Zunächst einmal: Das Hotel ist im Großen und Ganzen vollkommen in Ordnung. Gemesween an der Hotel-Kategorie und insbesondere für den Gesamtpreis unsere Reise kann man nicht meckern. Allerdings ist uns das Gerede um die große Beliebtheit bei den Stammgästen etwas auf die Nerven gegangen. Wir wurden an unserem fünften Tag zum ersten Mal vom Gästebetreuer angesprochen und bei der Gelegenheit in aller Ausführlichkeit über die großartige familiäre Atmosphäre und die direkte und persönliche Nähe zum Kunden aufgeklärt, was wir zwei Tage vor unsere Abreise schon fast komisch fanden. Das mag in früheren (kleineren) Zeiten vielleicht noch so gewesen sein, inzwischen beherbergt der Komplex aber 700 Gäste. Die Herstellung persönlicher Nähe und familiärer Atmosphäre wird da irgendwie zur Worthülse.
Die Zimmer sind nicht übermäßig groß, bieten aber alles an Ausstattung, was man so braucht. Die Fenster bieten einen hervorragenden Schallschutz, was man direkt an der Straße auch gut brauchen kann. Unsere Terrasse im Erdgeschoss grenzte direkt an die Straße an und bot daher keinerlei Privatsphäre. Im Vergleich zu den Fenstern war der Schallschutz unserer Zimmertür ziemlich dürftig, so dass jedes auf dem Flur geflüsterte Wort im Zimmer gut zu verstehen war.
Der Speisesaal bedient offensichtlich alle Hotels der Corissia-Gruppe am Ort und war während unseres Besuchs daher meistens sehr voll. Entsprechend laut und lebhaft ging es dabei zu. Das Personal war dabei überwiegend aufmerksam und meist stets zur Stelle. Das Buffet war immer gut aufgefüllt, die Auswahl war groß genug, um neben dem üblichen Hotel-Buffet-Einerlei auch immer etwas Besonderes und besonders Gutes zu finden Die Preise für (alkoholische) Getränke fanden wir etwas happig.
Die Mitarbeiter des Hotels sind äußerst freundlich, entgegenkommend und aufmerksam. Auch Fragen zu unseren eigene Ausflugsvorhaben wurden kompetent beantwortet. Unsere Zimmerdame hat aus den Handtüchern immer Schwäne gebastelt. Das kann man kitschig finden, wir haben es als einen netten Gruß einer überaus engagierten Mitarbeiterin verstanden, der uns ein paar kleine Nachlässigkeiten gerne übersehen ließ. Dem Management ist auch der Geburtstag meiner Frau nicht entgangen. Zu diesem Anlass gab es eine Glückwunschkarte und eine Flasche Wein als Präsent.
Das Hotel liegt an einer Straßenecke eine Block von Strand entfernt. Der Ort ist relativ klein und vergleichsweise beschaulich. Es gibt einen Strand, der sich vom Ort aus kilometerweit nach Osten ausdehnt. In der Nähe des Hotels befindet sich offensichtlich der inoffizielle "Treff" der jugendlich-männlichen Bewohner, die durch nächtlich Schießübungen und regelmäßige Rennfahrten mit frisierten und lauten Motorrädern auf sich aufmerksam machen. Die ebenso gelegentliche wie dezente Polizeipräsenz macht dabei offensichtlich keinen Eindruck. Alle anderen Menschen sind uns sehr freundlich begegnet. Es gibt mehrere Restaurants und Tavernen sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten im Ort. Georgiopoulis ist direkt an die neue Nationalstraße angebunden, ist von Heraklion mit dem Auto in eineinhalb Stunden zu erreichen und eignet sich grundsätzlich sehr gut als Ausgangspunkt für die Erkundung von Westkreta.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Haben wir nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2018 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Manuel |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 4 |


