Wie bereits oben erwähnt, ist es das kleinste JuFa in Österreich, zumindest hat uns das die Leiterin so erzählt, die uns gleich bei der Ankunft mit einem gratis Eis verwöhnt hat. Die Rezeption ist von 7.00 Uhr bis ca. 22.00 Uhr. In diesem Bereich befinden sich Computer mit Internetzugang, der allerdings defekt war, als wir dort waren. WLAN gibt es allerdings und zwar sogar auf den Zimmern, allerdings in der Empfang in der Lobby um einiges besser. Es gibt als Empfangsgeschenk auch eine Mappe mit verschiedenem Prospektmaterial, einerseits rund um die Jugend- und Familiengästehäuser und andererseits von den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Die Hausleitung hat uns sehr viel über die Möglichkeiten informiert und war als Ansprechpartnerin immer für uns da. Als Dankeschön haben wir ihr dann auch vom Wipfelwanderweg Prospekte mitgebracht, die ihr ausgegangen waren. Eine Theke, an der es Getränke und kleine Snacks gibt, findet ihr neben der Rezeption. Wer also wie wir nur Frühstück gebucht hat, bekommt hier auf alle Fälle etwas für den kleinen Hunger. Von der Lobby aus geht es einerseits auf eine angenehm große Sonnenterrasse, davor liegt ein Spielplatz, und auf der anderen Seite in den Speisesaal. In der Lobby selbst gibt es allerdings auch Sitzgelegenheiten. Das gesamte Haus ist rauchfrei, was ich als Nichtraucher natürlich befürworte. Da hier aber vor allem Kinder und Familien unterkommen, ist es auch absolut logisch, dass nur draußen geraucht werden soll. Das Haus verfügt weiters über einen Aufzug, einen Kinderspielbereich, Seminarräume, ein Gepäckzimmer, einen Schistall/Schuhraum und vor allem sind Haustiere erlaubt, was nicht überall so ist. Es stehen genügend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, auch für Busse. Jugend- und Familiengästehäuser der verschiedensten Art gibt es in der Steiermark, in Kärnten, in Oberösterreich, in Niederösterreich, in Tirol, in Salzburg und in Vorarlberg. Im Burgenland gibt es meines Wissens als einziges Bundesland keines. Ein neues direkt in Wien ist im Entstehen, außerdem wird auch der deutsche Markt immer mehr abgedeckt. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 40 dieser Häuser.
Die Zimmer sind alle mit Dusche und WC, und im Erdgeschoss oder dem ersten Stock untergebracht. Es gibt Zweibettzimmer und Mehrbettzimmer. Wir hatten ein Familienzimmer, mein Mann und ich schliefen in auseinanderschiebbaren Einzelbetten, unsere Kinder in einem Stockbett. Es gibt einen eckigen Tisch mit zwei Sesseln, der Fernseher ist an der Wand angebracht. Grundsätzlich gibt es etwa 15 deutschsprachige Programme, der TV ist angenehm groß. Dusche und WC waren einwandfrei in Ordnung, auch mit der Sauberkeit im Zimmer hat es gut gepasst, obwohl durch das Gewölbe eine nicht mehr nagelneue Stange durch das ganze Zimmer ging. Bade- und Handtücher werden zur Verfügung gestellt. Die Wände der Zimmer sind nicht mehr nagelneu gestrichen und haben schon einige Abnützungserscheinungen, aber das hat nicht wirklich gestört, ist auch ganz logisch bei den vielen Kindergruppen, die da jährlich absteigen. Wir hatten ein tolles Zimmer, denn unseres führte auf einen Balkon, den wir mit den beiden Nachbarszimmern teilen mussten. Hier saßen wir jeden Abend zusammen und genossen die Sommersonne. Außerdem hatten wir einen herrlichen Blick auf das Stift und den Hauptplatz.
Wir hatten eigentlich nur Frühstück gebucht, uns dann aber dazu entschlossen, ob der fehlenden Möglichkeiten rundherum, auch noch das Abendessen dazu zu buchen. Das Frühstück war gut und abwechslungsreich und kann locker mit einem guten drei Sterne Haus mithalten. Neben Wurst, Käse und den üblichen Morgenlebensmittel wie Butter und Marmelade gab es frisches Obst und Gemüse. Dazu konnten wir aus einer reichhaltigen Teebar, einer Saftbar und aus Kaffee und Kakao auswählen. Abends gab es je ein vegetarisches und ein fleischhaltiges Gericht. Alles war nicht wirklich heiß, aber durchaus genießbar. Mir gefiel am besten die große Salatbar. Die Qualität der Speisen in einem JuFa Haus sind durchwegs gut, da gab es für mich noch nie eine Enttäuschung.
Wie schon oft erwähnt, handelt es sich hier um ein Jugend- und Familiengästehaus. D.h. die Zimmer sind zweckmäßig ausgestattet, aber man sieht, dass sich hier oft Kinder aufhalten. Die Rezeption ist nur zu bestimmten Zeiten besetzt, 24-Stunden-Service sucht man hier vergebens. Leider ist es hier auch so, dass unser Zimmer für die Zeit unseres Aufenthaltes nicht gereinigt wurde. Dennoch ist die Freundlichkeit des Personals sehr gut, die Rezeptionisten und die Restaurantfachkräfte waren allesamt angenehm und helfen gerne weiter.
Die Marktgemeinde Seckau liegt nicht unweit des Murtals entfernt in der Steiermark am Südfuß der Seckauer Alpen. Sie gehört zum Bezirk Knittelfeld. Die kleine Stadt, nur knappe 1.300 Einwohner hat, hat auf den ersten Blick nicht viel zu bieten, aber sie kann mit einer reichen Geschichte aufwarten. Das JuFa Seckau befindet sich direkt gegenüber der Benediktiner-Abtei. Von hier aus lassen sich tolle Ausflüge in die Umgebung starten, was auch der Grund für uns war, dieses JuFa zu buchen.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die Möglichkeiten in diesem JuFa sind leider nicht sehr vielfältig, hier sollte von Seiten des JuFas doch noch ein Schäufelchen nachgelegt werden. Anziehungspunkt für Erwachsene ist hier wohl die Sauna, die wir aber nicht genutzt haben, für die Kinder ist es eher der kleine Gartenbereich. Hier steht eine Schaukel und eine Rutsch, zwei weitere Spielgeräte und ein Tischtennistisch

