Das Hotel ist ein mittelmäßig großes Hotel in einem erbärmlichen Zustand. Schon von außen wird dies durch ein verwaschenes Linda-Schild sichtbar, hässliche alte Fassade und Fenster. An dem Hotel ist alles sanierungs- und renovierungsbedürftig und man fühlt sich deshalb nicht sehr wohl. An der Sauberkeit hatten wir nichts auszusetzen. Wir waren nur ein paar Tage und sehr froh darüber und wundern uns, wieso das Hotel trotzdem so gute Bewertungen bekommt. Wir hatten AI gebucht (bis 23 Uhr). Die Gästestruktur setzt sich unseres Empfindens nach zu 50% aus Russen, 20% Holländer, 20% Deutsche, Rest andere Osteuropäer und Türken zusammen. Sehr viele Familien. Uns hat die Präsenz an Russen schon sehr gestört. Zu den Mahlzeiten gibt es da doch wohl eine andere Esskultur der Osteuropäer als wir sie kennen, so wird da mit Schlabberlook und Sporthosen und ungepflegt am Tisch gesessen. Das kann einem schon den Appetit verderben. Wir empfinden die 100 EUR pro Zimmer für dieses Hotel (steht so auf einem Schild an der Rezeption) überhaupt nicht gerechtfertigt. Die Hotelbesitzer müssten sich schämen, soetwas überhaupt noch anzubieten. Wir würden hier nie wieder buchen, zum einen wegen des Zustandes des Hotels, der Lärmbelästigung ringsherum und des nicht schönen Strandes. Wir haben auch diese Piraten-Bootstour mit BABA-Tours mitgemacht. Wir können sie nur bedingt empfehlen: Es kommt darauf an, was man erwartet. Delphine haben wir NICHT gesehen. Der Preis von 16 EUR inkl. Mittagessen scheint gering. Man muss jedoch auch die Getränke an Bord einberechnen, dort verdienen sie wohl ihr Geld. Unser Tipp wäre: Selbst große Flasche Wasser mitnehmen und nur Alkohol an Bord kaufen. Außerdem wurde uns von BABA-Tours ausdrücklich gesagt, dass man keine Badeschuhe benötigt, was wir als grob fahrlässig und unverantwortlich empfanden. Denn diese muss man UNBEDINGT dabei haben, wenn man sich nicht bei den verschiedenen Stopps auf z.B. einer Insel die Beine brechen (rutschig, scharfkantig, schlecht mit Flip Flops) oder sich die Füße im heißen Sand verbrennen oder im steinigen Wasser wehtun will. Ansonsten wird man halt dauernd mit Musik (türkischer, russischer, internationaler) beschallt und hat Probleme in der Masse der Leute, die auf das Boot gekarrt werden, einen guten Platz zu finden. Im Schatten war alles voll und wir wollten uns nicht reinquetschen, deshalb haben wir den Tag an Deck in praller Sonne verbracht (Kopfbedeckung, Sonnenschutz). Ansonsten schön Boot fahren halt.
Die Zimmer sind stärkstens renovierungsbedürftig. Die Möbel waren sicher mindestens 30 Jahre al, die Wände in senffarben fürchterlich, ganz zu Schweigen von dem Bad. Hier rostete alles vor sich hin, die Wanne war grau und braun vom Dreck und der Benutzung, den man von der fehlenden Beschichtung dann gar nicht mehr abbekommen hat. Das war einfach nur ekelig. Wasserdruck war gut, auch die Matratzen im Bett waren ok für uns. Wir hatten ein ständig brummendes Geräusch (wohl von der Klimaabluft im Raum nebenan), was uns zusätzlich belastet hat. Nach Beschwerde bei der Rezeption kam auch gleich jemand und es wart in dieser Nacht Ruhe, war dann aber in der folgenden Nacht wieder da.
Das Frühstück war in Ordnung, genauso wie das Abendessen. Wir haben sicher schon besser gegessen, aber man findet doch immer etwas, verhungern muss man nicht. Die Auswahl ist nur beim Dessert wirklich groß. Trinkgeldboxen mit großer Aufschrift sollen die Urlauber dazu animieren, Geld zu geben. Wir fanden das ein wenig aufdringlich, neben zweien am Buffet stand sogar eine Box an der Rezeption. Das hatten wir so noch nicht erlebt. Am Abend sind viel zu wenige Tische mit Sitzmöglichkeiten draußen vorhanden, man muss sich dann vor die Bühne in die Stuhlreihen setzen oder sich auf seinen Balkon zurückziehen, wenn man draußen sitzen will. Schade, so kann man den Urlaub am Abend im Hotel leider nicht genießen. Oft ist auch an der Bar eine Schlange.
Das Personal im Hotel Linda war sehr freundlich, spätestens nach Erhalt eines Trinkgeldes. Die Zimmer waren immer korrekt gereinigt. Von den Shopbesitzern im Hotel wurde man immer wieder angesprochen, was einen schon mal auf die Nerven ging. Für die Kinder gab es jeden Abend die gleiche Animation in Form von Tanzen zu bestimmten Liedern.
Der Strand war ca. 400 m entfernt (es gibt kein Shuttle). Auf dem Weg zum Strand findet man ein paar Stände, die die typischen Sachen (Kleidung, Souveniers, Apotheke, Essen) anbieten. Man wird nicht weiter belästigt. Das Hotel an sich liegt zwischen anderen Hotels und einer Disco, die unheimlich laut sind und wo auch noch in der Nacht um 2 Uhr die Musik dröhnt. An Schlafen war somit nicht zu denken, wir waren immer unausgeschlafen morgens und hofften am Strand ein wenig nachholen zu können. Manavgat und Side sind problemlos für 1 EUR mit dem Shuttlebus am Stand "Busbahnhof" zu erreichen oder man passt sie auf dem Weg ab. In Side und Manavgat kann man ein wenig shoppen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der einfallslose viereckige Pool erschien uns viel zu heruntergekommen und klein, so dass wir ihn nicht genutzt haben. Außerdem wurden schon vor 8 Uhr sämtliche Liegen "in bester Lage" mit Handtüchern reserviert, so dass auch dort keine Chance bestand unter nomalen Umständen entspannt seinen Platz zu bekommen. Wir haben noch gefrühstückt, da waren schon sämtliche Liegen am Pool belegt. Horror! Leider ist der Strand da auch keine wirkliche Alternative, denn auch dort, sollte man schon früh da sein und nicht erst Mittag, wenn man noch ein beengtes Plätzchen im Schatten haben will (keine Schirme, sondern so eine Art Carports). Man liegt letztendlich wie die Ölsardinen - Liege an Liege - und es bleibt wenig Privatsphäre. Der Strand an sich ist grobsandig, kurz vor dem Wasser und im Wasser mit größeren Kieseln, die schon mal arg wehtun können, bestückt. Es empfiehlt sich daher unbedingt, Wasser-/Badeschuhe mitzunehmen. Auch geht es fast gleich tief rein, so dass es für Nichtschwimmer sicher nicht so entspannt beim Baden zugeht. Handtücher und Liegeauflagen muss man auch noch extra zahlen. Und zu guter Letzt schnauzt einen der Herr, der abends ab 17 Uhr die Liegen zurechtrückt und zusammenräumt noch an, wenn man sich seine so stellt, wie man will und guckt einen bösartig an (vielleicht mit dem Gedanken man solle doch endlich verschwinden und ihm keine weitere Arbeit bereiten). Haben wir auch bei anderen Leuten beobachet. Dies empfanden wir auch als äußerst unangenehm. Positiv waren Süßwasserdusche und die frischen Fladenbrote, die eine Einheimische gebacken hat beim Snack am Nachmittag - die schmecken lecker.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Juni 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andrea |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 19 |


