phone
Reisebüro Täglich von 08:00-23:00 Uhr089 143 79 133HolidayCheck ReisebüroTäglich von 08:00-23:00 Uhr
arrow-bottom

Reisetippbewertung Pashupatinath Tempel

Bild des Benutzers Rosakaninchen
von
Profil ansehen


Registriert seit 22.02.09
Fragen an Ingrid?
-
Aus: Deutschland
Alter: 36-40
Reisezeit: im November 12




Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 6.0

Einäscherungen in spiritueller Atmosphäre

Der Pashupatinath ist einer der wichtigsten hinduistischen Tempelkomplexe in Nepal. Er ist Shiva als Herrn der Tiere (= pashu pati) gewidmet. Touristen haben nur zu bestimmten Bereichen des Geländes Zutritt. Der Tempelhof, das Tempelgebäude und die Verbrennungsstätten am Fluss dürfen nur von Hindus betreten werden.

Der Bagmati-Fluss teilt die Anlage in zwei Bereiche. Auf der einen Flussseite liegen der große Tempel und die Ghats (Verbrennungsstätten).

Über den Fluss führt eine Brücke. Die höheren Kasten werden auf den Arya Ghats verbrannt. Diese sind durch eine Pagode von den Surya Ghats, die der ärmeren Bevölkerung als Verbrennungsplatz dienen, getrennt.

Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich der öffentliche Bereich, in dem sich auch Nicht-Hinduisten aufhalten dürfen. Die Verbrennungen finden öffentlich statt. Während unseres zweistündigen Besuchs können wir mehrere Zeremonien miterleben.

Zunächst nimmt die Familie Abschied von dem Verstorbenen, der in ein orangefarbenes Tuch gehüllt ist und mit Flusswasser besprengt wird. Der Scheiterhaufen wird aufgeschichtet und der Verstorbene darauf platziert. Dann zündet der älteste Sohn den Scheiterhaufen an und wäscht sich anschließend im Fluss, in den auch die verbrannten sterblichen Überreste inkl. des verbrannten Scheiterhaufens entsorgt werden. Auch Plastiktüten, in denen sich z.B. Reis als Opfergabe befand, werden achtlos ins Wasser geworfen.

Vor unseren Augen wird ein neuer Scheiterhaufen aufgeschichtet und dekoriert. Die Angehörigen weinen. Zwischendurch springen lebensfrohe Affen mit lautem Spritzen von einer Brücke in das Wasser des Flusses, schwimmen und toben herum.

Der älteste Sohn eines Verstorbenen sucht nach Ablauf eines Jahres einen Priester auf, um eine Zeremonie zu Ehren des Verstorbenen durchzuführen. Die beiden sitzen auf einer Plattform am Rande des Flusses.

Ein kleiner Junge angelt mit einem an ein Seil gebundenen Magneten nach den von Gläubigen und Trauergesellschaften in den Fluss geworfenen Münzen.

Wir beobachten das Geschehen auf dem Tempelgelände mehr als zwei Stunden lang. Auch viele Einheimische finden sich ein, um den Beisetzungen als Zaungäste beizuwohnen. Am Wegesrand warten Sadhus (langhaarige, „heilige“ Männer) darauf, dass man ein Foto mit ihnen schießen lässt. Dafür nehmen sie einen kleinen Obolus und wünschen ein glückliches Leben.

Der Besuch des Pashupatinath-Tempels war sehr beeindruckend und lohnt unbedingt.

Eintritt: 250 Rupien.

Bilder/Videos zum Reisetipp (Zur Vergrößerung einfach auf die Bilder klicken!)

Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verbrennung
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verbrennung
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verbrennung
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verbrennungsstätten
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verstorbener
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Junge mit Magnet sammelt Münzen
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Zaungäste
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Zeremonie
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Nasser Affe
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Sadhus
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Überreste einer Verbrennung im Fluss
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Affen schwimmen im Fluss
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Sadhus
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Verbrennungsstätten
Reisetipp Pashupatinath Tempel - Dekoration vor Verbrennung

War die Bewertung für Sie hilfreich? Ja Nein

Bewertung

    Gesamtnote
    6.0
    Sonnen