Wenn man von Murau kommend die engen Kurven und die Dorfmitte von Krakaudorf hinter sich gebracht hat, taucht plötzlich der „Stigenwirth“ rechts oben auf. Der erste Eindruck (zumindest von uns) … soviel Natur … und eben ein großes und schönes Hotel(-Restaurant). Es blieb auch der zweite Eindruck ... ein sauberes, freundliches und typisches "Alpen-Hotel", eine sehr angenehme Bleibe für einen ruhigen und erholsamen Wanderurlaub. Zur Lage sei noch hinzugefügt: Ohne Auto ist die steirische Krakau (wie viele andere Wandergebiete auch) kein Vergnügen. Noch zu erwähnen wäre, dass heuer das Wetter perfekt mitgespielt hat. Einen wesentlichen Punkt darf man aber auch auf keinen Fall vergessen … die Kosten. Es mag ja sein, dass für manche im Urlaub ihr Geld „nichts wert ist“ – für diejenigen aber, die doch auch eine Preis-Leistungsrelation im Auge haben, ist das Hotel-Restaurant „Stigenwirth“ keine billige, aber, gemessen am Gebotenen, äußerst günstige Gelegenheit, einen sehr schönen und erholsamen Urlaub zu verbringen. Am Rande: Dass man als passionierter Wanderer sehr bald anderen Gästen bessere Wander-Tipps als die Einheimischen geben kann, liegt wohl daran, dass nur mehr wenige „Eingeborene“ die Schönheit ihrer Heimat kennen … geschweige denn nützen – was für passionierte Wandervögel ein Vorteil ist, denn man trifft kaum Menschen bei den Wanderungen (in allen Schwierigkeitsgraden … vom ebenen Waldweg bis zum anspruchsvollen Steig).
Unser Zimmer lag im 3. Stock und war – mit einer kleinen Einschränkung – sehr schön und bequem. Die Tatsache, dass die Lüftung des Badezimmers mit dem Licht gekoppelt ist, sorgte für etwas Unmut … allerdings auch für das Erlebnis, bei abgedrehtem Licht durch das große Dachflächenfenster beim Baden den Sternenhimmel bewundern zu können.
Der einzige echte Kritikpunkt war für uns das Frühstücksbuffet – da kennt man heutzutage andere 4-Sterne-Dimensionen. Wobei auch hier erwähnt werden muss, dass an manchen Tagen eine extrem aufmerksame Mitarbeiterin die Frühstücksgäste verwöhnte – so merkte sie sich schon ab dem dritten Tag unsere speziellen „halbweiches-Ei“-Wünsche“. Da wir Halbpension hatten, aßen wir zu Abend im Restaurant „Stigenwirth“ ... und auch hier merkten wir, dass durch die persönliche Kommunikation vieles perfektioniert werden konnte. Auf unsere Frage, ob wir einmal ein Gericht haben könnten, dass nicht auf der Menükarte für die Halbpensionsgäste stand, wurde „Selbstverständlich, gerne!“ gelächelt und uns das gewünschte Schmankerl serviert. Insgesamt waren die Gerichte von sehr hoher Qualität – wir haben uns immer nach den Wanderungen auf das Abendessen gefreut.
Auch was das Service anlangt, regiert Ruhe und Natur … vor allem der Wald, denn: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Man merkt bald – es handelt sich um einen Familienbetrieb. Alles ist etwas persönlicher als in großen internationalen 4Stern-Hotelketten … insgesamt haben wir das Service als gut bis sehr gut erlebt.
Rasch hat man es verstanden – wer Einkaufstrubel, Hotelschickeria oder Urlaubsaction sucht, ist hier ganz falsch. Hier regiert herrliche Luft, geradezu kitschige Postkarten-Ansichten … und Ruhe. Mit dieser ist das so eine Sache … wenn man den ganzen Tag kaum etwas Störendes hört, so kommen einem die wenigen Autos, die lustigen Gäste am Nachbartisch und manche Urlauberkinder besonders laut vor … alles ist eben relativ.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
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Ein - am späten Nachmittag meist gut besuchter - Pool mit einer kleinen Liegewiese mit Traumausblick in die Landschaft ist vorhanden - wir allerdings haben ihn nie benützt, weil wir keine großen Pool-Schwimm-Fans sind. Die Möglichkeit zur Massage haben wir mehrere Male als sehr angenehm erlebt. Ansonsten wollten wir keine Unterhaltung "von außen" und haben daher uns diesbezüglich nicht umgesehen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2008 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Florian |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


