaman im Hotel angekommen, wurden wir freundlich auf Russisch begrüßt. Deutsch sprach nur die ortsansässige Vertretung der TUI, deren Anwesenheit für den nächsten Tag vorgesehen war. Also weiter auf Englisch. „Weiter“ trifft es aber nicht vollumfänglich, da man wohl mit unserer Anreise leicht überfordert war. Nach dem Abendessen und einer weiteren ½ Stunde an der Rezeption ging es dann endlich auf die Zimmer. Diese befanden sich im Dachgeschoss und die Klimaanlagen funktionieren nur, wenn die Fenster geschlossen sind und die Chipkarte, die gleichzeitig Zimmerschlüssel ist, in den Elektronikschalter eingesteckt ist. Ergo läuft die Klimaanlage nur, wenn man auch selbst im Zimmer ist. Das ist nicht ungewöhnlich, nur hat man somit die Wahl, sich rasch eine Erkältung einzufangen oder alternativ das Fenster zu öffnen. Wir hatten uns für die zweite Variante entschieden. Es war bereits nach 23:00 Uhr und im Nachbarhotel lief noch die Bespaßung der Gäste. Um einen ungefähren Eindruck davon zu bekommen, stellt man sich einen spätpubertierenden 3er-BMW-Fahrer mit Bassrolle im Kofferraum vor, welcher lautstark mittels aktueller Radiohits die Girls beeindrucken möchte und multipliziere die gedachte Lautstärke mit 10. Da laut Rezeption unser Hotel ausgebucht war, konnten wir die Zimmer leider nicht in einen ruhigeren Bereich umbuchen. Der Tag danach: Mit Unterstützung der TUI-Reiseleitung und gegen einen nicht unwesentlichen Betrag haben wir auf andere Zimmer zur Meerseite umgebucht. Nun sollte doch der Urlaub gerettet und etwas Erholung möglich sein. Wir haben jedoch die Rechnung ohne semiprofessionellen DJ auf einem Kutter gemacht. Jener Kutterfahrer war der Meinung, er müsse direkt vor dem Hotel ankern und dem Bespaßer auf der anderen Seite Konkurrenz machen. Das nun unser Hotel auch noch von der anderen Seite beschallt wurde, war auch kein Einzelfall, sondern wiederkehrendes Ritual. Das Hotel selbst ist zwar nicht Verursacher, jedoch spielt das in diesem Fall für die Berwertung keine beschönigende Rolle. Unbeding anfragen, wieviel Deutsche zu dieser Zeit anwesend sein werden. Nicht dass das eine Garantie für mehr Qualität wäre aber wenn ca. 80% Russen das Hotel aufmischen, dann ist alle Mühe des Personals für die Katz.
Zimmer: Das Hotel wurde erst kürzlich renoviert, was vermuten ließ, dass alles in bester Ordnung sei. Wieder falsch gedacht. Es wurden zwar die Böden, Elektrogeräte und Sanitärkeramik ausgetauscht aber eben auch nur genau das. Meint, dass z.B. die alte Tapete inkl. Renovierungsspuren noch an der Wand war. Im Sanitärbereich fehlten die Abdichtungen fast vollständig, sodass nach dem Duschvorgang das Bad geflutet war. Es ist wirklich sehr schade, dass das offensichtlich vorhandene Potential nicht besser genutzt wurde. Mit der Reinlichkeit nahm man es ebenfalls nicht so genau. Ein Blick unter die Toilette und der Ekel peitschte uns ins Gesicht. Waschbecken und Mülleimer waren undefinierbar besprenkelt. Für den Ekelfaktor geben wir die Höchstnote. Glückwunsch dazu. Übrigens wurde der Schmutz auch nach einem direkten Hinweis an das Reinigungspersonal sowie die Rezeption (via Reiseleitung) nur unwesentlich beseitigt.
Verpflegung: Die Verpflegung war wirklich einsame Spitze. Das Personal in der Küche hat einen Super Job gemacht und das tolle Essen auch noch schön angerichtet. Diese Qualität bei all inclusive beizubehalten -> dafür Daumen hoch. Leider wussten die Bewohner der Baltischen Staaten, welche in diesem Hotel deutlich in der Überzahl waren, diese Bemühungen nicht zu schätzen. Wer deren Essgewohnheiten noch nicht live miterlebt hat, der sollte die nächste Urlaubsreise in dieses Hotel buchen. Wenn man dann noch sieht, wie eine Situation, wo etwa 10 Deutsche, Niederländer und Engländer an einem Essensbereich anstehen und dann ein Russe locker geschmeidig an der Schlange vorbei den anderen Wartenden suggeriert, dass er gerade das Hotel für 7 Tage gekauft hat und deshalb warten für ihn nicht in Frage kommt. Da hört man auch schon mal das f-Wort in Kombination mit der Nationalität. Auch für Tischsitten- und Dresscode-Abstinenzler ist dieses Hotel derzeit ein absolutes Muss.
Personal: Wie überall gab es auch in diesem Hotel eine Rangordnung bei den Angestellten. Graue Uniform bedeutet Reinigungspersonal, welches mit den Hotelgästen keinen Kontakt hat. Weißes Hemd mit Schulterstücken sind offenbar die Lernenden. Teils etwas unbeholfen aber immer sehr bemüht. Dann kommen die Facharbeiter, welche an der Verzierungen am Kragen sowie Knopfleiste zu erkennen sind. Diese sind den gesamten Tag am rotieren und haben wirklich einen tollen Job gemacht. An dieser Stelle sei noch die Kinderfreundlichkeit zu betonen. Wir reisten zwar ohne Kinder, jedoch war nicht zu verkennen, dass die Kleinen immer wieder gerade von den „Facharbeitern“ sehr freundlich behandelt wurden. Dann sind da noch die Schlipsträger. Nichts gegen gut gekleidete Leute aber diese Jungs waren an Unfreundlichkeit kaum zu übertreffen. Ich habe leider nicht den Keller gefunden, wo die sich zu gemeinsamen Gruppenlachen treffen. Was für die Kinderfreundlichkeit gilt, trifft in umgekehrten Maße auf Frauen zu. Je höher das Personal vom Rang, desto unfreundlicher gegenüber Frauen. Die Barkeeper zeigen das ganz deutlich. Da kann eine Frau schon 5 Minuten auf die Bestellung warten, da wird zuerst der Mann bedient, auch wenn der gerade erst ankommt. Da müssen die Uhren nicht eine Stunde vor, sondern 50 Jahre zurückgestellt werden.
Die Reisezeit vom Flughafen zum Hotel beträgt etwas 90 Minuten. Klingt weit, dafür gibt es aber absolut keinen Fluglärm. Das Hotel liegt direkt am Meer mit eigenem Stand, welcher durch eigens dafür beschäftigtes Wachpersonal bewacht wird. Einkaufsmöglichkeiten sind direkt am Hotel sehr vielfältig und dank Dolmus ist auch ein Ausflug zum Hafen kein Problem.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir waren zwar nie am Pool aber es hat gleich zwei davon, wobei einer ehr für die Kinder da ist. Der hat auch eine riesige Rutsche und der andere Pool ist vorrangig als Laufsteg geeignet. Das Fitnessstudio haben wir uns angeschaut und es machte ienen seht guten Eindruck. Auch dass das Personal auf das Schuhwerk geachtet hat, fanden wir sehr gut und kosequent.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Heiko |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


