Das Hotel ist groß (es hat 6 Stockwerke, glaube ich). Zu meinem Zimmer musste ich immer in den dritten Stock hochgehen (was mir allerdings nichts ausmacht). Es gibt einen kleinen Fahrstuhl, den ich nur am ersten und letzten Tag genutzt habe, als ich meinen Koffer dabei hatte. Am ersten Tag war der Ausstieg vom Fahrstuhl im dritten Stock defekt, so dass ich im 4. Stock aussteigen musste und den Koffer ein Stockwerk hinuntertragen musste. Das Zimmer ist komplett weiß, sehr sauber und modern. Die einzige Dekoration ist der große Spiegel im Eingangsbereich des Zimmers, der genau gegenüber vom Badspiegel hängt, so dass man sich in beiden Spiegeln gleichzeitig spiegelt (das Bad hat keine Tür, was mich sicherlich gestört hätte, wenn ich das Doppelzimmer zu zweit bewohnt hätte, aber zumal ich allein darin war, war es mir egal). Im Esszimmer sind als Dekoration zwei große Bilder (vermutlich Akryl), ein paar Kinderzeichnungen (wahrscheinlich von Hotelbesuchern geschenkt), ein paar Fotos vom Personal und über den Buffet-Tischen ein paar Weihnachtsbaumkugeln (obwohl ich ja nicht zur Adventszeit dort war, sondern im Oktober). Insgesamt war ich zufrieden mit dem Hotel, weil ich dort alles hatte, was ich gebraucht habe.
Im Prinzip sehr sauber und ordentlich mit guter Dusche etc. - allerdings konnte ich nicht sofort nach der Anreise in mein Zimmer hinein, weil es noch nicht geputzt war. Das hat mich etwas enttäuscht, denn ich war müde von der langen Fahrt und wollte mich eigentlich sofort etwas ausruhen. Das sollten die Besitzer in Zukunft besser organisieren (ich bin auch nicht zu einer ungewöhnlichen Zeit angekommen, sondern am frühen Nachmittag). Außerdem fand ich, dass durch die komplett weiße Ausstattung (weiße Bettwäsche und weiße Wände ohne Bild oder sonstige Dekoration) das Ganze an ein Krankenhauszimmer erinnert hat. Etwas gestört hat mich auch, dass man durch die Wand jedes Wort und jedes Geräusch vom Fernseher vom Nachbarzimmer gehört hat. Komischerweise konnte ich trotzdem gut schlafen - offensichtlich war ich müde genug dafür durch meine Wanderungen tagsüber. Die Bettdecke war super (nicht zu dünn und auch nicht zu dick), wesentlich besser als in Paguera, wo ich das Jahr zuvor Urlaub gemacht hatte und in der Nacht unter der dünnen Laken-ähnlichen Decke gefroren hatte.
Frühstück sehr lecker mit erstaunlich großer Auswahl Abendessen meiner Meinung nach fast alles zu ölig und teilweise überwürzt, aber auch viel Auswahl - bei der Halbpension muss man sich Getränke zum Abendessen dazubestellen und bezahlen zeitlich sehr gut: Frühstück gibt es sowohl für Frühaufsteher als auch für Langschläfer wie mich (sehr großer zeitlicher Spielraum). Auch abends kann man noch sehr spät essen, so dass man bei den Ausflügen nicht aufpassen muss, dass man rechtzeitig zurückkommt.
Immer jemand da, immer ansprechbar an der Rezeption - allerdings irreführender Hinweis auf meine Frage, wo ich am einfachsten in den Bergen wandern kann. Ich hatte es so verstanden, als ob ich nach der Busfahrt mit dem Touristenbus nach Port de Pollença zu Fuß weitermarschieren könnte Richtung Cap Formentor, zumindest dass ich von Port de Pollença aus gleich in die Berge gehen könnte. Das war allerdings leider nicht der Fall, denn man trifft, egal, wo man hinläuft, nach allen Seiten auf ein Militärgebiet, das man nicht betreten darf. Ein Glück war ich nicht in Port de Pollença im Urlaub, sondern in Can Picafort, wo man in beide Richtungen sehr weit am Strand entlanggehen kann, ohne durch irgendwelche Militärgebiete daran gehindert zu werden.
Sehr nah zum Strand, vom Balkon aus Blick auf die Straßen, die Hausdächer und ein gegenüberliegendes Hotel - in der Ferne konnte ich über die Häuser hinweg auch einen kleinen Zipfel Meer sehen. Can Picafort hat wirklich einen ganz langen (allerdings auch schmalen) Sandstrand, der sich Richtung Westen kilometerweit fortsetzt, so dass man sehr schön am Strand entlang wandern kann. Richtung Osten ist das Ufer eher felsig, aber trotzdem flach - hier kann man auch gut spazierengehen. Das Einzige, was in der direkten Umgebung von Can Picafort fehlt, sind atemberaubende Ausblicke von hohen Klippen, wie ich sie in der Nähe von Paguera letztes Jahr erlebt hatte. Dafür hatte Paguera im Gegensatz zu Can Picafort nur kleine Sandstrände, so dass in Paguera keine langen Barfuß-Sandstrandwanderungen möglich waren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 3-5 Tage im Oktober 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Leonie |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 3 |


