- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel wird unter der Flagge einer gehobenen Hotelkette geführt. Mit über 200 Zimmern ist es sicherlich eines der großen Hotels in Dresden. Dennoch hat jeder Winkel des Gebäudes einen ganz besonderen Charme. Sowohl von außen als auch von innen zeigen sich zahlreiche Details, die das Wohnen anfangs einem Museumsbesuch gleich kommen lassen. Man wird Teil einer ganz besonderen Atmosphäre und Stimmung. Bereits in der Vorweihnachtszeit glich das Hotel einem Weihnachtsland: mannsgroße Weihnachtspyramiden in der Hotellobby, Schwibbögen an jedem Fenster, Adventsgestecke, Christbäume und an jedem Tischchen vorweihnachtliche Dekoration. Im Innenhof war eine Eisbahn aufgebaut, die sich mit Recht eine der schönsten und stimmungsvollsten Eisbahnen überhaupt nennen darf. Trotz des Schneewetters, das Dresden in eine Schneedecke hüllte, waren alle Fußböden zu jeder Zeit sauber und trocken. Es wird ein Frühstücksbuffet angeboten, das Hotelrestaurant, das Palais-Bistro und der rustikalere Paulaner sowie der Sophienkeller im Haus laden zum Abendessen ein. Ein Friseur, eine Galerie, mehrere Geschäfte und Vitrinen laden zum Shopping ein. Trotz der gehobenen Kategorie empfanden wir die Gästestruktur als angenehm, zum größten Teil eben „normale Leute“. Negativ: nur ein Computer mit Internetzugang neben der Lobby für über 200 Zimmer, den man sich auch noch freischalten lassen muss. WLAN ist zwar verfügbar, jedoch zu horrenden Preisen. Da wir das Internet nicht nutzen mussten, soll sich das auf die Bewertung auch nicht auswirken. In unserer modernen Zeit sollten jedoch ausreichend Möglichkeiten vorgehalten werden, das Internet zu nutzen oder WLAN verfügbar kostenfrei sein.
Unser Zimmer war harmonisch eingerichtet, ausreichend groß und ruhig. Das Bett erstklassig, das Bad sehr sauber, Toilette und Dusche vom restlichen Bad abgetrennt, Doppelwaschbecken waren vorhanden, eine große Badewanne, Kosmetikprodukte, usw.. Das Zimmer als Gesamtes war gelungen, v.a. die Sauberkeit ist hervorzuheben. Ein Kritikpunkt: ein Röhrenfernseher mit ca. 50 cm Bildschirmdiagonale ist in der heutigen Zeit, auch wenn er in einem eleganten Fernsehschrank mit Auszug über der Minibar verpackt ist, nicht mehr zeitgemäß.
Im schönen Restaurant Intermezzo konnte man das Taschenbergerlebnisfrühstück genießen. Nach dem Empfang wurde man zum Tisch geführt. An der Bedienung war nichts auszusetzen: ausreichend Personal, kurze Wartezeiten, schnelles Abräumen, alle sehr freundlich. Das Frühstück selbst bot uns ausreichende Möglichkeiten, angenehm in den Tag zu starten. Auch das geliebte „Sektchen“ war vorhanden. Eierspeisen wurden frisch zubereitet und serviert. Obwohl es soweit nichts auszusetzen gab, fehlte uns doch trotz des Silberbestecks und des Rosenthalporzellans noch das gewisse Etwas oder das Besondere, das sich einfach nicht finden ließ. Die Auswahl lässt sich eben auch in einem guten Vier-Sterne-Hotel finden. Aber dennoch: ein gelungenes Angebot. Abends waren wir nach der Opernvorstellung einmal im Palais-Bistro zu Gast. Neben einer angenehmen Atmosphäre waren auch die angebotenen Speisen preislich und qualitativ durchaus überzeugend. Lediglich die Getränkepreise fanden wir für ein „Bistro“, wenn auch gehobener Kategorie (es existiert je noch das Hauptrestaurant) überteuert: für das einfachste Glas Rotwein 8 € erscheint uns übertrieben.
Das Personal in einem Hotel dieser Kategorie hat freundlich und zuvorkommend sowie aufmerksam zu sein, das braucht man, wenn dem so ist, nicht herauszuheben. Dennoch ist oft bei aller Aufmerksamkeit und Höflichkeit eine angenehme und warme, aber v.a. natürliche Atmosphäre nicht automatisch gegeben. Hier stimmte jedoch alles, die Balance zwischen zuvorkommend sein und nicht zu übertreiben war geglückt. Kann man eigentlich nicht viel besser machen.
Die Lage ist traumhaft. In knapp 5 Minuten an der Frauenkirche, in knapp 5 Minuten am Striezelmarkt, in 2 Minuten, nur über die Straße an der Semperoper bzw. an der Hofkirche und das Ganze direkt gegenüber dem Residenzschloss. Zentraler und historischer kann man in der Dresdner Altstadt mitten im Weltkulturerbe doch gar nicht wohnen! Auch in die Außenbezirke zu fahren ist kein Problem, die Straßenbahn fährt direkt am Haus vorbei.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1-3 Tage im November 2010 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Marco |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 36 |