Themse in London © Karl Hendon/Moment via Getty Images
© Karl Hendon/Moment via Getty Images

Städtereise

Die 5 Städte mit spektakulärer Architektur in Europa

Architektonische Meisterwerke in fünf europäischen Städten warten darauf, von Dir entdeckt zu werden. Einige von ihnen prägen das Stadtbild seit Jahrhunderten, während andere erst vor wenigen Jahrzehnten oder sogar Jahren entstanden sind. Diese faszinierenden Kontraste, die oft in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, verleihen vielen Zielen in Europa ihren besonderen Reiz.

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Skyline London © James Brittain/Corbis Documentary via Getty Images
Skyline London © James Brittain/Corbis Documentary via Getty Images

London, England

Gläserne Wolkenkratzer an der Themse

In der britischen Hauptstadt hast Du Gelegenheit, Meisterwerke der Architektur aus vielen unterschiedlichen Epochen zu bewundern. Zu den historischen Gebäuden, die Du bei Deinem Besuch in der Stadt gesehen haben solltest, zählen ohne Zweifel die Abtei von Westminster mit dem Parlamentssitz Westminster-Palast sowie Big Ben in gotischem beziehungsweise neugotischem Stil.

Das Gebäude des Bahnhofs St. Pancras im Stadtteil Camden stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gilt als große architektonische Leistung mit der damals größten Bogenhalle der Welt.

Auch in heutiger Zeit entstehen in London immer wieder sehenswerte Bauwerke. Der Wolkenkratzer The Shard befindet sich am südlichen Themse-Ufer gegenüber dem Tower of London und gehört mit 310 Metern Höhe zu den höchsten Bauwerken Europas. Sein Name bedeutet Splitter und bezieht sich auf die komplett verglaste Fassade des Bauwerks mit 72 Stockwerken.

In fußläufiger Entfernung liegt am Südufer der Themse die City Hall. Das eiförmige Gebäude aus der Feder von Norman Foster ist inzwischen ein fester Bestandteil der Silhouette Londons.

Nördlich der Themse, aber ebenfalls unweit der Tower Bridge, kannst Du ein spitzovales Glasgebäude mit 41 Stockwerken bewundern, das im Volksmund The Gherkin genannt wird, was etwa Gewürzgurke bedeutet. Dieser Glaspalast ist nicht nur von außen ein Hingucker. Sein ringförmig angeordnetes Innenleben ist ebenfalls bemerkenswert, aber leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Sagrada Familia, Barcelona ©  Orbon Alija/E+ via Getty Images
Sagrada Familia, Barcelona © Orbon Alija/E+ via Getty Images

Barcelona, Spanien

Die Stadt von Gaudí

Beim Gedanken an Baukunst in der katalonischen Stadt am Meer denken viele Menschen zuerst an die Kirche Sagrada Família, und das zu Recht. Der im ausgehenden 19. Jahrhundert begonnene Bau, der bis heute nicht abgeschlossen ist, ist eine Ikone der Epoche des Modernisme Català und eines der wichtigsten Werke des Architekten Antoni Gaudí. Der Künstler hat in Barcelona aber noch weitere Spuren hinterlassen. Du kannst sie zum Beispiel im Park Güell oder an den Häusern Batlló und Milà wiederfinden, die mit ihren verspielten asymmetrischen Fassaden mit üppiger Verzierung eine erfrischende Abwechslung zu den strengen Stadtpalästen Barcelonas darstellen.

Das im Jugendstil errichtete Krankenhaus Hospital de Sant Pau liegt in einer Sichtachse mit der Sagrada Família und stammt von einem anderen Architekten des Modernisme, dem Katalaner Montaner. Von ihm sind auch die Pläne zum Palast der katalanischen Musik, Palau de la Música Catalana, am Rande der Altstadt, einem Konzertsaal, der nicht nur durch seine überwältigende Akustik überzeugt. Sehenswert sind auch die bunten Mosaike und Fenster, die dem Gebäude ein unvergleichliches Ambiente verleihen.

Sollte Dir der Sinn nach etwas schlichterer, aber nicht weniger monumentaler Architektur stehen, lohnt sich die Fahrt zum Kloster von Pedralbes, das sich etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet. Die Gründung aus dem 14. Jahrhundert ist ein wunderbares Beispiel für Gotik in der katalanischen Interpretation. Besonders schön sind die Klosterkirche und der angrenzende Kreuzgang.

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Nordsee in Bremerhaven © Steffen_F/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Nordsee in Bremerhaven © Steffen_F/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Bremerhaven, Deutschland

Ein Segel am Meer

Bremerhaven ist möglicherweise nicht die erste Stadt, an die Du im Zusammenhang mit spektakulärer Architektur denkst. Ein Besuch der Hafenstadt an der Wesermündung kann sich aber auch für LiebhaberInnen moderner Baukunst lohnen.

Praktischerweise liegen die meisten sehenswerten Bauten nah beieinander und direkt am Wasser, nämlich rund um den Neuen Hafen. Bereits aus einiger Entfernung kannst Du das 147 Meter hohe Atlantic Hotel Sail City erkennen, das mit seiner vollverglasten Fassade in Form eines gewölbten Segels zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

Gleich unterhalb des Hotels mit seinen 23 Etagen und einer für BesucherInnen zugänglichen Aussichtsplattform findest Du das Klimahaus® Bremerhaven. Hier ist nicht nur die Bootsform des Gebäudekörpers von Interesse, sondern auch die darin enthaltene Energie- und Klimatechnik. Einen Besuch wert ist selbstverständlich auch das Innere des Hauses, das eine Weltumrundung auf dem Längengrad von Bremerhaven ermöglicht.

Ein paar Schritte weiter triffst Du auf das Deutsche Auswandererhaus, das gestalterisch die Vielfalt der Geschichten widerspiegelt, die im Museum gezeigt werden. Hierzu haben die Architekten Betongravuren von Auswandererporträts in die Fassade eingelassen. Je nach Standpunkt, Lichtverhältnissen und Wetter ändert sich das Aussehen des Museums.

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Kopenhagen, Dänemark © Alexander Spatari/Moment via Getty Images
Kopenhagen, Dänemark © Alexander Spatari/Moment via Getty Images

Kopenhagen, Dänemark

Dänisches Design par excellence

Als “Welthauptstadt der Architektur 2023” muss sich die Hauptstadt der Dänen keinesfalls verstecken. Hier ist schlichtes skandinavisches Design in Form von Gebäuden an vielen Stellen im Stadtbild sichtbar. Zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Schlösser Amalienborg und Rosenborg sowie das fünfzackig angelegte Stadtkastell am Eingang des Hafens.

Die neuere Architekturgeschichte wird hingegen unter anderem vom SAS Royal Hotel im Stadtteil Vesterbro bestimmt, das in den 1950er-Jahren vom dänischen Architekten und Designer Arne Jacobsen geplant wurde. Seinerzeit nahm Jacobsen Einfluss auf jede Einzelheit in der Ausstattung und Einrichtung, weswegen der Bau mit vorgehängter Fassade aus Glas und Stahl in seiner Ursprungsform als Gesamtkunstwerk des Künstlers bezeichnet wird.

Ein Kunstwerk anderer Art kannst Du im Hafen von Kopenhagen beschreiten. Die Brücke Inderhavnsbroen (Innere Hafenbrücke) verbindet die Stadtteile Christianshavn und Nyhavn miteinander und spannt sich über insgesamt 180 Meter über das Hafenbecken der Stadt. Im Jahr 2016 fertiggestellt, ist die Brücke ausschließlich RadfahrerInnen und FußgängerInnen vorbehalten. Wenn ein Schiff passieren möchte, wird jeweils ein Teil der Brücke seitlich eingefahren.

Über die Brücke gelangst Du von der Innenstadt Kopenhagens zur autonomen Freistadt Christiania, einem berühmt-berüchtigten alternativen Wohnprojekt. Die Architektur dieses Viertels ist geprägt vom Fehlen von Vorschriften und Regelungen, sodass hier über die Jahre viel Fantasievolles entstanden ist. Ein Rundgang durch das Viertel ist eine spannende Angelegenheit.

Etwas außerhalb der Stadt triffst Du auf der Insel Amager auf das neue Stadtquartier Ørestad, das seit Anfang der 1990er-Jahre entsteht. Dieses Viertel strotzt nur so vor architektonischen Highlights: Das Konzerthaus, das Bella Sky Hotel und die Wohnhäuser 8 Haus und Mountain Dwelling sind nur einige von ihnen.

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Charles-Brücke in Prag © photo by Miroslav Petrasko/Moment via Getty Images
Charles-Brücke in Prag © photo by Miroslav Petrasko/Moment via Getty Images

Prag, Tschechische Republik

Die Goldene Stadt an der Moldau

Prag stand schon immer im Ruf, besonders schöne Bauwerke zu besitzen. Schließlich leitet sich sein Beiname von der goldfarbenen Dachbedeckung seiner zahlreichen Kirchtürme ab. In dieser zauberhaften Stadt bekommen Architekturbegeisterte eine Menge zu entdecken. Die Prager Burg mit dem Veitsdom und die weltberühmte Karlsbrücke stammen größtenteils aus dem 14. Jahrhundert und stellen eindrucksvolle Zeugnisse mittelalterlicher Baukunst dar.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in Prag viele Gebäude im Jugendstil und nach kubistischen Entwürfen, wie etwa das Prager Gemeindehaus oder das Haus zur Schwarzen Muttergottes, die bis heute das Stadtbild mitbestimmen.

Unmittelbar am östlichen Ufer der Moldau steht eines der modernen Wahrzeichen der Stadt, das Tanzende Haus. Das heute als Bürogebäude genutzte Bauwerk entstand 1996 nach Entwürfen des Kanadiers Frank Gehry. Zwei an der Ecke des Hauses befindliche Türme scheinen sich wie im Tanz aneinanderzuschmiegen und erwecken den Eindruck, in Bewegung zu sein.

Aktuell befindet sich in Prag ein neues spektakuläres Architekturprojekt in Planung. Im Vorort Nové Butovice soll in den kommenden Jahren der sogenannte Top Tower entstehen, der mit 135 Metern das höchste Gebäude der Stadt sein wird.

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