phone
Reisebüro Täglich von 08:00-23:00 Uhr089 143 79 133HolidayCheck ReisebüroTäglich von 08:00-23:00 Uhr
arrow-bottom
100 €
50 €
Gutschein für Pauschalreisen sichern!Gutschein!Angebote finden
Roman (61-65)
Verreist als Paarim April 2018für 1 Woche

Wir lieben dieses Hotel, doch liebte es uns nicht.

2,0/6
Um es kurz zu machen:

Das Hotel Sillot ist ein wunderschönes Hotel mit traumhafter Strandlage in traumhaftem Ambiente und traumhaftem Ausblick. Das Essen ist bis auf ein paar Ausnahmen gut und die meisten Mitarbeiter sind freundlich und herzlich. Viele Gäste kommen deshalb wieder, manche schon seit über vierzig Jahren.

Alles super? Bei uns leider nicht! Am vorletzten Tag stand unsere Zimmertür jedem offen, der in das Zimmer wollte, denn die am Vormittag noch verschlossene Hotelzimmertür war gegen Mittag auf einmal nicht mehr verschlossen. Unsere zwei Koffer sind während unserer Abwesenheit durchwühlt worden. Auch wurde ein Geldversteck geöffnet. Nach bisheriger Erkenntnis wurde uns jedoch nichts gestohlen. Geld hatten wir nicht in den Koffern.

Wir beneiden alle Gäste und Stammgäste, deren Aufenthalt im Hotel Club S’illot nicht von einer bösen Überraschung überschattet wurde, denn wir würden gerne wiederkommen.

Die seit dem 23. März 2018 verwendeten elektronischen Türschlösser stellen möglicherweise ein potentielles Sicherheitsrisiko dar, da die Tür laut einer Mitarbeiterin an der Rezeption automatisch aufgeht, wenn die Batterie des Türschlosses leer ist. Bei unserem Zimmer 221 war die Schließfunktion des elektronischen Türschlosses auf einmal nicht mehr gegeben. Repariert wurde es durch das Austauschen von Batterien.

Aus diesem Grund ist das Hotel S’illot ab dem 23. März 2018 in puncto Türsicherheit nicht mehr mit dem Hotel S’illot früherer Saisonen vergleichbar, in denen jede Hotelzimmertür einen Schlüssel hatte, mit dem aller Wahrscheinlichkeit auch der Riegel aktiviert werden konnte.

Die Abwertung des Hotels und das Nicht-Weiterempfehlen des Hotels erfolgt wegen unklarer Sachlage beim Ausfall der Schließfunktion am elektronischen Türschloss des Zimmers 221.

Und hier die Langfassung:

Wir lieben dieses Hotel, doch leider liebte das Hotel uns nicht. Mögliche andere Titel für die Bewertung wären: „Unser bisher schönstes Hotel am Meer.“ oder „Fast wie ein kleines Paradies.“ oder „Dieses Hotel ist ein Gedicht“, oder „Hierher kommen Gäste wieder und wieder ...“ oder „Zwischen Entsetzen und Wohlgefallen.“

Auch ist es uns nicht verborgen geblieben, dass es Stammgäste gibt, die wieder und wieder gerne in dieses Hotel kommen. Gerade auch wegen der Freundlichkeit der Hotelmitarbeiter.

Einige der Stammgäste, so haben wir erfahren, kommen schon mehr als vierzig Jahre lang jedes Jahr hierher, zuerst als Singles in den 1970er Jahren, später als Paar, als verheiratetes Paar, als Familie mit Kindern und inzwischen als Großeltern mit ihren Enkeln.

Auch die freundlichen Hotelmitarbeiter fühlen sich in diesem Hotel wohl. Mehrere Ehepaare und vier Geschwister arbeiten hier, schon seit einigen Jahrzehnten.

Seit sechs oder sieben Jahren steht dieses Hotel unter neuer Führung. Der frühere Hotelchef war mit dem Schweizer Kunstmaler Rolf Knie befreundet, weshalb immer noch viele Originale neben einigen Lithographien dieses Künstlers die Flure dieses Hotels schmücken.

Mindestens zwei bis drei der Mitarbeiter an der Hotelrezeption sprechen fließend Deutsch, auch der Hotelchef spricht fließend Deutsch. Auch die Mitarbeiter an der Bar und im Hotelrestaurant sprechen mehr oder weniger Deutsch. Dies ist wohl dem Umstand geschuldet, dass etwa 95 Prozent der Hotelgäste Deutsche sind. Immerhin gab es auch wenigstens eine spanische Familie unter den Hotelgästen. Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Hotelgäste der Generation 60plus angehörte, waren jedoch sämtliche Altersgruppen vertreten.

Neben dem Hoteleingang in der kleinen, schmalen Gasse Carrer del Cards gibt es noch den Zugang von der Hotelpromenade über die Terrassentür der Bar, jedoch nur solange die Bar geöffnet hat.

Die Rezeption ist täglich 24 Stunden am Tag geöffnet.

Es gibt einen winzigen, engen Aufzug für offiziell vier Personen oder eine Belastung von 320 Kilogramm. Mit großem Koffer passen in den Aufzug maximal zwei Menschen, die schon ein Paar sein sollten, denn ohne Körperkontakt geht es dann nicht mehr.

Das Hotel hat vier obere Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich eine große, wunderschöne Lobby mit Bar und Meerblick, ein Hallenbad und ein Speisesaal. Im vierten Obergeschoss gibt es einen schönen Aufenthaltsraum mit Bibliothek, sowie eine mit Sonnenliegen ausgestattete Dachterrasse, ebenfalls mit schönem Meerblick. Die Bezeichnung des Hotels für diese Dachterrasse lautet „Solarium“. Sie ist täglich zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet.

Es gibt noch eine zweite, kleinere Dachterrasse, die jedoch den Hotelgästen der Zimmer 504 und 505 vorbehalten ist.

Eine Besonderheit in diesem Hotel sind die Zimmernummern. Sie sind jeweils um den Wert 100 höher als es die Nummer des Stockwerks nahelegt. So beginnen die Zimmernummern in der vierten Etage mit 5, z.B. 504, die Zimmernummern in der ersten Etage beginnen mit 2, z.B. 223.

Das Hotel ist stilvoll gestaltet und wirkt an einigen Stellen fast wie ein Designer-Hotel. Außerdem gibt es eine Außenterrasse. Direkt an die Außenterrasse grenzt die ca. vier Meter breite, öffentliche, befestigte Strandpromenade mit einer ca. sechzig Zentimeter hohen Mauer. Im Bereich der Außenterrasse gibt es eine Lücke in der Mauer mit einigen Treppenstufen hinab zum Sandstrand. Von dort aus sind es ungefähr noch zwanzig Meter bis zum Wasser. Von der Lobby aus oder von der Außenterrasse auf das nur ca. 30 Meter entfernte Meer zu blicken, ist ein Traum!

Im Bereich der Lobby gibt es ein kostenloses, verschlüsseltes WLAN. Um auf dem Zimmer WLAN zu empfangen, ist ein WLAN-Ticket zu kaufen. Für ein Gerät und eine Woche kostet dies moderate zehn Euro. Interessanterweise ist das Bezahl-WLAN nicht verschlüsselt, während das kostenlose WLAN verschlüsselt ist. Über eine bekannte deutsche Website wurde der Downstream mit 2,4 Mbit gemessen, der Upstream mit 0,7 Mbit.

Das sehr sympathische Hotel Club S‘illot hat leider nur in den Monaten März bis Oktober geöffnet.

Zu Beginn der Saison 2018 zum 23. März 2018 wurden alle Hotelzimmer auf elektronische Türschlösser der Firma Omnitec umgestellt. Man erhält an der Rezeption eine Transponderkarte und hält sie an einen Kartenlesebereich am Türschloss. Wird die Karte als berechtigt erkannt, ertönt ein Summen und das Herunterdrücken der Türklinke führt zur Öffnung der Tür. Ohne Berechtigung führt das Herunterdrücken der Türklinke nicht zur Öffnung der Tür.

Am Tag unserer Ankunft gegen 22.30 Uhr gab es die ersten Probleme mit dieser Tür. Die ausgehändigten Transponderkarten funktionierten nicht. Erst als zwei neue Transponderkarten programmiert waren, ließ sich die Tür öffnen.

Als wir am vorletzten Tag von einem kleinen Ausflug zu unserem Zimmer zurückkehrten, funktionierte die Transponderkarte erneut nicht. Dafür ließ sich die Tür einfach durch das Drücken der Türklinke öffnen! Der Schließmechanismus des elektronischen Türschlosses hatte versagt, so dass unser Zimmer während unserer Abwesenheit jedem offen stand, der die Türklinke herunterdrückte.

Wir hatten das sofort an der Rezeption reklamiert. An der Rezeption wollte man uns jedoch beschuldigen, die Tür nicht richtig geschlossen zu haben. – Hat das Hotel etwas zu verbergen?

Der Sachverhalt war ein ganz anderer. Etwa fünf Minuten später erschien dann der Hausmeister mit einem Schraubenzieher und einem Beutelchen voller Batterien.

Er öffnete die Hotelzimmertür und löste auf der Innenseite der Tür eine Schraube des elektronischen Türschlosses. Danach nahm er einen Einsatz heraus und ersetzte offenbar die in dem Schlosseinsatz befindliche Batterie durch eine andere Batterie. Der Hausmeister war also eingeweiht, musste nicht nach der Ursache suchen, sondern wusste Bescheid und wusste, was zu tun war. – War so etwas schon öfter vorgekommen? Es liegt auf der Hand, dass diese Frage seitens des Hotels tunlichst verneint wurde.

Dieser Vorfall – dass unser Zimmer während unserer Abwesenheit für jeden Unbefugten offen stand, sei es durch einen Defekt am elektronischen Türschloss oder sei es durch Manipulation - wurde seitens des Hotels einfach als „Kleinigkeit“ abgetan. Eine Entschuldigung des Hotels gab es nicht. Auch wurde uns nicht die Ursache für diesen Vorfall genannt. Das Hotel war an dieser Stelle alles andere als kooperativ. - So etwas geht gar nicht!

Hinzu kommen Indizien dafür, dass unsere beiden Koffer mindestens einmal während unserer Abwesenheit von nicht autorisierten Personen durchwühlt wurden.

Wir wissen nicht, wer es war, ob Hotelgäste, ob Hotelmitarbeiter oder ob Fremde, die ins Hotel eingedrungen sind. Nach bisheriger Erkenntnis wurde uns nichts gestohlen, denn Geld war in unseren Koffern nicht verfügbar.

Einmal war das Zimmer nicht gemacht. Als wir dies an der Rezeption reklamierten, hieß es, unser Zimmer sei eines von vier benachbarten Zimmern gewesen, bei denen das Schild „Bitte nicht stören“ außen an der Türklinke gehangen hätte. – Hat hier jemand diese Schilder benutzt, um ungestört Koffer durchwühlen zu können? Doch wie ist derjenige in die Zimmer gelangt?

Einmal hing das rote Schild an der Tür des Nachbarzimmers, obwohl es unbesetzt war. Ein anderes Mal lag es auf dem Boden, zwischen unserem Zimmer und dem Nachbarzimmer.

Wir konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand regelmäßig Missbrauch mit dem roten Schild „Bitte nicht stören“ getrieben hatte.

Bis auf diese und andere Vorkommnisse haben wir uns sehr wohl in diesem Hotel gefühlt. Wir lieben dieses Hotel, doch liebte das Hotel uns nicht. Sehr gerne würden wir wiederkommen.

Lage & Umgebung6,0
Vom Flughafen Palma de Mallorca (PMI) aus fährt man ein kleines Stück auf der Autobahn MA-19 in Fahrtrichtung Santanyi, dann auf der Überleitung MA-19A zur Schnellstraße nach Manacor, der MA-15.

Von Manacor aus geht es auf der MA-4020 nach Portocristo. Das Navi kennt dieses Städtchen eventuell als „Porto Cristo“.

Von Portocristo aus führt die MA-4023 nordwärts. Hier nimmt man die erste Ausfahrt in Richtung S’illot. Nach ca. einem Kilometer auf dem Cami de Cala Morlanda muss man nach links abbiegen und fährt dann noch einen knappen Kilometer auf dem Cami de la Mar.

Im Bereich des Kreisverkehrs am Placa de la Savina und der Bushaltestelle gibt es Parkplätze. Hinter dem Kreisverkehr geht nach rechts ab die kleine Gasse Carrer dels Cards, über die man zum Haupteingang des Hotels gelangt.

Wer ohne Mietwagen unterwegs ist, kann per Bus, eventuell mit Umsteigen, zu vielen Zielen auf Mallorca gelangen. Laut Haltestellentafel kostete im April 2018 die Busfahrt nach Palma de Mallorca für eine Person 9,70 Euro. Das sind bei zwei Personen für die Hin- und Rückfahrt ca. vierzig Euro.

Im Umkreis von ca. 300 Metern gibt es eine Apotheke, mehrere Restaurants, mehrere Hotels, Bars und Cafés, auch mehrere kleine Läden, die sich „Supermarket“ nennen. Noch mehr „Supermarket“s, Hotels, Restaurants, Bars und Cafés gibt es hinter der Brücke in Richtung Sa Coma. Besonders häufig vertreten sind die kleinen Geschäfte des niederländischen Unternehmens „Spar“. „Spar“ ist ein niederländisches Wort mit der deutschen Bedeutung „Tanne“. Das Firmenlogo von Spar ist daher auch eine grüne Tanne. „Spar“ hat überhaupt nichts mit „Geld sparen“ zu tun, doch dieses Missverständnis, dem viele Deutsche unterliegen, kommt dem Unternehmen sicherlich gelegen.

Was außerdem auffällt, sind die vielen Schilder mit den Worten „Metge, Medico, Doctor, Arzt, Arztzentrum“. Die gibt es in Sa Coma und weiter nördlich in Cala Millor ca. alle 200 bis 400 Meter.

Um die Seeseite des Hotel Club Sillot herum führt die ca. vier Meter breite, befestigte Strandpromenade, die gegenüber dem Sandstrand mit einer ca. sechzig Zentimeter hohen Mauer gesichert ist. Zwischen dem Meer und dieser Mauer liegen ca. 15 bis 30 Meter Sandstrand.

Das Hotel verfügt über insgesamt neun zur Carrel dels Cards ausgerichtete Balkone, Zimmer mit seitlichem Meerblick. Glücklich wird man in diesem Hotel sicherlich eher mit einem direkt zum Meer ausgerichteten Balkon. Der Trumpf dieses Hotels ist nämlich eine exklusive Strandlage, die sonst kein anderes Hotel im Umkreis von mindestens zwei Kilometern zu bieten hat.

Zimmer2,0
Wir hatten das Zimmer 221 im ersten Obergeschoss, ein Randzimmer, direkt über der schönen Erweiterung des Speisesaals. Auf der Fensterseite war das Zimmer abgeschrägt.

Die verlegten, quadratischen Bodenfliesen hatten das Maß dreißig Zentimeter mal dreißig Zentimeter. Auf diese Weise konnten wir die Länge und Breite des Hotelzimmers mit Toilette, Waschbecken und Dusche leicht bestimmen, auch ohne ein Metermaß zu Hand zu haben. Von der Wand zu Zimmer 222 bis zur Wand der Dusche waren es 15 Bodenfliesen. Von der Wand zum Hotelflur bis zum Fenster waren es 14 Bodenfliesen. Daraus lässt sich die theoretische Fläche von 18,9 Quadratmetern errechnen, einschließlich Mauerwerk zum Bad. Berücksichtigt man die Abschrägung auf der Fensterseite, kommt man wohl auf eine Nutzfläche von ca. 17 Quadratmetern.

In der ersten Nacht war es sehr kalt, denn die Heizung ließ sich nicht in Betrieb nehmen und das Steuerungspanel ließ sich nicht intuitiv bedienen. Auch fehlte eine jegliche Anleitung zur Handhabung des Bedienpanels der Klimaanlage. Außerdem pfiff der Wind vom Balkon her ins Zimmer.

Am zweiten Tag kam die freundliche Mitarbeiterin der Rezeption und stellte uns die Heizung ein. Heizen kann die Klimaanlage nur dann, wenn folgende Symbole auf dem Panel erscheinen:

1. Das Sonnensymbol.
2. Das Wärmeaustrittssymbol (drei Wellen in einem Quadrat).
3. Das Ventilatorsymbol (mindestens ein senkrechter Balken)

Nach dem Einstellen der gewünschten Temperatur und dem Sichtbarmachen dieser drei erforderlichen Symbole tat sich jedoch nichts. Erst fünf Minuten später setzte sich das Warmluftgebläse in Gang.

In der zweiten Nacht war es etwas angenehmer, da die Heizung jetzt funktionierte, doch noch immer pfiff der Wind von der Fensterseite ins Zimmer.

Die Untersuchung der Balkontür ergab, die Balkontür schließt dicht. Rechts der Balkontür befanden sich noch zwei Fensterflügel, von denen der rechte einen Fenstergriff hatte, der linke hatte keinen Fenstergriff. Die Schließung des linken Fensterflügels wurde durch das Schließen des rechten Fensterflügels bewirkt. Allerdings ließ sich das so geschlossene Fenster „schütteln“. Es ließ sich federnd nach innen ziehen bzw. der Wind konnte das Fenster nach innen drücken.

Die nähere Betrachtung des linken Fensterflügels zeigte, hier gab es oben und unten Riegel, die eingezogen waren, so dass der linke Fensterflügel nicht im Fensterrahmen arretiert war. Nachdem ich den unteren Fensterriegel nach unten gedrückt hatte und den oberen Fensterriegel nach oben, ließ sich das insgesamt geschlossene Fenster nicht mehr „schütteln“, es war dicht.

Die Arretierung des linken Fensterflügels durch Schließen der beiden Fensterriegel wäre eigentlich Aufgabe des Zimmerdienstes gewesen!

Ab der dritten Nacht war es dann dank Heizung nicht mehr kalt und der Wind konnte dank Schließung der Riegel des linken Fensterflügels nicht mehr durchs Zimmer pfeifen.

Eine kleine Wandgarderobe mit drei großen Knöpfen ließ sich nicht wirklich nutzen, da vor dieser Minigarderobe eine ein ca. ein Meter hoher Quader stand, dessen Funktion oder Nutzung uns nicht gezeigt wurde.

Wollte man sich im Bad auf dem Zimmer nur mal die Hände waschen, verstellte die nach innen öffnende Badezimmertür des äußerst winzigen und beengten Bads den Zugang zu den Handtüchern.

Um an sie zu gelangen, war die Tür ein wenig zu schließen. Das klappte jedoch nur, wenn man sich in Richtung Duschwanne zwängte. Bei der Gestaltung des sonst schönen Badezimmers wurden eine Dinge nicht zu Ende gedacht.

Immerhin gab es einen ca. ein Meter mal ein Meter großen Spiegel, in dem sich auch ein 2,40 Meter-Mann noch sehen können hätte. Die Deckenbeleuchtung bestand aus eingelassenen LEDs, deren Lichtfarbe dem Licht von Halogenlampen entsprach.

Es waren zwei Einzelbetten zusammengeschoben. Jedes Einzelbett verfügte über eine Nachtkonsole mit einem kleinen Fach. Auf der der Zimmertür zugewandten Nachtkonsole stand außerdem ein Tastentelefon.

Die Nachttischlampe war über einen Schalter an der Elektrozuleitung zu bedienen, dies war etwas umständlich. Oberhalb der Nachtkonsolen waren zwei Schalter, von denen einer die Deckenbeleuchtung ein- oder ausschalten ließ, der andere ließ den an der Zimmerdecke angebrachten, vierflügeligen Ventilator ein- oder ausschalten.

Der Boden des Hotelzimmers war mit Fliesen in Glanzlack-Optik gestaltet.

Es gab einen Schreibtisch mit einem Stuhl und einem würfelförmigen Hocker. Wie auch in anderen Hotels üblich, stand auf dem Schreibtisch ein Flachbild-TV, mit einer geschätzten Diagonale von 19, 20, 21 oder 22 Zoll. Hier war der Empfang der wichtigsten deutschen Fernsehsender möglich.

Der Hotelzimmerbalkon war mit einem winzigen, an der Wand befestigten Trockner, bestehend aus zwei kurzen Wäscheleinen ausgestattet, außerdem mit zwei Plastik-Gartenstühlen und einem Plastik-Gartentisch.

Auf dem Balkon zu sitzen, mit einem traumhaften Panoramablick auf das Meer, die Bucht und die an der Bucht gelegenen Hotels und Geschäfte, sowie auf die Brücke war einfach nur schön. Ebenso die Wellen des für das Mittelmeer sehr rauhen Wellengangs zu beobachten und das sehr laute Rauschen des Meeres zu vernehmen.

Die Hotelzimmertür war mit einem neuen, elektronischen Türschloss ausgestattet. Durch das elektronische Türschloss wurde lediglich der Türgriff arretiert. Durch Herunterdrücken des Türgriffs weicht die Falle – ein Fachausdruck bei Türschlössern – aus dem Türrahmen, und die Tür läßt sich öffnen.

Wie mir ein deutscher Partner der Firma Omnitec auf Anfrage mitteilte, besitzen die elektronischen Türschlösser eine Fallensperre. Das bedeutet, dass der Teil des Türschlosses, der durch die Türklinke in die Tür zurückgezogen wird bzw. beim Loslassen der Türklinke in den Türrahmen ausfährt, nicht mehr zurückgeschoben werden kann, wenn die Falle einmal fest im Türrahmen eingerastet ist.

Ein Riegel war nur von innen aktivierbar, den wir in der Nacht auch aktiviert hatten.

Die seit dem 23. März 2018 verwendeten elektronischen Türschlösser stellen möglicherweise potentielles Sicherheitsrisiko dar, da die Tür laut Hotel automatisch aufgeht, wenn die Batterie des Türschlosses leer ist. Genau das ist uns Anfang April 2018 passiert.

Aus diesem Grund ist das Hotel S’illot ab dem 23. März 2018 in puncto Türsicherheit nicht mehr mit dem Hotel S’illot früherer Saisonen vergleichbar, in denen jede Hotelzimmertür einen Schlüssel hatte, mit dem aller Wahrscheinlichkeit auch der Riegel aktiviert werden konnte.

Um der möglichen Ursache des Ausfalls der Schließfunktion des elektronischen Türschlosses von Zimmer 221 auf die Spur zu kommen, habe ich über eine Suchmaschine nach Omnitec und Hotelzimmertür gesucht. Der beste Treffer war die Homepage eines deutschen Partners der Firma Omnitec.

Ich habe dort per Email den Sachverhalt geschildert, ein halbes Dutzend Fotos geschickt und nach der möglichen Ursache gefragt.

Die erhaltenen Antworten widersprechen der Auskunft des Hotels, bei leerer Batterie würde das Schloss automatisch aufgehen. Stattdessen gelte:

1. Bei leeren Batterien lässt sich die Tür nicht öffnen.
2. Zum Öffnen der Tür bei leeren Batterien gibt es einen Notschlüssel.
3. Der von uns vorgefundene Zustand könne durch Gewalteinwirkung erklärt werden.

Insgesamt macht das alles den von uns im Hotel S’illot erlebten Vorfall noch rätselhafter.

Möglicherweise ist jedoch der im Hotel S’illot verbautet Schlosstyp ein anderer als der Typ „FIT-IN 2“, der sowohl auf der Homepage des deutschen Partners https:// www.fattech.de/solutions/schliessanlage-fuer-ihr-hotel.html vorgestellt wird als auch auf der Homepage des Herstellers Omnitec, siehe https:// www.omnitecsystems.com/img/personalizacion/omnitec/products/zoom/Cerradura-Electronica-FitIn2_03.jpg , denn der Riegel auf der Innenseite des Türschlosses im Hotel S’illot befindet sich unterhalb des Türgriffs, während der des Modells „FIT-IN 2“ sich oberhalb des Türgriffs befindet.

Eine Besonderheit dieser Zimmertür waren sehr große Türspalte, sowohl vertikal als auch horizontal. Dies habe ich sowohl in der Nacht als auch am Tage auf Fotos festgehalten.

Das Zimmer hat oberhalb des Türrahmens noch einen altertümlichen Türschließer, der die mit dem elektronischen Türschloss ausgerüstete Tür nicht (mehr) zu schließen imstande ist. Damit die Falle des neuen, elektronischen Türschlosses im Türrahmen einrasten kann, ist mehr Kraft erforderlich als die Kraft, die der altertümliche Türschließer hervorbringt.

Die Abwertung erfolgt wegen des geschilderten Türschlossproblems.

Service2,0
Per Email hatten wir zwei Tage vor dem Einchecken auf unsere der Ankunft des Flugzeugs auf Mallorca gegen 20 Uhr geschuldete voraussichtliche Anreise gegen 22.30 Uhr angekündigt. Die in spanischer Sprache gehaltene Email wurde binnen weniger Stunden in deutscher Sprache beantwortet.

Als wir im Hotel eintrafen, hiess es, wir würden als All Inclusive Gäste nichts mehr zu essen und nichts mehr zu trinken bekommen. Als All Inclusive Gäste hatten wir ein von uns bezahltes Mittagessen und ein von uns bezahltes Abendessen nicht in Anspruch nehmen können, ebenso keine Getränke aus dem All Inclusive-Pool, und bei unserer Ankunft sollten wir nichts mehr zu trinken und zu essen bekommen?

Das gute Herz des Hotels hat einen Namen. Mercedes. Diese liebenswürdige Mitarbeiterin an der Rezeption hatte uns ermöglicht, bei unserer Anreise mit dem Mietwagen gegen 22.30 Uhr wenigstens noch ein Fläschchen Wasser und ein Fläschchen Bier als kleine Stärkung zu erhalten. Sie war es auch, die eine zwei Tage vor der Anreise in spanischer Sprache gehaltene Anfrage per Email binnen weniger Stunden sehr liebenswürdig in deutscher Sprache beantwortete.

Der Hotelchef, mit dem wir uns am nächsten Morgen in deutscher Sprache kommunizieren konnten, hatte überhaupt kein Problem damit, dass wir ein Mittagessen und Abendessen bezahlt hatten ohne einen Gegenwert dafür zu erhalten, doch er hatte ein Problem damit, uns eine kleine Geste in Form eines kleinen Lunchpakets oder Snacks bei der Anreise zu entschädigen.

Die Spätanreise sei allein unser Problem und nicht sein Problem. Er wollte uns ernsthaft nahelegen, doch einen früheren Flug genommen zu haben. Ein Witz. Die Flugzeiten und damit die Ankunftszeiten werden von den Reiseveranstaltern vorgegeben. Es gibt wohl kaum Gäste, die ohne Pauschalreise erstmals in dieses Hotel finden. Der gute Hotelchef ist ein beträchtlicher Nutznießer der Pauschalreisen und besitzt die Frechheit, uns einen früheren Flug nahelegen zu wollen?

Der Hotelchef bestand darauf, für All Inclusive Gäste sei nun mal ab 21 Uhr Schluss, das sei das System des Hotels. – Wir waren entsetzt! Falls das Hotel Stress mit All Inclusive haben sollte, sollte All Inclusive nicht mehr angeboten werden.

Viele andere Hotels begrüßen ihre Gäste mit einer Flasche Mineralwasser und zwei Gläsern auf dem Zimmer, manchmal sogar auch mit einer kleinen Flasche Wein.

Doch hier hat ein Hotelchef nicht den Anstand, spätanreisende All Inclusive Gäste, die ein Mittagessen und ein Abendessen bezahlten, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten, mit angemessenen Geste willkommen zu heißen? – Pfui!

Für spätanreisende Gäste sollten gerade All Inclusive Hotels, die die Gäste für Mittagessen und Abendessen bezahlen lassen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erbringen, das Äquivalent eines Lunchpakets für den Abend zur Verfügung stellen. Das wäre angemessen.

Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass man in jedem Hotel über irgendetwas großzügig hinwegsehen muss, und das haben wir auch im Hotel Club S‘illot getan.

Strenggenommen hatten wir keinen Anspruch auf einen kleinen Snack und ein Getränk bei unserer Anreise nach 22.30 Uhr, und das gute Herz des Hotels hat das ihr Mögliche getan. Auch hatte uns die tägliche, herzliche Freundlichkeit der Hotelmitarbeiter, von denen mehrere sogar Geschwister sind, mit dem Hotel Club S’illot versöhnt.

Dann kam jedoch der vorletzte Tag. Die Transponderkarte zur Öffnung des elektronischen Türschlosses funktionierte auf einmal nicht mehr, doch die Türklinke ließ sich herunterdrücken, woraufhin die Tür öffnete. Das nicht autorisierte Betreten unseres Zimmers war somit für mehrere Stunden möglich.

Als wir dies an der Rezeption vortrugen, wollte uns das Hotel zunächst bezichtigen, die Zimmertür nicht richtig geschlossen zu haben. Doch der Sachverhalt war ein anderer, denn die Transponderkarte liess das Schloss nicht mehr summen.

Immerhin kam nach einigen Minuten der Hausmeister mit einem Schraubenzieher und einem Beutelchen voller Batterien. Er öffnete die Zimmertür und löste auf der Innenseite des elektronischen Türschlosses eine Schraube, nahm einen Einsatz heraus und wechselte die Batterie(n). Danach schraubte er wieder alles zu. Die anschließende Funktionsprüfung ergab, dass das elektronische Hotelzimmertürschloss sich wieder wie vor dem Ausfall verhielt.

Als wir etwas später an der Rezeption äußerten, dass wir doch ziemliches Pech mit diesem Hotel hatten, wurde der Defekt des elektronischen Türschlosses und das Unverschlossensein unseres Hotelzimmers für mehrere Stunden als „Kleinigkeit“ bezeichnet. Das sehen wir anders und bestimmt auch andere (potentielle) Hotelgäste.

Setzt ein Hotel elektronische Türschlösser ein, kann man erwarten, dass bei Eintreten der Nichtfunktionalität sofort ein Alarm an der Rezeption ausgelöst wird und der Schaden begrenzt wird. Dies war leider im Hotel Club S’illot nicht der Fall.

Gastronomie5,0
Wir hatten All Inclusive gebucht. Daraus ergaben sich folgende Gastronomie-Zeiten:

All Inclusive Getränke:

Aus dem Automaten im Speisesaal von 8.00 Uhr bis 21 Uhr: Kaffee, Tee, Gesüßte Fruchtsaftgetränke. Die gesüßten Fruchtsaftgetränke enthielten, wie mir auf Nachfrage mitgeteilt wurde, sowohl Zucker als auch chemischen Süßstoff.

An der Bar von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr: Wein, Bier, Wasser, Softdrinks, Nationale alkoholische Getränke.

Im Speisesaal von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr: Frühstücksbüffet
Im Speisesaal von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr: Mittagsbüffet
Im Speisesaal von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr: Abendbüffet.

Im Speisesaal gab es die gängelde und unsinnige Regelung, dass man Schlangestehen musste, um einen Tisch zugewiesen zu bekommen, selbst zu Zeiten, zu denen 90 Prozent der Tische frei waren. In den ersten Tagen wurden wir zu jeder Mahlzeit an einen anderen Tisch gesetzt. Erst etwa ab dem vierten Tag bekamen wir dann einen festen Tisch innerhalb des Speisesaals zugewiesen. Weshalb andere Hotelgäste das Recht zugestanden bekamen, ihre Mahlzeiten auch in der Lobby einzunehmen, wurde uns nicht erklärt.

Das Essen war nicht immer genießbar. Nach dem Genuß des Rühreis am zweiten Tag stellte sich eine leichte Übelkeit ein. Hin und wieder war Gemüse in stark chlorhaltigem Wasser gegart und daher ungenießbar. In den übrigen Fällen war das Essen gut.

Anders als manche Bewertungen es suggerieren, waren die Büffets stets reichhaltig. Die Verfügbarkeit von nur zwei Käsesorten und nur zwei Wurstsorten beim Frühstücksbüffet kann ich jedoch bestätigen, wenn man von den kleinen gebratenen Würstchen absieht, die es etwa alle zwei Tage gab.

Zum Frühstücksbüffet wurde an manchen Tagen sogar Sekt gereicht.

Zum Mittagsbüffet und zum Abendbüffet wurde meistens Suppe angeboten. Lauchcreme-Suppe war einmal würzig-schmackhaft und das nächste Mal mehlig-pampig, ohne Geschmack. Konsistenz und Geschmack der Suppen waren insgesamt sehr unterschiedlich.

Zum Mittagsbüffet und zum Abendbüffet gab es einen Obstständer, auf dem Orangen, Äpfel und Birnen auslagen.

Es gab mittags und abends neben Fleisch, Fisch und Gemüse auch viele liebevoll zubereitete Salatschüsseln sowohl mit rohen als auch mit gegarten Zutaten.

Unbedingt zu erwähnen ist das Dessert-Büffet, auf dem manchmal auch frisches Obst in Form von frisch geschnittenen, großen Ananasstücken oder Galia-Melonen-Stücke serviert wurde. Manchmal gab es sowohl konservierte Ananasringe als auch frische Ananasstücke. Unter den konservierten Früchten aus der Dose sind neben den Pfirsichen besonders die Aprikosen erwähnenswert. Auch ein Käsetablett oder ein Käseteller mit verschiedenen Schnittkäsesorten war Bestandteil der Abendbüffets.

Einen kulinarischen Höhepunkt bildete das mallorquinische Büffet, das jeden Freitag Abend serviert wird. Es war nicht nur besonders reichhaltig, sondern auch geschmacklich ausgesprochen gut.

Der in einer anderen Bewertung mit der Bemerkung „Zu viel Durst“ zitierte Kellner wird diese Bemerkung mit Sicherheit voller Humor von sich gegeben hatte, der von dem beanstandenden Hotelgast jedoch nicht verstanden wurde. Während unseres Aufenthalts äußerte ein junger Kellner jedenfalls „Ist das Glas kaputt?“. Das war eine humorvolle Reaktion darauf, dass der Hotelgast das Glas im Nu geleert hatte.

Sport & Unterhaltung5,0
Der ebenerdige Pool ist bis 20 Uhr geöffnet. Leider bestehen die Fenster zur Strandpromenade aus Klarsicht-Glas.

Hotel2,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1 Woche im April 2018
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Roman
Alter:61-65
Bewertungen:70
NaNHilfreich