Kolumba
Köln/Nordrhein-WestfalenNeueste Bewertungen (5 Bewertungen)
Kapelle Madonna in den Trümmern - Sakralarchitektu
Die Kapelle »Madonna in den Trümmern« wurde 1949/50 erbaut. Sie ist in die im Krieg zerstörte Kapelle Kolumba integriert. Es ist eine kleine Kapelle, zeigt aber einige Sehenswürdigkeiten. Oberhalb des Eingangs zur Kapelle ist eine Skulptur einer Bärin. Eine Legende besagt, dass die heilige Kolumba von Sens, eine unberührte Märtyrerin, vergewaltigt werden sollte. Das fand im Jahr 274 nach Christus statt. Sie wurde von einer Bärin gerettet. Der Tabernakel stammt von der berühmten Essener Goldschmiedin Elisabeth von Treskow. Ganz besonders ist auch die Figur des Hl. Antonius von Padua links vor dem Altarraum. Da die Kapelle klein ist, fühlt man ganz eigene, intime Stimmung. Adresse: Kolumbastraße 2, 50667 Köln Geodaten: WXQ3+9Q Köln
Kunstmuseum des Kölner Erzbistums
Das Kolumba, das sich in Köln in der Kolumbastraße 4 befindet, ist das 2007 eröffnete Kunstmuseum des Kölner Erzbistums, dessen Gründung bereits 1853 erfolgte und das vorher in anderen Räumlichkeiten untergebracht war. Das Kunstmuseum des Kölner Erzbistums gilt als das zweitälteste Museum von Köln. Das Kolumba befindet sich dort, wo sich einst die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirche St. Kolumba befand, dessen Ruine in den Museumsneubau eingebunden wurden. Ebenso wurden die „Kapelle Madonna in den Trümmern“ und die „Sakramentskapelle“, die beide aus den 1950-er Jahren stammen, in das Museum Kolumba integriert.
Größte Pfarrkirche
St. Kolumba war eine der größten Pfarrkirchen Kölns. Erstmals erwähnt wurde sie 980. Im Mittelalter wurde sie durch einen gotischen Neubau ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Heute ist ein Museum an der Stelle. Adresse: Kolumbastraße 4, 50667 Köln Geodaten: WXQ3+FJ Köln
Lohnenswertes Museum
Hinter einer eher schlichten Fassade befindet sich eine großartige Ausstellung in einer sehr modernen und ungewöhnlichen Architektur.
Architektur & 'Inhalt' sehr interessant: Kolumba Köln
Man muss sich schon daran gewöhnen, dass das ein interessantes Museum ist, wenn man auf der Eingangsseite vor einer Betonmauer steht. Zunächst hat uns dieser erste Eindruck abgeschreckt als wir im Februar das Kolumba Museum in Köln besuchten. Aber als wir es verliessen, waren wir mehr als versöhnt! Es war tatsächlich ein „Dreiklang aus Ort, Architektur und Sammlung“ – wie der Prospekt des Hauses besagt. Das Kolumba Museum als eine Einrichtung des Erzbistums Köln zeigt natürlich viel sakrale Kunst, aber die wird in den grauen Mauern sehr schön präsentiert. Zur Zeit läuft die Ausstellung "zeigen verhüllen verbergen. Schrein - eine Ausstellung zur Ästhetik des Unsichtbaren" - in 21 Räumen. Das „Unsichtbare“, damit ist das gemeint was in Schreinen und Kästchen, wenn sie verschlossen sind, enthalten und nicht sichtbar ist. Ausgestellt sind wunderschöne Reliquienkästchen, Schreine - so ist auch der Annoschrein und andere Heiligenschreine zu sehen, und dazu kann man immer wieder Gemälde moderner Maler bestaunen. Diese Kombination von Alt und Neu ist in den schlicht gehaltenen Räumen sehr schön präsentiert. In einem kleinen Raum mit grossem Fenster hängt Stefan Lochners „Madonna mit dem Veilchen“ (um 1400) – dieses Madonnengemälde mit dem Jesuskind, wunderschön auf der grauen Betonwand. Und von diesem Fenster aus blickt man hinüber zu den Türmen des Kölner Doms. Da hatten wir wieder einen Eindruck von der Architektur des Hauses und was man damit gemacht hat. Uns begeisterte nicht nur die präsentierte Kunst, sondern die Kombination von alten Stücken und moderner Malerei. So z.B. in Raum 21 ein mittelalterlicher Altaraufsatz und dazu kombiniert ultramarin-blaue Gemälde von Rudolf de Crignis. Das Einzige, was uns von den modernen Werken nicht gefiel war die grosse Kiste von Thomas Rentmeister – gleich neben dem Treppenaufgang. Sie wirkte auf uns zu massiv und gab uns nichts. Im Erdgeschoss wird besonders deutlich, was Architektur zu leisten im Stande ist: Hier in diesem grössten Raum des Museums sind die Ruinen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche St. Kolumba, sowie die selbstständige Kapelle „Madonna in den Trümmern“ mit einbezogen (die Kapelle betritt man von außerhalb des Museums). Man geht auf Stegen über archäologische Ausgrabungen von römischen, romanischen und gotischen Fundamenten. Unser Tipp: Da man im Kolumba Museum die Wechselausstellungen meist im September eines Jahres verändert, haben Sie Zeit, sich diese Ausstellung anzuschauen – und wenn Sie Kolumba noch nicht kennen sollten, so lassen Sie die Eindrücke von den Räumen und die Ausblicke daraus auf sich wirken. Wir hatten z.B. das Glück bei Sonnenschein ein Elfenbein-Kreuz auf einer uni-grauen Wand zu sehen – fantastisch dieses Spiel von Licht und Schatten dort, wo das mittelalterlichen Kreuz hängt.