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Jürgen (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2007 • 1 Woche • Strand
Sauber, aber renovierungsbedürftig
1,8 / 6

Allgemein

Vom Zustand des Poolbereichs mal abgesehen, wird der Gast zunächst in einer groß dimensionierten und übersichtlichen Empfangshalle durch freundliches Empfangspersonal empfangen. Eine Hotelbar, eine Internetecke (kostenpflichtig) sowie Sitzmöglichkeiten und eine TV-Ecke sind direkt erreichbar und laden zum Verweilen ein. "Hier beginnt mein Urlaub" wird dem Gast beim Betreten des Hotels suggeriert. Dieser Eindruck wird allerdings, bei Belegung eines Zimmers im hinteren Nebengbäude, bereits durch Ölflecken auf der Zuwegung und völlig marode Treppengeländer im Nebengebäude getrübt und spätestes beim Betreten des Zimmers völlig zerstört. Dazu später mehr. Eins vorab: Die gesamte Anlage erscheint durchweg sauber und regelmäßig gereinigt. Über mangelnde Sauberkeit können wir uns also nicht beklagen. Allerdings wirken alle Bereicht starkt renovierungsbedürftig. Rost an vielen Stellen und Verletzungsgefahren für Kinder. Die Sessel in der Poolbar sollten von Personen jenseits der 80 kg mit Vorsicht benutzt werden. Die Gästestruktur ist gemischt. Gehört habe ich sowohl griechisch, englisch, deutsch und niederländisch, hauptsächlich aber von mir nicht näher einzugrenzende osteuropäische Dialekte. Etwas schade finde ich die Tischgewohnheiten einiger Zeitgenossen, welche, beeinflußt von der in der Regel gebuchten "All inklusive" - Verpflegung, wohl eher an Zeiten der Jäger und Sammler erinnern. Unsere steinzeitlichen Vorfahren waren allerding damals noch in der Lage, lediglich das benötigte zu erlegen. Eine Eigenschaft, die modernen Sammlern wohl inzwischen abhanden gekommen ist. Wer lediglich eine Herberge sucht, um zwischen zwei Urlaubstagen ein Dach über dem Kopf zu haben, ist hier bestens aufgehoben. An der Sauberkeit im Haus gibts nicht zu beanstanden, aber dieses Hotel zeigt deutlich, dass Sauberkeit nicht alles ist und grad die schönsten Woche(n) im Jahr etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen. Von einem Gourmettempel mit goldenen Wasserhähnen geht bei einer 3-Sterne-Buchung bestimmt niemand aus, jedoch ist das Jesukind in der Krippe zu Bethlehem mit Sicherheit kompfortabler untergbracht gewesen, als im Marilena.


Zimmer
  • Schlecht
  • Im Zimmer sind vorhanden: zwei Betten, zwei Stühle, ein Schrank, ein Spiegel, je ein Nachttisch mit Lampe, ein in der Wand eingelassenes Radio (ohne Funktion) sowie ein niedriger, runder Tisch. Fazit: Zweckdienlich und sauber Das Bad wird durch eine in einer Fassung eingeschraubte Glühbirne erhellt. Die Fliesen sind teilweise gebrochen, die Verfugung löste sich allmählich auf. Der Abfluß in der Badewanne rostet und die Wasserhähne schimmern vermutlich durch das metallhaltige Wasser wie die Kuppeln kupferbedachter Gebäude. Die Toilettenbrille scheint durch die kretische Hitze der Sommermonate eingelaufen, steht doch die Keramikschüssel um einige Zentimeter unter der Brille hervor. Auch scheint die leichte Baumarktausführung der Klobrille unter dem Gewicht ihres Besetzers immer mal wieder etwas nachzugeben. Die Wannengröße eignet sich hervorragend für Menschen bis 1, 20 m Körpergröße, kann aber auch von größeren Menschen zum Duschen genutzt werden - Duschvorhang vorhanden. Wird das Wasser beim Duschen weit genug aufgedreht, wird das in der Wanne abfließende Wasser über den Bodenabfluss wieder im Raum zur Verfügung gestellt und könnte durchaus zum Wischen des Bades erneut genutzt werden ;-) Fazit: Zweckdienlich und sauber Das Bett besteht aus vier lackierten Kanthölzern mit jeweils einem Fuß an jeder Ecke. Das Lattenrost wurde durch unbearbeitete Bretter im Rohzustand vermutlich selbst gezimmert. Die Matratzen bestehen aus Federkern - vermutlich weil bei Bestückung der Betten der Schaumstoff, geschweige denn Latex noch nicht erfunden war. Wer hier nicht schlafen kann, braucht sich nicht mit langweiligen Ersatzbeschäftigungen wie Wölkchen- oder Schäfchenzählen aufzuhalten. Es kann auf die Disziplin des Matratzenfedernzählens ausgewichen werden, ist doch jede einzelne Feder bereits mit der flachen Hand zu ertasten. Die Schlafgewohnheiten indischer Fakire können so realistisch nachgestellt werden. Fazit: etwas gewöhnungsbedürftig - aber sauber Der zweitürige Schrank enthält lediglich eine Garderobestange sowie den Zimmertresor. Ablageflächen und Regalbretter sucht man hier vergebens. Das redensartliche "aus dem Koffer leben" bekommt hier entsprechende Bedeutung. Die kleine aber zu jedem Zimmer gehörende Terasse läd zum abendlichen Lauschen des Zikadengesangs ein. Allerding sollte dabei auf entsprechenden Schutz vor den Moskitos geachtet werden - also lange Kleidung oder entsprechend Autan. Auch vor nächtlichen Angriffen der Blutsauger sollte vorgesorgt werden. Handelsübliche Mückenkiller zum Einstecken in die Steckdose haben sich hier als hilfreich erwiesen, allerdings die nächtliche Belüftung etwas eingeschränkt. Mit offenem Fenster aber geschlossenen Vorhängen haben wir die beste Erfahrung gemacht. Das Balkongeländer ist mit Vorsicht zu genießen. Das Holz ist teilweise marode und der Standhaftigkeit bei Anlehnung würd ich nicht vertrauen. In unserem Fall wg. Erdgeschosslage aber nicht weiter schlimm.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Das Hotel verfügt über ein bei nahezu voller Auslastung viel zu kleines Restaurant mit Kantinencharakter. Das Essen ist übersichlich und in der Regel genießbar. Kulinarische Köstlichkeiten sind in einen 3-Sterne All Inclusive Hotel wohl nicht zu erwarten. Eine optisch ansprechende aufbereitete Salatbar (zumindest vor dem Überfall durch die Jäger und Sammler) und eine Auswahl von verschiedenen Warmen Gerichten. 1x Fleisch / 1 x Fisch / 1 x Kartoffel / 1 x Überraschung in Blätterteig / 1 x Gemüse / 1 x Nudeln. Das Essen ist in der Regel lauwarm. Eine Beschreibung gibt es nicht. Das Frühstückbuffet besticht durch Brötchen, die am anderen Ende der Insel vermutlich schon vor einer Woche als "vom Vortag" aus den Regalen genommen wurden und nach neuesten Richtlinien aus dem Handgepäck am Flughafen mit Sicherheit als mögliche Wurfgeschosse abgegeben werden müssten. Ferne gibt es eine Pool- sowie eine Hotelbar mit Aussenbereich. Die Preise übersteigen den am Ort üblichen um ein vielfaches. Ein gezapftes Bier, 0, 5l ist im Ort bereits für 1, 50 € zu bekommen, im Hotel kostet es 4, 50 €. Die Preise für Wein werden anscheinend gewürfelt oder hängen von der Tagesverfassung des Personals ab. Im Restaurant kostet eine Flasche trockenen Rotwein moderate 9, 00€. An der Poolbar wird dafür zunächst 15, 00€ verlangt, kann aber auf 10, 00€ runtergehandelt werden. Die Hotelbar ruft für eine 0, 75l Flasche griechischen Rotwein dann mal 26, 00€ auf. Versuche, auch hier durch Verhandlungen einen Preisnachlass und eine Annäherung an die sonst üblichen Preise zu erlangen, scheitern bereits ab 20, 00 € .


    Service
  • Schlecht
  • Die am Empfang durchaus noch vorhandene Freundlichkeit scheint im Restaurant zunächst verloren gegangen zu sein. Es entsteht der Eindruck, lächelnde Kellnerinnen und freundliche Bedienung durch den Beweis vorhandene Knigge-Grundregeln erst erkaufen zu müssen. Das Restaurant ist in drei Bereiche aufgeteilt, in denen je eine Kellnerin mit rosafarbener Bluse sowie eine Hilfskraft mit blauer Bluse ihren Dienst verrichten. 4 Personen an einem 5er Tisch werden mehr oder weniger freundlich an einen 4er Tisch umgesetzt, denn jeder Stuhl zählt. Eine Kellnerin erfragt die Wünsche der Kunden nicht selten mit einem militärischem "What". Beim ersten Aufeinandertreffen mit eben dieser Kellnerin geschah folgendes Anekdötchen: Da wir, nicht wie oben beschrieben, zu den Jägern und Sammlern gehören, die in einem einzigen Gang tellerweise von jedem der spärlich angebotenen Gerichte gleich die Verpflegung ganzer Truppen anstreben, kann es ja vorkommen, dass man desöfteren das Buffet aufsucht, um z. B. nachzuholen oder nach erfolgreichem Hauptgericht sich nun dem Dessert zuwenden möchte. Bei genau einer solchen Gelegenheit nutzte es besagte Kellnering, unseren Tisch in windeseile abzuräumen - inkl. der nicht gerade billigen und erst zu einem Drittel verzehrten Getränke - und einem anderen Gast dort Platz nehmen zu lassen. Egal, kann ja passieren. War ja auch nicht weiter schlimm, zumal besagte Kellnerin nach Interpretation unserer verdutzten Gesichter flux einen weiteren Tisch grob vom Unrat vorangegangener Sammler für uns reinigte und uns Platz anbot. Auf die abgeräumten Getränke angesprochen, kredenzte sie uns aber dann nach Minuten ein aus der Küche zurückgeholtes, angetrunkenes Bierglas und eine dreiviertel volle Wasserflasche. Sie stellte uns frei, diese Getränke zu nehmen oder aber Neue zu bekommen. Neue müssten wir aber dann erneut bezahlen..... HALLO???? Erst nachdem der Manager hinzugerufen wurde, bekamen wir frische Getränke ohne erneute Berechnung....


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Das Hotel befindet sich etwa 400 Meter vom langen Sand-/Kieslstrand entfernt, direkt an der örtlichen Hauptstraße. Die Kilometerlange Straße wird dominiert von Tavernen, Cocktailbars, Souveniergeschäften, Super-Markets, und alle drei Meter eine Autovermietung. Medizinische Versorgung ist gegeben, wenn auch Gott sei dank von uns ungetestet. Ab der Dämmerung zeigt sich das Flair der 60er. Halbstarke Jugendliche auf frisierten Mopeds, die hierzulande wg. Lärmbelästigung bereits stillgelegt würden, auf der Jagd nach kurzberockten Teens und Twenns mit XX-Chromosomen. Amoudara schließt unmittelbar an Heraklion an. Fluglärm ist aber kaum warzunehmen.


    Aktivitäten
  • Sehr schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Hotel verfügt über einen eigenen Meerwasserpool. Durch Prospektfotos von schön gefliester Pooleinfassung mit Sprungbrett und akkurat angeordneten Sonnenschirmen sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Der Pool ist mit grünem Teppichboden umrandet, der, verursacht durch das salzhaltige Meerwasser, stellenweise mit einer weißen, klebrigem Masse überzogen ist. Der Bereich der Süßwasserdusche ist inzwischen Rostbraun eingefärbt.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Mehr Bilder(2)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im August 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Jürgen
    Alter:36-40
    Bewertungen:2