Das Gute zuerst: Das Meer dort ist der Hammer. Glasklares Wasser, mit vielen Fischen drin und einem wunderschönen Steg mit eigener Bar. Wer Schnorchelzeug mithat, kann was erleben: von 3-cm-Winzlingen über 15-cm Schwärme und Flundern bis zu kleineren Rochen und Tintenfischen ist alles da. Und sogar eine Meeresschildkröte haben wir gesehen! Mit dem Essen waren wir sehr zufrieden, all inclusive und große Auswahl beim Buffet, rund um die Uhr gabs Snacks. In der Lobby, am Strand und im Restaurant gabs gratis W-Lan, im Zimmer hatten wir leider keinen Empfang. Und der Garten war auch sehr hübsch, sehr großzügig angelegt und gut gepflegt. Was am Hotel nicht so top war: Der Strand ist grober Kiesel, es haben nicht alle Liegen eine verstellbare Lehne. Wer also Spätaufsteher ist, muss den restlichen Tag flach liegen. Wir hatten Ultra All Inclusive gebucht, das machte allerdings nur einen gerungfügigen Unterschied, dass wir auch noch nach 23 Uhr Alkohol gratis bekamen und auch Importgetränke gratis waren. Aber wir haben eh nur Raki getrunken und da hätten wir uns das auch sparen können.
Unser erstes Zimmer lag direkt am Pakrplatz und war so hellhörig, dass wir sogar den Vibrationsalarm vom Handy unserer Nachbarns gehört haben. Davon wach geworden sind wir nur nicht, weil uns schon der Autolärm zuvor nicht schlafen lies. Danach haben wir auf Anfrage eine anderes Zimmer in der Mitte der Anlage bekommen, dort war es dann ok. Wir hatten dann sogar 2 Balkone, dafür nur mehr einen Mini-Schrank. Das Bettlaken war aus einem rauhen Stoff, der für sonnengereizte Haut nicht sehr angenehm war und die Polster waren viel zu prall mit synthetischem Material gefüllt. Hätten wir nur unsere eingenen Federkissen mitgebracht. Die Klimanlage funktionerte gut, das Zimmer wurde schnell angenehm kühl. Nur halt mangels Isolierung auch dementsprechend schnell wieder warm. Und zum dazu einschlafen war sie zu laut. Und sie tropfte. Letzeres Problem haben wir mit Müllkübel drunterstellen gelöst. Die Minibar ist jeden Tag neu aufgefüllt worden, geputzt wurde auch regelmäßig. Nur all zu pingelig darf man in Sachen Sauberkeit nicht sein, die Dusche hatte in der einen Ecke schon schwarze Schimmelflecken und auf dem Teppichboden war in einer Ecke Sand, der die ganze Woche liegen geblieben ist.
Das Essen ist auch sehr gut und abwechslungsreich, wir haben sogar auf den einmaligen kostenlosen Besuch des À-la-Carte-Restaurants verzichtet. Zum Grinsen regen die deutsche Beschreibungen der Speisen an. Unser Tip: Anstatt zu Mittag ins Buffet-Restaurant zu gehen, lieber am Strand bleiben und ober der Poolbar die frisch gemachten Gözleme (Dünne Teigfladen mit Käse) und Manti (türk. Tortellini mit Joghurtsauce, mhhh, lecker) holen. Die gibts von 13-16 Uhr. Was man aber auf keinen Fall trinken soll, sind die Cocktails. Die gibts fertig gemixt aus dem "Trog". Besser ortstypisch Raki genießen. Und danach eventuell eine Wasserpfeife. Die wir uns aber für teure 10 € nur einmal gegönnt haben. Wir haben aber auch vergessen zu handeln, wäre vielleicht dann günstiger geworden.
Da es ein Selbstbedienungsbuffet war, gabs eigentlich gar keinen Service. Die Putzfrau hat am ersten Tag voll hübsch das Bett mit Blumen dekoriert, nachdem sie uns um 10 Uhr aus dem Bett geholt hatte. Am zweiten dann nur mehr ganz normal das Leintuch glattgestrichen. Dann haben wir ihr Trinkgeld dagelassen und danach gabs wieder jeden Tag Blumen und wir wurden auch nie mehr gestört.
Vom Flughafen Antalya waren wir in 1h 15 min im Hotel. Camyuva kann man zu Fuß erkunden, nach Kemer fährt man 10 Minuten mit dem Dolmus, der auf der Straße vor dem Hotel hält. Laut Hotelauskunft ist am Mittwoch in Camyuva Bazar, der besser sein soll als der Bazar in Kemer (wo es nur Obst und Gemüse gibt). Wir waren allerdings nicht dort. Die Hauptstraße in Kemer ist allerdings eine Empfehlung wert, dort gibts fast alles, von gefälschten Markenwaren über Gold&Silberschmuck und Lederbekleidung bis zum Tätowierer. Die Lokale dort haben eher Abzockerpreise. Bie der Reiseleitung haben wir für 19 €/Person einen Ausflug nach Antalya gebucht. Hätten wir uns sparen können. Wasserfall und Altstadt sind zwar sehenswert, Goldmanufaktur und Bazar sind in der Touristengruppe eher überflüssig. Die ganztägige Bootstour für 39 € ist allerdings zu empfehlen: Von Kemer aus geht es zur antiken Hafenstadt Phaselis, mit drei Badestops und gutem Essen an Bord. Nur die dauernde Musikberieselung an Bord hat gestört.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die angeboteten Sportarten sind auch sehr fein, unbedingt das Parasailing ausprobieren, für einen Tandemflug (15 Minuten in der Luft, 1h insgesamt im Boot herumgedüst) haben wir 100 Lira (ca. 50 Euro) bezahlt. Von den organisierten Sportarten haben wir beim Volleyball mitgemacht, den nur auf russisch verkündeten Spielstand hab ich allerdings nicht verstanden. Am Pool waren wir nur einmal, für ein Hotel dieser Größe ist er klein und auf den Liegen fühlt man sich wie die Sardinen in der Dose. Aber das Meer ist eh viel schöner. Die Animation ist zum davonrennen, im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Nein akzeptieren die Animateure nur bei gleichzeitiger vehementer körperlichen Weigerung. Die "Snake-Show" bei der "Beach-Party" war die einzige Show, die wir uns angetan haben, die war so einigermaßen in Ordnung. Nur: Die armen Viecher wurden in Trolleys angekarrt und waren so teilnahmslos, obwohl es warm war, dass man fasst gemeint hat, sie wären betäubt worden. Und am Ende durften die Kinder die Schlangen halten, eine hat voll den Kopf auf die Bretter geknallt bekommen. Nix für Tierfreunde. Aber wer seine Kinder unterhalten bekommen will, ist hier richtig, es gibt eine riesigen Spielplatz und jeden Abend die obligatorische Mini-Discooooo!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Eva |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 3 |


