In Palamós ist Wochenmarkt. Weite Teile der Avinguda de Catalunya im Zentrum, sonst stark befahren, sind komplett gesperrt, hier breiten sich schier endlos Stände mit Obst und Gemüse, Textilien, allerlei Accessoires und Tand aus. In der kleinen bunten Markthalle am östlichen Ende des Markts gehen wie alltäglich Berge von silbrig glitzernden Fischen und in allen Rottönen schimmernden Gambas über den Tisch. Am Tresen des Marktbistros zischt die Kaffeemaschine, werden die ersten Copas des Tages gekippt.
Der Wochenmarkt richtet sich dabei weniger an Urlauber als vielmehr an Einheimische, die sich hier preisgünstig mit Dingen des Alltags eindecken. In allen größeren Orten an der Costa Brava ist einmal pro Woche Open-air-Markt, donnerstags etwa in Tossa, freitags in Platja d’Aro, und heute am Dienstag ist Palamós dran. Und auch wer keinen neuen Babystrampler oder frisch gefangenen Oktopus braucht, sollte sich einfach mal durch das bunte Gewusel treiben lassen.
Auch sonst lohnt Palamós einen Ausflug vom Strandbadeort, das 20.000-Einwohner-Städtchen bietet nämlich richtig urbanen spanischen Alltag. In den schmalen schattigen Gassen rund um die Kirche Santa Maria del Mar von 1417, in der ihr neben einem Altar aus dem niederländischen Utrecht auch eine schöne Kunstsammlung besichtigen könnt, gibt es etliche schöne Shops und Boutiquen, und an kleinen Plätzen könnt ihr gemütlich Pause machen und in den Bars (oft günstig) essen.
Dieser alte Teil der Stadt liegt auf einer Felsnase zwischen den beiden Häfen von Palamós, im Osten ankern die Yachten und Sportboote, im Westhafen liegt zudem eine beachtliche Flotte von Fischerbooten und auch schon mal ein ausgewachsener Frachter am Kai. In der Auktionshalle wird wochentags jeden Nachmittag frisch gefangener Fisch versteigert, und die lange gewachsene Fischereitradition wird im opulenten Museu de la Pesca gewürdigt.
Natürlich gibt es in Palamós auch anständige Bademöglichkeiten. Der Hauptstrand Platja Gran erstreckt sich rund 600 Meter lang direkt vor der schön begrünten Uferpromenade mit großem Springbrunnen, vielen Beach-Restaurants und -Cafés sowie großen Hotel- und Apartmentkomplexen im Hintergrund. An seinem östlichen Ende liegt neben dem Hafen auch ein großer praktischer Parkplatz, im Westen geht er quasi nahtlos über in den langen Strand des benachbarten Badeorts Sant Antoni de Calonge.
Schöner noch sind der sichelförmige Strand in der unweit nordöstlich gelegenen Cala de la Fosca mit allen Serviceeinrichtungen sowie die noch etwas weiter außerhalb gelegene Platja de Castell. Der Sand ist hier feiner als anderswo in der Region, und hoch über dem Beach auf dem Cap de sa Corbatera liegen die Überreste einer Iberersiedlung aus der Zeit ab dem 6. Jh. v. Chr. – von hier habt ihr einen tollen Weitblick über die ganze Küste.
Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt am Fuß des Küstengebirges Massís de les Gavarres in der Region Baix Empordà in Katalonien. Nach Barcelona sind es von hier etwa 125 Kilometer, zum nächsten Flughafen in Girona 40 Kilometer.
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