Luftaufnahme der Gorges du Verdon in Frankreich © iStock.com/davidevison
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Urlaubstipps

10 Highlights der Provence

Bernhard SchmidtReisereporter für HolidayCheck

Die Provence ist mehr als nur Lavendelfelder und Sonnenblumen. Sie ist eine Region voller Kontraste, von den schroffen Felsen der Alpilles bis zu den sanften Hügeln der Provence Verte, von den historischen Schätzen von Arles bis zu den glamourösen Stränden von Saint-Tropez. In dieser Landschaft haben sich KünstlerInnen, DichterInnen und Prominente inspirieren lassen, und auch Du wirst ihren Zauber spüren. Begleite uns auf einer Reise durch die Provence, die Dir die schönsten Seiten dieser faszinierenden Region zeigt. Du wirst nicht genug davon bekommen können!

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Massif des Alpilles © stock.adobe.com - Rolf
Massif des Alpilles © stock.adobe.com - Rolf

Alpilles

Die kleinen Alpen der Provence

Diesen langgestreckten Felsrücken als Alpilles, kleine Alpen, zu bezeichnen, zeugt von der Unbekümmertheit seiner BewohnerInnen. Schließlich ist er nur etwa 30 Kilometer lang und keine 500 Meter hoch. Dafür wild, zerklüftet, voller Geschichte – und das süße Leben nicht zu vergessen. 

Die Schönheit der Bergkette und der umliegenden fruchtbaren Ebenen zog schon die Maler an, Vincent van Gogh und Paul Gauguin etwa. Dazu Dichter wie Alphonse Daudet und auch die High-Society, Caroline von Monaco etwa lebt hier. 

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Die Abbaye-de-Montmajour im Massif des Alpilles
Es gibt viele Spuren vergangener Tage in Arles, das einst von Caesar gegründet wurde © Bernhard Schmidt

Arles

Die alte Hauptstadt von Gallien

Arles steckt voller Überraschungen. Da streifst Du durch die Gassen, an eigentlich unwiderstehlichen Cafés und Restaurants vorbei, und dann stehst Du sozusagen mitten in Rom. Die römische Arena von Arles ist die etwas kleinere Schwester des Colosseums und wunderbar erhalten. Sie wird noch heute für Stierkämpfe genutzt.

Dahinter befindet sich das römische Theater. Caesar persönlich gründete die Stadt, die dann gar Hauptstadt Galliens wurde. Vincent van Gogh zog es 1888 hierher, er malte vor Ort einige seiner berühmtesten Bilder. Kein Wunder, dass man heute noch MalerInnen sieht, vor allem aber FotografInnen: Jeden Sommer findet vor Ort das Rencontres d'Arles als bedeutendstes Fotofestival der Welt statt.

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Platz unter schattigen Bäumen in Saint-Rémy im Massif des Alpilles
In Saint-Rémy im Süden der Alpilles geht es gemütlich zu © Bernhard Schmidt

Kultur

Kunst und Natur im Einklang

Kultur gibt es in der Provence ohne Ende. Im Sommer ist immer irgendwo ein Konzert, oft auf den Weingütern (mit Verkostung), zudem gibt es viele Museen und bedeutende Kirchen und Klöster. Etwa die ehemalige Zisterzienser-Abtei Le Thoronet oder die Basilika von Saint-Maximin, die Reliquien von Maria Magdalena, der Freundin von Jesus, beherbergt. 

Kunst findest Du in der Provence jedoch auch unter freiem Himmel – in Parks und Gärten. So auch im Garten der Villa Carmignac, wo Du zwischen Orchideen und Olivenbäumen immer wieder auf Kunstwerke wie die Skulptur Mother Nature von Olaf Breuning oder das spiegelnde Labyrinth von Jeppe Hein triffst.

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Restaurants im Val d'Enfer, Provence, Frankreich
Restaurants im Val d'Enfer, Provence, Frankreich © stock.adobe.com - karlo54

Val d’Enfer

Hier wohnt der Genuss

Was soll man sagen: Es ist ein Paradies für FeinschmeckerInnen, selbst wenn es Hölle heißt. Für seine Restaurants mit Sterneküche plus seine exquisiten Hotels wird das Val d’Enfer (Höllental) gerühmt, das versteckt zwischen den Felsen der Alpilles zu Füßen der Ortschaft Les Baux liegt. Zudem gibt es hier ein vorzügliches Olivenöl, das als das beste Frankreichs, vielleicht gar der ganzen Welt gilt.

Schlechtes Essen ist in dieser Region vermutlich polizeilich verboten. Und bitte die bunten Märkte nicht verpassen: Samstags zum Beispiel in Arles, mittwochs in Saint-Rémy.

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Château des Baux-de-Provence © stock.adobe.com - Nejron Photo
Château des Baux-de-Provence © stock.adobe.com - Nejron Photo

Château des Baux-de-Provence

Die Festung mit Weitblick

Wie ein Adlerhorst thront die Burg von Les Baux ganz oben auf einem Felsen. Im Mittelalter baute ein Nachfahre von König Balthasar – ja, einer der Heiligen Drei Könige – die als unbezwingbar geltende Festung, die dann doch bezwungen wurde. Was von ihr übrig blieb, ist eindrucksvoll genug, um alljährlich hunderttausende BesucherInnen anzulocken. 

Die bestaunen auch die bizarre Landschaft, streben dann ins entzückende Dorf Les Baux gleich nebenan, das zum schönsten von ganz Frankreich gekürt wurde, sowie in die Carrières de Lumières. Die sind ein ehemaliger Höhlensteinbruch, der heute für High-Tech Multimedia-Shows zu Kunstthemen genutzt wird. Zuletzt wurde Vincent van Gogh auf die kathedralenartigen Wände projiziert. Einmalig in der Welt!

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Weingut bei Carcés in der Provence Verte
Vielerorts in der Provence Verte finden sich solche Weingüter © Bernhard Schmidt

Provence Verte

Eine Region für KennerInnen

Wenn Du die ganz authentische Provence erleben willst, solltest Du ins Grüne fahren, in die Provence Verte (verte = grün). Das ist ein weniger bekannter Teil dieser südfranzösischen Region, obwohl er gar nicht versteckt liegt, nämlich mittendrin zwischen dem spektakulären Grand Canyon du Verdon und der Côte d’Azur um Saint-Tropez. 

Das ist unerwartet waldig, aber auch weinbergig, wunderschön und ruhiger als die Küste oder der touristisch ausgeschlachtete Luberon. Die Grüne Provence ist eine für KennerInnen, für Brad Pitt zum Beispiel. Der besitzt hier noch immer Landsitz und Weingut.

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Luftaufnahme der Gorges du Verdon in Frankreich © iStock.com/davidevison
Luftaufnahme der Gorges du Verdon in Frankreich © iStock.com - davidevison

Grand Canyon du Verdon

Abgründe & der Duft von Lavendel

Und dann das: So eine irre Schlucht! Du kannst den Grand Canyon du Verdon durchwandern, dabei im Sommer unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen und: Taschenlampen – wegen der Tunnels! Oder Du fährst auf einer Ringstraße um das ganze 700 Meter tiefe Naturwunder herum und genießt die Aussicht in die Abgründe.

Am Ende wartet der Stausee Lac de Sainte-Croix. Dort liegt auch das Dorf Quinson mit einem tollen Museum der Prähistorie. Architekt: Sir Norman Foster. Nicht weit davon befinden sich zudem die großen Lavendelfelder der Provence. Deren Blüte-Saison geht bis Mitte Juli.

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Die Basilika Saint Maximin la Sainte Baume in der Provence Verte
Kontrastprogramm zum weltlichen Vergnügen ist die Basilika von Saint-Maximin © stock.adobe.com - gerard CORPET

Lac de Sainte-Croix

Badespaß mit toller Kulisse

Baden geht in der Grünen Provence natürlich auch. Beliebt ist vor allem der Lac de Sainte-Croix, der als einer der schönsten Seen der Provence gilt. Er liegt zwischen den Gorges du Verdon und den Lavendelfeldern des Plateau de Valensole. Sandstrand findest Du hier zwar nicht – mit Badeschuhen hast Du aber auch an den Kies- und steinigen Naturstränden große Freude. 

Du kannst Dich aber auch wie viele Franzosen in wildromantischen Flüssen (oft mit Wasserfällen) abkühlen, dem Argens, der Bresque, der Fauvery. Macht Spaß.

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Das Dorf Entrecasteaux ist bekannt für sein Schloss mit großer Gartenanlage © stock.adobe.com - st1909
Das Dorf Entrecasteaux ist bekannt für sein Schloss mit großer Gartenanlage © stock.adobe.com - st1909

Dörfer und Städtchen

Zeitreise ins alte Südfrankreich

Die zauberhaften Dörfer und Städtchen sind das eigentliche Highlight der Provence Verte. Hier triffst Du täglich die lokalen BoulespielerInnen auf den Boulodroms, sitzt in der Bar beim Café Crème und liest die Sportzeitung, oder Du gehst über die Märkte (irgendwo ist immer gerade einer, am Wochenende auch Trödelmärkte). Der Wein ist selbst gemacht, die Restaurants sind spitze.

Hier erlebst Du eine Zeitreise in längst verloren geglaubte Epochen französischer Identität. Dennoch: We speak English. Empfohlene Orte: Cotignac (Höhlen), Salernes (Nachtmarkt und Keramik), Lorgues (Dienstagsmarkt), Tourtour (großartiger Blick, KünstlerInnen), Entrecasteaux (Schloss).

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Der Place des Cardeurs in Aix en Provence in der Provence Verte
Aix-en-Provence kann auch mal ganz ruhig sein © stock.adobe.com - MangAllyPop

Aix-en-Provence

Stadt der KünstlerInnen und Studierenden

Aix-en-Provence und die Montagne Sainte-Victoire sind meist die ersten Stopps in der Provence Verte. Aix ist die Stadt der Kunst, Heimat von Paul Cézanne, Victor Vasarely, Èmile Zola und die der Studierenden. 

Etwa ein Drittel der EinwohnerInnen studieren an der Uni, die schon 1409 gegründet wurde. Wenn Du mehr auf Natur stehst: Gleich östlich der Stadt ragt die wilde Montagne de Sainte-Victoire auf, naturgeschützt, gut 1000 Meter hoch, von Wander-, Höhlen- und Mountainbikerouten durchzogen. 

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Geschrieben von:Bernhard Schmidt