Das Hotel inkl. der Außenanlagen, Möbilierung etc. macht insgesamt einen schwer renovierungsbedürftigen Eindruck. Die Eingangshalle ist dunkel und muffig, die Möbilierung alt und mehrfach "verkatscht". gerissene Ledergarnituren, durchlöcherte Sitzgelegenheiten und verdreckte Toiletten. Extrem nervig waren vom ersten Tag an, die hoteleigenen Fotografen, Masseure und Friseure- wobei letztere am wenigsten Gelegenheit dazu hatten. Die Fotografen sitzen neben dem einen von zwei Aufzügen und sprachen uns immer wieder- (wir sind beide dunkelhaarig) -erst auf Türkisch an. Danach wurden wir natürlich gedutzt, waren wir "beste Freunde", "Chef" usw. Es wurde ständig gefragt wann wir endlich Fotos machen und Termine für abends mit Sonnenuntergang vorgegeben. Der Friseur wollte mich mehrmals dazu überreden meine ach so schönen Haare abzuschneiden. Zudem müssen meine Augenbrauen doch mal gezupft werden und mein Partner bräuchte dringend eine Rasur. Am penetrantesten ist jedoch der "Massagen-Verkäufer". Meine Kopfschmerzen seien Resultat meines verspannten Rückens und dieser bräuchte demnach sechs Sitzungen einer medizinschen Massage - gleiches erzählte er nur drei Minuten später den Leuten neben uns. Obwohl er nach eigener Aussage keinerlei Massagekenntnisse oder eine Physiotherapie Ausbildung hat - wie alle anderen Masseure dort angeblich - hat er fleißig die fünf Abiturienntinen am Strand mit Sonnenmilch als kleine Kostprobe massiert.
Die Zimmer waren sehr sehr hellhörig. Kaum eine der Türen schloß auch nur halbwegs leise und so hatte man die ganze Nacht was von heimkehrenden, ein- o. auscheckenden anderen Gästen und bei vorneraus gewähltem Zimmer von den an- und abfahrenden Bussen, die den Motor immer laufen lassen und beim Zurücksetzten laut piepsen. Der Kantinengeruch ist hier übrigens auch schon ab morgens stark vertreten. Es war bis zur ersten Zimmerreinigung staubig und der Boden schmierig. Das Möbiliar war an mehren Stellen so stark weggebrochen, dass es eigentlich schon eine Verletzungsgefahr darstellte. Ebenso hatte unsere WC-Brille einen Riß genau in der vorderen Mitte. Abgesehen also von der Schnittgefahr, frage ich mich, wie man diese gründlich reinigen will. Reklamation auch hier ohne Erfolg. Gläser und WC-Bürste im Bad auch nicht sauber. Bettwäsche und Handtücher fleckig und durchlöchert. In das größere Loch vom Deckenbezug konnte ich fast eine Faust stecken. Aber das Bett war nicht durchgelegen und bequem. In den Schubladen war mal irgendetwas ausgelaufen und der Balkon war wenig einladend. Und der Safe ist tatsächlich auf einem herausnehmbaren Einlegeboden im Schrank befestigt.
Die Kantine - Restaurant kann man das nun wirklich nicht nennen - roch genau wie eine solche, war extrem laut und auch hier müßten die alten kaputten Stühle und verrosteten Tische dringend erneuert werden. Das Geschirr und die Gläser hatten ebenfalls meist Sprünge und waren fleckig wie auch das Besteck. Spätaufsteher-Frühstück bis 10 Uhr? Um zehn vor zehn wurden wir vor die Tür gesetzt. Das Essen war fast immer gleichschmeckend - gekochtes Fleisch in einer wässrigen hellen und rötlichen Soße. Salat von morgens an immer der selbe. Besonders klasse fanden wir die in verdünnter Majonnaise und Ketchup angerichteten matschigen pampigen alten Fritten an der Salatbar. Fisch gab es nur an zwei abenden von fünf - paniert und schmeckte nach Paracetamol auf der Zunge aufgelöst. Das gebrannte Gemüse und das frisch gebackene Brot an der Poolbar waren lecker. Fritten wurden aber auch hier in einem Servierwagen stundenlang deponiert und nicht frisch zubereitet. Obst Fehlanzeige - lediglich aufgeschnittene Orangen und verkitschte kleine Früchte von den Bäumen aus dem Garten hinten. Trotz AI bekamen wir nur selten rechtzeitig unser Getränk, dabei war es nicht wirklich voll. Sowieso war die Cola fast immer abgestanden, lauwarm und ohne Kohlensäure. Lag wohl daran, dass sie wegen der Biertrinker immer auf der Theke stand und schluckweise verteilt wurde. Wasser und deren sog. Saft musste man sich an den Getränkespendern holen. Hier gab es nur winzig kleine Plastikbecher. Diese wurden nur umgespült und waren schon so porös, dass jedes Getränk gleich auch nach Plasitk schmeckte. Von dem gequirllten Zuckerzeug habe ich nur probiert. Meine einzige Chance also mit AI an Saft zu kommen, war der frischgepreßte O-Saft morgens für 1,- € das Glas. Kuchenzeit an der Poolbar - drei Pappteller mit Keksen und einer mit aufgeschnittenem trockenen Kuchen aus der Verpackung.
Beim Check-In schon mussten wir feststellen, dass niemand Deutsch sprach oder auch nur gut verstand und nur eine Russische Angestellte einigermaßen Englisch konnte. Der Safe wurde falsch berechnet und den Schlüssel dazu hat man vergessen uns auszuhändigen. Das Zimmer war extrem staubig und der Boden schmierig. Den Reiseveranstalter LMX kannte hier niemand und der Reisleiter kam auch erst auf Anforderung. Um ihn anrufen zu können verwies man uns an eine Telefonzelle. Unsere Abreisedaten haben wir nach 18 Uhr des darauf vorverlegten Abreisetages erhalten. Hilfeleistungen oder Reaktionen auf darauffolgende Beschwerde = keine.
Bis zum Strand sind es ca. 10-15min Fußweg an Zäunen und Mauern der anderen Hotels vorbei durch die neu gemachten und bepflanzten Straßen bis zu der Einkaufsmeile direkt auf den Strand zu. Gepflastert von vielen unfreundlichen und aggresiven Verkäufern, die einem hinterher schimpfen. vor die Füße laufen und meinen Partner provizierten. Jeder deutschsprachige kam natürlich aus unserer Nähe und versuchte so seine Ausflüge etc. an den Mann zu bringen. Kaufen konnte man hier nichts - alles nur sehr schlechte Billigplagiate, ein teuerer Juwelier und die üblichen Optiker und Apotheken. Keine schöne Abendspaziergänge, kein Supermarkt um sich was zum essen oder zu trinken zu kaufen (nur Kiosk ähnlicher Laden an der Telefonzelle).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Für verneinte Wassergymnastikangebote und andere Animationsaktivitäten wurden wir von den Animateuren auch noch nachgeäfft und beschimpft. Zudem haben sie uns am Pool durch Kneifen in die Großzehe oder Finger ins Ohr stecken aus dem Schlaf gerissen. Die Liegestühle waren fast alle irgendwo oder teils in der Länge nach gebrochen. Ausserdem waren sie extrem dreckig, genauso wie die Auflagen. Klebrige Flecke, Cremereste und auch noch Vogelkot. Gereinigt wurden sie nie - abend weggeräumt und morgens wieder drauf gelegt - hierbei gewendet in alle Richtungen , so dass keine saubere Ecke mehr zu finden war und man möglichst alles mit seinem Handtuch abdecken musste. Der Pool hatte keine grünen Rändern mehr, aber das Wasser war sehr trübe. Es gab keinerlei Sichheitsmaßnahmen für Kinder, keine Aufsicht- nur jede Menge Schilder mit Vorsicht rutschig Bildern drauf. Wie gesagt, der Massagen-Verkäufer war extrem aufdringlich, ausserdem wollten wir in diesen fünf Tagen und meinem ersten Trükeiaufenthalt natürlich unbedingt das Hamam ausprobieren. Der Wellness Bereich befindet sich im Keller - ohne Fenster und vor dem mangelhaften Fitnessbereich. Die Wände in den Massagekabinen weisen fädrig abstehende gelbe Pilze auf. Trotz allem war das Dampfbad, die Peelinghandschuh- und Schaumwaschung die wir zu zweit genießen konnten, viel besser als in dem Wellness Center aus dem Ausflugsprogramm.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Mai 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Yasmin |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


