- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr schlecht
- BehindertenfreundlichkeitSehr schlecht
- Zustand des HotelsGut
- Allgemeine SauberkeitSchlecht
Im Badezimmer der Unterkunft fehlte ein Duschvorhang. Beim Duschen kam es regelmäßig zu einer Überflutung des Badezimmers, dadurch bestand beim Verlassen der Badewanne eine permanente Rutsch- und Sturzgefahr. Die Wasserfläche auf dem Boden des Badezimmers erfasste auch den Teppichboden des angrenzenden Flurbereichs, der dadurch ständig nass war. Dadurch bedingt kam es zu einem starken Befall mit Silberfischen. Aus dem Bodensiphon des Badezimmers drangen Tag und Nacht Faulgase, die einen widerlichen Gestank verbreiteten. Im Zimmer befand sich zwar ein großer Wandschrank, der aber nur mit einer Kleiderstange und einer kleinen Ablage ausgestattet war, eine Ablagemöglichkeit für die Garderobe von drei Personen war in diesem „Familienzimmer“ nicht vorhanden. Leider war es deswegen notwendig die Bekleidung im Koffer zu lassen und täglich ein- und auspacken zu müssen. Der hygienische Zustand der einzigen öffentlich zugänglichen Toiletten des Hotels war eine Zumutung. Die Toilettenanlage verfügte im Damenbereich über vier und im Herrenbereich über drei nicht abschließbare WC-Kabinen. Stehurinale im Herrenbereich fehlten vollständig. Diese Toilettenanlage war für die mehr als 850 Hotelgäste (Auskunft Hotelmanager) vollkommen unzureichend. Die Toilettenanlagen waren zumindest im Herrenbereich ständig bepinkelt und man stand im Urin der Vorbenutzer. Von der Beschreibung der anderen Hinterlassenschaften möchte ich hier Abstand nehmen. Wir haben diese Zustände mehrfach beim Rezeptionspersonal reklamiert. Die Wirkung einer Reinigung war regelmäßig nur von kurzer Dauer. Am gesamten Strandbereich war kein WC zu finden, ich möchte hier nicht spekulieren, wo die vielen Menschen ihren Bedürfnissen nachgekommen sind. Einige Kinder jedenfalls wurden von ihren Eltern angehalten, ihr Geschäft im Gebüsch hinter der Strand-Bar zu verrichten. Ein appetitlicher Gedanke im Hinblick darauf, dass alle Lebensmittel für die Strand-Bar über diesen Weg angeliefert wurden. Der Meerwasserpool verbreitete einen starken Chlorgeruch. Unser Sohn klagte am zweiten Tag unseres Urlaubs, nach dem Schwimmen in diesem Pool, über Brechreiz und musste sich übergeben. Sein Körper war voller roter Flecken. Wir haben im weiteren Verlauf darauf verzichtet in diesem Pool zu schwimmen. Während unseres Aufenthaltes konnte ich auch nicht bei den morgendlichen Reinigungsarbeiten erkennen, dass je eine Wasserprobe genommen worden wäre. Auch die Reiseleiterin war nicht in der Lage dazu Auskunft zu geben. Vermutlich wurde auch aufgrund der beschriebenen Situation der WC-Anlagen, sicherheitshalber kräftig nachgechlort. Zum Frühstück wurde aus einem großen Sack, der starke Ähnlichkeit mit einem Müllsack hatte, vorgeschnittene dicke Brotscheiben in die Brotbehälter geschüttet. Die Spiegeleier waren regelmäßig kalt. Das warme Mittagessen in der sog. Taverne bestand größtenteils aus einer undefinierbaren Pampe, offensichtlich wurden dort die Reste des Abendessen des vorherigen Tages verarbeitet. Merkwürdigerweise war das Essen a la carte in der Taverne, was man extra bezahlen musste, dagegen wirklich gut. An der Strand-Bar wurden, immer nur zu festgelegten Zeiten, Pommes frites, Pizza, Hot Dogs und Sandwichs ausgeteilt. Der Hot Dog bestand aus einem kleinen Wiener Würstchen und einem trockenen Riesenbrötchen, die Sandwichs bestanden aus großen trockenen Körnerbaguettescheiben, Schinken und Käse ohne Zugabe etwa einer Tomatenscheibe oder eines Salatblattes, eben aus den Resten die beim Frühstück übrig blieben. Um ein Stück Pizza zu erhalten, musste mit einer Wartezeit zwischen 10–20 Minuten gerechnet werden, zu Beginn unseres Urlaubes konnte sich ein Familienmitglied anstellen, um für alle Familienangehörigen eine ausreichende Anzahl Pizzastückchen zu erhalten. Ab dem 19.07.2006 wurde die Pizzaausgabe in folgender Weise rationiert: Nach der beschriebenen Wartezeit gab es jetzt für jede wartende Person nur noch zwei Pizzastücke, das bedeutete, dass man sich jetzt, um für drei Personen jeweils zwei kleine Pizzastücke zu erhalten, insgesamt drei mal anstellen musste. Ein genialer Einfall um Kosten einsparen zu können, leider nicht zur Zufriedenheit der Gäste. Dieser Vorgang veranlasste uns bei der Hotelleitung persönlich zu reklamieren. Der Hotelmanager begründete dieses Vorgehen damit, dass sich am Tag zuvor ein Gast, wohl aufgrund der langen Wartezeit, veranlasst sah die zugeteilten Pizzastücke in die Strand-Bar zu werfen. Dafür wurden also alle Gäste in Sippenhaftung genommen. Bezeichnend war auch eine Aussage des Hotelmanagers, die ich hier wörtlich zitiere: „Mir ist es lieber die Gäste essen am Strand ein Stückchen Pizza, das ist für das Hotel billiger, als wenn mittags die Taverne aufgesucht wird.“ Es wurde also im wahrsten Sinne des Wortes auf Kosten des Gastes gespart. Die Zustände im Restaurant zum Abendessen waren ebenfalls unzureichend, mit etwas Glück konnte man einen vom Schmutzgeschirr des Vorgängers befreiten Tisch ergattern, überwiegend mussten wir auch das Abräumen des Geschirrs selbst durchführen. Anhand der „Verzierung“ der Tischdecke mit Essensresten ließ sich noch erkennen, was zuvor gegessen wurde. Ein komplettes Besteck konnten wir häufig nur bekommen, wenn wir das Personal darauf aufmerksam machten, dass der Besteckkasten aufgefüllt werden musste. Heruntergefallene Speisereste, wie Brotstücke, Geflügelknochen oder auch Besteckteile lagen zum Teil mehrere Tage auf dem Boden. Die Fenster des Restaurants wurden in der Zeit unseres Aufenthaltes nicht gereinigt, obwohl sie zum Teil mit Vogelkot, der an der Hausfassade brütenden Schwalben, verdreckt waren. Die Auswahl an Speisen und die Qualität der zubereiteten Speisen war eine Zumutung. So gab es z. B. 14 Tage den gleichen gedünsteten Fisch, nur anders garniert. Jeden zweiten Tag stand ein „Lamm-Gericht“ auf der Karte, was sich regelmäßig als in Fett schwimmendes Hammelfleisch herausstellte. Ein Höhepunkt der wöchentlichen Speisekarte war auch das Putenformfleisch, das mit Sehnen und Knorpel durchzogen war. Jeden Abend wurden in Wasser schwimmende salzige Kartoffelscheiben serviert. Wir essen auch gerne Hähnchen, aber bitte nicht jeden zweiten Tag. Das uns aus unseren anderen Griechenlandurlauben lieb gewonnene schmackhafte Gemüse wurde in diesem Restaurant zu Tode gekocht, und war nur mit Mühe als solches erkennbar. Ebenso erging es den Nudeln, die auch zu einer breiartigen Masse verkocht waren. Pommes frites wurden überhaupt nicht angeboten. Wobei die letztgenannten Speisen Gewöhnlicherweise zu den Lieblingsessen der zahlreich anwesenden Kinder gehören. Alles in allem waren die Speisen dazu geeignet den Hunger zu stillen, zu mehr auch nicht. Von einem genussvollen Abendessen, welches nach unserer Einschätzung zu einem gelungenen Urlaub gehört, war die Speisenqualität weit entfernt. Auch hier kann ich bestätigen, dass das Küchenpersonal durchaus zu einer besseren Arbeit befähigt war, denn das Abendessen gegen extra Bezahlung auf der Restaurantterrasse war von guter Qualität. Als landestypisch kann ich hier die angebotenen Speisen und die Zubereitungsqualität nicht erkennen, da wir mehrfach in anderen Teilen Chalkidikis unseren Urlaub verbracht haben und ähnliches nicht erlebt haben. Die Softdrinks wie Cola, Zitronen- /Orangenlimonade, Apfelsaft oder Eistee waren nach unserer und auch nach Einschätzung anderer Gäste „gestreckt“ d. h. mit Wasser verdünnt. Auffällig war, dass Flaschen, die noch voll aus dem Kühlschrank genommen wurden, überwiegend mit andersfarbigen Deckeln, die nicht zum übrigen Verschluss passten, verschlossen waren. So wie ich, haben auch zahlreiche andere Gäste ähnliche Reklamationen der örtlichen Reiseleiterin vorgetragen, diese Dame weigerte sich in überheblicher Weise eine Liste der Mängel zur Kenntnis zu nehmen, bzw. diese abzuzeichnen. Sie interessierte sich nicht im Geringsten um diese Belange der Gäste, sondern war bei Ihren täglichen Besuchen eifrig damit beschäftigt, Ausflugspakete zu verkaufen und Leihwagen zu vermitteln. Offenbar ein einträgliches Geschäft, das wichtiger war, als berechtigte Reklamationen der Gäste zu bearbeiten.
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitEher gut
- Ausstattung des ZimmersSchlecht
- Atmosphäre & EinrichtungSchlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischSehr schlecht
- EssensauswahlSehr schlecht
- GeschmackSehr schlecht
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher schlecht
- Rezeption, Check-in & Check-outEher gut
- Kinderbetreuung oder SpielplatzEher gut
- FamilienfreundlichkeitEher schlecht
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungSehr schlecht
- Restaurants & Bars in der NäheSehr schlecht
- FreizeitangebotEher schlecht
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsSehr schlecht
- Entfernung zum StrandEher gut
- Qualität des StrandesEher gut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher schlecht
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2006 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Michael |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 1 |