Hotel liegt ruhig, oberhalb des Hopfensees. Ausreichend Parkplätze und E-Ladesäulen vor dem Haus vorhanden. Einstieg in einige Wanderrouten sind direkt vor dem Hotel möglich.
Unser Zimmer war mit Terrasse und direktem Zugang zum Garten. Die Innenausstattung war neuerem Datums. Das Zimmer war sehr ordentlich geputzt, insbesondere sensible Bereiche im Bad wie die Dusche und Toilette. Das Reinigungspersonal leistet hier wirklich gute Arbeit.
Das Essen ist grundsätzlich solide gekocht. Wir hatten die 3/4 "Verwöhnpension", d. h. neben dem Abendessen sind mittags eine Suppe und Salat inkludiert. Am Nachmittag gibt es Kuchen und Obst. Die Anzahl an Salaten ist ausreichend, jedoch ist die Auswahl absolut uninspiriert und langweilig. Rote Beete, Salat mit weißen und roten Bohnen, Linsensalat, geraspelte Möhren, geraspelter Rettich ... dazu die immer gleichen zwei Sorten Dressing. Gereicht werden zudem die restlichen Brötchen vom Frühstück, was sich in dem immer nahezu fast leerem Korb bemerkbar macht. Die Kuchenauswahl bestand, während unseres Aufenthalts, aus drei flachen, nahezu mickrig wirkenden Blechkuchen. Diese muteten eher traurig als appetitlich an. Die Stücke waren so winzig klein vorgeschnitten, daß wir ernsthaft Sorge hatten, daß sich beim Aufschneiden jemand mit dem Messer hätte verletzten könnten. Für das Abendessen nutzt man dann die exakt gleichen Salate von mittag wieder. Beim Abendessen gibt es zwei Menüs (eines davon vegan) zur Auswahl. Viele Zutaten werden in beiden Menüs verwendet, so daß die Auswahl überschaubar bleibt. Enttäuscht hat uns, dass es an fünf (!) Abenden zum Hauptgang als Beilage Püree gab. Wir verstehen, daß dies den Aufwand in der Küche minimiert, da wir aber weder in einem Seniorenheim gebucht haben, noch in einer Kita erhofft man sich ein abwechslungsreiches Mundgefühl. Unser Eindruck ist, daß hier Sparsamkeit und eine gewisse Ideenerschöpfung dahintersteckt. Zur Erinnerung, das Hotel wirbt mit 4 Sternen mit entsprechender Preisgestaltung!
Das Personal ist oberflächlich freundlich - mehr aber auch nicht. Das Lächeln wirkt oft gezwungen und aufgesetzt. Beim Abendessen hatten wir ständig wechselndes Personal. Der Service stellt die Teller auf den Tisch versteht sich aber nicht als Gastgeber. Eine Restaurantleitung scheint es nicht zu geben, bzw. tritt diese nicht aktiv als solche in Erscheinung. Schade, daß man es bisher nicht geschafft hat im Service einige echte Persönlichkeiten mit Gastgeberqualitäten zu etablieren. Genau diese Menschen schaffen es, das Hotel zu etwas besonderem zu machen. Auch wegen dieser Persönlichkeiten kommt man als Gast gerne wieder. Heute sollten Hotels nicht mehr bloß Übernachtungen mit oder ohne Frühstück verkaufen, sondern Erzählbarkeit. Gerade familiengeführte Häuser.
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