Josef Kardinal Frings Denkmal

Köln/Nordrhein-Westfalen

Neueste Bewertungen (5 Bewertungen)

Herbert(66-70)
Juli 2025

Der Kardinal erlaubte das „Fringsen“

5,0 / 6

Das Josef-Kardinal-Frings-Denkmal, das sich in Köln am Laurenzplatz befindet, stammt aus dem Jahr 1998. Damit gedenkt Köln Josef Frings (geboren 1887 in Neuss, gestorben 1978 in Köln - von 1942 bis 1969 Erzbischof von Köln, 1946 zum Kardinal erhoben). Wenn man am Laurenzplatz ist, so bietet es sich an, dass man auch einmal bei Josef Kardinal Frings vorbeischaut. Jetzt im Juli 2025 war das Denkmal wegen aufgestellten Bauzäunen auf dem Laurenzplatz nicht so zugänglich, wie man es sich gerne gewünscht hätte. ANMERKUNG: nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete Frings das Stehlen oder "Organisieren" von Lebensmitteln und Brennstoffen aus existenzieller Not heraus als eine erlaubte Art des Mundraubs – dies Stehlen und Organisieren wurde bald als „fringsen“ bezeichnet.

Claudia
Juli 2025

Mitten im Bauzaun integriert

4,0 / 6
Hilfreich (1)

Wer das Denkmal sucht - im Juli war es zwischen einem Bauzaun gerade noch so zu finden. Josef Frings war von 1942 bis 1969 Erzbischof von Köln und wurde 1946 zum Kardinal erhoben.

Klaus(71+)
Juli 2025

Eine Bronzetafel

5,0 / 6

Josef Frings war eine der der bedeutendsten Figuren der deutschen Kirche in der Nachkriegszeit. In der Nähe des Kölner Rathauses, auf dem Laurenzplatz, wurde ihm ein Denkmal errichtet. Auf einem Sockel steht die Büste des Kardinals. Auf der Vorderseite ist oben sein Name eingraviert, unten „Erzbischof von Köln 1942-1969“. Auf der Rückseite ist eine Bronzetafel, mit seinem Werdegang. Adresse: Laurenzpl., 50667 Köln Geodaten: WXQ5+96 Köln

Roswitha Gudrun
April 2015

Gehst due einfach mit zum Fringsen?

5,0 / 6

Zunächst ist man etwas irritiert, wer war Kardinal Josef Frings? Wenn man sich aber etwas mit der Geschichte auseinander setzt, kommt man darauf, dass die Kölner ihre Wohltäter kaum vergessen. In der Nachkriegszeit, hatten alle Deutschen mächtig Hunger und sie froren zum Erbarmen. In seiner Sylvesterpredigt hat Kardinal Frings, die Gläubigen ermuntert, einfach Kohlen zu stehlen, wenn sie die Möglichkeit hatten und die hatten sie, weil im Güterbahnhof öfters Kohlenzüge standen, die vom Ruhrgebiet, Kohlen nach Frankreich bringen sollten, als Reparationsgut. Das wurde dann im Rheinland zum geflügelten Wort, einfach Fringsen zu gehen. Dass der Kardinal von den Engländern zum Hauptquartier zum Rapport geladen wurde, wissen die wenigsten. Er hat dort eine Stunde gewartet und ist dann nach Köln zurück gefahren, es gab danach keine Schelte.

Horst Johann(71+)
April 2015

"Fringsen" wurde Salonfähig als die Not am größten

5,0 / 6

Josef Frings wurde am 6.2.1887 geboren und ist als Kardinal am17.12.1978 verstorben. Obwohl die Kölner nicht sehr viel von ihren Kardinälen halten, ist dieser volkstümliche Kardinal sozusagen immer verehrt worden. In der Nazi-Zeit war er ein entschiedener Gegner, er wurde am 1.Mai 1942 zum Kardinal ernannt, also mitten im Krieg. Er hat auch die Judenverfolgung als "himmelschreiendes Unrecht" angeprangert. Sein Primizfeier im Dom durfte damals weder im Rundfunk noch in Zeitungen erwähnt werden. Frings war ein unerschrockener Kardinal, der aber auch nach dem Krieg Nazigrößen zur Flucht ins Ausland verhalf. Dem deutschen Volk wurde er bekannt, als er am 31.12.1946 in seiner Sylvesterpredigt, den Leuten die froren erlaubte, sich Kohlen zu nehmen, wenn sie keine andere Möglichkeit dazu hatten. Ja, Kohlen und Lebensmittel waren streng rationiert und wurden vom Ruhrgebiet nach Frankreich als Reparation mit den Güterwaggons verschafft. Klar daß dann nächtens diese Züge in den Bahnhöfen "erleichtert " wurden. Dann machte es schnell die Runde, wenn man "organisieren" ging, also zum stehlen, wurden die Kollegen gefragt: Gehst du auch mit zum "FRINGSEN"? Auf dem Laurenzplatz wurde dem Kardinal ein Denkmal gesetzt.