- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Auge wohnt mit. Schon von außen hebt das Atlantic sich durch sein frisches Himmelblau mit individuellem Flair optisch wohltuend vom gewohnten Hotel-Einerlei ab und heißt seine Gäste mit zwei Strandkörben vor dem Eingang herzlich willkommen (ja, auch an die armen Rauchsüchtel ist gedacht, damit sie nicht im Regen stehen, obwohl das Hotel rauchfrei ist - eine gute Lösung für alle). Der mediterrane Garten, den Hausherr Michael Albrecht liebevoll selbst hegt, ist eine Pracht (unbedingt in der nutzbaren Jahreszeit hinfahren und genießen). Die Einrichtung im Innern ist sicher Geschmacksache, spricht aber für die Liebe zum Detail, alles ist licht und sehr gepflegt. Die Gästestruktur verläuft quer durch alle Altersschichten und ist eher normal als exotisch. Wer gerne mal ein bisschen chillt, findet sich im Digger's am Ende der Strandpromenade Richtung Schwimmbad gut aufgehoben. Nette Musik, leckerer und preislich fairer Mittagstisch und süffiger Aperol-Spritz im Angesicht des Ozeans. Auch gut: das Eis und die Pizze des Pane e Vino. Bloß nicht stressen lassen, die sind so schnell als wären sie auf der Flucht (Pizza in 10 Minuten). Geben einem aber immerhin die seltene Chance, noch nach 21 Uhr etwas zu essen zu bekommen (bei den meisten Gastronomien ist um die Zeit bereits Schluss - also nix für Mittelmeer-Temperamente).
Herrlich ruhig und hell. Das Maisonette-Seeseite-"Zimmer" hat uns gut gefallen, war fast ne kleine Wohnung mit ausreichend Platz und Rückzugsort (im oberen Spieker) für Schnarchgeplagte im Notfall, :-), sehr sauber, aber leider - im Vergleich zu den sehr charakteristisch eingerichteten öffentlichen Bereichen des Atlantic - standardmäßig neutral möbliert. Gern auch hier mehr Gesicht und Charme. Der Preis war mit knapp 120,- € Vorsaison okay, wenn man das generell höhere Preisgefüge auf den Inseln im Hinterkopf und das inkludierte Super-Frühstück vor Augen hat.
Das Frühstück war für das kleine Hotel überraschend vielfältig und bot von Müsli bis Matjessalat so ziemlich alles. Gut: Marmeladen und Honig umweltschonend abfüllbar in Glasschälchen, super viele leckere Säfte und Brötchen, gute Croissants und frisch Aufgeschnittenes wie Gurken, Tomaten, Paprika, Ananas, Erdbeeren - hmmm. Nicht ganz sooo gut: Dosenobst zum Müsli und: je später aufgestanden, desto mehr schien weg. Und: Abends duftete es so lecker aus der Küche, dass wir am liebsten dort im Garten gegessen hätten. Aber: Menü des Hauses wird (noch?) nicht angeboten, schade.
Schon beim ersten Anruf (und anders als teilweise bei der Konkurrenz ...) ein freundlicher Empfang. Alles Organisatorische war völlig unkompliziert. Die Bedienung beim Frühstück war so zuvorkommend und freundich, dass sie uns den Wunsch nach Kaffeenachschub schon erfüllt hatte, bevor wir ihn selbst bemerkten, :-). Wunderbarerweise versorgt sie die Gäste im Garten genauso fix und versiert. Die Reinigung der Zimmer erfolgte schnell und angenehm unaufdringlich. Einziges Manko vielleicht: Es gibt offenbar nur einen Zimmerschlüssel, der nicht an der - nur zeitweise besetzten - Rezeption belassen werden kann (wir haben allerdings auch vergessen, nach einem zweiten Schlüssel zu fragen, nachdem wir uns damit arrangiert hatten).
Absolut top. Wangerooge ist nicht groß, es ist eh alles fußläufig. Aber nicht viele Hotels liegen direkt am Strand, bei manchen ist der Blick aufs Wasser trotz 1a-Lage verdeckt. Nicht so beim Atlantic. Wer hier eine Seezimmer-Maisonette bucht, hat dank des (ruhigen) Minigolfplatzes gegenüber freie Sicht bis zum Horizont. Wer gut zu Fuß ist und einen Rollkoffer hat, schafft den Weg vom Bahnhof locker. Vom Atlantic aus ist man außerdem ruckzuck an der Promenade, am Schwimmbad, am Strand und bei den Gastronomien. Übrigens: Die Lage ist so ruhig (obwohl zentral), dass man als Städter fast nicht schlafen kann vor sanftem Meeresrauschen ...
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Uns hat der dominante Fernseher (nett: inklusive Programmzeitung) auf dem Zimmer eher gestört. Urlaub ist für uns was anderes (Meer gucken und tanken). Aber man kann ihn ja auslassen, :-). Strand und Schwimmbad direkt gegenüber, Fahrradverleih fußläufig, Minigolf vor der Tür, Reiten im Ort. Ein Aufenthaltsraum wäre für Gesellschaftsspiele oder als Ort der Begegnung allerdings nicht schlecht gewesen. Oder ne gemütliche Leseecke. Oder mehr Schnack mit dem Chef.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im Mai 2011 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Anselm |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 2 |