- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
- Zustand des HotelsSehr gut
- Allgemeine SauberkeitSehr gut
Vom Flughafen Denpasar aus braucht man für den Transfer noch gut drei Stunden, um in den touristisch eher entlegenen Nordosten der Insel zu kommen. Die Fahrt führt erst durch Denpasar, Balis quirliger Hauptstadt, zur Touristenhochburg Ubud und dann vorbei an vielen landschaftlichen Idyllen, für die die kleine Sundainsel so bekannt ist (Reisterassen, Mount Batur...). Mein Freund und ich sind abends im Hotel angekommen, um sodann herzlich von einer Rezeptionistin empfangen zu werden. Man übergab unser Gepäck gleich an einen Pagen und führte uns in die Hotellobby, die mit freiem Blick aufs Meer erbaut wurde, reichte uns dann noch feuchte Handtücher, kalte Willkommensdrinks sowie ein kleines Geschenk, über das wir uns sehr freuten (Jutebeutel + Räucherstäbe). In diesen Augenblicken empfanden wir vor allem eines sehr zuvorkommend, nämlich dass uns die freundliche Dame ausreichend Zeit gab, zur Ruhe zu kommen, was wirklich notwendig war. Sie zog sich derart zurück, dass Sie uns zwar Zeit gab inne zu halten und wirklich „anzukommen“, gleichzeitig aber abrufbreit stand, um uns alles Weitere erklären zu können, etwa wann die Essenszeiten beginnen, wie man sich in das Wlan einwählt usw. Wir baten Sie dann zu uns und sie informierte uns umgehend in einem soliden Englisch über alles Wichtige. Schön auch, dass Sie merkte, wie fertig wir eigentlich waren und von sich aus anbot, den eigentlichen Check In erst am nächsten Morgen durchzuführen. Als wir dann fertig waren, führte uns ein Page in unsere Unterkunft. Wir hatten das wunderbare Deluxe Garden Bungalow #22 bekommen, das optimal gelegen war, in unmittelbarer Nähe zum Meer (und zu den Strandliegen) und auch zu den restlichen Einrichtungen (Lobby, Bar, Restaurant, Tauchbasis). Der Roomboy erklärte uns zudem, wie wir die Klimaanlage betätigen, die einzelnen Lichter dimmen, wo Minibar und Safe zu finden sind etc. Unser Bungalow war einfach traumhaft schön. Wir hatten ein Himmelbett auf einer kleinen Empore, bequeme Baststühle im Stil von Liegen und eine Veranda, die ausgestattet war mit Kissen und weiteren Liegemöglichkeiten. Was uns zusätzlich gefiel war der Baustil der Bungalows (überhaupt die Konzeption des Resorts), was dem Alam Anda – neben dem Überthema „Garten“ – zu einem ungekünstelten, aber dennoch hochkarätigen Ambiente verhilft und der Anlage zusätzlich Glaubwürdigkeit verleiht. Balinesische Stilelemente in Architektur und Mobiliar, gepaart mit modernen Einrichtungsgegenständen wie beispielsweise Holzlamellen-Jalousie, haben uns beide sehr beeindruckt. Des Weiteren muss gesagt werden, dass wir zur Regenzeit unseren Urlaub angetreten sind und ausnahmslos alle Resorts mit den Folgen der hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen haben – so zumindest unser Anfangsverdacht. Das Alam Anda lehrte uns eines Besseren, denn weder modriger Geruch noch übermäßiges Aufkommen von Stechmücken haben uns belästigt. Letzteres ist aber wohl eher der Natur zu verdanken. Wer dennoch süßes Blut hat, sollte sich an der Rezeption ein Moskitonetz leihen oder aber vor Ort das Mückenspray „Off“ für kleines Geld kaufen, das im Gegensatz zu den hiesigen Produkten wirklich hilft. Da wir ja abends angekommen waren, konnten wir in der Dunkelheit nicht sehen, in welch einer grünen Oase das Resort stand. Die Bilder, die wir im Vorfeld online gesehen hatten, werden der Realität diesbezüglich absolut gerecht. Eine Unzahl an Sträuchern, Palmen, Zierbananen, Plumera-Gewächsen usw. schmückt das Alam Anda. Die Kokospalmen werden durch die geschickten Gärtner zudem regelmäßig „entwaffnet“, damit es zu keinen unschönen Beulen kommt. :) Das Personal ist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit und man merkt, dass ihr Zuvorkommen nicht aufgesetzt ist. Vielmehr sind sie bemüht, ein familiäres Verhältnis zu den Gästen aufzubauen. Außerdem sind sie sehr fleißig. Die Anlage wurde täglich von Laub gefreit, das Zimmer war stets einwandfrei gesäubert und man hatte auch immer ein offenes Ohr für einen. In unserem Bungalow lief bei Ankunft beispielsweise nur lauwarmes Wasser. Am nächsten Morgen klagten wir dies der Rezeption und umgehend wurde hierfür der Hausmeister gerufen, der Problem behob. Ich persönlich hatte dummerweise zudem meine Haarbürste vergessen und der Shop hatte keine im Angebot. Obwohl wir mehrere Geschäfte in der Umgebung abklapperten, bekamen wir einfach keine Bürste. Netterweise hatte mir das Resort aber einen Kamm geliehen und so war es nicht weiter schlimm. Als unser Lieblings-Guide andere Gäste nach Ubud fuhr, war er tatsächlich so lieb und besorgte mir dort eine Bürste. Dafür ein extradickes Dankeschön. Der Shop ist übrigens ganz charmant eingerichtet und bietet mit Ausnahme von Bürsten ( Hint!!! :) ) fast alle notwendigen Kleinigkeiten, wie Sonnencremes, Mückensprays, Flipflops, Bademode usw. aber ebenso auch alles was das Touri-Herz begehrt, etwa Perlmuttschalen, Amulette, Tücher, Postkarten, Briefmarken… Wir haben Postkarten gekauft und für 10000 Rupien das Stück (etwa 80 Cent) nach Deutschland geschickt. Den WiFi-Zugang erwarb man für 50000 Rupien die Woche und die Verbindung war unerwartet gut. Geld konnte man im Resort auch wechseln, was wir bei dem Wechselkurs mehrmals gemacht haben. Nur am Flughafen ist das Wechseln unwesentlich günstiger. Fairer geht es also gar nicht, bedenkt man vor allem, dass das Alam Anda ein eher abgelegenes Resort ist, das diesbezüglich zulangen könnte, aber eben nicht tut. Das Frühstück im Restaurant war lecker und abwechslungsreich. Es gab verschiedene Sorten Brot, die man auch toasten konnte. Eier, Käse- und Wurstvariationen, Müsli, Säfte, Früchte und Joghurt standen in Buffetform bereit. Wer warm essen wollte, konnte an eine Station, wo Rühreier und verschiedene Omeletts frisch zubereitet wurden. Dort fand man zusätzlich warmes Essen, wie heiße Würstchen oder Nasi Goreng. Jeder Tisch bekam außerdem eine Kanne Tee und Kaffee gereicht. Mittag- und Abendessen wurde im Restaurant a la carte serviert. Zur Auswahl standen balinesische, indonesische und internationalen Speisen. Die Preise waren nicht übertrieben. Die Qualität des Essens sowie die Größe der Portionen waren zu unserer Zufriedenheit. Zudem gab es eine umfangreiche Weinkarte. Wir selbst haben aber immer eine Karaffe Wasser mit Zitrone zu den Mahlzeiten bestellt. Getrunken haben wir anschließend an der Bar. Zu empfehlen sind die Cocktails mit dem landestypischen Schnaps „Arak“. Zur Auswahl stehen aber auch nichtalkoholische Cocktails bzw. Getränke. Die zwei Barkeeper sind nette, lustige Gesellen, die übrigens gerne Auskunft über ihre Insel und die Bevölkerung geben. Einen Plausch sollte man sich daher nicht entgehen lassen. Wie ja bereits mehrfach in den Bewertungen erwähnt, bestehen weite Küstenabschnitte des Nordwestens aus schwarzen Steinstränden. Dies ist aber nicht weiter wild, man sollte evtl. Riffschuhe anziehen und dann ins Wasser gehen. Das Alam Anda hat mehrere Zugänge zum Wasser, die man der Einfachheit halber auch nutzen sollte. Keine zwei Meter im Wasser begegnet man auch schon bunten Fischen und allerlei Meerestieren, was wirklich ein Highlight ist. Obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, uns im Alam Anda in die Welt des Tauchens einführen zu lassen, konnten wir diesen Vorsatz leider nicht realisieren. Aufgrund der Regenzeit war der Wellengang zu stark und der deutschsprachige Tauchlehrer hatte Bedenken, blutige Anfänger wie uns ins Wasser zu lassen. Was wir dabei aber richtig toll gefunden haben, war, dass der Tauchlehrer für uns die See im Auge behielt, um einen passenden Zeitpunkt zu finden. So kam er täglich zu uns, um uns seine Einschätzung bezüglich des Meeres mitzuteilen. Als für uns dann die Zeit drang und die Natur uns immer noch einen Strich durch die Rechnung machte, bot er schließlich an, wenigstens mal in voller Montur und mit Sauerstoff im Pool tauchen zu gehen, damit wir zumindest ein Gefühl dafür bekämen. Dieses freundliche Angebot haben wir dann zwar nicht in Anspruch genommen, jedoch hat es uns sehr imponiert, dass man hier nicht aufs Geld schielte, sondern von einem Tauchgang abriet, was für uns ein Zeichen großer Professionalität ist. Zudem war es schön zu sehen, dass er wirklich bemüht gewesen ist, unseren Wunsch zu erfüllen. Vielen Dank noch einmal dafür. Nachdem uns das Meer nicht wollte, haben wir uns dem Land zugewandt und etliche Touren in Anspruch genommen, die man im Alam Anda buchen kann. Wir fingen mit einer kurzen, günstigen Tour an (10 € p.P.). So führte uns der beste Guide Welt „Klausi“, mit dem wir uns im Laufe unseres Aufenthaltes anfreundeten, durch den nahegelegenen Dschungel zum wunderschönen Wasserfall „Les“. Es ging vorbei an einem Bachlauf, an Einheimischen und durch dichte Vegetation. „Klausi“, der ein sehr gutes, verständliches Englisch sprach und zudem auch der deutschen Sprache mächtig war, machte uns während der Tour auf viel Wissenswertes aufmerksam. So zeigte er uns Teak-Bäume (wusste ja nicht, wie schmal die Stämme sind), Nelken- und Orchideengewächse, Mangobäume, pflückte uns eine Art Lychee, rieb Zimt von der Rinde des Cinnamon-Baumes ab und gab uns bereitwillig Auskunft über alles was wir wissen wollten. Der Wasserfall selbst war atemberaubend schön, zudem gab er ein 1A-Fotomotiv ab. Auf dem Rückweg machten wir Stopp bei einer Einheimischen, die uns für wirklich kleines Geld (umgerechnet nicht einmal ein Euro, kleine Bananen waren im Preis inbegriffen) eine Kokosnuss aufschnitt, aus der wir erst trinken konnten, um anschließend das Fruchtfleisch auszulöffeln. Wir haben ihr mehr bezahlt, als Sie verlangte, weil Sie äußerst gastfreundlich war und einen lieben Hund hatte sie auch. Wir haben darüber hinaus die Tour zum Besakih-Tempel gebucht, der größten und wichtigsten Tempelanlage auf Bali. Wir sind ferner zum Kintamani-Tempel gefahren; ein Areal, das letztes Jahr zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt wurde und allein daher ein absolutes Muss für all diejenigen ist, die nicht nur auf Strandspaß aus sind. (Tipp: Während der Kintamani-Tour, kommt man an Restaurants vorbei, die an Berghängen, gegenüber des Mount Batur, erbaut wurden. Macht dort Mittag, denn nirgends bekommt man einen spektakuläreren Ausblick auf den Vulkan!) Während den Touren hält der Guide an den schönsten Aussichtspunkten und ermöglicht es, Bilder von den beeindruckenden Reisterrassen zu machen. Zudem führte er uns zu den Lavafeldern am Fuße des noch aktiven Vulkans Batur und schlug uns den Besuch einer Kaffee/Kakaoplantage vor, wo wir eine kostenlose Kaffee- und Teeverköstigung durchführen konnten. Wer übrigens Silberschmuck mag, sollte auch unbedingt die Silbermanufakturen während der Besakih-Tour besuchen. Dort findet man beste Handarbeit und qualitativ hochwertigen Schmuck zu sehr guten Preisen. Wer sich vornimmt, eine Shoppingtour im überteuerten Ubud anzutreten, sollte unbedingt vorher andere Optionen ausloten. (Souvenirs bspw. in Chandidasa kaufen). Zudem haben wir einen Trip auf den Mount Batur gebucht, der selbst für Anfänger (und das sind wir) einfach zu bewältigen ist. Folgendermaßen läuft es ab: Das Resort weckt einen nachts gegen halb 2 und man macht sich bereit, um 2 Uhr abzufahren. Dann folgt der Transfer zum Vulkan, wo ein eigens dafür gebuchter Bergführer bereitsteht. Ihm übergibt der Fahrer Frühstückspakete, dann beginnt der Aufstieg, der um die 1 ½ Stunden dauert – für erfahrene Trekker aber durchaus in einer Stunde zu schaffen ist, denn wir wurden mehrmals überholt. Man erklimmt den Gipfel vor Sonnenaufgang und wartet in einer Hütte, in der warme Getränke und Butterbrote gegen Geld bereitstehen. Wir haben das reichhaltige Frühstück gegessen, das das Resort für uns vorbereitet hatte. Schließlich blieb der große Moment jedoch aus, da der Himmel nicht klar war (Regenzeit). Kein Sonnenaufgang für uns, aber dafür eine Landschaft, die ihresgleichen sucht. Man kann an einen Krater herantreten, der 150 Meter tief ist (ruft hinein und wartet auf Antwort :)) und der laut unseres Bergführers während den schweren Eruptionen in den 60ern entstand. Überall strömt heiße Luft aus den Gesteinsspalten, denn der Batur ist noch immer aktiv. (Erst daheim fanden wir heraus, dass Geologen seine Warnstufe 2009 von „normal“ auf „wachsam“ hochstuften.) Hoch oben sind zudem Höhlen und eine Makaken-Meute, die man unbedingt fotografieren sollte. Achtung: Bitte nichts an sich haben, was aus den Taschen lugt; die Affen sind nämlich sehr frech und nutzen jeden unachtsamen Moment aus, um einen zu bestehlen. Übrigens wartet der Fahrer die ganze Zeit über im Auto. Dafür hatte er unserer Meinung nach ein großzügiges Trinkgeld verdient, ebenso wie der fachkundige Guide, mit dem wir sehr zufrieden waren. Bitte lasst zudem keinen Müll auf dem Berg zurück. Batur, wie auch der größere Agung (den Alam Anda übrigens auch im Programm führt), sind den Balinesen heilig. Bringt euch nicht in die Verlegenheit, dass der Bergführer hinter Euch aufräumen muss, denn das wird er tun. Nach all den Touren und dem ausgedehnten Kulturprogramm, kamen wir auch in puncto Entspannung nicht zu kurz. Das Alam Anda hat ein sensationelles Spa. Die Behandlungen sind durchaus erschwinglich und die Bediensteten sind sehr gut indem was sie tun. Ich selbst habe die längste Behandlung „Revitalization“ gebucht, die u.a. Fuß-, Körper- und Gesichtsmassage + Blütenbad umfasst, und habe Tiefenentspannung erfahren. Zur Begrüßung reicht das Spa einen Ingwertee, man darf sich das Öl aussuchen, das man aufgetragen bekommen möchte und dann geht es los. Im Anschluss gibt es noch einen Abschiedstee. Wärmstens zu empfehlen. Drei gute Ratschläge: 1. Unterschätzt niemals die Sonne Balis, selbst zur Regenzeit nicht. Wir haben leider genau das getan. :) 2. Der Hotel-Guide darf von den Betreibern des Besakih-Tempels aus nicht als Guide einer Touristengruppe fungieren. Daher wird man versuchen, euch vor Ort einen Guide anzudrehen, indem behauptet wird, es wäre nicht erlaubt, ohne Guide den Tempel zu besichtigen. Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Wer aber dennoch einen der „tourist information“ Guides anheuern möchte, der kann das tun, aber pro Gruppe niemals mehr als 50000 Rupien zahlen. 3. Balinesen sind einfach tolle Menschen. Sie haben nichts dagegen, wenn man sie fotografiert; sie nehmen in der Regel sogar eine Pose ein oder winken einem freundlich zu, wie wir öfters erfahren durften. Fragt also ruhig mal nach, wenn ihr jemanden fotografieren möchtet. Gleiches haben wir bei einem jungen Brautpaar gemacht, das uns anschließend sogar auf ihrer Insel willkommen hieß. Alles in Allem haben mein Freund und ich den Urlaub unseres Lebens gehabt. Traumhafte Umgebung, Ruhe, schöne Unterkunft, kulturell sehr interessante Insel, das Meer in direkter Nähe usw. Sowohl Bali als auch das Alam Anda können wir uneingeschränkt weiterempfehlen.
- ZimmergrößeSehr gut
- SauberkeitSehr gut
- Ausstattung des ZimmersGut
- Atmosphäre & EinrichtungSehr gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischGut
- EssensauswahlSehr gut
- GeschmackGut
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outSehr gut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungGut
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
- Zustand & Qualität des PoolsSehr gut
- Lage für SehenswürdigkeitenSehr gut
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Januar 2013 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Mia |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 2 |
Hallo Mia! Danke für den sehr netten und ausführlichen Bericht. Schade, dass es mit dem Tauchen lernen nicht geklappt hat. Könnt ihr aber jederzeit bei allen unseren Tauchschulen nachholen. Würde uns sehr freune. Viele leibe Grüsse Das Alam Anda Team