„Lost in Russia“ – dieser Satz beschreibt nicht nur das Hotel, sondern den gesamten Bereich rund um Kemer ziemlich treffend. In den ersten drei Tagen wurden wir im Hotel fast ausschließlich auf Russisch angesprochen. Wir fühlten uns fremd wie noch nie zuvor im Urlaub. Fremd im eigenen Land! Selbst die Reinigungskraft sprach kein Wort – ich vermute Russisch –, denn auf meine Bitte „Können Sie bitte in zehn Minuten kommen?“ reagierte sie nur mit genervtem Augenrollen. Kein Gruß, kein Lächeln, keine Kommunikation. So etwas haben wir bisher noch in keinem Hotel erlebt. Wenn man die Leute nicht direkt anspricht, kommt nichts – kein „Hallo“, kein „Guten Morgen“, nicht einmal ein Kopfnicken. Weder im Aufzug noch am Nachbartisch. Die Zimmer sind für zwei Personen großzügig geschnitten. Es gibt einen Fernseher mit einem deutschen Programm (ZDF). Das Bad ist etwas in die Jahre gekommen und könnte renoviert werden, aber für eine Woche Aufenthalt völlig in Ordnung. Das Essen war durchweg gut, frisch und geschmacklich überzeugend. Etwas mehr Abwechslung würde dem Buffet jedoch guttun – trotzdem hat es uns jeden Tag geschmeckt. Positiv hervorzuheben ist die gepflegte Gartenanlage mit vielen schattigen Plätzen und ausreichend Raum zum Entspannen. Der Strand ist schön, allerdings nicht direkt am Hotel, sondern nur zu Fuß oder mit einem Shuttle erreichbar, was aber gut funktioniert. Fazit: Eine schöne Anlage und gutes Essen, aber die Atmosphäre ist sehr stark russisch geprägt. Wer Wert auf Herzlichkeit, internationale Gäste und Kommunikation legt, wird sich hier vermutlich eher fehl am Platz fühlen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand


