- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Das Hotel hat eine angenehme Größe mit 20 Wasserbungis auf der Lagunen-Seite und ca. 30 Strandbungis auf der Aussenriff-Seite. Alles sehr sauber, Zimmer werden 2x täglich gereinigt, Minibar mit nichtalkoholischen Getränken aufgefüllt. Man sollte unbedingt AI nehmen, ansonsten wird es sehr schnell teuer. Wir hatten einen Wasserbungi, der alles hatte, was wir zum urlauben brauchten, Gott sei Dank keinen Fernseher. Da hier schon öfter geschrieben wurde, daß die Bungis mit den niederen Nummern zu nahe an der Bar liegen und man daher keine Ruhe hätte, möchte ich sagen, daß es nicht sooo oft Musik gegeben hat, und wir sie als nicht störend empfunden haben. Außerdem ist Wasser ein guter Schall-Leiter und somit eine minimal größere Entfernung keine wirkliche Verbesserung in dieser Hinsicht. Das Hotel ist schön und sehr sauber und es hat auch alles, was man sich wünscht. Wenn man aber genauer schaut, könnte es da und dort schon ein wenig Sanierung gebrauchen. Als Publikum sind vorwiegend Engländer, Deutsche und Franzosen, ein paar Italiener und Österreicher hier zu finden. Die Gäste können sich benehmen, allerdings könnten manche etwas "angezogener" um Essen erscheinen. Ruderleibchen und Micro-Minis und Pants dienen eher zur Belustigung der anderen Gäste und des Personals. Das Handy funktioniert einwandfrei, ich habe für 30 min. nach Österreich 140 Euro bezahlt, na ja. Das Wetter war bei uns gut, lediglich 3x ein kurzer Regen-Guss (!) und eine Nacht ordentlicher Sturm, bei der Abreise hat es zugezogen und ordentlich geregnet, was das Fliegen mit dem Wassertaxi zu einem echten, feuchten Achterbahn-Erlebnis machte, nichts für zarte Nerven. Aber zu keiner Zeit haben wir uns gefährdet gefühlt, die Piloten, die übrigens barfuß fliegen, haben ihre Flieger gut in der Hand und unter Kontrolle, auch wenn es richtig schüttet. Auf der Insel gibt es eine kleine Krankenstation und eine Druckkammer für angeblich 6 Personen, soll die größte auf den Malediven sein ?! Trotzdem haben wir immer ausreichend Medikamente mit, denn die sind nicht immer so leicht und schnell zu bekommen. Gebraucht haben wir Gottseidank keines, aber man weiß ja nie. Tauch-Anfänger sollten sich vor dem ersten Tauchgang vergewissern, daß der Tauchguide im Zweifelsfall bei ihnen bleibt und eher die Gruppe der Erfahrenen alleine weitertauchen lässt, was bei mir leider nicht passiert ist. Auch habe ich die Tauchbasis auf Kandholhudhu besser in Erinnerung, da es dort 2 Tauchguides für max. 10 Wohneinheiten gibt, und es daher sehr privat zugeht. Die Ausrüstung ist auf allen Tauchbasen auf dem letzten Stand (Nitrox gratis, aber man braucht natürlich einen Nitroxschein!) und erstklassig gewartet, auch sind die Mitarbeiter überall sehr nett und die Bootscrew bei allem behilflich, man muß nicht mal seine Ausrüstung wegräumen. Grundsätzlich reicht es Schnorcheln zu gehen, denn sobald man im Wasser ist und sich umsieht, glaubt man im Zoologischen Garten im Aquarium zu sein. Ein derartiger Fischreichtum und die Korallen sind wieder zum Leben erwacht. Der schönste Abschnitt zum Schnorcheln ist von der Flagge an der Sandbank zur Flagge am Restaurant oder umgekehrt, je nach Strömung. Wobei die Strömung nie so stark war, daß man mit Flossen nicht dagegen schwimmen konnte. Die riffgebundenen Schwarzspitzen- und Grau-Haie (bis ca. max. 1, 5m Länge) schwimmen neugierig in ihrem Bereich hin und her und beäugen was sich da so in ihrem Reich tut. Sie sind aber ungefährlich, in 40 Jahren Tauch- und Schnorchelbetrieb auf den Malediven ist es noch nie zu einem Zwischenfall mit einem Hai gekommen. Gefährlich kann einem eher der Drückerfisch bei der Verteidigung seines Nestes kommen, oder der Steinfisch, der ganz ruhig zwischen den Korallen liegt, nicht zu sehen ist, da er sich perfekt tarnt und dann bei Berührung sticht. Hier besteht Lebensgefahr und außerdem ist es sehr schmerzhaft. Deshalb sollte auch jede Berührung mit den Korallen vermieden werden und Vorsicht beim Aufstehen im Wasser! Sehen Sie sich den Boden genau an und beachten Sie die Gezeitentafeln, die in der Rezeption und bei der Tauchschule ausgehängt sind, damit Sie beim Überqueren des Riffdaches nicht von der Ebbe überrascht werden und plötzlich zu wenig Wasser zum Schwimmen haben. Abschließend möchte ich noch etwas hinzufügen, das mit dem Hotel an sich nichts zu tun hat. Ich verstehe Eltern nicht, die Ihre (Klein-) Kinder, manche oft nur ein paar Monate alt, diesen Reisestrapazen und Belastungen aussetzen. Die Luft-Temperaturen mit 30 - 32 Grad und die des Wassers mit 28 Grad sind ja okay, aber die Luftfeuchtigkeit mit bis zu 80% und dann noch der lange Flug (z. B. LTU München - Male nonstop 9 (!) Stunden) sind doch der glatte Wahnsinn! Da spielen sich zum Teil im Flieger und am Flughafen Szenen ab, man kann nur den Kopf schütteln. Nicht, daß man diesen Leuten das Recht absprechen möchte, dort Urlaub machen zu können, wo sie wollen, aber man fragt sich, ob es nicht im nahegelegenen Mittelmeerraum genauso schöne Destinationen gibt, solange die Kids noch so klein sind und wo denn die Erholung bleibt, wenn nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern völlig genervt sind und, zum Teil, auch total überfordert. Von den restlichen Passagieren, die sich die Schreierei und Streiterei auch noch anhören müssen. Man kann verstehen, daß Kinder nicht 9 Stunden ruhig sitzenbleiben können, aber die Eltern, die dann so tun, als würden sie nicht zuständig sein, wenn es gerade wieder rund geht; daß die ihren Kindern solche Reisen zumuten, die verstehen wir nicht. Und nach den Reaktionen und Äußerungen vieler anderer Mitreisender zu urteilen fehlt der Mehrheit dafür das Verständnis.
Unser Wasserbungi war super, kostet bloß 10.- Euro pro Tag und Nase mehr als der Strandbungi und liegt direkt im Wasser, mit eigenem Abgang ins Meer. Wenn man keine Leute sehen will und seine Ruhe möchte, ist das hier absolut möglich. Vom Nachbarbungi haben wir nichts mitbekommen, dafür ist der Sonnenauf- und Untergang direkt von der Terrasse aus zu bewundern und es ist auch bei Ebbe immer Wasser unter dem Bungi. Auch ist die Aussicht aufs Meer unverbaut, am Aussenriff sind vor den Strandbungis Buhnen, damit der Sand nicht von den Gezeiten abgetragen wird. Zum Schnorcheln geht man 50 Meter quer über die Insel und von dort ins Wasser. Die Einrichtung zweckmäßig und gut erhalten, das Bad mit von der Terrasse aus zugänglicher Dusche schön groß und sauber. Lediglich an der Unterkonstruktion und an den Dächern nagt ein wenig der Zahn der Zeit, da könnte man das eine oder andere schon sanieren.
Wenn man AI gebucht hat sind Essen und Getränke im Hotel-eigenen Restaurant, in der Bar und in der Minibar im Zimmer gratis. Will man in einem der anderen Restaurants der Insel essen hat man die Wahl zwischen Indisch, Tailändisch, Mongolisch (nur Buffet) und International (Grill). Es wird entweder ein Gutschein über 6.- US$ pro Person für ein Buffet, oder 20%Rabatt auf die Rechnung der konsumierten Speisen bei a la cart von Ihrem Tischkellner ausgestellt, der Sie auch im von Ihnen ausgewählten Lokal vorher anmeldet. Es ist in jedem Restaurant sehr gut und selbstverständlich ein Erlebnis, die vielen verschieden Geschmacksrichtungen der Speisen zu probieren. Die Weinkarte ist auf der ganzen Insel die selbe und eigentlich recht gut bestückt, die Preise sind okay. Spezialitäten in jeder Richtung gibt es in der Wine und Havanna Bar im "Cottage und Spa", die sollte man zumindest einmal von innen gesehen haben, Sie werden überrascht sein. Grundsätzlich ist es überall sehr sauber, die Speisen sind ausreichend vorhanden und es schmeckt gut. Da wir im Vorjahr im "Le Residence" auf Mauritius gewesen sind, sind wir, was das Essen anbelangt, von dort derartige Spitzenleistungen gewöhnt, daß sich deshalb bei uns in Zukunft wohl jede Küche schwer tun wird da mitzuhalten. Grundsätzlich würde ich aber sagen, es könnte besser sein, denn z. B.: zu trocken gegrillter Fisch ist einfach nicht notwendig, aber leider des öfteren vorgekommen. In der Bar sind manche Kellner etwas umständlich und in der "Rushhour" muß man manchmal 2x fragen, ob die Bestellung noch kommt, aber grundsätzlich sind die Drinks gut und mit Marken-Alkoholika gemacht, die Abrechnung, die man auch bei AI immer kontrollieren und unterschreiben muß, hat immer gestimmt.
Es sind alle sehr freundlich und hilfsbereit, die Zimmerreinigung funktioniert wunderbar und auch im Restaurant und in der Bar läuft es im Großen und Ganzen einwandfrei. Die Geschwindigkeit und Einteilung beim Service ist maledivisch, d. h. langsamer. Manchmal versteht man nicht ganz, warum es so umständlich und zögerlich abläuft. An anderen Tagen geht es dann wieder schneller. Wir haben sowohl dem Tischkellner als auch dem Roomboy jeweils am Beginn jeder Woche und vor der Abreise je 10 Euro gegeben, ich denke das ist ausreichend. Der Gratis-Shuttlebus zwischen den Resorts ist manchmal sehr praktisch und vor allem nach einem Besuch im Indischen oder Tailändischen Restaurant angenehm.
Das Hotel liegt am schmalen Ende der, für maledivische Verhältnisse doch sehr großen, Insel Kuramathi. Es ist das teuerste Hotel der Insel. Wir haben uns eigentlich jeden Tag während eines Spaziergangs über die Insel umgesehen. Es ist sicherlich das Hotel mit der besten Lage, sehr ruhig, obwohl fast ausgebucht, wirkte es eigentlich immer halb leer, nur zu Essenzeiten kam es machmal am Buffet zu Ansammlungen. Im Cottage gefiel uns wohl der Rezeptions- und Bar-Komplex besser, weil einheitlicher gestaltet, und die Wine und Havanna Bar dort könnte auch in New York Downtown stehen, aber von den Zimmern her ist es nicht mit dem Blue Lagoon vergleichbar. Für uns absolut schlimm waren die 50 Wasserbungis am Aussenriff vom Cottage und Spa, das sieht einfach nach Ghetto aus. Auch wenn die Bungis schön ausgestattet sind und die Insel die Gäste-Anzahl leicht verträgt, das hätte optisch besser strukturiert werden können. Im Village sind hauptsächlich Familien mit Kindern, das ist auch passend, allerdings fliege ich dann nicht auf die Malediven, das kann ich auch im Mittelmeerraum haben. Ausflüge auf die Einheimischen-Insel Rasdoo, gleich nebenan, dient lediglich der Abzocke der Urlauber, kann man sich schenken und lieber am DutyFree beim Abflug Kleinigkeiten einkaufen. Der Sunsetcruise ans Aussenriff ist schön, wenn man das Glück hat, einen Tag zu erwischen an dem man auch einen Sonnenuntergang sehen kann. Bei uns war leider genau da eine große Wolke, aber der Sekt ist gut und wir konnten Delphine beim Schwimmen und Springen beobachten, auch einen großen Hai und Höhepunkt war ein springender Schwertfisch, der sich 4x in seiner ganzen Pracht über Wasser gezeigt hat. Unbedingt empfehlenswert ist der 2-tägige Ausflug "Coral Romance" mit dem Schnellboot auf die kleine, exclusive Insel Kandholhudhu (oder einfacher Kandolhu) in der Mitte des Ari-Atolls. Mit 1 Std. geführten Schnorchelausflug in einem der besterhaltenen Korallenriffen der Malediven (keine Korallenbleiche !! ), Mittagessen und Candle-Light-Dinner am Sand-Strand, Champagner-Frühstück am Zimmer und einer Partnermassage im Spa mit Direktblik aufs Meer mit vorhergehendem Dampfbad und Kalt-Warmwasserbecken und abschließendem Schaumbad in der im Boden versenkten Wanne mit Champagner und frischen aufgeschnittenen Früchten. Es kostet zwar ein bißchen, aber gemessen am Umfang der Leistungen, war es günstig. Und einfach herrlich entspannend und romantisch!!! Wer nicht an Platzangst leidet sollte auch den, zugegeben nicht gerade billigen, Transfer mit dem Wasser Taxi buchen. Die Inselwelt von oben ist eine Erfahrung wert und man kann sich auch viel besser vorstellen, wie groß und schön das Inselreich eigentlich ist.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt auf der Insel einen Fußball-Platz, Tennisplatz mit Flutlicht, Surf- und Segelschule mit Katamaran-Verleih, eine Tauchschule im Village und eine Dependance dazu im Cottage. In den Läden auf der Insel gibt es schönen, echten Schmuck, Schnorchel- und teilw. Tauchausrüstung, schön bestickte T-Shirts (!), Pareos, Tuniken und Badeshorts zu kaufen. Interessante Bücher über die Malediven, Fischbestimmungskarten und schönen Modeschmuck zu kaufen. Chips-, Toblerone- und Gummibären-Süchtige können sich hier ebenfalls eindecken. Preise sind akzeptabel, wenn man bedenkt, daß alles eingeflogen werden muß. Tischfußball in der Bar. Internet und Fernsehen in einem eigenen Raum hinter der Rezeption, interessante Vorträge in der Meeresbiologischen Forschungsstation in Deutsch und Englisch, einen Pool im Cottage und Spa mit Wasserfall und Kinderplantschbecken und daneben ein klimatisiertes Fitness-Studio. An den Stränden kann man die eigenen Sessel vom Bungalow aufstellen, Sonnenschirm habe ich keinen gesehen, aber man kann sich unter die Palmen und Sträucher legen, da hat man auch Schatten. Es gibt nur im Poolbereich Liegen, alles andere sind Plastiksessel und Rückenlehnen-verstellbare Sessel (auf den Terrassen der Wasserbungis). Grundsätzlich wird jeden Tag jeder Weg gekehrt und auch am Strand die von der Flut angeschwemmten Dinge abgerecht und eingesammelt. Wir sind auf unseren Spaziergängen nur Barfuß unterwegs gewesen, zum Essen sollte man aber wenigstens Flip-Flops anziehen. Wer auf hohe Absätze schwört, wird sich bei den Sand-Wegen schwer tun, es sei denn frau trägt Keilabsätze, mit denen versinkt man nicht. Da es keine kleinen Kinder gegeben hat, nur im Village und Cottage, kann ich über Kinderbetreuung nichts sagen. Das Wasser ist dermaßen klar und sauber, nur manchmal nach einem Regen oder Sturm ist es für kurze Zeit etwas trüb. Die Abendunterhaltung beschränkt sich auf hin und wieder Live Musik und Karaoke am Abend an der Bar. Oft genug, daß es nicht langweilig wird, selten genug, daß es einen nicht nervt. Unbedingt Sonnenschutzfaktor 30 und mehr mitnehmen, die Sonne ist für Mitteleuropäer zu stark, und bei einem Sonnenbrand ist schnell Schluß mit Strand und Meer. Beim Schnorcheln sollte man ein T-Shirt tragen und die Arme, Oberschenkel (hinten) und Waden gut einschmieren. Stachelrochen-Fütterung am Steg zum Jetty bei der Bar jeden Abend um 18h30, ein Erlebnis!
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im August 2007 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Irene |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 1 |