- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das Hotel ist einem allgemein guten bis sehr guten Zustand bei den einzelnen Gebäuden und den verschiedenen Einrichtungen sowie dem Mobiliar etc.. Wenn irgendwo ein Mangel auftritt kümmert sich eine große und dennoch ständig unsichtbare Gruppe von Technikern, Gärtnern, Handwerkern und noch viele andere sehr schnell darum. In unserer Junior Swim-Up Suite hatten wir Blick auf das Spa. Demnächst sollen auch die verschiedenen Brücken über die Pools neu gestrichen werden, die teilweise stark abgeblättern waren. Die meisten Gäste kommen aus den USA und Kanada, nur wenige Deutsche. Die Mitarbeiter sprechen neben der Muttersprache vor allem Englisch, einzelne aber auch Französisch und Deutsch. Wer noch nie in Mexiko war wird sich bei Anreise über die Wartezeiten am Flughafen wundern. Wir waren zum ersten Mal da und überrascht, wie viele durch den Zufallsgenerator des Zolls herausgezogen wurden und sich nach 12 Stunden Flug von Frankfurt einer intensiven Prüfung ihres Reisegepäcks unterziehen durften. Nachdem das Gepäck zunächst durchleuchtet wurde, musste man bei einem Zollbeamten auf einen Buzzer drücken. Leuchtete die Lampe grün, durfte man ohne weitere Kontrolle durch, bei rot, naja….. Daher immer: tranquila!Man muss nicht unbedingt in Deutschland Dollar umtauschen. Auch mit 1- oder 2-Euro-Münzen kann man dort gut agieren. Die werden dann vom Personal so lange gesammelt, bis man 5 oder 10 hat und dann bei Europäern wieder gegen Scheine getauscht. Ein guter „Tauschpartner“, wenn einem die einzelnen Dollars oder Euros ausgehen sind die Kofferträger am Eingang des Hotels. Zudem ist der Peso-Kurs bei uns so gut gewesen, dass man außerhalb des Hotels vielfach sogar besser mit Peso bezahlt hat, als mit Dollar oder Euro.In jedem Fall am Rande der Regenzeit ein Anti-Mücken-Mittel mitnehmen, auch wenn sich die zahlreichen Hotelgeckos um die unangenehmen Besucher kümmern und die Gärtner regelmäßig ein Mittel gegen die Mücken an die Wände der Gebäude versprühen.Für Raucher: Auf Terrassen und Balkonen der Zimmer darf geraucht werden. Einen Aschenbecher bekommt man allerdings nur auf Nachfrage (Room-Service oder Zimmermädchen).Gegen die Handtuchmafia („Ich blockiere mir mal eine Liege“) wird höflich aber bestimmt vorgegangen. Das konnten wir von unseren eigenen Liegen, die zu jeder Swim Up Suite fest dazu gehören, auf der anderen Poolseite mehrfach beobachten. Der Strandtuchservice des Hotels für Strand und Pool war übrigens super. Diese waren an mehreren Stellen unbegrenzt verfüg- und austauschbar. Bloß keine aus Deutschland mitnehmen.Für alle „Grenzpacker“ der 20 Kilo: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit nimmt die Kleidung über den Urlaubszeitraum einiges an Feuchtigkeit auf. Wer also keine Überraschung oder zusätzliche Kosten bei der Ausreise erleben will, sollte sich darauf einrichten oder gar nicht so viel mitnehmen. Im Zimmer ist dafür eigens eine Waage für das Gepäck. Wir haben bei Abflug einige Leute gesehen, die sich ein zweites oder drittes Hemd angezogen haben oder das Handgepäck größer werden ließen.
Die Zimmer der Swim Up Suite sind geräumig und bieten mit dem King-Size Bett reichlich Platz. Etwas gewöhnungsbedürftig war für uns die offene Gestaltung des Raumes bis hin zum Waschbecken und der Zimmertüre, wie man auf den verschiedenen hier schon veröffentlichten Fotos erkennen kann. Dadurch, dass man sich meist außerhalb aufhält, fällt das nur deshalb ins Gewicht, weil dadurch der gesamte Raum hellhöhrig wird. Auch war die Zimmertür nicht besonders geräuschgedämmt, so dass man sehr oft mitbekam, was sich auf dem Flur des Gebäudes abspielte – insbesondere wenn einige Spätheimkehrer in gelöster Stimmung zu ihren Zimmern gingen. Der Aufdeckservice am Abend legte einem dann auch das Tagesprogramm für den nächsten Tag aufs Bett.
Wir haben alle 8 Themenrestaurants am Abend besucht und eigentlich immer etwas gefunden. Auch wenn indisch und mexikanisch letztendlich nicht an erster Stelle stand (Das Lobster House war unser Favorit!) gab es an der Qualität der Speisen nichts auszusetzen. Alle Restaurants hatten reichlich Tische, so dass es nur selten Wartezeiten gab. Und sollte es mal etwas länger dauern, was bei uns nur einmal vorgekommen ist, dann kann man sich für den nächsten freien Tisch eintragen lassen und bekommt einen Funk-Pieper, über den man informiert wird, dass man kommen kann. Die Überbrückungszeit – bei uns nicht mal eine halbe Stunde – kann man dann an einer der verschiedenen Bars in der Nähe zu bringen. Die Weinkarte in den Restaurants hat vor allem amerikanische (nord- und süd) sowie einige spanische und französische zu einem gesonderten Preis im Angebot. Die kostenfreien Hausweine stammen aus Chile.Wer eine Swim Up Suite hat, kommt zudem in den Genuss des Pool-Getränke-Services der ab ungefähr 9:30 Uhr bis 16 Uhr regelmäßig seine Runden macht. Jeden Tag ein anderer „Cocktail of the Day“ (alc. and non-alc.) sowie das übrige Paket an Getränkeauswahl stehen zur Verfügung.Kaffeefreunde werden leider etwas enttäuscht. Sonderlich gut schmeckt er nicht, auch nicht als Cappuchino oder Esspresso. Zudem wird der Espresso mangels Alternative auch mal in einer normalen Kaffeetasse in der dreifachen Menge serviert. Wer nach dem Frühstück (Barcelona Restaurant) noch einen Kaffee braucht kann ihn sich am Ausgang als to-go-Version– nebst einer kostenlosen USA-Today-Ausgabe - mitnehmen. Das macht den Unterschied hier zwischen gut und sehr gut.Im Barcelona Restaurant wird übrigens auch mittags ein Buffet angeboten (u.a. Sushi, Spare Ribs, Salat und verschiedene Pastasorten und vieles andere mehr), in allen andere n Restaurants dagegen a la Carte. Trinkgeld wird nicht erwartet und hat auch das Service-Verhalten des Personals unserer Meinung weder positiv noch negativ beeinflusst, aber wie immer: Die Leute freuen sich über eine kleine Anerkennung, denn die Arbeitszeiten (12h+) scheinen auch in diesem Hotel heftig zu sein.
Alle Mitarbeiter waren überaus freundlich und schnell. Die wenigen Ausnahmen sind nicht erwähnenswert und sind uns wahrscheinlich nur bei dem längeren Aufenthalt aufgefallen. Lediglich wenn größere Reisegruppen aus Amerika oder Kanada kamen, wurden es mal unruhig und die Zuordnung des Service-Personals zu den Tischen war dann etwas verbesserungsfähig. Am Room-Service - in dem AI Paket enthalten – mit dem breiten Angebot gibt es nichts auszusetzen und lässt auch dem Spätaufsteher noch Zeit bis 11:30 Uhr ein Frühstück ins Zimmer zu bekommen. Die besondere Menü-Karte für den Room-Service (Lunch und Dinner) reicht vom Salat über Sandwiches bis hin zu anderen warmen Speisen. Auch wenn Nachtisch hier nicht ausdrücklich ausgeführt ist, kann man diesen problemlos mitbestellen. Benutztes Geschirr oder leere Flaschen kann man in einem speziellen Schrank im Zimmereingang abstellen, der mittels einer Klappe von außen durch den Service wieder geräumt wird, ohne dass man davon etwas mitbekommt. Die täglich aufgefüllte Mini-Bar war reichhaltig mit Getränken bestückt (Von Corona inkl. Corona light über Coca Cola und Cola light sowie Sprite, Fanta und O-Saft bis zu 3 Litern Wasser in Halbliterflaschen). Einige davon konnten für die eigene Kaffeemaschine genutzt werden. Da man auch diverse Teesorten im Beutel auf dem Zimmer hatte, wäre ein Heißwasserbereiter vielleicht noch nett, damit der Tee nicht nach Kaffee schmeckt. Anekdote am Rande: Wenn man seine Getränke – weil sie ohnehin gut gekühlt waren - ohne Eis bestellt hat, wurden die Service-Kräfte nie müde einem zu versichern , dass es sich beim Eis um sauberes und reines Wasser aus den Eisfabriken des Landes handelt, dass man beruhigt nutzen könne. Irgendwie wollte keiner glauben, dass die Getränke uns sonst oft zu kalt waren.
Wer den Katalog der Reiseveranstalter liest, merkt schon, dass man hier etwas „ab vom Schuss“ ist. Dafür sind es mit dem zumindest bei Meiers Weltreisen integrierten Privattransfer nur 20 bis 30 Minuten Fahrtzeit vom Flughafen. Das kleine Dorf Puerto Morelos in ca. 5 Km Entfernung ist nicht wirklich sooo interessant. Quasi in der Mitte zwischen Cancun und Playa del Carmen gelegen, muss man vom Hotel aus zwangsläufig das Taxi nutzen, wenn man in die Touristenmeilen zum Einkaufen möchte. Eigentlich ist man im Hotel gut versorgt, nur Zigaretten sind dort absolut überteuert, so dass eine Tour sich trotz der ca. 23. Euro pro Fahrt noch rechnet. Und wer das eine oder andere Souvenir sucht wird dann dort auch günstiger fündig. Für die Ausflugstouren nach Tulum, Coba oder Chitzen Itza muss man zudem eine etwas längere Anfahrtszeit einrechnen, was aber nicht wirklich gravierend ist, da man in einer Art „Taxi-Zubringer“ zu den großen Bussen gebracht wird. Ansonsten hat man dort seine Ruhe und auch am Strand sind nicht wirklich viele der sonst oft nervigen Strandverkäufer zu sehen. Apropos: Der Strand ist traumhaft und bei den vielen Liegen findet sich immer irgendwo ein Plätzchen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Hotel ist nur für Erwachsene buch- und besuchbar, was sich auf die das Freizeitprogramm und die Ruhe sehr positiv auswirkt. Nichts gegen Kinder, aber es war einfach himmlisch ruhig am Pool und leichte Musik, die vom Spa zu unserer eigenen Terrasse herüberwehte, hat erheblich zur Entspannung beigetragen. Das Unterhaltungsprogramm ist zu vielfältig, um hier alles anzubringen, wird aber mit viel Zeitaufwand und Mühe durch das Hotel betrieben. Viel Live-Musik von Klassik, Mex.-Folk bis Rock, war eigentlich alles dabei.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3 Wochen im November 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Jürgen |
Alter: | 41-45 |
Bewertungen: | 15 |