- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Für unseren kurzen Wanderurlaub im Erzgebirge hatten wir aufgrund der guten Bewertungen den Heidehof gewählt. Hier handelt es sich um ein überwiegend von Geschäftsleuten besuchtes Hotel, aber wir haben auch weitere Wanderurlauber gesehen. Das Hotel benötigt eine Grundauffrischung. So ist der Teppichbelag des Treppenhauses sehr unansehnlich. Vielleicht kann man diesen ersten Eindruck mit einer gründlichen Schaumreinigung revidieren, evtl. sollte der Belag jedoch erneuert werden. Im ersten Stock befinden sich Raucherzimmer. Leider zieht der Rauchgeruch auch ins Treppenhaus – für Nichtraucher sehr unschön. Positiv anzumerken ist die ruhige Lage – zumindest bei den Zimmern, die zum Parkplatz hinausgehen. Hier kann man nachts mit offenem Fenster schlafen. Allerdings sind die Zimmer recht hellhörig. Das Hotel war kaum belegt, so wurde man nur ab und zu mal von den Schließanlagen der Zimmertüren geweckt, hier verursacht das Herumdrehen der Schlüssel ein extrem lautes Geräusch. Ich habe ein „Bitte nicht stören“- Schild und einen Schuhputzautomaten vermisst. Das war jedoch nicht so gravierend, wie die in den einzelnen Kategorien vermerkten Kritiken. Ich kann leider nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen und hoffe, dass die Inhaber sich der Punkte annehmen. Ein regelmäßiger Rundgang durch die Zimmer dürften die genannten Mängel gar nicht erst aufkommen lassen. WLAN steht kostenlos zur Verfügung, der Empfang ist gut.
Wir hatten Doppelzimmer zur Einzelbenutzung. Diese sind recht klein, aber für eine Person ausreichend. Positiv ist anzumerken, dass eine Ausstattung mit recht guten Handtüchern und mit Bettdecken und Kissen für zwei Personen vorhanden war und auch beim Wechsel entsprechend ersetzt wurden. Schrankplatz ist in ausreichender Form vorhanden. Allerdings sind einige Punkte verbesserungswürdig: Die Kopfkissen riechen säuerlich nach schmutzigen Haaren. Nachdem ich das bemängelt hatte, bekam ich ein etwas weniger riechendes Kopfkissen mit dem Hinweis „Das kann doch nicht sein, die Kopfkissen sind mit Synthetik-Material gefüllt“. Gerade dann sollten sie einer regelmäßigen Wäsche unterzogen werden. Es gibt im Zimmer keine leicht zugängliche Steckdose. Als ich mein Smartphone aufladen wollte, musste ich ein Nachtschränkchen verrücken und entdeckte dann ein wenig vertrauenserweckend „repariertes“ Kabel der Lampe (s. Foto). Hinzu kam, dass eine Glühlampe defekt war, welche ich selbst mittels Wechsel aus der zweiten Lampe ersetzte. Im Bad sind die Fugen in der Dusche mit Schwarzschimmel „versehen“ (s. Foto). Hier kann man sicherlich mit gängigen Mitteln und Zahnbürste Abhilfe schaffen. Die kleine Duschablage „hängt“ – mit einer einzelnen Schraube kann das Problem sicherlich schnell behoben werden (s. Foto).
Positiv zu vermerken, dass ich zum Frühstück sowohl Grüntee als auch Espresso erhalten habe. Das Frühstück ist vielfältig, es gibt auch (manchmal zu kurz) gekochte Eier, ein Rührei hätte mit € 3,50 zu Buche geschlagen. Allerdings stehen Käse, Lachs etc. offen und ungekühlt während der Frühstückszeit auf dem Büfett. Da das Hotel nur spärlich belegt war, kam z. B. drei Tage lang derselbe Käse auf den Tisch. Am dritten Tag war hier eine erhebliche optische und geschmackliche Beeinträchtigung zu verzeichnen, den Käse konnte man nicht mehr essen. Das abendliche Essen im Restaurant war bestenfalls Durchschnitt und teilweise preislich zu hoch. Ein kleiner Salat mit ein paar Tomaten, Gurkenscheiben, Blattsalat und Fetakäse-Würfelchen für € 7,90 anzubieten ist nicht angemessen. Aber wir hatten noch Glück – das Mindesthaltbarkeitsdatum des dazu gereichten Kürbiskernöls lief genau an dem Tag ab ;-). Die anderen Ölsorten waren in neutralen Glaskaraffen abgefüllt – wie lange diese noch haltbar war, konnten wir nicht sehen. Die Bedienung war sehr freundlich.
Die Reinigung könnte sehr viel gründlicher ausfallen. Da ich es mir zur Angewohnheit gemacht habe, Schrankböden mit feuchten Reinigungstüchern auszuwischen, konnte ich leider sehen, dass diese grau verschmutzt waren. Ein Schokoladenpapier hinter einem Nachtschränkchen zeugt auch davon, dass hier nur vordergründig und oberflächlich gesaugt wird. Ein Fleck auf dem kleinen Schreibtisch wurde nicht entfernt. Weitere Mängel s. Zimmer.
Das Hotel befindet sich nahezu in Alleinlage, eine Bushaltestelle ist in der Nähe. Mit dem Auto bildet es einen guten Ausgangspunkt, um in relativ kurzer Zeit Wandermöglichkeiten oder aber auch interessante Städte wie z. B. Dresden, Meissen etc. zu erreichen.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im Oktober 2014 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Christel |
Alter: | 56-60 |
Bewertungen: | 3 |
Werte Frau Christel, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um unser Hotel zu bewerten . Es tut uns sehr leid, dass Sie mit ihrem Aufenthalt in unserem Hotel nicht zufrieden waren . Etwas traurig sind wir auch, wenn Gäste erst nach der Abreise Kritik üben und uns so der Chance berauben, sofort dazu Stellung zu nehmen bzw. Mängel zu beheben. Um es kurz zu machen – wir wissen sehr wohl um den Zustand unseres Hauses und sind immer bestrebt, auftretende Mängel zu so schnell wie möglich zu beseitigen . So werden wir im Monat November den kompletten Teppichbelag in den Treppenhäusern sowie Fluren erneuern und sowie entsprechenden Instandhaltungsleistungen in einzelnen Zimmern vornehmen. Leider ließ uns die Auslastung unseres Hauses dazu in diesem Jahr bisher kaum Zeit. Die Beanstandung bezgl. der Sauberkeit der Zimmer sowie defekter Glühbirnen wurde mit unserem Reinigungsteam ausgewertet. Was das Frühstückbuffet betrifft, können wir Ihnen versichern, dass dies, inkl. Käse ,täglich frühmorgens frisch zubereitet wird. Bei der wenig vertrauenserweckenden Reparatur des Lampenkabels handelt es sich um die aktuelle Prüfmarke unseres Elektrikers. Abschließend möchten wir betonen, dass jede konstruktive Anmerkung für uns immer wieder auch eine Chance ist, unsere Arbeit in Zukunft besser zu machen. Wir danken Ihnen somit für Ihre Hinweise. Lutz Liebschner & Uwe Pech nebst Familien und Mitarbeitern