- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das SunConnect Ostria Resort & Spa ist eine moderne, gepflegte Hotelanlage in ruhiger Lage. Da etwas Abseits gelegen, ist das Hotel vornehmlich für Gäste geeinigt, die nur selten die Anlage verlassen, oder aber jene, die mit dem Mietwagen die Insel erkunden möchten. Die Bungalow-Anlage im Stile eines griechischen Dorfes überzeugt mit ihrem gemütlichem Ambiente, einer üppigen Pool- und Strandlandschaft sowie herausragender Gastronomie und familienfreundlichem Entertainment für Jung und Alt. Wissenswert(!): Das Hotel gehört zur französischen Club Jet tours-Reisegruppe. 99% aller Gäste sind Franzosen, sowohl die Ansprache als auch die Animnation sind daher voll und ganz auf die französische Klientel zugeschnitten.
Hervorzuheben ist, dass sich das Hotel in zwei Abschnitte mit Gebäuden neueren und älteren Datums unterteilt (dies war uns bei Buchung nicht bewusst!). Beide Areale waren von Außen in tadellosem Zustand. Wir waren im Erdgeschoss eines neuen Bungalows in Nähe des Main Restaurants untergebracht und genossen von unserer bestuhlten Terrasse aus seitlichen Blick auf den nahegelegenen Zen-Pool. Die Suite mit separatem Schlafzimmer befand sich auch zum Saisonende in einwandfreiem Zustand, d.h. es waren weder grobe Gebrauchsspuren an der schlicht-modernen Ausstattung noch an den geweißten Wänden zu erkennen. Das Badezimmer überzeugte nebst Badewanne mit großer Duschkabine; das Schlafzimmer konnte wiederum mit einem sehr bequem Doppelbett vor gemütlicher Beleuchtung und zweitem Flachbild-TV aufwarten. Einzig das große Wohnzimmer mit Mini-Kühlschrank, Sekretär, Couch und zwei Betten bzw. umfunktionierten Couchgarnituren, wirkte auf stieftöchterliche Weise kahl und in seiner Möblierung etwas zusammengewürfelt. HIer fehlen eindeutig Bilder.
Was das Ostria Resort deutlich von anderen 4-Sterne-Häusern im griechischen Raum abhebt, ist sowohl die außerordentlich hohe Qualität als auch der Umfang der angebotenen Speisen. So fand sich an den Büffets im Main Restaurant und der Snack Taverna neben einem Potpurri aus Salaten und Broten sowie einer abwechslungsreichen Vielzahl an liebevoll angerichteten Desserts und Allerlei Käsesorten stets ein äußerst üppiges Angebot aus internationalen aber vor allem auch regionalen Gerichten. Darüber hinaus bereiteten die Köche zu jeder Mahlzeit einige Speisen frisch auf dem Grill/Herd oder im Pizzaofen zu und es gab sowohl für Kinder als auch für Diätwillige gesonderte Mahlzeiten. Zu den Stoßzeiten wurde es gelegentlich schon einmal voller am Buffet, selten herrschte jedoch dichtes Gedränge; die Tischordung im Innen- und Außenbereicht erlaubte darüber hinaus ausreichend Privatsphäre. In den A-la-Carte-Restaurants ging es bei bei begrenzter Gästanzahl und persönlichem Tischservice etwas gediegener zu; geschmacklich arbeitet man dort jedoch auf dem selbigem hohen Niveau. Kritik ist hingegen bei den servierten Getränken an den Bars zu üben: Diese wurden aus dem Spender zubereitet und wirkten oft etwas "lieblos" bzw. entsprechend wässrig. Zudem waren viele Getränke gar nicht erst All-Inclusive, d.h. das Angebot an kostenfreien Cocktails usw. war stark begrenzt. Dienstags und donnerstags entfielen darüber hinaus die Buffets im Main Restaurant zu Gunsten eines Grill-Abends am Pool und eines Gala Dinners in einem separaten Saal. Was eine nette Absicht zum geselligen Einanderkennenlernen sein mag, geht jedoch auf Kosten aller Gäste, die kein Französisch beherrschen und sich nicht mit ihren Nachbarn unterhalten können: Man versteht nichts von dem Programm und sitzt isloiert in der Menge. Eine ruhige Alternative für beide(!) Abende wäre sehr wünschenswert gewesen.
Der Service im Hotel war mit 2-3 kleinen Ausreißern durchgängig auf gutem Niveau. Bei den Angestellten an der Rezeption trafen wir auf sehr freundliche und hilfsbereite Ansprechpartner, die uns sehr herzlich Willkommen hießen. Selbiges gilt für das Servicepersonal in den beiden A la carte-Restaurants als auch für deren Kollegen an der Poolbar. Im Main Restaurant, wo am Buffet fortwährend Selbstbedienung herrscht (auch bei den Getränken!), kam das Personal zu den Stoßzeiten jedoch oft kaum hinterher und nicht selten stapelten sich die Teller (etwas unschön) an den Tischen. Die Speisen- und Getränkebehälter waren hingegen jedoch auch weit nach Ende der Öffnungszeiten stets ausreichend aufgefüllt. Einzig in der Lounge Bar am Adult Only-Pool wartete man manchmal schier vergebens darauf, seine Bestellung aufzugeben zu können, eher sich eine Servicekraft blicken ließ. Das Housekeeping erfolgte zu verschiedenen Tageszeiten und ging mit täglichem Handtuchwechsel, Bettenmachen und Durchwischen einher. Ein Wermutstropfen: Bei Bezug der Suite kamen hier und da dicke Staubflusen hinter den Möbeln hervor.
Das Hotel befindet sich in der spärlichen bebauten Bucht des kleinen Dorfes Koutsounari an der Südküste Kretas. Von Heraklion aus benötigt man mit dem Mietwagen dorthin etwa 90 Minuten, im Ort selbst befinden sich eine Tankstelle und 2-3 kleinere "Supermärkte". Ierapetra, die einzige größere Stadt im Südosten der Insel, liegt westlich von Koutsounari ca. 10 Autominuten entfernt; Busse verkehren reglmäßig entlang der (nicht fußläufigen) Küste bzw. Hotelroute. Durch seine abseitige Lage eignet sich das Resort vor allem für Urlauber, die diese nur wenig verlassen oder aber speziell die südöstliche Hälfte der Insel erkunden möchten; alle namenhafteren Städte der Insel liegen in größerer Entfernung und bedürfen Zeit bei der Anreise durch die gebirgige Inselmitte. Als Ausgangspunkt für Ausflüge in naturbelassenere, teils gar weniger touristischere Gegenden warten sowohl im Westen (Matala), im Osten (Xerokambos) oder aber auch per Boot (Insel Chrysi) jedoch sehr sehenswerte Ziele.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Freizeitangebote haben wir im Hotel wenig bzw. nur passiv wahrgenommen. Der lange, breite Strand entlang der Bucht grenzt unmittelbar an die Poolanlage, zählt mit seinen feinem Kies jedoch zu den weniger herausragenden Badestränden auf Kreta und geht ziemlich schnell tief. Ausreichend Liegen und Schirme waren jedoch immer zu finden. Die hoteleigenen Pools nebst Kinderbecken sind üppig und gepflegt; Hingucker waren vor allem der prächtige Zen- als auch der Adults-Only-Pool in der Mitte der Anlage, wo sich bei wenig Trubel stets herrlich schwimmen und sonnenbaden ließ. Auf dem Gelände befinden sich darüber hinaus eine Minigolf-Anlage, eine Boccia-Anlage, Sportplätze für Tennis, Fußball und Bogenschießen sowie ein Spielplatz. Bei Regen wurden zur Unterhaltung der Gäste extra mehrere Tischtennisplatten installiert; am Strand fanden sich Allerlei Wassersportmöglichkeiten (Jetski, Tauchkurs, usw.). Im Spa-Bereich betreute wiederum ein Fitness-Trainer Sportwillige an den Geräten im kleinen aber feinen Gym. Große Mühe investiert das Resort in die Animation. Vor allem am Abend wartet die mannstarke Truppe aus jungen Animateuren mit Allerlei (semi-professioneller) Unterhaltung für Jung und Alt auf (Musical, Tanz, Comedy, usw). Wer jedoch kein Französisch beherrscht, ist hier oft außenvor: Das Programm richtet sich (oft auch inhatlich) zu 99% an die französische Gastklientel. Wer sich daran nicht weiter stört bzw. ohnehin nur passiv dem Geschehen beiwohnen will, findet jedoch dennoch gutes Entertainment. Und wer es weniger laut mag, kann dann auf die anderen Bars ausweichen, die sonntags u.a. von einer Sängerin live bespielt wurden, welche mit bluesiger Musik und reduzierten Klängen zu entspannter Atmosphäre beitrug.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im September 2018 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Theo |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 5 |