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Hafen von Saranda am Ionischen Meer, Albanien
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Reisen on a Budget

Roadtrip durch Europa: Fünf traumhafte Ziele, die Dein Budget nicht sprengen

Einfach losfahren, Fenster runter, Musik an und irgendwo landen, wo es Dich hinzieht. Die einzige Hürde: Der Blick auf den Kontostand. Und wenn wir schon von Reisen on a Budget sprechen, muss ehrlich gesagt sein: Die Benzinpreise, vor allem in Deutschland, sind gerade in der letzten Zeit förmlich in die Höhe geschossen. Ein spontaner Roadtrip kann also leider schnell teurer werden als gedacht.

Die gute Nachricht: Es gibt immer noch Reiseziele in Europa, bei denen ein Roadtrip mit überschaubarem Budget möglich ist. In vielen Ländern sind Unterkunft, Essen und Aktivitäten deutlich günstiger als in Westeuropa. Und mit ein paar einfachen Spartipps lässt sich auch unterwegs einiges einsparen. Hier sind fünf Roadtrip-Ziele, die sich perfekt für Reisende eignen, die Sonne, Abenteuer und ein bisschen Freiheit suchen, und zwar ohne, dass das Sparkonto komplett leergeräumt wird.

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Albanien – Riviera-Vibes zum StudentInnenpreis

Albanien war lange das bestgehütete Geheimnis des Balkans – und obwohl sich das langsam ändert, ist es noch nicht zu spät. Die Ionische Küste im Süden gehört zu den schönsten und noch vergleichsweise unberührten Küstenabschnitten Europas. Die albanischen Alpen im Norden sind atemberaubend und kaum touristisch erschlossen. Viele Roadtrips starten im Norden in Shkodër. Von dort geht es über die Hauptstadt Tirana Richtung Süden bis nach Sarandë, einer Küstenstadt mit Blick auf die griechische Insel Korfu. Unterwegs warten kleine Orte wie Himara oder Dhermi, die zu den schönsten Küstenorten des Landes zählen. Wenn Du noch nicht genug hast, setzt Du mit der Fähre über und verlängerst Deine Route nach Griechenland.

Das Beste daran: Essen gehen ist hier deutlich günstiger als in vielen anderen Mittelmeerländern. Frischer Fisch, gegrilltes Gemüse oder lokale Spezialitäten bekommst Du oft schon für wenige Euro.

Routenvorschlag (7–10 Tage):

Shkodër → Tirana → Berat → Himara → Sarandë

Eine Hand hält Euroscheine und die andere eine Bankkarte.
Verkehrs- und Budgettipps

Barzahlung einplanen: Kartenzahlung ist nicht überall möglich. Daher bist Du nicht schlecht gestellt, wenn Du Dich nicht nur auf Deine Karten verlässt, sondern auch etwas Bargeld dabei hast.

Montenegro – Vom Meer bis ins Hochgebirge

Montenegro ist eines der faszinierendsten Roadtrip-Ziele Europas – und nach wie vor deutlich günstiger als die meisten westlichen Mittelmeer Destinationen. Innerhalb weniger Stunden wechselst Du von Mittelmeerküste zu Hochgebirge. Ein guter Startpunkt ist die historische Bucht von Kotor (ein UNESCO-Welterbe, das seinen Namen verdient), die oft mit norwegischen Fjorden verglichen wird. Von dort kannst Du entlang der Küste nach Budva fahren und später ins Landesinnere Richtung Durmitor Nationalpark. Gerade wenn Du Natur liebst, ist Montenegro ein Traum: Die Mischung aus Adria-Feeling, Hochgebirge und mittelalterlicher Architektur ist einzigartig und teilweise noch erstaunlich wenig besucht. Wenn Du zurück an die Küste willst, fährt Du am besten über Cetinje, die alte Königshauptstadt, mit einem atemberaubenden Blick auf die Bucht von Kotor.

Zur Budgetfrage: Montenegro ist günstiger als Deutschland, aber kein Schnäppchenziel ohne Einschränkungen. Beliebte Küstenorte wie Budva oder Kotor sind in der Hauptsaison deutlich teurer als der Landesdurchschnitt und günstige Unterkünfte sind dort im Juli und August schnell ausgebucht. Wer im Mai, Juni oder September reist und auch ins Landesinnere fährt, erlebt Montenegro zum deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Routenvorschlag (5–8 Tage):

Kotor → Budva → Cetinje → Tara-Schlucht → Durmitor Nationalpark 

Eine kurvige Straße mitten durch die Natur.
Verkehrs- und Budgettipps

Kurvige Straßen: Besonders im Gebirge brauchst Du etwas Geduld, dafür wirst Du mit unglaublichen Landschaften belohnt. Für den Fall der Fälle: Tipps gegen Reiseübelkeit findest Du hier

Maut: Montenegro hat nur wenige mautpflichtige Strecken, aber beachte Brücken oder Tunnel können kleine Gebühren kosten.

Rumänien – Auf geht’s ins «Paris des Ostens»

Lass Dir gesagt sein: Rumänien als Reiseziel ist weit unterschätzt. Als Ziel besticht es durch eine unglaubliche Vielfalt und ist gleichzeitig eines der günstigsten Reisedestinationen Europas, was unserem Vorhaben ja gerade recht kommt.

Der perfekte Startpunkt ist Bukarest, wie man so schön sagt, das «Paris des Ostens». In der lebendigen Hauptstadt findest Du eine schöne Mischung aus historisch sehenswerter Architektur und einer modernen Kulturszene. Von hier geht es weiter nach Siebenbürgen, eine Region voller mittelalterlicher Städte wie Sibiu oder Brașov. Sibiu solltest Du als Stadt auf jeden Fall auch mitgenommen haben während Deines Roadtrips.

Man munkelt, die schönste Passstraße der Welt liegt in Rumänien. Dabei ist die Rede von der Transfăgărășan-Straße, einer spektakulären Bergstraße durch die Karpaten. Es erwarten Dich 90 Kilometer voller Action und atemberaubender Ausblicke. Hier ist es jedoch besonders wichtig, immer achtsam unterwegs zu sein: Denn die Straße ist neben normalen Kraftfahrzeugen auch für Motorräder geöffnet. Demnach kann es schnell einmal vorkommen, dass eine MotorradfahrerIn hinter der nächsten Ecke hervorgeschossen kommt.

Neben Kultur und Landschaft punktet Rumänien vor allem beim Preis: Essen, Unterkünfte und Aktivitäten sind deutlich günstiger als in vielen anderen Teilen Europas.

Routenvorschlag (7–10 Tage):

Bukarest → Brașov → Transfăgărășan → Sibiu → Cluj-Napoca

Person betankt Auto, Nahaufnahme
Verkehrs- und Budgettipps

Vignette nicht vergessen: Für viele Straßen benötigst Du eine sogenannte „Rovinieta“, eine digitale Maut.

Straßen außerhalb der Städte: Teilweise holprig, aber meist wenig Verkehr.

Tankpreise: Deutlich günstiger als in Deutschland

Baltikum – Drei Länder, ein Roadtrip

Estland, Lettland und Litauen lassen sich perfekt auf einer Route kombinieren. Die Entfernungen sind relativ kurz, die Straßen gut ausgebaut und die Grenzen zwischen den Ländern praktisch unsichtbar.

Dein Roadtrip startet in Vilnius (Litauen), führt weiter nach Riga (Lettland) und endet in Tallinn (Estland). Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter: barocke Altstädte, Jugendstilarchitektur und lebendige Cafékultur.

Zwischen den Städten erwarten Dich lange Küstenabschnitte, Wälder und Nationalparks, die perfekt für spontane Stopps sind. Ein absoluter Must-See ist die Kurische Nehrung an der litauischen Küste. Dieser schmale, rund 100 Kilometer lange Sandstreifen gehört zum UNESCO-Welterbe. Hier findest Du riesige Dünenlandschaften, kleine Fischerdörfer und endlose Strände, die sich perfekt für eine Pause vom Autofahren oder einen längeren Spaziergang am Meer eignen. Besonders beeindruckend ist die Parnidis-Düne bei Nida, von der aus Du einen weiten Blick über die Dünenlandschaft und das Wasser hast. 

Routenvorschlag (6–8 Tage):

Vilnius → Klaipėda → Riga → Pärnu → Tallinn

Parken am Playa de Salinetas, Gran Canaria, Spanien
Verkehrs- und Budgettipps

Parken: In den Altstädten meist kostenpflichtig, nutze daher lieber Parkplätze am Stadtrand.

Maut: Die meisten Straßen sind kostenlos.

Griechenland – Roadtrip auf dem Peloponnes

Bei Griechenland denkt man als Roadtrip-Ziel oft zu schnell in Richtung Fähre und Insel. Dabei ist das Festland eines der lohnendsten und günstigsten Reiseziele Europas, gerade wenn man abseits von Santorini und Mykonos unterwegs ist. Der Peloponnes beispielsweise bietet auf einer einzigen Halbinsel antike Ruinen (Olympia, Mykene, Epidauros), Bergdörfer, Küstenabschnitte und traumhafte kleine Badebuchten. Wenn Du von Athen aus startest, fährst über Korinth auf die Halbinsel und kannst die Route so anlegen, dass Du jeden Tag in einer anderen Landschaft aufwachst. Das Essen in lokalen Tavernen ist erschwinglich, Übernachtungen außerhalb der Touristenzentren deutlich günstiger als ihr Ruf und die Straßen auf dem Peloponnes gehören zu den abwechslungsreichsten, die Südeuropa zu bieten hat.

Tipp: Wenn Du im Mai oder Oktober fährst, profitierst Du von niedrigeren Preisen, angenehmen Temperaturen und deutlich weniger Andrang, auch an den schönsten Stränden.

Zur Budgetfrage: Griechenland ist auf dem Festland und außerhalb der Hochsaison ein echtes Budget-Ziel. Wenn Du aber im August auf die Inseln willst, landest Du schnell in einer anderen Preisklasse. Unterkünfte und Restaurants in Touristenzentren wie Santorini oder Mykonos sind dann von den Preisen her eher mit Westeuropa vergleichbar. Der Peloponnes bleibt davon aber weitgehend verschont, weshalb dieser hier bewusst im Zentrum steht.

Routenvorschlag (6–9 Tage):

Athen → Mykene → Nafplio → Olympia → Mani-Halbinsel

Gewundene Landstraße zu einem Bergdorf in der Toskana, Italien.
Verkehrs- und Budgettipps

Mautstraßen: Auf einigen Autobahnen fallen Gebühren an.

Benzinpreise: Höher als in vielen Balkanländern, plane daher das Budget entsprechend.

Landstraßen nutzen: Oft günstiger und landschaftlich schöner.

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Mit Geld gefülltes Gas für die Reise
Richtig sparen für Reisen – wir haben die Tipps für Deinen Urlaub 2024 © gettyimages - danm

Budget-Roadtrip: So sparst Du unterwegs

Ein günstiger Roadtrip hängt häufig weniger vom Reiseziel ab als von der Planung. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich viel Geld sparen.

  1. Mietwagen früh buchen: Früh buchen kann den Preis deutlich senken, besonders in beliebten Reisezeiten.
  2. Hauptsaison meiden: Mai, Juni oder September sind oft deutlich günstiger als Juli und August.
  3. Bei der Unterkunft flexibel bleiben: Hostels, Pensionen oder Campingplätze sind oft deutlich günstiger als Hotels.
  4. Lokal essen: Restaurants außerhalb der touristischen Zentren sind meist günstiger und authentischer.
  5. Benzin und Maut einplanen: Zu leicht unterschätzt man diese Kosten. Informiere Dich daher vorab über:
    • Benzinpreise im Zielland
    • Mögliche Mautgebühren
    • Parkkosten in Städten

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Roadtrip auf Lefkada, Griechenland
Roadtrip auf Lefkada, Griechenland

Fazit: Abenteuer statt Luxus

Ein Roadtrip on a Budget heißt keinesfalls, auf Abenteuer verzichten zu müssen, sogar ganz im Gegenteil. Gerade Länder wie Albanien, Montenegro oder Rumänien zeigen, dass man mit wenig Geld unglaublich viel erleben kann.

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