Selten habe ich mich mit einer Bewertung so schwer getan. Das Hotel ist so differenziert, wie kaum ein anderes, in dem wir bisher auf der Welt zu Gast waren. Und das sind einige, wie man aus meinen anderen Bewertungen entnehmen kann. Wir hatten, verbunden mit der Bitte um ein Zimmer in den oberen Etagen, dem Hotel mitgeteilt, dass wir Kollegen sind und zu einem Jubiläum anreisen. Als Antwort kam die lakonische Mitteilung, dass sich das gebuchte Panoramazimmer bereits im 6. Stock befindet. Da wir an dem Sonntag mit dem großen Regen anreisten, rief ich vorher an und erkundigte mich, auf welchem Weg man noch nach Kitzbühel kommt. Die Antwort war freundlich, kompetent und brachte uns, wenn auch mit Umwegen, ans Ziel. Im Hotel selbst angekommen, hatten wir den Eindruck, im nordisch kühlen Sylt oder einem Businesshotel in Hannover einzuchecken, aber nicht im sonst so herzlichen Tirol. Keine Frage nach der Anreise, kein Willkommensgruß, reine Sachlichkeit. O.k, dachte ich, auch recht. Es wurde um 17.00 Uhr ? nachgefragt, ob das Zimmer fertig wäre - es war - und man brachte uns mit dem Gepäck nach oben. Das Zimmer machte einen auf den ersten Blick hervorragenden Eindruck - bis wir am Abend eine böse Überraschung erlebten. Dazu unter Zimmer mehr. Doch auch hier - kein kleiner Gruß, kein Willkommen, kein Tiroler Apfel, geschweige denn eventuell ein kleiner Obstkorb (ich hatte nach der Fahrt einen Bärenhunger ), nichts. Seeeeehr ungewöhnlich für ein Hotel dieser Klasse! Wir sind in das Lebenberg gefahren, weil wir auf der Suche nach einem Hotel sind, wo man zwischen anstrengenden Saisonzeiten mal ein paar Tage ausspannen kann. Wir fahren z.B. seit Jahren in das gleiche Hotel nach Südtirol zum Skilaufen und hatten auf etwas vergleichbares, nur näher dran, in Kitzbühel gehofft. Leider entsprach das Hotel nicht unseren Erwartungen. Über den Service und die Küche kann ich zur Not hinweg sehen, da gibt es auch mal schlechte Tage und ein abschließendes Urteil sollte man sich nur bilden, wenn sich so etwas wiederholt. Betten, in denen wir ausgesprochen schlecht geschlafen haben und ein nur eingeschränkt nutzbarer Pool sind allerdings für uns - leider - ein Ausschlusskriterium. Ich habe mir deshalb so viel Zeit genommen, unsere Erfahrungen und Eindrücke zu schildern, weil auch wir an ehrlichen Rückmeldungen unserer Gäste interessiert sind. Über eine Stellungnahme der Hotelleitung würde ich mich freuen. Wir waren vom 02.06. - 05.06.2013 Ihre Gäste.
Wir haben selten ein derart schönes, durchdacht gestyltes Zimmer vorgefunden, wie die Panoramazimmer im Lebenberg. Großzügig geschnitten, eine fantastische Dusche, ausreichend Sitzgelegenheiten, sehr guter Fernseher etc. Und dann gehen sie ins Bett. Gefühlt das schmalste Hotelbett meines Lebens. Noch dazu zwei Einzelbetten, die zusammengerückt wurden. Haben sie mal versucht, sich in so etwas ihrer Partnerin - durchaus ja nichts ehrenrühriges im Urlaub - zu nähern? Die Betten verabschieden sich mit knarzendem Geräusch voneinander und sie haben plötzlich 20 cm Kluft dazwischen. Das ist beim ersten Mal vielleicht noch lustig, danach nervt es nur noch. Wer kommt denn auf die Idee, bei einem derart großzügigen Raum so schmale, nicht miteinander verbundene Betten aufzustellen? In zwei Nächten wurde ich wach, weil ich unbeabsichtigt an die Lichtschalter gekommen war. Aber der Arm hing notgedrungen heraus, im Bett hatte er keinen Platz. Und ich bin mit 173 cm Körpergröße und weder übermäßig breit noch übergewichtig sicherlich nicht außerhalb der Norm. Was hat sich denn der Hotelausstatter dabei gedacht? Solche Betten können doch einfach nicht wahr sein! Über die Matratzen will ich nicht reden, da haben auch wir schon erlebt, dass die gleiche dem einen zu hart, dem anderen zu weich war. Aber ein normal großes Doppelbett sollte man schon erwarten dürfen. Punk!
Die Tische waren nett eingedeckt, wir erhielten einen Platz an der Fensterfront. In der Mitte hätte ich allerdings auch nicht sitzen wollen. Am ersten Tag waren wir - nun, ich will es einmal dezent ausdrücken - nicht gerade positiv überrascht. Moderne Küche sollte bemüht sein, den Eigengeschmack der verwendeten, und ich bin sicher, in diesem Hotel recht hochwertigen Produkte, zu erhalten. Das war hier leider nicht der Fall. Das Tatar war eine undefinierte, überwürzte Masse, die nicht einmal mehr die Farbe von Rindfleisch hatte, geschweige denn danach schmeckte, die Wildconsommé leicht bräunliches, gesalzenes, lauwarmes Wasser und das zarte Forellenfilet hatte auch nicht die Spur einer Chance gegen das Couscous und Tomatenjus. Am abschließenden Käse konnte man dann nicht viel falsch machen. Entschuldigung, aber wer hat sich denn das einfallen lassen? Hatte der Koch frei? Wenn ja, und das muss ja auch einmal sein, bitte etwas einfaches auf die Karte! Zugegebenermaßen wurde das Essen an den beiden folgenden Tagen besser, wenn auch leider kein Highlight. Aber - ist denn niemand in ihrem Haus in der Lage, ein einfaches Rührei zu machen? Ich war nahe daran, am letzten Tag in die Küche zu gehen und es zu demonstrieren. Wenn es schon keine Station für Eierspeisen gibt, sollte man doch in der Lage sein, etwas Butter in der Pfanne zu zerlassen - kein Öl! - zwei Eier hinein zu schlagen, kurz zu rühren, etwas Salz, etwas Pfeffer, und fertig. Herr Direktor, haben sie das unsägliche - und auch schon oft kritisierte - Zeug mal probiert, was als Rühreier bei Ihnen serviert wird? Und würde es das Haus wirklich ruinieren, offerierte man dem Gast ein Glas Sekt der Hausmarke zum Lachs?
Ich bitte die Dame, die uns sehr kompetent und nett ausgecheckt hat, um Entschuldigung. Sie fragte mich, ob alles in Ordnung wäre und ich sagte ihr, dass sie das würde nachlesen können. Sie konnte definitiv nichts dafür, aber ich hatte mich kurz zuvor im Restaurant derart geärgert, dass ich ihr gegenüber meinen Unmut nicht auslassen wollte. Außerdem habe ich gelernt, dass es meist besser ist, eine Nacht darüber zu schlafen. Manches stellt sich danach oft anders dar. Tut es in diesem Fall leider nicht. Vorausschicken möchte ich, dass wir Personal gegenüber immer sehr freundlich und höflich sind, denn wir wissen um die Schwere des Jobs. Den eisig, unterkühlten check in hatte ich bereits geschildert. Auf Nachfrage - nicht etwas automatisch - erhielt ich auch ein Lan-Kabel. Das Zimmer war an allen Tagen topp. Beim Passieren der Rezeption erhielt man manchmal einen freundlichen Gruß zurück, manchmal hatte man den Eindruck, man fühlte sich dort belästigt, vom Gast gegrüßt zu werden. Anders herum haben wir es nie erlebt. Der Service im Restaurant war - mit Ausnahme des letzten Frühstücks - bemüht und in Ordnung, wirkte manchmal allerdings etwas überfordert. Ich habe kein Problem damit, uns selbst Wasser und Wein nachzuschenken, aber ist das in solch einem Haus wirklich Aufgabe des Gastes? Etwas einmaliges habe ich allerdings beim letzten Frühstück erlebt und möchte in diesem Fall sogar einmal einen Namen nennen, damit man von Seiten des Hotels dem nachgehen kann. Wir wurden von Frau Jaqueline S. bedient, die es nicht einmal beim eindecken des Tisches für nötig erachtete, vielleicht einen guten Morgen zu wünschen. Mit den Gedanken offenbar völlig woanders, klappte keine einzige Bestellung. Ich bat u.a. um zwei frische Rühreier, da ich den abgestandenen Pamps in den Warmhaltlebehältern nicht ausstehen kann. Sollte für ein Haus wie das Lebenberg eigentlich kein Problem sein. Zuerst wurde mir nicht sehr freundlich bedeutet, ich solle mich doch aus eben diesen Behältern bedienen, dann brachte man mir ein Rührei mit eben dieser Konsistenz lauwarm ( ich nehme an, aus dem Behälter ) an den Tisch, ebenso meiner Frau. Die hatte allerdings ein weichgekochtes Ei bestellt. Frau Jaqueline S. meinte nun, das sie es ja nun einmal gebracht hätte, könnte man es ja wohl auch nehmen. Ich konnte mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass es in unserem Betrieb jetzt eine Abmahnung gegeben hätte. Daraufhin folgte nicht etwa eine Entschuldigung, sondern wir wurden von der Dame nun vollständig ignoriert. Das Verhalten der beiden Servicekräfte, mit denen wir es nun zu tun hatten, war ohne Fehl und Tadel. Check out nett und problemlos.
Oberhalb Kitzbühels mit traumhaftem Blick aus unserem Panoramazimmer und sehr ruhig. Ansonsten ist dazu alles gesagt.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Wir haben das Hotel vor allem wegen dem viel beschriebenen Pool gebucht. Er ist, vom Blick und von der Anlage her, wirklich ein absolutes high light. Bis man den Fuß hinein setzt. Ich habe mir mein Studium als Rettungsschwimmer verdient und musste bei jeder Temperatur ins Wasser. Aber hier habe sogar ich die Luft angehalten. Meiner Frau, die noch am Vormittag mit Gästen im strömenden Regen bei uns ausgeritten war und nicht sehr kälteempfindlich ist, machte auf der Hacke kehrt und war nur durch viel Zureden meinerseits zu bewegen, es doch einmal zu versuchen. Nach fünf Minuten war sie allerdings mit den Worten: "Das tue ich mir nicht an" wieder draußen. Nach zwei Bahnen Freistil hatte ich zumindest nicht mehr den Eindruck, zwischen Eisschollen zu schwimmen! Aber eigentlich wollte ich auch nicht für die 400m Lagen trainieren. Wir wissen alle, dass Energie heute viel Geld kostet. Aber Leute - zu euren Gästen gehören doch nicht Robben und Pinguine! Zwei ältere Damen hielten eine Zehe ins Wasser und entschieden sich dann für die Sauna. Ich hatte zu den unterschiedlichsten Zeiten bei offenbar gut gebuchten Haus den Pool immer für mich alleine. Leider kann ich hier nur einen subjektiven Eindruck wiedergeben, da nirgends ein Thermometer zu finden war, aber gefühlt habe ich noch nirgends einen derart kalten Hotelpool erlebt! Bei der Abreise erkundigte ich mich, ob es vielleicht auf Grund der Wettersituation zu Energieengpässen gekommen wäre, was allerdings verneint wurde. Den Rest des Wellnessangebotes haben wir nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Juni 2013 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Matthias |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 98 |
Sehr geehrter Herr "Matthias", Vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback betreffend Ihrem Aufenthalts. Ich bedauere sehr dass Sie mit unseren Leistung nicht zufrieden waren. Sehr gerne hätte ich mich über ein persönliches Gespräch gefreut, um auch direkt vor Ort auf Ihre Anregungen und Wünsche eingehen zu können. Gerne haben wir Ihre Anregungen und Kritikpunkte aufgenommen und ich kann Ihnen versichern dass wir hier Konsequenzen setzen und auch sofort unsere qualitativen Ansprüche verbessern werden. Dass Sie die Wassertemperatur als zu kühl empfinden bedauere ich sehr, dies liegt allerdings vermutlich an der Tatsache dass die Raumtemperatur aufgrund der großzügigen Glasfläche relativ hoch ist. Sehr gerne stehe ich Ihnen für weitere Anregungen und Wünsche direkt unter direktion.schloss.lebenberg@austria-trend.at zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Nachricht, Mit herzlichen Grüßen aus Kitzbühel Elmar Supper Direktor


