Kirche St.Maria Thalkirchen
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Historische Wallfahrtskirche in Thalkirchen
Nach unserem Mittagessen im Gasthaus Alter Wirt besichtigten wir auch die historische Wallfahrtskirche St. Maria. Die Wallfahrt in diese Kirche begann bereits im 15. Jahrhundert, ursprünglich um einen Kreuzpartikel zu verehren, später trat das marianische Gnadenbild in den Vordergrund. Kreuzpartikel sind kleine Holzsplitter, die der Überlieferung nach vom Kreuz Christi stammen und als besonders wertvolle Reliquien verehrt werden. Die Kirche St. Maria befindet sich direkt gegenüber vom Gasthaus. Die Kirche liegt im alten Dorfkern von Thalkirchen. Rund um die Kirche befindet sich ein interessanter alter kleiner Friedhof mit einer Mariengrotte. Alle erhaltenen Grabmäler stammen aus der Zeit nach 1850. Es sind noch 23 alte Grabplatten erhalten, die im Inneren der Kirche oder an den Außenmauern angebracht sind. In der Kirche befindet sich eine Hinweistafel mit der Überschrift “Die Kirche Maria Thalkirchen“. Auf dieser Tafel wird über die Kirche und den Stadtteil Thalkirchen einiges berichtet. Ab 1400 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche Sankt Maria begonnen, Teile der alten Kirche finden sich im Turm und an der Ostwand. Ende des 17. Jahrhunderts wurde Sankt Maria barockisiert und Anfang 1900 im neobarocken Stil erweitert. An der Außenwand der Kirche ist eine kleine Hinweistafel mit folgendem Text angebracht: Pfarrkirche St. Maria Thalkirchen, Wallfahrtskirche erbaut um 1390. Die Kirche war zwar geöffnet, jedoch war der Altarraum mit einem Gitter verschlossen und man konnte nur ein Foto durch diese Sperre machen. Was mir aus der Ferne besonders auffiel, war der schöne Hochaltar und die zwei Seitenaltäre. Wie man im Internet nachlesen kann, wurde der Hochaltar im Stil des Rokokos in den Jahren 1759 – 1769 von Ignaz Günther umgestaltet. 1759 schuf Günther um die Madonna mit dem Kinde herum einen reichen Altaraufbau. Das Gnadenbild der Muttergottes ist noch ein Teil des im Jahr 1482 errichteten gotischen Altaraufsatzes. Der Hauptaltar wurde 1959 auseinandergebaut, seine Elemente wurden in der Kirche verteilt aufgestellt. 1981 wurde er wieder in den Zustand von 1769 versetzt. Auf einer anderen Hinweistafel in der Kirche wurde der Hochaltar ausführlich beschrieben. Im Vorraum der Kirche befindet sich eine kleine Jahreskrippe. Auch diese Krippe ist auf einen Hinweisblatt sehr gut beschrieben. So soll angeblich der Gemäldehintergrund der Krippe den Ort Thalkirchen um 1820 darstellen. Das Original befindet sich im Münchner Stadtarchiv. Auch wurde über das Krippenbild berichtet. Die Krippe beschreibt, wie Jesus bekannt gibt, dass er von einen seiner 12 Jüngern (hier: Judas) verraten wird. Die Kirche ist ein althergebrachter Wallfahrtsort. Die Kirche wird oft auch als „Flößerkirche“ bezeichnet, da Flößer auf der Isar, die Waren nach München brachten und für eine glückliche Heimkehr dankten. Im Jahr 1990 wurde nach langer Unterbrechung die Tradition der Thalkirchner Flößerwallfahrt wiederbelebt, sie findet seit 1993 alle fünf Jahre statt. Eine sehr interessante Kirche.
Wallfahrtskirche seit dem späten Mittelalter
Im Stadtteil Thalkirchen, in dem sich auch der bekannte Tierpark Hellabrunn befindet, steht die gotische Wallfahrts- und Pfarrkirche seit 1400. Zunächst wurde sie barockisiert -Turm mit Barockhaube-. Die Rokokozeit schuf den Hochaltar mit dem gotischen Gnadenbild Maria. Die Wallfahrt besteht seit dem späten Mittelalter bis heute. Interessant ist auch der kleine Friedhof um die Kirche.