Das Hotel ist ca. 10 Jahre alt. Es bietet rund 50 Zimmer in drei Stockwerken am Haupthaus und in unüberschaubar in Psakoudia verteilten Appartmentgebäuden. Darunter auch das extra buchbare " Melissa Pandora" . Seit diesem Jahr gibt es einen angeblich 180 Zentimeter tiefen Pool. Das Maß stimmt schon, nur haben die Hotelbesitzer da wohl Tiefe mit Breite verwechselt. Liegen am Pool gab es nicht. Das Hotelpublikum ist größtenteils älter und deutsch. Wer schlecht laufen kann, sollte sich nach einer anderen Anlage umsehen, denn der Weg zum Haupthaus ist steil und steinig. Wir haben im Haupthaus einen Aufzug entdeckt, laut Aufschrift ist der aber " nur für Personal" . Die einzige Empfehlung, die ich hier geben möchte: Ersparen Sie sich dieses Hotel. So viele traurige bis wütende Gesichter habe ich noch in keinem meiner Urlaube bei Gästen gesehen!!
Die Zimmer sind sehr abwechslungsreich. Wir haben in unserem Urlaub drei gesehen. Von der Barracke ohne Warmes Wasser, dafür mit Duschklo über ein mittelmäßiges Studio -immerhin mit Meerblick bis zu einem anständigen Zimmer mit Doppelbett und schönem Bad war alles dabei. Der Zimmertausch passiert standardmässig jedem Gast, es sei denn er kommt aus Österreich und ist seit Jahren Stammgast. Die Besitzer haben absolut keinen Überblick über die Belegung der Räume und gehen deshalb ständig rum und schauen welche Zimmer frei sind.
Das Frühstück war, vorsichtig ausgedrückt, ein schlechter Scherz. Wer eine 3/4 Stunde vor Buffetende essen wollte, bekam unter Umständen noch nicht einmal mehr Brot, sondern nur noch Sesamcracker. Ansonsten: ein paar Sorten Marmelade, zum teil in halb ausgelaufenen Pöttchen, Butter und Nutella nur solange der Vorrat reicht (danach gabs wochenlang nur noch Margherine bzw. noch mal die gleiche Marmelade). Zu trinken Kaffee und klebrig-süße Chemie-Säfte. Wurst und Käse gab es auch. Allerdings nur gegen 1 euro Aufpreis pro Teller. Das wars. Das Abendessen bekamen wir nach einer Beschwerde beim Nachbarhotel " Phillipion" . Sehr leckeres Buffet. Bei Melissa gab es nur ein Menü pro Abend, ergänzt durch die Salatbar, bei sehr wechselhafter Qualität. Dies Salatbar wollte uns Melissa als zweites Auswahlmeü verkaufen.
Weniger als ein Stern is ja nicht. Also, liebe Leser, denken Sie sich den Stern hier links einfach weg und stellen Sie sich stattdessen 10 nach unten gerichtete Daumen vor. Denn Service wird bei Melissa klein..ääh, überhaupt nicht geschrieben. Die erste Nacht (wir wurden ins Melissa umbebucht) haben wir in einer Behausung verbracht, die mein Freund nur das " Loch" nennt (siehe " Zimmer" ). Beschwerde bei der Reiseleitung, neues Zimmer, ok. Das war aber erst der Anfang: In den zwei Wochen war zwei mal eine Putzfrau im Zimmer und hat Handtücher gewechselt. Geputzt hat sie nicht. Geplatzte Wasserrohre bei unseren Nachbarn wurden auch nach Tagen nicht repariert, einem anderen Gast nahm der Besitzer einen Duschvorhang, den er reparieren sollte, einfach weg(" jetzt fällt nichts mehr runter" ), die Bitte um ein früheres Frühstück wegen Abreise wurde abgelehnt (" Essen ist um acht" ). Und nun die Kröhnung: Gäste, die zur Abreise vom Hotelbesitzer aus abgelegenen Wohnungen zum Bus am Haupthaus gebracht werden sollten, wurden " vergessen" . Das ist in unserem Urlaub mindestens vier Leuten passiert (Hingebracht wurden sie erstaunlicherweise). Bei Beschwerden ist vor allem Melissa oft regelrecht explodiert und hat ihre Gäste angeschrien.
Der lange Sandstrand ist nur 150 Meter vom Haupthaus entfernt hinter einer kaum befahrenen Küstenstraße. Leider ist auf dem Rückweg zum Hotel wieder ein steiler Anstig über besagte Schotterpiste und vorbei an arg verwilderten " Gärten" fällig. Auf der anderen Hotelseite liegt eine vor allem Nachts von LKWs befahrene Hauptstraße. Am Strand selbst vermietet Melissa Schirme und Liegen für 30 Euro pro Woche. Beim Bootsverleih nebenan gibts die umsonst. Hier kann man auch Tretboote mieten und Bananenboot fahren. Psakoudia ist sicherlich eine der häßlichsten Städte auf Sithonia. Es gibt zwar eine Promenade am Strand. Die besteht jedoch nur aus ein wenig Asphalt unter dem Sand und fünf Laternen. Oben an der Küstenstraße lässt es sich zwar auch prominieren, da dort aber auch nur wenig gepflastert ist, nicht besonders stilvoll. Immerhin gibt es diverse Supermärkte und ein paar nette Tavernen. Außerdem gibt es am Orstausgang auf einem Hügel ein verlassenes Feriencamp. Ein Besuch bei Dämmerung lohnt sich, Gänsehautgarantie! Da in der näheren Umgebung nicht wirklich was los ist, empfiehlt sich ein Mietwagen. Den gibt es günstig, genauso wie Ausflüge (Berg Athos ist sehr empfehlenswert) in einem kleinen griechischen Reisebüro am Ort.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sonntags gab es Griechischen Abend mit einer Tanzgruppe und Grillfleisch, für Halbpensionsgäste für 4 Euro. Nicht vor oder nach - nein, anstatt dem normalen Abendessen. Ansonsten gab es nur Hungern oder auswärts essen. Beim Griechischen Abend sollen allerdings auch nicht alle Gäste satt geworden sein. Vielleicht lässt sich das tägliche Zimmerroulette als Animation verbuchen: Denn da die Hotelbesitzer anscheinend keinen Übetblick über ihre Zimmer hatten, wurde ständig getauscht. Sehr interessant.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2003 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andrea+Mario |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


