- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hapi Mag Ressorts in der Grafschaft Pentolina ist wirklich traumhaft schön. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist es einfach schon ein Erlebnis, zwischen den altehrwürdigen und liebevoll restaurierten Gemäuern spazieren zu gehen. Die Anlage ist in einem relativ guten Zustand (lediglich die Boccia Bahn war schon ziemlich mitgenommen) und mit 135 Wohnungen etwa doppelt so groß wie das naheliegende Hapi Mag Ressort in Tonda. PARKEN kostet pro Tag EUR 3,50 extra. Dies finde ich angesichts der Tatsache, dass Anreise ohne Auto praktisch unmöglich ist, etwas teuer. Warum diese Abgabe nicht gleich im lokalen Kostenbeitrag inkludiert wird, konnte man uns bei der Rezeption auch nicht erklären. Ausreichend schnelles WLAN ist zwar inklusive, jedoch nur ein einziger Key pro Gast. Da ich geschäftlich aber Internet sowohl auf dem Handy als auch auf dem Laptop benötigte und der UMTS Empfang im Zimmer nicht immer reibungslos klappte, bat ich bei der Rezeption um einen zweiten Key. Dieser wurde extra in der Hapi Mag Zentrale in der Schweiz angefordert und mir prompt übergeben. Leider funktionierten die beiden Keys dann nur einen Tag lang, am nächsten war der alte Key nämlich plötzlich ungültig. Ein "Ummelden" von Handy und Laptop war leider auch nicht möglich, da zwischen Ab- und Anmeldung eines Keys auf verschiedenen Geräten laut Rezeption mind. 12h liegen müssen. Für dringende Fälle stehen jedoch in der Bibliothek rund um die Uhr zwei iMacs mit Internetverbindung zur Verfügung. Die Mitnahme von HUNDEN ist erlaubt, es sei lediglich ein "kleiner Kostenbeitrag" zu leisten. Dieser entpuppte sich bei der Abreise als 77,- Euro Pauschale. Laut Informationsblatt für Hundebesitzer solle man vor der Abreise einen Termin zur Abnahme des Zimmers vereinbaren (wahrscheinlich um etwaige Schäden und Verunreinigungen auszuschließen). Als wir dies an der Rezeption machen wollten, erklärte man uns, dass dies nicht notwendig sei, da sowieso während unseres gesamten Aufenthalts das Zimmer regelmäßig kontrolliert worden wäre. Das überraschte uns dahingehend, da bis auf das einmalige Abliefern frischer Handtücher eigentlich nichts von der Anwesenheit des Roomkeeping zeugte, da tägliche (oder auch wöchentliche) Zimmerreinigung nicht im Preis inbegriffen ist. Insofern hinterließen diese heimlichen Kontrollen ein etwas mulmiges Gefühl, besonders da man uns erst im Nachhinein davon in Kenntnis setzte. Obwohl man immer wieder hört, dass Juli und August die beste Zeit wäre, um die Toskana zu besuchen, war ich sehr froh, dass wir erst im September dort waren. Selbst Ende September haben wir noch genug heiße Tage miterlebt. Ohne Klimaanlage wäre es im Hochsommer wahrscheinlich ziemlich unangenehm geworden. Wagen Sie sich zu Fuß nicht südlicher als zur Agriturismo Fattoria Le Planaie! Außer Sie möchten ein Abenteuer mit mehreren riesigen Schäferhunden erleben. Wir sind den Hunden beim verlassenen Gehöft bei den Koordinaten 43.172104, 11.171785 begegnet.
Unser Zimmer war zwar etwas dunkel (was dem alten Baustil mit dicken Wänden und kleinen Fenstern geschuldet ist) aber geräumig, gut ausgestattet und bei der Ankunft sehr sauber. Nur über die Abwesenheit des Doppelbetts waren wir anfangs sehr geschockt. Obwohl wir die Zimmerkategorie "Komfort" gebucht hatten, mussten wir auf einem ausziehbaren Schlafsofa nächtigen. Warum man anstatt eines ordentlichen Betts lieber eine Ausziehcouch in ein "Komfortzimmer" stellt, ist mir völlig schleierhaft. Anscheinend ist das bei Hapi Mag öfters so. Dennoch verstehe ich nicht, warum auf den Musterfotos der Komfort Doppelzimmer auf der Hapi Mag Homepage ein Himmelbett abgebildet ist. Außerdem mussten wir die Couch selbst überziehen, was angesichts des Bettlakens ohne Spanngummi täglich gemacht werden musste, da das Laken ständig verrutschte. Beim nächtlichen Umdrehen im Bett quietschte und wackelte alles, außerdem drückten die Metallfedern in den Rücken. Jede Nacht sehnte ich mich nach Hause in mein eigenes Bett mit richtigem Lattenrost und fester Matratze. Gerne hätte ich tagsüber auf den Komfort eines Sofas zugunsten eines richtigen Betts verzichtet. Die Küchenzeile war sehr gut ausgestattet. Kühlschank mit Gefrierfach, WMF Geschirr und Küchengeräte, außerdem eine Nespresso Kaffeemaschine und eine Filterkaffeemaschine (Nespressokapseln gibt es bei der Rezeption und in der Bottega). Wie schon erwähnt wäre eine Fliegengittertür sehr praktisch gewesen, besonders da unser Zimmer nur über ein Fenster in der Küche und ein Fenster im Bad verfügte und man deshalb nicht wirklich effektiv lüften konnte. Weitere Ausstattung: TV mit Radiofunktion (italienische, deutsche und englische Sender), Telefon, Tresor, Haarfön, kleiner Balkon/Terasse mit Tisch und Stühlen.
Das RESTAURANT ist zwar nicht billig, aber Speisen und Getränke sind von hoher Qualität und die Atmosphäre ist sehr angenehm. Die Speisekarte ist durchwegs italienisch/toskanisch, Bedienung und Service sind rasch, freundlich und zuvorkommend. Für Hunde und ihre Besitzer ist im Innenbereich des Restaurants eine eigene Ecke vorgesehen. Einmal wöchentlich gibt es ein recht günstiges Spaghettata um EUR 7,50 (Bolognese, Pomodore und Pesto), welches uns als Entschädigung für eine angekündigte (dann aber nicht eingetretene) Stromausschaltung kostenlos angeboten wurde. Außerdem gibt es einen kleinen, ressorteigenen SUPERMARKT im Zentrum der Anlage, welcher zu (teilweise recht stattlichen Preisen) alles anbietet, was das Herz begehrt. Lediglich dunkles Brot oder Vollkornbrot sucht man vergebens, wie in so vielen Teilen Südeuropas. Ein Erlebnis sind die wöchentlichen PIZZAABENDE bei der Villa Montelandi, etwas abgelegen vom Kern der Anlage. In uriger Atmosphäre wird auf Biertischgarnituren hervorragende Holzofenpizza serviert, vom Küchenchef höchstselbst absolut fachmännisch zubereitet. Während die Pizzapreise ganz in Ordnung sind, ließen mich die Getränkepreise staunen. Wenn ich mich recht erinnere, verlangte man EUR 4,50 für 0,44l Bier im Plastikbecher. Da es sehr voll werden kann (bald waren alle Bänke dicht besetzt), empfiehlt es sich, schon möglichst früh zu bestellen.
Das Personal war ausnahmslos ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Fast alle Mitarbeiter sprechen mindestens Italienisch, Deutsch und Englisch (siehe kleine Flaggen auf den Namensschildern) Wie schon oben erwähnt, werden die Zimmer während des Aufenthalts nicht gereinigt. Dies dürfte aber bei Hapi Mag so üblich sein. Handtuchwechsel geschieht einmal wöchentlich. Auf Wunsch wird auch einmal wöchentlich das Bett frisch überzogen (keine Extrakosten) Das Beschwerdemanagement war leider nicht ganz zufriedenstellend. Unser Aufenthalt war unglücklicherweise ein bisschen vom Pech verfolgt. Unter anderem hatten wir einen äußerst hartnäckigen Siebenschläfer als ungebetenen Mitbewohner, welcher sich irgendwo im versperrten (aber von oben über Spalten dennoch zugänglichen) Wasserboiler-Holzschrank eingenistet hatte. Nachdem wir ihn (oder sie?) am ersten Abend eigenhändig aus unserem Zimmer befördert hatten, dachten wir eigentlich, dass damit das Problem gelöst sei. Jedoch fanden wir am nächsten Morgen diverse Kothäufchen in unserem ganzen Zimmer und einige Biss- und Knabberspuren an den Holzmöbeln. An der Rezeption war man nicht die Spur überrascht, als wir ihnen den Eindringling meldeten, anscheinend ist man Probleme mit Siebenschäfern gewohnt. Prompt erschienen zwei Hausmeister, die jedoch im Boilerschrank nichts außer Kothäufchen finden konnten und unverrichteter Dinge wieder abzogen. Als Gegenmaßnahme ließen wir nachts einfach das Küchenfenster geschlossen (das einzige Fenster außerhalb des Badezimmers), was angesichts der hohen Temperaturen nicht gerade angenehm war. Der Siebenschläfer ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und drang einfach über das Badezimmer ein, indem er das Fliegengitter zerbiss. Nachdem er sein Versteck aber nicht mehr betreten konnte (wir hatten den Schlitz auf dem Kasten abgedeckt) schien er seinen Frust im Badezimmer loswerden zu wollen. Am Morgen fanden wir unter anderem die Klospülung und sogar das Porzellangefäß, welches die Klobürste enthielt, ordentlich angeknabbert und natürlich auch die bereits gewohnten Kothaufen. (was wir natürlich alles selbst wegputzen mussten, da die Zimmer während des Aufenthalts ja nicht gereinigt werden!) Entnervt wandten wir uns wieder an die Rezeption, welche uns einen Hausmeister mit Klebefallen schickte, welche außen an den Fensterbrettern montiert wurden. Außerdem wurde uns geraten, beide Fenster geschlossen zu halten (aufgrund der Temperaturen sehr unangenehm). Nach einigen Tagen war zwar kein Siebenschläfer mehr zu sehen, dafür waren mehrere Eidechsen in den Klebefallen qualvoll verendet. Für die schlaflosen Nächte (Kratz- und Bissgeräusche sowie Gequietsche und Schreie/Rufe vom Siebenschläfer) und den Ärger mit den ganzen Kothaufen bekamen wir keinerlei Entschädigung. Mir ist natürlich bewusst, dass das Hotel nichts für diesen Zwischenfall kann, dennoch hat mich die fehlende Wiedergutmachung dazu veranlasst, nur 2 von 6 Punkten für Service zu vergeben (obwohl ansonsten wirklich alle Mitarbeiter äußerst freundlich waren!) Außerdem hatten wir ein Problem mit Fliegen, welche über die zum Lüften kurz geöffnete Eingangstür und über die Fenster (durch die vom Siebenschläfer zerstörten Fliegengitter) ständig in unser Zimmer eindrangen. Warum die Eingangstür nicht über eine zusätzliche Fliegengittertür verfügte, bleibt mir bis heute ein absolutes Rätsel. Weder bei Rezeption noch beim Hausmeister war eine einfache Fliegenklatsche aufzutreiben, stattdessen schickte man uns eine Reinigungskraft mit einem Giftspray vorbei. Erst nach kurzer Diskussion erklärte sie sich bereit, uns dieses zu überlassen. Anscheinend wollte sie nur die Fliege erledigen und es dann wieder mitnehmen. Jedoch mussten wir leider noch sehr häufig davon Gebrauch machen, was sich nicht nur in einem unangenehmen Raumklima niederschlug, sondern auch zahlreiche fettige Sprühflecken an Wänden und Möbel hinterließ.
Pentolina liegt wirklich sehr ruhig und abgeschieden am Rande des Naturreservats Alto Merse, die Ruhe wird lediglich von den täglichen minutenlangen Überflügen der Eurofighter der italienischen Luftwaffe gestört. Ohne Auto ist die Anlage praktisch unmöglich zu erreichen, außerdem erweist sich ein eigenes Fahrzeug als sehr nützlich, wenn es um Einkäufe im Coop-Supermarkt im naheliegenden "Rosia" (15 min) oder Ausflüge nach Siena geht. Es gibt zwar auch organisierte Tagesausflüge in die umliegenden Städte, jedoch ist die Mitnahme von Hunden im Ausflugsbus nicht gestattet. Die wunderschöne Landschaft eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge (Pentolina ist ein Jagdgebiet, also keinesfalls die gekennzeichneten Wege verlassen). Einzige Möglichkeit zum Essen in nächster Nähe (abgesehen vom hoteleigenen Restaurant) bietet eigentlich nur die "Agriturismo Fattoria Le Planaie" und selbst die liegt einen halbstündigen Spaziergang entfernt. Weiter südlich als bis zur Agriturismo sollte man sich zu Fuß jedoch auf keinen Fall wagen! Auf der Heimkehr von einer Wanderung zur "Abbazia di San Galgano" wurden wir nämlich von fünf großen und ehrlich gesagt ziemlich angsteinflößenden Hirtenhunden aufgehalten, die uns den Weg versperrten. Sie waren einfach über den zu niedrigen Zaun gesprungen und hielten uns bellend, knurrend und zähnefletschend von der Weiterreise ab. Bauer oder Besitzer war weit und breit keiner zu sehen, auch unsere Rufe blieben unbeantwortet. Umzukehren hätte bedeutet, einen Umweg von etlichen Kilometern entlang der vielbefahrenen Landstraße zu machen. Wir sahen uns gezwungen, selbst über einen Zaun zu klettern und durch unwegsames Gelände und dichtes Gestrüpp die Schafherde mit ihren Bewachern in einem großen Bogen zu umgehen. Bei der Rezeption teilte man uns mit, dass man mit dem entsprechenden Bauern bereits öfter dieses Problem gehabt hätte, da er sich anscheinend weigern würde, seinen Zaun ordentlich in Stand zu setzen. Warum kein einziges Schild die Gäste von Pentolina vor den Hunden warnt, ist mir ein Rätsel. Diverse Schilder bezüglich "Achtung Jagdgebiet" und "Pilze sammeln verboten" finden sich nämlich alle paar hundert Meter.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Der Poolbereich ist gepflegt und in gutem Zustand. Das Schwimmbecken selbst ist zwar nicht riesig, aber der Badebereich verfügt über eine eigene Poolbar und man hat von der Terasse eine herrliche Aussicht. Der Wellnessbereich dürfte vor kurzer Zeit renoviert worden sein. Auf den Fotos sieht alles sehr modern aus, wir benutzten diesen Bereich jedoch nicht. Es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten und Zusatzangebote, angefangen von Kinderbetreuung über diverse Sportmöglichkeiten (Yoga, Wassergymnastik, Bogenschießen, Mountainbikeverleih, etc.) bis hin zu verschiedensten organisierten Ausflügen (Weinverkostungen, Tagesreisen in umliegende Städte, Jagdausflüge, etc.) Viele Freizeitangebote sind kostenpflichtig. Das Wochenprogrammheft bietet eine gute Übersicht über alle Aktivitäten und deren Preise.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im September 2015 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Hans |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrter Herr Hans, Zuerst einmal möchte ich mich bei ihnen, für Ihre äusserst ausführliche Beurteilung Ihres Urlaubes bedanken, und es freut mich, dass Sie sich, wie Sie schreiben, doch wohlgefühlt haben und für die Komplimente ans Personal. Scheinbar gab es einige Punkte und mehr Missverständnisse, wie ich lesen kann, auf die ich kurz Bezug nehmen möchte. Die Parkplatzkosten sind in dem lokalen Kostenbeitrag nicht inkludiert, da es auch in Pentolina vorkommt, dass jemand nicht mit dem Auto anreist, oder eine Fahrgemeinschaft eingeht, oder weniger Tage bleibt als gebucht, und aus diesem Grund keinen, oder weniger Parkplätze nutzt. Um diesen Kostenpunkt gerecht zu halten wurde entschlossen, diesen separat zu nehmen. Weshalb Ihre Internetzugänge nicht mehr funktionierten kann ich jetzt nicht mehr zurückverfolgen, aber alle Internetzugänge die wir rausgeben sind immer für den gesamten Aufenthalt gültig. Wir arbeiten aber an einer Verbesserung und somit hoffe ich, wenn Sie uns das nächste Mal besuchen werden, wir Sie zufriedener stellen werden. Bezüglich des Betretens des Apartments kann ich Ihnen versichern, dass das Personal kein Apartment betritt, wenn nicht vom Gast gewünscht, und es werden keine Kontrollen vorgenommen. Ich denke Sie haben sich mit der Mitarbeiterin an der Rezeption nicht richtig verstanden und es ist somit zu diesem Missverständnis gekommen. Wir vertrauen unseren Gästen und sollte es zu Unfällen in den Apartments kommen, melden unsere Gäste die Vorfälle an der Rezeption. Das Problem mit den Hütehunden auf dem Weg nach San Galgano hat sich dieses Jahr im September ergeben. Auf die Beschwerden haben wir zweimal die Carabinieri informiert, die eingeschritten sind. Es tut mir leid, dass Sie in unserem Supermarkt das Vollkornbrot nicht gesehen haben, eine kleine Menge an Vollkornbrot wird täglich frisch geliefert, zudem gibt es abgepacktes deutsches Vollkornbrot und Schwarzbrot. Beim Beschwerdemanagement gab es eindeutige Kommunikation Probleme und Missverständnisse. Es tut mir leid, dass Sie mit dieser schlechten Erinnerung nach Hause gefahren sind, und wir diese nicht vor Ort haben regeln können. Mit freundlichen Grüssen Sergio Carbone Resort Manager Pentolina & Tonda