Trotz der eigentlich nicht ganz so positiven Bewertungen (viele englische Gäste) haben wir uns wegen der tollen Strandlage doch für dieses Hotel entschieden. Transferzeit von und zum Flughafen (je nach Hotelab- bzw. aufladungen) ca. 60 Minuten. Einkaufsmöglichkeiten in Hotelnähe fehlen, das Hotel selbst hat einen kleinen Minimarkt. Die Hotelgäste bestehen fast zu 80 % aus eben diesen Engländern, laut Katalogbeschreibung " Internationales Publikum" . Die restlichen 20 % sind dann Deutsche. Die Engländer (vor allen Dingen die vielen Kinder) sind sehr laut und halt eben etwas eigenartig. Die Animation im Hotel war natürlich auf englisches Niveau eingestellt, was wir uns nicht " angetan" haben. Das Hotelgebäude ist älteren Baujahres, einige Renovierungsarbeiten wären erforderlich. Die Zimmer sind für 2 Personen groß genug (Beschreibung siehe unten), das Bad ebenfalls. Es gibt im Erdgeschoss riesige Aufenthaltsräume, teils mit Sesseln und Tischen, im Barbereich mit Stühlen und Tischen, allerdings durch die offene Anordnung (und die vielen englischen Gäste) nicht gerade gemütlich. Im hinteren Bereich gibt es eine Snackbar, die ebenso wie die Bar für den Poolbereich zuständig ist. Pool für so viele Gäste (500 Zimmer) zu klein, Liegenanzahl und Liegenbereich ebenso. Aber man muss nicht den Poolbereich nutzen, wenn das Meer mit seinem tollen Sandstrand vor der Türe liegt. Im Gartenbereich (mit Sommer-Showbühne) sucht man den im Katalog angegebenen Pinienbestand zwar, dafür reicht die Außenbestuhlung aber bestimmt für die Hälfte der Gäste aus. Die Tische und Stühle stehen so eng zusammen, dass dadurch ebenfalls wieder die Gemütlichkeit leidet. Einige Blumenkübel zwischen den einzelnen Tischreihen würden den ganzen Bereich etwas auflockern. Es ist schade für dieses Hotel in dieser tollen Strandlage, dass die Engländer hier die Oberhand haben. Die jetzt anwesenden 20 % deutsche Gäste werden wohl in der Sommerzeit noch geringer ausfallen. Empfehlenswert ist der Besuch des Albufera-Nationalparks. Jedoch sollte man den Weg dorthin und durch den Park mit dem Fahrrad machen (werden auch am Hotel vermietet, nicht unbedingt guter Zustand, Preis?). Der strahlende Tjaereborg-Reiseleiter meinte zwar, er wüsste nicht, ob der Park für Fahrräder offen ist und die Bushaltestelle sei direkt am Park. Im Park selbst (ca. 1 km von der Straße ist der Eingang) kostenloser(!) Eintritt, keine Restauration, manche Wege nur hin und zurück, dafür aber Routen von 5 bzw. 10 km mit dem Fahrrad. Da wir laut Reiseleiterempfehlung zu Fuß waren, haben wir natürlich nur einen Bruchteil der Riesenfläche gesehen. Der Reiseleiter ist noch jung, macht einen sehr unerfahrenen Eindruck. Wie er mit evtl. geschilderten Problemen umzugehen mag, sei dahingestellt. Bei den statistischen Angaben werden wir die ersten drei Kreuzchen bei " Ja" setzen, da hier eine detailliertere Angabe nicht möglich ist.
Zimmergröße für 2 Personen ausreichend, Einbauschrank (wie überall) mit Mietsafe (für 1 Woche ca. 15 Euro), Schreibtisch mit Fernseher, ohne Tisch, ohne Stühle, dafür mit einer Schlafliege (für die 3. Person) direkt vor der zu öffnenden Balkontürhälfte. Auf dem Balkon ein klitzekleiner Tisch und 2 Stühle, Balkongröße für 2 Personen ausreichend. Auf dem Balkon gab es eine Aufhängevorrichtung für Badetücher und -bekleidung, allerdings keinen höheren Haken, um ein Kleidungsstück auf dem Bügel zu lüften. Sauberkeit der Zimmer und des Bades (leider ohne Bidet) gut. Handtücher wurden auf Wunsch täglich gewechselt. Das Hotelgebäude besteht aus 3, 4 und 5 Etagen, die jeweils vom Rezeptionsbereich nach rechts und links gingen. Wir wohnten in der 3. Etage ohne " Obermieter" , zum Zimmer waren es vom Aufzug aus aus ca. 100 Schritte (mein Mann macht wohl 1-Meter-Schritte), zum Ende des Flures dann vielleicht noch 10 Schritte weiter. Durch den fehlenden " Obermieter" konnten wir nur von rechts und links Geräusche hören, die aber nur morgens um 06.00 Uhr unangenehm waren, wenn zwei Engländerinnen sich unterhielten, wobei die eine gleichzeitig den Fön benutzte. Ein Radio gab es auf dem Zimmer nicht, Fernsehgeräusche waren nicht störend.
Riesengroßer Speisesaalbereich (fasst laut Angaben 850 Personen), ist durch Trennwände in vier Bereiche mit im mittleren Gang liegenden zwei Buffet-Reihen, die von vier Seiten benutzt werden konnten, abgetrennt. Durch die Trennwände mit Blumenkübeln war die Größe der einzelnen Bereiche aber nicht als unangenehm groß zu bezeichnen. Es wurden Platzmatten beim Frühstück bzw. Servietten und Besteck beim Abendessen aufgelegt, an den normalen Vierertischen jetzt im Oktober aber immer nur für zwei Personen. Benutztes Geschirr wurde soweit möglich sofort vom Tischrand weggenommen. Im Restaurantbereich wurden die bestellten Getränke serviert. Beim Freiwerden eines Tisches wurde sofort neu eingedeckt. In jedem der vier Bereiche Kaffee-, Tee-, Kakao- und Saftautomat sowie Großtoaster, außerdem in jedem Bereich in der Mitte beim Frühstück Müsliauswahl bzw. beim Abendessen das Dessertbuffet. Die Auswahl und Qualität des Essens war sehr gut. In der Woche unseres Aufenthaltes gab es abends keine Wiederholung der Speisen. Es gab immer verschiedene Sorten Fleisch und Fisch, große Salat- und Vorspeisenauswahl incl. Suppe. Gemüse und Beilagen wechselten ebenso. Für die Kinder gab es ein sogenanntes Kinderbuffet mit Kindergerichten. Das Frühstück war natürlich englisch angehaucht, aber auch wir Deutschen fanden etwas für unseren Geschmack. Ein Tipp für die Gäste, die frühmorgens (zwischen 06.00 und 06.30 h)zum Flughafen abgeholt werden: Das angebotene " kalte Frühstück" (auf Nachfragen: ohne Speck, Bohnen und Eier) besteht allerdings nur aus Toast, Butter und Marmelade sowie Müsli (Milch??). Wurst, Käse oder Brot gab es nicht. In unserem Fall hatten wir sogar noch das Pech, dass keiner(!) der vier Kaffee- oder Saftautomaten funktionierte. Die Küche ist zu dieser Zeit angeblich noch nicht besetzt und der nicht Deutsch sprechende " Nachtportier" hat keine Ahnung, was da zu machen war. Wir haben dann am Flughafen gefrühstückt und werden mal sehen, was " Tjaereborg" dazu zu sagen hat.
Personal an der Rezeption mehrsprachig, Verständigung keine Probleme. Personal im Restaurant- bzw. Pool- und Snackbar-Bereich dann wieder auf spanisch (natürlich) und englisch getrimmt. Im außenseitigen Bar- und Snackbar-Bereich ist hauptsächlich Selbstbedienung, manchmal nimmt der die Tische abräumende Kellner dann aber auch Bestellungen entgegen. Wie oben angegeben, waren wir im Oktober da, ich kann daher nicht beurteilen, wie es sich in der Hauptreisezeit verhält. Nachmittags war im Barbereich meist nur ein Kellner hinter der Theke, der den Innen- und Außenbereich der Bar versorgen musste, was zu Wartezeiten sowohl innen als auch außen führte. Angebrachte Schilder " Bedienung am Tisch kostet keinen Aufpreis" wussten wir nicht zu deuten. Die Getränkepreise waren dem Umfeld angepasst.
Die Lage des Hotels würde ich als etwas abseits bezeichnen, ein Hotel der Eden-Kette liegt daneben, ebenfalls direkt am Strand. Die nächsten Hotels sind in Richtung Alcudia schon etwas weiter weg, dazwischen hautsächlich kleine bis kleinere Häuser (anscheinend Eigentum, vermietet). Dadurch fehlt natürlich die Abendunterhaltung, es sei denn, man fährt mit dem Bus in Richtung Alcudia, bis dann auf beiden Straßenseiten Geschäfte und Lokale zu finden sind, allerdings auch noch mehr Engländer. In Richtung Can Picafort trifft man dann auf einige Hotels, Geschäfte und Lokale. Die Lokale sind allerdings wegen der vielen Selbstversorger rundherum hauptsächlich aufs Essen ausgerichtet, einen gemütlichen Biergarten oder ähnliches sucht man in der Nähe vergebends. Die Lage des Hotels zum Strand ist optimal, durch den Poolbereich gelangt man über 4 bzw. 6 Stufen direkt an den Strand. Am Strand selbst sind dann aber für die vielen Appartment- und Hotelgäste die Liegen in den Sommermonaten bestimmt nicht ausreichend. Liegen und Sonnenschirme werden von einem Privatanbieter angeboten und müssen für den ganzen Tag bezahlt werden, egal wann man kommt (ist aber sonst auch so). Da wir schon mehrmals auf Mallorca waren, haben wir uns dickere, aber ganz leichte Strandmatten zugelegt und relaxen bzw. sonnen dann darauf.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wie oben schon angegeben, Poolgröße für die Zimmer-/Bettenanzahl zu klein, Quantität und Platzangebot der Liegen zu gering. Badetücher wurden auch gegen Kaution nicht angeboten. Schilder kündigten an, dass unbenutzte Handtücher auf " reservierten" Liegen entfernt würden. In unserer Urlaubswoche wurden keine Liegen reserviert, so dass wir nicht angeben können, ob diese Warnung stimmt. Da die meisten Gäste im Poolbereich nur zum sonnen da waren, hatten die Kinder der englischen Gäste natürlich ihre Freude daran, mit ihren Luftmatratzen im Pool herumzutollen. Die Kinderanimation wurde fast über den ganzen Tag angeboten, was natürlich auch mit dem entsprechenden Lärmpegel verbunden war. Ansonsten fand man im Außenbereich die üblichen englischen Animationsgeräte. Die Abendunterhaltung fand abends ab 22.00 Uhr statt und war - wie sollte es auch sonst sein - auf die englischen Gäste ausgerichtet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2003 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sylvia |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 11 |


