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“Schöne Kirche” mehr lesen
im März 18, Klaus , 66-70
“Neogotische Kirche mit herrlichen Glasfenstern” mehr lesen
im März 17, Volker , 51-55

Infos Votivkirche

Der „Ringstraßendom“ wurde vor 125 Jahren geweiht

Die Wiener Votivkirche gilt als eines der bedeutendsten neogotischen Sakralbauwerke der Welt. Die Entstehung des „Ringstraßendoms“ neben dem Hauptgebäude der Wiener Universität steht in Zusammenhang mit dem Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph I. am 18. Februar 1853 durch den Schneidergesellen Janos Libenyi.

Der Bruder des Kaisers, Erzherzog Ferdinand Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko, rief nach dem Attentat „zum Dank für die Errettung Seiner Majestät“ zu Spenden auf, um in Wien eine neue Kirche zu bauen. Die Kirche sollte als „Dankgeschenk“ (Votivgabe, daher der Name) der Völker der Monarchie für die Errettung Franz Josephs errichtet werden. 300.000 Bürger folgten dem Spendenaufruf. Im neuen „Dom“ hätten alle Nationen der Donaumonarchie ihre geistige und politische „Heimat“ finden sollen.

Der Kirchenbau wurde in einem Architektenwettbewerb im April 1854 ausgeschrieben. Aus 75 eingereichten Projekten von Architekten aus der Donaumonarchie, Deutschland, England und Frankreich prämierte eine Jury das Projekt des damals erst 26-jährigen Architekten Heinrich von Ferstel. 1856 wurde der Bau begonnen. Nach 23-jähriger Bauzeit wurde die Kirche am 24. April 1879, dem Tag der Silberhochzeit des Kaiserpaares, geweiht.

Die dreischiffige neugotische Basilika im französischen Kathedralschema zählt zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Historismus. Aus dem Umfeld der Wiederbelebung der Dombauhütten erwachsen, stellt sie den Höhepunkt der historistischen Sakralarchitektur in Wien dar.

Die Kirche war zunächst als Ruhmeshalle für große Österreicher, ähnlich der Westminster Abbey in London, gedacht. Verwirklicht wurde diese Idee nur durch die Aufstellung der Tumba von Graf Niklas Salm. Als Bauwerk konnte die Votivkirche 1879 zwar abgeschlossen werden, ein „Dom der Völker“ wurde sie aber nicht. Inzwischen herrschte in der Habsburgermonarchie eine gegenüber 1853 völlig veränderte Grundstimmung; der politische Sieg des Nationalliberalismus führte zu erbitterten Nationalitätenkämpfen.

Im Jahr 1880 wurde die Votivkirche zur Pfarrkirche erhoben, mit einem Pfarrgebiet, das auf dem Boden des früheren Glacis von der Bellaria bis zur Roßauer Lände reicht.

Heute: Pfarrkirche und „kosmopolitisches“ Gotteshaus

Auf dem Pfarrgebiet der Votivkirche leben rund 2.700 Katholikinnen und Katholiken. Als Heimstätte verschiedener fremdsprachiger Gemeinden Wiens ist die Votivkirche aber auch ein sehr „kosmopolitisches“ Gotteshaus. Der Völker umspannende Gedanke, der am Beginn der Stiftung der Votivkirche stand, ist heute anders, dafür noch umfassender in der Votivkirche lebendig. So schließt die Votivkirche den Bogen von den Völkern der Donaumonarchie, die in diesem Kirchenbau ihre geistige Heimat finden sollten, zu den Staaten, die jetzt durch die EU-Erweiterung in einem neuen Europa wieder mit Österreich verbunden sind.

Die Kirche wird von der deutschsprachigen Pfarrgemeinde und der englischsprachigen Gemeinde Wiens genutzt. Dazu kommt die wichtige Rolle der Kirche für die Lateinamerikaner in Wien, denn ein Seitenalter ist der Muttergottes von Guadalupe in Mexiko gewidmet. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Afro-Asiatische Institut mit Studierenden aus zahlreichen außereuropäischen Nationen.

Ein seelsorglicher Schwerpunkt wird in der Votivkirche auf die Betreuung von ausländischen Besuchern gelegt. Pfarrer Joseph Farrugia ist Tourismusseelsorger der Erzdiözese Wien. Jeden Samstag um 18 Uhr wird eine Heilige Messe in mehreren Sprachen gefeiert.

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6 Bewertungen Votivkirche

Reisetipp bewerten
Bild des Benutzers belfort8
Klaus
Alter 66-70

Schöne Kirche

Durch die Renovierung erstrahlt die Kirche in neuem Glanz. Auch das Innere, mit den 78 bemalten Glasfenstern wirkt richtig schön. Auch der Hochalter, mit seinem wunderschönen Altartisch ist sehenswert. weiterlesen

im März 18
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers tancarino
Volker
Alter 51-55

Neogotische Kirche mit herrlichen Glasfenstern

Die Votivkirche von Wien befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität nahe des Schottentores. Ich muss gestehen, dass ich diese Bezeichnung „Votiv“ in Wien zum ersten Mal gehört habe. Als Votivgabe bezeichnet man ein Dankgeschenk und es ging hierbei darum, dass Franz Joseph einem Attentat entgangen war und nun der Bruder Ferdinand Maximilian zur Spende aufrief und zum Bau dieser Kirche als Dankesbeweis für die Errettung des Monarchen. Nach Beendigung eines Architekturwettbe... weiterlesen

im März 17
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers Rainer01
Rainer
Alter 61-65

Sakralbau

Die Votivkirche ist eine römisch-katholische Kirche in der Nähe der Ringstrasse. Sie gilt als eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Von weitem zu sehen, sind die Türme der Kirche 99 Meter groß und verschaffen ein monumentales Bild. Die Kirche ist noch recht jung. Sie wurde 1879 geweiht, zur Silberhochzeit von Sisi und Franz Josef. Bekannt ist die Votivkirche für die kunstvollen Fenster und die wertvollen Altäre. Vom Äusseren ähnelt die Kirche der bekannten Retscherkir... weiterlesen

im März 16
Gesamtbewertung 5.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers krollekopp
Horst Johann
Alter >70

Eine Kirche die aus Dankbarkeit gebaut wurde.

Von Aussen fällt die Kirche schon durch ihre schlanken Zwillingstürme auf, hier wurde von Heinrich Ferstel dem Baumeister ,die französische Kathedralgotik " abgekupfert", dadurch ist der Baukörper jedoch nicht negativ zu sehen. Der Anlass für den Bau dieser Kirche, war das misslungene Attentat eines Schneidergesellen auf den jungen Kaiser Franz Joseph II. 1853. Dann wurde es jedoch durch den Bruder des Kaisers, Erzherzog Maximilian sehr spannend. Er rief alle Untertanen der K & K Monarchi... weiterlesen

im Juli 16
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers Sates
Susanne
Alter 26-30

Wunderschöne Votivkirche

Eine gute Alternative zum Stephansdom. Die Kirche ist vom Rathaus aus zu sehen und gut zuerreichen, sie wird zur Zeit in einigen Teilen restauriert. Absolut empfehlenswert. weiterlesen

im Februar 10
Gesamtbewertung 6.0
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