Das architektonisch wunderschön gestaltete Hotel liegt auf einem Korallenfelsen direkt an Kenias Nordküste. Durch die Lage im Fels sind einige "Steigungen" zu überwinden, wenn man die hoteleigenen Strandabschnitte benutzen will, die künstlich in den Fels integriert sind oder vom Meer wieder zurück will. Aber Bewegung hat noch keinem geschadet. Die um den Pool und Essbereich bzw. Lobby verteilten 2-stöckigen Wohnhäuser sieht man kaum, da die Anlage durch die enorme Begrünung fast wie im Dschungel liegt. Das "Gästealter" war gemischt: von ganz jung bis zu einigen Rentern, aufgeteilt in Österreicher, Tschechen und Deutsche. Behindertengerecht ist das Hotel durch die Hanglage nicht. In dieser Anlage auf keinen Fall auf Malariaprophylaxe verzichten. Durch das viele Grün und die diversen Teichanlagen gibts Massen Moskitos, auch unter den Palmen in den unteren Strandabschnitten. Safari am Strand bei Ali oder Ali Baba buchen. Massage bei Theresa.
Offener Schrank mit genügend Ablagefläche, der in einem kleinen Eingangsbereich untergebracht ist. Über der Eingangstür ist die Klimaanlage, was sehr gut ist, da sie einem so nicht direkt aufs Bett bläst. Die Klimaanlage ist wirklich sehr, sehr laut, hat aber den Vorteil, daß man die Geräusche aus den anderen Zimmer nicht hört, da die Zimmer wirklich sehr hellhörig sind. Die Betten sind groß und gut, unser Moskitonetz war ohne Löcher. Das Bad ist recht groß mit ebenfalls ausreichender Ablagefläche. TV mit verschiedenen Programmen. Funktionierendes Telefon ebenfalls vorhanden. Wie schon oben beschrieben, war die Reinigung nicht wirklich gut, aber da wir nicht die größten Ferkel sind, gings noch. Vom Balkon aus einen schönen Blick auf das Grün der Anlage und seitlich zum Meer.
Das Essen im Hauptrestaurant war in der ersten Woche einfach nur super. Schmackhaft und abwechslungsreich. Dies lies Anfang der 2. Woche rapide nach. Es hatte den Anschein, daß der Küchenmeister 2 Tonnen Beef zum Preis von einer halben bekommen hat. Rind in allen Variationen zu allen Mahlzeiten (auch zum Frühstück!!), selten frisch, dafür unter vielen neuen Namen aufgewärmt. Die Köche an der "Essensausgabe" schlecht gelaunt, besonders morgens, die Pfannkuchen und Waffeln beim Frühstück hart, weil zu lange im Wärmebehälter, ebenso die vorgebackenen Toasts, Croissants, Brötchen, dafür das fertige Rührei ein flüssiger Brei. Mit viel Geduld bekam man sein Spiegelei oder Omelett durchgebacken, dauert aber schon mal so 3 bis 4 Frühstücke, weil der "Eierbäcker" extremst morgenmuffelig war und am besten im Bett geblieben wäre. Solange es Pasta zur Auswahl gab, war uns das Essen egal, leider gabs die nicht immer. Das Dessertbüffet war ein Witz: immer die 2 gleichen "Kuchen" und Creme Caramel. Papayas, Mangos, Ananas waren manchmal lecker (meistens nicht, weil noch nicht reif). Zum Glück konnte man in die Pizzeria ausweichen. Das Angebot dort ist groß, die Salate, Pizzen und die Pasta lecker, das Ambiente wunderschön. Genau wie das Seafood-Restaurant liegt die Pizzeria in den Fels gebaut etwas tiefer als die eigentliche Anlage. Der Boden besteht aus Sand und man hat einen einmaligen Blick auf das Meer. Hat uns wirklich für das miserable Essen im Hauptrestaurant entschädigt. Das gleiche gilt für das Seafood-Restaurant. Langusten und gemischte Fischplatte für zwischen 11 und 13 € und sehr, sehr frisch und gut. Der geräucherte Schwertfisch ein Traum. Das dritte Restaurant, ein Eis-Cafe, haben wir uns geschenkt, das Eis soll aber nicht wirklich lecker gewesen sein. Die Getränke an der Bar waren ok und immer vorhanden. Die Cocktails lecker und tatsächlich im Geschmack unterschiedlich, was nicht in jedem Hotel der Fall ist. Besonders schön sitzt man an der Pool- oder Beachbar. Auf deren Dach gibt es noch Sitzmöglichkeiten, was mit einem Drink einfach nur traumhaft ist. Von dort kann man auch wunderschön den Sonnenaufgang sehn. Trinkwasser konnte man sich an diversen Bottle-Stationen selber zapfen. Bedienung auf der Liegewiese und im Lobbybereich gut. Kaffee und Tee gabs rund um die Uhr zum selber nehmen. Die Teatime war - na ja... Die AI-Zeit war zwar im Katalog bis 23 Uhr ausgelegt, die Kellner nahmen aber Rücksicht auf die Anzahl der noch an der Bar sitzenden Gäste und verlängerten die AI-Zeit nach deren Wünschen. Wäre das Essen im Hauptrestaurant nicht so miserabel gewesen, hätten wir für die Gastronomie echte 6 Sonnen vergeben können.
Die Kellner und das Rezeptionspersonal waren allesamt freundlich und für kenianische Verhältnisse extrem schnell. Alle sprachen englisch und einige etwas deutsch. Die zum Hotel gehörenden Taxifahrer sind mit Vorsicht zu genießen, da sie nach Vollendung der Tour gerne mal den vorher ausgehandelten Preis wieder anzuheben versuchen. Der Wäscheservice ist gut, schnell und preiswert. Die Zimmerreinigung war nicht wirklich gut, an manchen Tagen wurden nur die Betten glattgestrichen, in der letzten Woche gar nicht mehr gereinigt. Da im Hotel gemunkelt wurde, daß bei Reklamationen die Angestellten sofort gefeuert werden, haben wir auf eine Beschwerde verzichtet. Der Safe war mit 175 ksh (etwa 2 €) pro Tag noch zu verschmerzen. 500 ksh Pfand für den "Aktivierungskid" bekommt man bei Abreise zurück.
Verwöhnt durch meine anderen Aufenthalte an Kenias Südküste kann ich hier nicht wirklich gut bewerten. Einzig der Flughafentransfer ist besser, weil kürzer. Der Strand ist durch die extremen Gezeiten nur kurzzeitig (sprich nicht den ganzen Tag) zu nutzen. "Strandtagestouren" wie an der Südküste sind daher nicht möglich. Bei Flut steigt das Wasser bis auf halbe Treppenhöhe, die vom Hotel zum Strand führt. Auch das Meer selber ist nicht so wunderschön, wie an der Südküste. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen das Voyager und das Mombasa Beach Hotel. Im Voyager waren wir während eines heftigen Sturmes, um uns unterzustellen und haben festgestellt, daß dort der Windschutz wesentlich besser ist, als im Bahari. Während man im Bahari wegflog, konnte man im Voyager am Pool liegen. Das Mombasa Beach hat einmal die Woche (Donnerstags) einen Karaokeabend, ganz witzig für den, ders mag. Vom Hotel zum "richtigen Leben" Kenias läuft man entweder 25 Minuten oder nimmt sich ein Taxi, (ca. 500 ksh hin und zurück zum Nakumat) oder benutzt ein Bike-Taxi für 25 ksh, was viel spannender ist, als Taxi. Matatus fahren zwar auch vor dem Hotel ab, sind aber für Ausflüge z. b. zum Hallerpark nicht zu nutzen, weil der Weg von der Hauptstraße bis zum Eingang des Parks einfach zu weit ist. Alles in allem ist man mit dem Taxi beweglicher. Safaris und anderes kann man - wie auch an der Südküste - getrost bei den Beachboys buchen. Einzig den Hallerpark sollte man alleine besuchen, ist billiger. Auch wird ein Ausflug zum Park auch bei Interesse von den Animateuren angeboten. Ansonsten liegt das Mambavillage in der Nähe und auch die div. Unterhaltungstempel wie Tembodisco, Bobs oder das Mamba sind leicht mit dem Taxi erreichbar.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zum Pool: Auf den ersten Blick groß und schön, auf den 2. zu chemiehaltig. Die Liegen um den Pool hatten fast alle Sonnenschirme, auf der Liegewiese gabs davon nur ein paar. Es stehen zwar genügend Palmen zum Schattenspenden, je nach Sonnenstand nutzen die aber nicht wirklich. Da wir in der Regenzeit dort waren, hats nicht gestört, aber ich will nicht wissen, was im "Sommer" dort abgeht, wenn das Gerangel um "Sonnenschirmplätze" losgeht. Die Stammgäste hatten jetzt schon die Hälfte der begehrten Plätze "reserviert". Die Handtücher gabs jeden Tag "frisch" vom Hotel, nachdem wir aber gesehen hatten, wie diese sortiert wurden (durch genaue Begutachtung des "Bademeisters" auf die Tour: das geht noch, das nicht...) haben wir dann doch lieber unsere eigenen genutzt. Ein großes Manko ist das Fehlen der Toilette bzw. Umkleidekabinen. Man war gezwungen, die Waschräume an der Hauptbar zu nutzen. Duschen waren ausreichend auf allen Ebenen vorhanden. Da der Pool einen relativ großzügigen Flachbereich hat, ist er für Kinder geignet, solange die Eltern in der Nähe sind. Neben der Liegewiese gab es unterhalb der Beachbar rechts einen "Strandabschnitt" mit Hängematten unter Palmen, was für ein Schläfchen einfach nur genial ist. Links gibts einen "Strandabschnitt" mit einigen Liegen. Dort hat man wirklich seine Ruhe und hat fast das Feeling, direkt am Meer zu liegen. Wirklich sehr schön gemacht. Sport: Wassergymnastik, wenn die Gäste wollten, Tischtennisturniere, Dart und Billard vorhanden. Tauchschule unterhalb der Pizzeria. Jetski, Bananariding, Kitesurfen im Voyager. Internet: 10 min 150 ksh. Abends im Wechsel Live-Musik oder afrikanische Shows. 1 x die Woche Bingo.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Mai 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Anette |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 15 |


