Mundo Maya Rundreise

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5.5 6 12
“Selbst organisierte Rundreise Yucatan” mehr lesen
im Februar 18, Frank , 51-55
“Eine absolut fantastische Rundreise” mehr lesen
im Januar 15, AP , 31-35

Infos Mundo Maya Rundreise

Rundreise Mundo Maya vom 21.-27.12.2007

Unser Reiseleiter heißt Wolfram, unser Fahrer Irvin.
Offiziell beginnt die Rundreise bereits am Tag vorher. Da werden die ankommenden Gäste aus Deutschland und Österreich oder auch aus Mexiko- City am Flughafen Cancun abgeholt und in ihr Hotel gebracht. Am nächsten Tag geht es dann auch für sie los, und sie kommen nach Playa del Carmen, um im Hotelbereich die restlichen Teilnehmer abzuholen, also auch uns, vom Iberostar Paraiso del Mar.
Insgesamt sind wir 30 Personen
– eine sehr gute Gruppe, wie sich im Laufe der Rundreise herausstellt!
Der Bus ist groß und komfortabel.

Freitag, 21.12.2007

Zunächst geht es Richtung TULUM. Auf der Strecke halten wir kurz an, um uns eine Ausstellung von Steinarbeiten (Maya Skulpturen), Schmuck und Kleider anzusehen. Wer will, kann Tequila probieren.
Schnurgerade Landstraße dann bis Tulum . Dies ist eine Festungsstadt der Maya. Wichtigstes Gebäude ist das sich auf einer Felsklippe über dem Meer befindliche “Castillo“. Weiter gibt es noch den Tempel des „herabstürzenden Gottes“ und der „Tempel der Fresken“. Hinter dem Castillo kann man eine Treppe zu einer Badebucht herabklettern. Das Meer schimmert herrlich grün, türkis und blau.
Wir haben ½ Stunde Zeit, entweder kurz mit den Füßen ins Wasser zu gehen oder die Gegend zu erkunden. Treffpunkt ist eine urige Kneipe am Busparkplatz. Dort kann man auch eine Kleinigkeit essen.
(Tipp: Wer mal zum Klöchen muss, sollte nicht hier beim Lokal gehen – kostet 30 Pesos -, sondern ca. 50 m zurück. Hier ist ein kleines Center mit Geschäften, Lokalen und einer sauberen, kostenlosen Toilette. Auch kann man hier gemütlicher und ruhiger essen als in der uns vorgestellten Kneipe.)
Leider haben wir nicht viel Zeit und müssen weiter nach CHETUMAL an der Grenze zu Belize (schlappe 360 km). Bevor wir ins Hotel LOS COCOS gehen, zuerst Besuch des Archäologischen Museums mit Nachbildungen der wichtigsten Mayastätten unter einem gläsernen Fußboden und Beschreibung des Alltagslebens der alten Mayas bis zu Astronomie und Mathematik (Maya-Kalender).
Mir prägte sich besonders ein, dass früher die Kopfform der Mayas künstlich durch seitlich neben den Ohren angebrachte Gestelle oval nach oben geformt wurde (wie Zusammenbinden der Füße in Japan) – gruselig!
Unser Hotel liegt an einer Hauptstraße im Touristenzentrum von Chetumal. Restaurants, Bars und Geschäfte sind in unmittelbarer Nähe.
Im „COCOS“ erhielten wir zunächst Zi. 214, da ging kein Fenster auf (Panik!) Nach Rücksprache stellte sich heraus, dass alle Zimmer zur Strasse hin versiegelt sind.(aus Sicherheitsgründen). Schließlich landeten wir in einem Zimmer zum Garten. Dort war alles ok.
Es ist zu bemerken, dass alle Mitarbeiter sehr freundlich und hilfsbereit waren. Unsere Koffer standen bei Ankunft im Zimmer und wurden morgens, während wir frühstückten, wieder zum Bus gebracht. (Dies geschah in jedem Hotel auf der Rundreise).
Das Abendessen war auch ganz ordentlich.
360 km

Samstag, 22.12.2007

Abfahrt 08.00 Uhr. Alle waren pünktlich da. Auf der Fahrt nach Flores erfuhren wir von Wolfram, dass die Sprache der Maya noch immer offizielle Landessprache neben Spanisch ist. Es gibt ungefähr 35 verschiedene Dialekte. In Yucatan, Belize und Guatemala besteht die Bevölkerung hauptsächlich aus Maya. Man erkennt sie leicht: bräunliche Haut, klein, untersetzt (es scheint, als ob der Kopf direkt auf den Schultern sitzt) und fast immer freundlich lächelnd.
BELIZE ist ein Vielvölkerstaat mit nur etwa 300.000 Einwohnern, darunter Mestizen, Kreolen, Indigenas (= Mayas) und ca 15.ooo Mennoniten (leicht zu erkennen an ihrer Kleidung: Männer und Jungen lange Hosen, Hemden mit langen Ärmeln und Hut, Frauen und Mädchen lange, hochgeschlossene Kleider, lange Ärmel, Tücher und Hüte).
Die Hauptstadt ist Belmopan, ca 7ooo Einwohner, gegründet nach dem Hurrikan Hattie 1961 .

Wir kamen zur Zollstation. Kleines Gebäude (bessere Baracke). Wolfram sammelte alle Pässe ein, ging damit zum Zoll Mexiko. Inzwischen wurde unser Bus von unten desinfiziert (warum, weiß niemand), kostet über 600 Pesos. Dann fuhren wir über eine Brücke zum Zoll Belize. Hier mussten alle aussteigen und mit Gepäck und Pass zur Kontrolle marschieren. Nach etwa einer halben Stunde war die Prozedur beendet, und wir durften mit Sack und Pack auf der anderen Seite der Zollbaracke wieder einsteigen. Wir bekamen noch einen zusätzlichen örtlichen Reiseleiter mit (ist Vorschrift), und dann gings weiter.
Wir fuhren zunächst nach Corozal. Schöne Landschaft mit Palmen und anderen hohen Bäumen, Zypressen, Mangobäumen, Zuckerrohrfeldern, an sauberen Häuschen vorbei bis ORANGE WALK.
Hier war gerade Markt. Wir sahen etliche Mennoniten-Familien (diese Sekte heißt in den USA Amish-People). Auffallend waren die ernsten Gesichter der Kinder.
Markt sehr malerisch, und die angebotenen Früchte für unsere Verhältnisse spottbillig (eine große Tüte Bananen für 1 US$).
An Teakholzbäumen vorbei fuhren wir dann nach San Ignacio.
Dort gab es Mittagessen (Tacos, Fijitas, Tortillas). Urig!
Weiterfahrt nach XUNANTUNICH (=Steinjungfrau), dem archäologischen Stolz von Belize. Zunächst setzt man mit einer handbetriebenen Fähre (wird vom Fährmann an Stahlseilen gezogen) über den Mopán River, dann per Kleinbus eine 3 km lange Schotterstraße entlang bis zum Visitor Center. Hier gab es bis zum 10.JH eine Stadt mit 25 Palästen und Tempeln.
Wir mussten noch ca 800 m durch den Urwald laufen, um zum Wahrzeichen dieser Ausgrabungsstätte zu kommen, der 40 m hohen Pyramide, El Castillo. Davor riesige Rasenfläche (sehr heiß!!) Aus der Hitze wieder zurück zum Bus. Auf dem Weg zeigte uns der örtliche Reiseleiter ein Erdloch. Er stocherte mit einem Stock drin herum – und heraus kam eine große, behaarte Tarantel. Zum Glück hat sie uns nichts getan!
Zurück zur Fähre. Überfahrt und wieder ab in unseren klimatisierten, schönen Bus.
Weiter zur Grenze Belize/Guatemala. Zollformalitäten wie gehabt:
Koffer und Handgepäck ausladen, Passkontrolle, neuer Bus für Guatemala (es gibt nur unbefestigte Schotterstraßen, daher ist der Bus älter und klappriger), zusätzlich wieder ein örtlicher Reiseleiter . Zoll Guatemala, Bus einsprühen (bezahlen!), Pässe Wolfram geben, der lässt diese abstempeln – und weiter geht die Fahrt quer durch Guatemala.
Am Straßenrand erbärmliche Behausungen. Der Regenwald wurde abgeholzt und es wird viel Viehzucht betrieben. Man sieht überall Rinderherden, Schweine, Hühner etc. Starker Gegensatz zu Belize.

Weiterfahrt nach Flores. Hinter dem Ort Santa Helena führt ein ca 10 km langer holpriger Weg zum Hotel Villa Maya. Es erwartet uns ein wunderschönes Hotel (das beste Haus der Reise), eingeschlossen zwischen Dschungel und einem See.
Es ist ein romantisches Haus, zu allen Seiten offen, Holzstämme als Stützen, Segel als Decke, schnuckelige Sitzecken, Swimmingpool, Whirlpool, offenes Restaurant, Wiesenweg zum See (mit ca. 2m langem Krokodil – habe nur eins gesehen, vielleicht gibt es auch mehrere).
Man wohnt in 2-geschossigen Häuschen mit je 4 großen Zimmern, die sehr hübsch eingerichtet sind mit viel Holzdekoration als Lampen, Holz-Schwingtüren zu Dusche und WC, 2 große Betten, Balkon. Alle Fenster sind durch Fliegendraht gegen Mücken geschützt. (Mückenspray nicht vergessen!)
Gutes Abendessen. Danach gemütlich auf der Terrasse Bier getrunken. Später hat uns ein gefährliches Brüllen erschreckt: Wir dachten, das ist bestimmt ein Jaguar (die sollen hier nämlich auch leben). Aber am Morgen erfuhren wir, dass es sich nur um Brüllaffen handelt, die ebenfalls hier in der Anlage „wohnen“ und sich auch füttern lassen.
300 km zurückgelegt.

Sonntag, 23.12.2007

Nach dem Frühstück Fahrt nach TIKAL (ca. 70 km). Das Departemento heißt Petén und nimmt fast 1/3 der Landfläche von Guatemala ein. Man hat hier das siebtgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Mitten im dichten Regenwald (lt. Hinweisschilder gibt es hier noch Jaguare, Tapire und Schlangen) liegt die große, wohl geheimnisvollste Maya-Stadt Tikal (Unesco Weltkulturerbe und 570 qkm großer Nationalpark).
Hier befand sich früher ein Hauptzentrum von Religion, Wissenschaft und Handel der Maya. Teilweise wurden die Bauten von Archäologen freigelegt und können über Treppen bestiegen werden (was ich vermieden habe a) wegen Höhenangst und b) sind die Treppen nicht gerade einladend). Andere Denkmäler waren vom Regenwald überwuchert, man sah nur noch die Konturen. Wir brauchten ca. 3 Stunden, um diese „Stadt“ zu umrunden – und dies quer durch den Dschungel. Aber es lohnte sich!
Nach dem Mittagessen fuhren wir zurück in unser Romantik-Hotel. Hier genossen wir den Rest des Tages.

Montag, 24.12.2007

Um o5.oo Uhr aufgestanden, Frühstück, Abfahrt 06.30 Uhr. Wolfram sagte uns: Wenn am Vorabend die Affen so laut gebrüllt haben, bedeutet dies, das Wetter ändert sich. Heute früh waren sie still. Das heißt, sie frieren. Und so war das auch: Bei der Abfahrt regnete es etwas, es war auch etwas kühler, für uns aber immer noch warm genug.
Zunächst fuhren wir über asphaltierte Straßen, danach gab es nur noch holprige Wege.
In San Benito waren die Straßen überflutet. Dies ist eine etwas größere Stadt mit Geschäften und einem „Krankenhaus“ (der Himmel bewahre uns vor einem Aufenthalt hier!).
1. Stopp in Las Cruces. Rechts und links der Straße ist buntes Markttreiben. Man verkauft Obst, Gemüse, div. Gebrauchsartikel und Brot. Wir kauften für einen Dollar eine Menge richtig gut schmeckender Brötchen.
Die Straßen werden immer schlechter. Es geht vorbei an Teakholz- und Papayabäumen. Weite Felder mit Tierherden – hier war früher noch Urwald. Wir kommen zur Grenze Guatemala/ Mexiko: Ein kleiner Feldweg, am Ende zwei Holzhütten. Dies ist die Zollstation von Guatemala. Zum Glück regelt Wolfram die Formalitäten. Wir dürfen kurz durch das „Niemandsland“ fahren bis in den Ort Bethel. Stopp am Fluss Usumacinta. Hier geht der Spaß dann los:
Koffer werden ausgeladen und von schmächtigen Kerlchen hinunter an den Fluss geschleppt und dort auf vier lange Holzboote verteilt. Die dazugehörenden Passagiere sorgen für beängstigenden Tiefgang. Man sitzt rechts und links der Reling, geschützt von einem „Sonnensegel“ aus Palmblättern. Immerhin gibt es einen Motor und ein Steuer, kunstvoll geführt von einem freundlichen Maya. Die Fahrt dauert fast 1 Stunde. Es ist gut, dass niemand ins Wasser fällt, denn am Ufer gab es Krokodile (kein Spaß, habe ich gesehen!)
Ziel der Reise sind die Ruinen der Maya-Stadt YAXCHILAN, verborgen im dichten Regenwald und nur nach längerem, teils mühsamen Fußweg zu erreichen. Man kann einige Ruinen über Steintreppen erklettern. Für mich waren der Weg durch den Urwald und die Flussfahrt das interessanteste dieses Aufenthaltes.
Es fing an zu regnen, daher ein etwas eiliger Aufbruch zu den Booten und – notdürftig durch die Palmblätter geschützt - eine Stunde später Ankunft am gegenüber liegenden Ufer der Grenze . Hier ist wieder Mexiko. Die Koffer wurden ausgeladen und von Jungen mühsam einen kleinen Hügel und Treppen herauf zu „unserem“ ersten bequemen Bus gebracht. Wir fuhren kurz zur mexikanischen Grenzstation. War auch lediglich eine kleine Hütte. Der Zöllner war nicht da – daher entfiel die Passkontrolle.
Only for info: Um 18.oo Uhr deutsche Zeit = Bescherung saßen wir im Boot.
Nächster „Technischer Halt“ (Ausspruch von Wolfram für Pipipause) in der Region Chiapas beim Parador „Valle Paradiso“, ganz einsam gelegen, rustikale Holzsäulen mit Palmenblättern als Dach, auch innen alles aus Holz, offene Küche sehr sauber. Ebenfalls saubere Toiletten.

Weiterfahrt nach PALENQUE, einer großen, sehr gepflegten Stadt mit vielen Geschäften, Restaurants, einem richtigen Krankenhaus und einer Plaza. Am Anfang der Geschäftsstraße ausgestiegen und – als Weihnachtsgeschenk – von Geschäft zu Geschäft flaniert.
Am Ende der Straße erwartet uns der Bus und bringt uns zum 7 km weiter gelegenen Hotel KIN-HA. Es ist eine einfache, aber saubere Bungalowanlage. Rustikal eingerichtet – und prima King-Size-Betten. Es gibt sogar einen Swimmingpool und viel Grünfläche. Der Speiseraum wird von Holzpfeilern gestützt und hat eine zeltförmige Decke. Man merkte – auch essensmäßig – nichts von Weihnachten. Nur unsere Gruppe hatte sich „fein“ angezogen. Ich hatte Aachener Printen und Spekulatius mitgebracht und als Weihnachtsgeschenk verteilt.
An der Bar noch ein Bier getrunken. Die wurde aber früh geschlossen, weil auch die Angestellten Weihnachten feiern wollen (man feiert am 25.12. und 6.1. – Kinder bekommen an beiden Tagen Geschenke – auch schön!)
360 km gefahren.

Dienstag, 25.12.2007

Fahrt zum Naturpark PALENQUE. Mitten im Dschungel liegt die atemberaubende Maya-Stätte mit mehreren Tempeln und Pyramiden, u.a. die „Pyramide der Inschrift“, in der sich die einzig erhaltene Maya -Grabstätte Mexikos befindet. Gegenüber erhebt sich der „Palast“, ein Komplex aus Räumen, Höfen, Treppen und Terrassen, überragt von einem vierstöckigen Turm. Diese Kultstätte gilt als absolutes Juwel der Maya-Baukunst.
Allein um dorthin zu gelangen, muss man einen dichten Dschungel durchqueren. Überall riesige Bäume mit verholzten Wurzeln, Wasserfall, teilweise Holztreppen, sonst unebenes Gelände. Man muss höllisch aufpassen, wohin man tritt. Es ist heiß und feucht – und dann kommt man auf eine Lichtung und sieht den Palacio vor sich. Imposant!
An den Kultstätten findet man viele Verkäufer von Maya-Handwerk.
Info: Nirgendwo anders habe ich bessere und günstigere Souvenirs gesehen. Also – wenn man was mitnehmen will, dann von hier. Ich habe eine Kette (von allen mitreisenden Damen bewundert und heiß begehrt – war aber nur 1x da) und eine Steinplatte gekauft. Unbedingt handeln!
Wir verlassen den Bundesstaat Chiapas, kommen kurz in den Staat Tabasco und schließlich in den Staat Campeche. Hier wird bei Einreise eine Lebensmittelkontrolle durchgeführt (Obst und Fleisch). Es wird allerdings nur gefragt, ob man etwas dabei hat. (Kein Mensch weiß, warum das gemacht wird!) Nach weiteren 20 Minuten Fahrt kommt’s ganz dicke: Auf freier Strecke wird der Bus vom Militär (Zoll) angehalten.
Alles aussteigen, Kofferklappe auf, willkürlich einige Koffer herausgeholt, müssen vom jeweiligen Eigentümer geöffnet werden, werden gründlich durchsucht . Es stellt sich heraus, dass man nach Rauschgift sucht, da dies die Durchgangsstraße von Kolumbien via Mexiko in die USA ist. Da wir alle clean sind, ist nichts passiert.
Und weiter geht’s bis zur Küste. Entlang der schnurgeraden Straße stehen Mangroven- und Kokosbäume. Wenig bewohnte Gegend. Wir fahren ca 70 km, teilweise entlang riesiger Sandstrände. Wir erfahren von Wolfram, dass hier Riesenschildkröten ihre Eier ablegen und Pelikane und Silberreiher brüten. Wir halten bei einem modernen Restaurant direkt am Strand (war sogar mit den Füßen im Wasser!). Sehr schön! Es geht leider schon bald weiter.
Wir sehen einige tolle Häuser am Wasser. Wolfram erzählt uns, dass die Grundstücke von ca. 1000 qm ca 100.000,- USD kosten – allerdings ohne Wasser- und Stromanschluss. Das kostet extra!
Gegen 17.oo Uhr erreichen wir über die Autobahn die Stadt CAMPECHE (Weltkulturerbe).
Die Stadt ist umgeben von einer 3,5 m dicken Stadtmauer. Diese wurde erbaut als Schutz vor Piraten, die es auf die Schiffe abgesehen hatten, die von hier aus mit Gold und Silber Richtung Spanien in See stachen. Innerhalb der Stadtmauer ist die Altstadt, vor den Toren der Stadt war gerade Markt.
Mittelpunkt der Altstadt ist der Parque Municipal, ein herrlicher Platz, umgeben von schön restaurierten Häusern aus dem 19 JH und einem Museum, Kulturzentrum und natürlich der Kathedrale. Hier stand auch ein riesiger Weihnachtsbaum und eine Krippe mit lebensgroßen Figuren. (Der Platz war bis vor kurzem Kulisse für den Film „Che Guevara“, daher war sicher auch alles so schön sauber und frisch gestrichen!)
Wir gingen zurück zum Bus und fuhren in das sehr nahe gelegene Hotel “Plaza Campeche“. Eindrucksvolle Eingangshalle, Marmorböden, Blumendekorationen – alles sehr edel. Auch die Zimmer waren sehr gut eingerichtet: 2 King-Size-Betten, kleine Kochecke mit Kühlschrank, Wasserkocher, Porzellan , verstellbarer Schminkspiegel. Marmorbad, großes Fenster (Zimmer liegen entweder zum Parkplatz oder zur Straße – beides laut – aber erträglich). Allein der Aufgang von der Lobby zu unserer Etage ist ein Genuss: Man kommt sich vor wie im Film – breite Stufen, helle Leuchter – fehlte nur das Ballkleid mit Schleppe. Das Abendessen war auch ok.
Nur gab es ein Novum: Die Kellner waren ausgesprochen muffelig (vielleicht weil Weihnachten war und sie arbeiten mussten).
370 km gefahren.

Mittwoch, 26.12.2007

Um o8.oo Uhr Abfahrt. Zunächst nur bis zur Stadtmauer. Noch ein kurzer Stadtrundgang und weiter ging es nach UXMAL. Der Eingang zu den Maya-Stätten ist ein modernes Besucherzentrum mit Geschäften und Lokalen. Jeder Besucher bekommt ein blaues Band fest ums Handgelenk befestigt. Gleich hinter dem Eingang befindet sich die steile „Pyramide des Zauberers“ (lt. Sage soll sie vom Sohn einer Hexe in einer Nacht erbaut worden sein – sagt Wolfram!) Weiter gibt es noch den 100 m langen „Palast des Gouverneurs“ auf einem Hügel und das „Nonnenviereck“ – ein Komplex mit 74 Räumen – .
Weiterfahrt Richtung MERIDA. Unterwegs „Technische Pause“ und Mittagessen in einem urigen Lokal. Dort wird noch nach altem Brauch Fleisch zubereitet: Glut in einem Erdloch entfacht, Fleisch und div. Gewürze hinzu, abgedeckt mit einem Bananenblatt und Metalldeckel. Nach drei Stunden ist das Fleisch butterweich und schmeckt – wie man mir sagte – prima.
Nach dem Essen ging es weiter in ein Maya-Dorf. Dort leben die Leute in runden Hütten mit Strohdächern. Eine Keramikwerkstatt besucht. Eine Frau fertigte nach Abbildungen aus archäologischen Büchern Repliken der alten Ausgrabungsstücke an (die Originale liegen natürlich in Museen). Hervorragende Arbeit!
Ankunft MERIDA. Sehr große Stadt mit weitläufigen Außenbezirken und schöner Altstadt, deren Mittelpunkt die Plaza Mayor bildet. Um den Platz herum befinden sich das Rathaus, Kathedrale, Stadtmuseum und Arkaden mit kleinen Geschäften und Lokale. Wunderschön!
Zwei Häuserblocks von der Plaza Mayor entfernt, wohnten wir im Hotel „El Castellano“. Gepflegtes Haus, große Zimmer mit allen Annehmlichkeiten, zwei Restaurants, Lobbybar. Das Essen war ordentlich in Buffetform.
Nach dem Abendessen ergab sich der richtige Moment, um Wolfram und Irvin mit Worten und Geld zu danken.
Anschließend gingen wir dann noch die zwei Straßen zurück zur Plaza. Obwohl es schätzungsweise 22.oo Uhr war, wimmelte es von Männlein, Weiblein, Kinderchen – alles laut und lustig. Wir bekamen kaum einen Platz unter den Arkaden, um unser Bierchen zu trinken.
260 km gefahren.

Donnerstag, 27.12.2007

Um o8.oo Uhr fuhren wir vom Hotel aus in die elegante Vorstadt. Hier gibt es super tolle Villen, mit Säulen, Türmchen und allem Komfort. Hier leben und lebten reiche Mexikaner, teilweise wurden einige Prachtbauten auch von Banken und Versicherungen übernommen. Hier gibt es auch eine „amerikanische Botschaft“ (= Mc Donalds (O-Ton Wolfram). Nächster Stopp ist IZAMAL, ein Franziskaner-Konvent.
Kirche besucht und Markthalle für Obst, Gemüse, Gewürze, Fleisch, Kleidung für Einheimische.
Sehr pittoresk.
50 km weiter kamen wir dann nach CHICHEN ITZÁ. Da dies wohl die weltbekannteste Maya-Stätte ist und jetzt zu einem Weltwunder ernannt wurde, herrschte ein ungeheures Gedränge. Zur gleichen Zeit wie wir waren ca 100 Reisebusse da, die Parkplätze waren überfüllt, die Busse konnten nur bis fast zum Eingang vorfahren, Gäste rauslassen und später, zu einer bestimmten Zeit wieder einsammeln. In der großen Eingangshalle drängten sich hunderte Menschen. Man bekam wieder ein Plastikbändchen und eine Eintrittskarte, die vorgezeigt werden musste. Schließlich – nach zwei Kontrollen – durfte man das riesige Areal betreten.
Zunächst ging es an ca 100 m an Souvenirverkäufern vorbei (Sachen sind zu teuer!), dann kam man in dichtem Gedränge – gefühlte 40.000 Leute – schließlich zur Pyramide „El Castillo“. Sie repräsentiert den Maya-Kalender: 91 Stufen auf 4 Seiten + 1 Stufe zum Haupteingang ergeben 365 Stufen (=Tage des Jahres), 18 Terrassen sind 18 Monate (zu je 20 Tagen), jede Seite hat 52 Paneele ( 52 Jahre ergeben einen kosmischen Kreislauf.)
Im Umkreis der Pyramide liegen noch der „Tempel der Krieger“ , die Plattformen der „Venus“ und der „Adler und Jaguare“ sowie ein Ballspielplatz der Mayas. Die einzelnen Skulpturen waren sehr gut erhalten (oder restauriert). Man hätte stundenlang herumgehen können, aber da es zu heiß und voll war, wurde die Tour auf zwei Stunden verkürzt.

Dies war dann das Ende der Mundo-Maya Tour, und wir fuhren erschöpft, aber glücklich und schlauer, zurück zu den jeweiligen Hotels.

330 km Fahrt

Das war der Höhepunkt unserer vierwöchigen Mexikoreise.

Gracias Mexico y hasta la vista.

12 Bewertungen Mundo Maya Rundreise

Reisetipp bewerten
Bild des Benutzers Frankos13
Frank
Alter 51-55

Selbst organisierte Rundreise Yucatan

Unsere Reise nach Mexico haben wir selbst zusammen gestellt und dann auch alles selbst gebucht. Flug von Frankfurt nach Cancun und zurück mit Air Canada. Mietwagen über ADAC gebucht, bei Hertz am Flughafen Cancun abgeholt und zurück gegeben. 1. + 2. Tag Cancun Flug mit Air Canada von Frankfurt mit Zwischenstopp in Montreal nach Cancun. Ankunft Ortszeit 18:50 Uhr. Fahrt mit dem Leihwagen ins Hotel (23 km) (Hotel: Ocean Dream BPR, Boulevard Kukulkan KM 9.5, 77500 Cancun) 3. Tag Cancun... weiterlesen

im Februar 18
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
AP
Alter 31-35

Eine absolut fantastische Rundreise

Die Rundreise ist fantastisch!!! Die Maya-Stätten sind sehr beeindruckend. Insbesondere Xunantunich, Tikal, Palenque, Uxmal und Chichen Itza sind der Wahnsinn. Darüber hinaus sind die Wege durch den Regenwald ein ganz tolles Erlebnis. Auch sieht man auf der Fahrt durch Belize und Guatemala viel vom Land. Wir hatten darüber hinaus einen super Reiseleiter - Michael. Er hat unheimlich viel zu den Maya-Stätten berichtet, darüber hinaus aber auch zu Flora und Fauna bei den Besichtigungen ein umfan... weiterlesen

im Januar 15
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Veronika
Alter 51-55

Großartig auf den Spuren der Maya

Sehr empfehlenswerte, wohl etwas anstrengende Rundreise auf den Spuren der Maya, von Mexiko über Belize , Guatemala und wieder nach Mexiko! Und ganz besonders hervorzuheben unsere Reiseführerin CARMELINA ( sie führt die RR in deutsch!); wer auch immer die Möglichkeit hat ,mit ihr zu reisen, kann sich sehr darauf freuen; nicht nur ihr fachliches Wissen,in gut verstehbarem Deutsch, sondern auch diverse Tipps ihrerseits, die besten Bananenchips zu finden, Tiere im Gebüsch zu entdecken, passend... weiterlesen

im August 14
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers Golf490
Reinhold
Alter 51-55

Mundo Maya

Habe die Rundreise „Mundo Maya“ von Neckermann-Reisen in der ersten Märzwoche 2014 absolviert, was vom Wetter her ideal war. Diese Rundreise kann ich jeden weiterempfehlen der die Kultur der Maya näher kennenlernen und dazu auch noch einen Hauch von Belize und Guatemala erleben möchte. Neben den Highlights Tulum, Xunantunich/Belize, Pamona, Palenque, Uxmal und Chichen Itza, war für mich die größte Stätte der Mayas in ihrer Geschichte „Tikal“ im Urwald von Nordguatemala, der absolute Höhepun... weiterlesen

im März 14
Gesamtbewertung 5.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers bubi1310
Gabriele
Alter 51-55

Reiseleitung leider unzureichend

Die Rundreise an sich, über Neckermann gebucht, hatt jede Menge zu bieten. Die Hotels waren zum Teil grenzwertig, sind allerdings auch als Mittelklassehotels ausgewiesen. Ich weiß aber nicht, ob z.Bsp. Ameisenkaravanen quer durch die Räuke und nächtiliche Einstiegsversuche in die Zimmer dazu gehören. Wir hatten Pech mit der Reiseleitung von Neckermann, die sich durch ständige Unpünklichkeit, durch Ignoranz und einfach durch die Tatsache auszeichnete, dass er kaum auf die angefahreren Ausgrabu... weiterlesen

im Juni 12
Gesamtbewertung 2.0
Weiterempfehlung

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