Burgruine Zabelstein
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Als die Burg verfiel, wurde sie zum Steinbruch
Auf dem ca. 490 Meter hohen Zabelstein, der sich im nördlichen Steigerwald befindet, trifft man u.a. auf die Ruinen der ehemaligen Burg Zabelstein. Man erreicht den Zabelstein und die Ruine auf unterschiedlichen Wanderwegen, am einfachsten ist eiin kurze Spaziergang vom Parkplatz am Zabelstein aus, von dem es nur ca. 2 km Fußweg (weitgehend ebener Weg) bis zur Burgruine auf dem Zabelstein sind. Die Anfangsgeschichte der Burg Zabelstein liegt heute im Nebel. So gibt es Spekulationen, die davon ausgehen, dass bereits im 8. Jahrhundert ein Vorgänger der Burg hier auf dem Zabelstein stand, andere gehen vom Ende des 10. / Anfang des 11. Jahrhunderts aus. Als gesichert gilt den Unterlagen zufolge jedoch, dass die Brüder Adelhalm und Iring von Zabelstein 1136 urkundlich erwähnt wurden. Ende des 13. Jahrhunderts starb das Geschlecht derer von Zabelstein aus und die Burg Zabelstein fiel an das Hochstift / Fürstbistum Würzburg. Unter den Fürstbischöfen von Würzburg wurde Burg Zabelstein zu einer der mächtigsten Burgen des Fürstbistums ausgebaut. Im Bauernkrieg wurde Burg Zabelstein 1525 ohne Widerstand übergeben, was sie aber nicht vor schweren Beschädigungen schützte. Sie wurde aber wieder im Auftrag des Fürstbischofs aufgebaut. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts verlor Burg Zabelstein an Bedeutung. 1689 zerstörte ein Brand die Burg weitgehend. Die Burg verfiel mehr und mehr und sie wurde von den Gemeinden der Umgebung als „Steinbruch“ genutzt (sowohl für Häuser, als auch für Kirchen). Wenn man heute zur Ruine der Burg Zabelstein kommt, so kann man noch Überreste der Gemäuer der ehemaligen Burg erkennen.
Nur noch wenige Ruinenreste vorhanden
Von der einstigen Burg Zabelstein sind heute nur noch wenige Ruinenreste vorhanden. Trotzdem ist ein Besuch der Ruinen auf dem Zabelstein interessant – uns hat es hier zumindest recht gut gefallen. Man kann den Besuch der Burgruine gut mit einer Besteigung des Aussichtsturms auf dem Zabelstein verbinden
Die einst stolze Burg ist nur noch eine Ruine
Es soll Hinweise geben, dass die Burg Zabelstein auf dem knapp 500 Meter hohen Berg Zabelstein aus der Zeit um das Jahr 1000 erbaut wurde (im Norden des Steigerwalds, dort wo der Steigerwald zum Main hin abfällt). Andere Quellen sprechen davon, dass bereits im 8. Jahrhundert ein Vorgänger einer Burg auf dem Zabelstein erbaut wurde. Im Jahr 1136 treten die Brüder Adelhalm und Iring von Zabelstein urkundlich auf (dieses Jahr wird teilweise ebenfalls als Ursprung der Burg auf dem Zabelstein angesehen). Es wird vermutet, dass die beiden Brüder von der Burg Zabelstein im Diensten des Bischofs von Würzburg standen. Zwischen 1231 und 1249 war Wolfram III. der Burgherr von Zabelstein, seine beiden Brüder waren Domherren in Würzburg (zu dieser Zeit waren die Zabelsteiner auf dem Höhepunkt ihreres Machtbereiches angekommen). Das Geschlecht derer von Zabelstein endete jedoch 1298, da es keine männlichen Nachkommen gab. Im Jahr 1303 erwarb Bischof Mangold die Burg Zabelstein für das Fürstbistum Würzburg. Das Fürstbistum Würzburg baute diese Burg zu einer der möchtigsten Burgen des Fürstbistums aus. Hier wurde teilweise das Archiv und der Bischofsschatz und Kirchenschatz eingelagert und die Bischöfe verbrachten auf der Burg Zabelstein zeitweise die Sommermonate. Später wurde die Burg auch als Gefängnis / Verbannungsort genutzt. Obwohl im Bauernkrieg die Burg Zabelstein 1525 kampflos an die Aufständischen übergeben wurde, wurde sie schwer beschädigt. Die Fürstbischöfe von Würzburg veranlassten den Wiederaufbau und 1586 erfolgte ein großangelegter Umbau der Burganlage durch den Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Trotz all dieser Anstrengungen ließ man die Burg bereits kurz nach diesen Maßnahmen nach und nach verfallen, ein Brand von 1689 beschleunigte diesen Verfall zusätzlich. Die Burg diente mit der Zeit den Dorfbewohnern der Umgebung mehr und mehr als Steinbruch (noch heute sind in den alten Gebäuden der umliegenden Dörfer Steine der Burg vorhanden und ersichtlich). Der Berg Zabelstein und die Ruine der Burg Zabelstein liegen im heutigen Staatsforst Hundelshausen, der ein gemeindefreies Gebiet ist. Die Bayerischen Staatsforsten, welche die Eigentümer des Staatsforstes mit dem Zabelstein und der Burgruine sind, ließen die Ruine zwischen 2012 und 2015 teilweise etwas sanieren. Bereits seit vielen Jahren ist der Zabelstein und die Ruine der Burg Zabelstein ein beliebter Ausflugsort. 2021 konnte der 2020 fertiggestellte neue Aussichtsturm auf dem Zabelstein eröffnet werden – von diesem ca. 20 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen tollen Ausblick zu den Haßbergen, zur Rhön, zum Main, zum südlichen Steigerwald, sowie zu den Dörfern und Städten im fränkischen Steigerwaldvorland. Da wir jetzt seit einigen Jahren nicht mehr auf dem Zabelstein waren, konnten wir die erfolgten Änderungen, die dem gesamten Zabelstein-Gipfelgebiet gut getan haben, deutlich sehen.